Wieso plötzlich starke Riefen an einer Bremsscheibe?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Also Lottl07 verbreitet hier Unsinn. Bremsen sind das wichtigste Sicherheitsteil an einem Fahrzeug und es ist verantwortungsvoll und wichtig, wenn du dich darum - vor Fahrtantritt, besonders nach längeren Fahrpausen - kümmerst.

Scheibenbremsen haben einen einzigen Nachteil, nämlich, dass sie der Korrosion stärker ausgesetzt sind als Trommelbremsen.

Was du fragst: Schuld sind Sand, Steinchen, besonders Streusalz.

Auch wenn lang anhaltend (bergab, Pass) gebremst wird, gelangen Scheiben bis zu Rotglut 600 °C, die Manschetten über die Kolben können porös werden, im Winter dringt Streusalz ein und der Kolben sitzt fest oder klemmt. Dann funktioniert der schwimmende Sattel nicht mehr und die Beläge können einseitig drücken, Mulden einschleifen, nicht nur Riefen wie bei einem Steinchen.

Außerdem wirkt bei der Scheibenbremse auch ein kleiner Fehler: Der Kolben drückt den Belag plan auf die Scheibe, doch zur Nabe hin wird mehr Material abgetragen und außen läuft die Scheibe schneller als innen. Das ist bei der wettergeschützten Innenbackenbremse anders - heißt nicht, dass letztere besser sei.

Zerlegen ist so ne Sache. Wenn das System geöffnet wird - ich meine, Beläge herausgenommen - dann gleich neue; und wenn Mulden in der Scheibe - ich halte nichts vom Überdrehen. Meist halten die Scheiben nur 2 Belagwechsel aus, dann ist die Mindestdicke der Scheibe erreicht und die Scheibe ist reif.

Und auf jeden Fall Markenware, Originalteile. Zwar werden die auch in Billiglohn-Ländern hergestellt, unterliegen aber anderen Konstruktions-, Produktions- und Qualitätsprüfungszyklen. (Auch Knorr, ATE …)

Im Stand (bei der HU § 29 StVZO) bremst jede Bremse, doch bei 200 km/h kommt nach der Schrecksekunde die Sekunde der Wahrheit.

Gut so!

sie läuft nicht schneller, sondern der Weg ist länger, somit die Radiengeschwindigkeit !!

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Ich frage mich was an meiner aussage Unsinn ist.

Also Lottl07 verbreitet hier Unsinn. Bremsen sind das wichtigste Sicherheitsteil an einem Fahrzeug und es ist verantwortungsvoll und wichtig, wenn du dich darum - vor Fahrtantritt, besonders nach längeren Fahrpausen - kümmerst.

Was anderes sagst du doch auch nicht , nur noch etwas Senf dazu.

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@Lottl07

sry, der Ténor deiner Einleitung signalisiert etwas anders; deswegen hab ich es verfeinert - oder versenft.

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@Pauli010

War diese Woche mit einem Freund Auto anschauen.

SUV 2 Tonnen, 38 t km, hintere Scheiben keine Rillen, sondern Furchen wie auf der Fahrbahn, 2 mm Unterschied, Rand außen 6 mm beidseitig.

Ich die Scheiben müssen raus, das war ein Schnellfahrer.

Der Händler, pampig: woher wollen Sie das wissen? Sind Sie Kfz-Mechaniker?

Ich:

  1. ja
  2. da brauch ich kein Mechaniker sein, das sagt mir der gesunde Menschenverstand
  3. Ich kenn den Vorbesitzer, ich weiß wie der fährt. Außerdem Unfallschaden. Nehmen Sie das 'unfallfrei' vom Verkaufsschild weg sonst …

Na, der Fall war gelaufen.

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@Pauli010

Deswegen verbreite ich aber keinen Unsin!

Nur nebenbei, dasAuto war schon in meiner Jugend mein Hobby, habe später meinem Sohn beigebracht wie man Fahrzeuge wartet, repariert und auch lackiert. Was ist aus ihm geworden, ......KFZ-Meister und Chef in einer der größten Kfz-Werkstätten Deutschlands.

Ich betreibe weiterhin mein Hobby und fahre auch gerne Schnell aber meine Bremsscheiben von meinem SUV sehen immer glatt aus. Es kommt also nicht immer auf´s SCHNELL fahren drauf an.

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@Pauli010

Nur zur Vervollständigung. Gestern waren wir wieder 'Auto ansehen' - mein Freund hats sofort gekauft. Ausschlaggebend der gute technische Zustand, SUV 2 Tonnen, 35 t km, 4 Jahre. Motorraum nicht gereinigt, sondern wie neu - aber die Bremsen!

Nein, keine neuen Scheiben, ein Außenrand von 1 mm, jede Scheibe innen und außen glatt wie ein Spiegel, Beläge jeweils ca. 7 mm. Der Verkäufer: Vorbesitzer fährt bedächtig, fast nie Autobahn.

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Danke für die Antwort. Habe die Bremse letzte Woche zerlegt. Es waren Gott sei dank keine Reifen sondern nur leicht erhabene Rostspuren.

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@johnpansen

na, dann klappts ja auch mit den Finanzen.

Doof ist, wenn hohe Luftfeuchte herrscht, Auto steht 14 Tage. Du meinst, die Karre ist festgebunden. Ein leichter Ruck und die 'angerosteten' Beläge (tatsächlich Scheibe) sind wieder frei. Bremsreiniger nützt da auch wenig. Nur etwas fahren, rollen lsassen, dann hört das Geschleife wieder auf.

Wenn bei Kurvenlauf das Geschleife stärker wird, liegt es am jeweiligen Radlager, das zu viel Spiel hat (2 Wälzlager pro Rad).

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Blöde Frage aber schaust du jedesmal auf deine Bremsscheiben wenn du den Wagen abstellst?

Zu deiner Frage, ...die Riefe kann durchaus von einen kleinen Steinchen kommen welches zwischen Belag und Scheibe gekommen ist. In den meisten Fällen reibt es sich wieder ab und alles ist wieder gut.

Um genaueres festzustellen, Beläge rausnehmen und nachschauen, vielleicht ist ja auch etwas anderes dazwischen gekommen oder sie sind nach 25.000Km doch schon abgenutzt.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Villeocht sitz der bremsbacken außen nicht richtig und ist an einer seite schon abgenutzt. ansonsten werkstatt aufsuchen und tauschen lassen. Beläge und scheiben.

Danke für deine Antwort. Beläge sitzen Satt auf und sind nicht verschlissen

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