Wieso passen sich Religionen wenn auch im widerspenstigen Trab an die Menschheit an anstatt sich richtig zu reformieren oder gar in Frage zu stellen?

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9 Antworten

Die katholische Kirche zB passt sich nicht der Menschheit an, sondern richtet ihren Fokus allein auf den Erhalt und Bestand ihrer Kirche...

Genau dies konnte man sehr gut bei dem Papstwechsel beobachten: Benedikt, ein 'harter Hund' wurde gegen einen 'weichen' Franziskus ausgetauscht.

Bei Benedikt kam ein Mitgliederschwund auf, de die Kirche unbedingt stoppen musste.

Franziskus spielt nun den Menschenfänger und hat gewisse christliche Vorstellungen verweichlicht, um somit als guter Papst im Außen zu wirken...

Ergebnis: Die Christen sind darauf herein gefallen und folgen nun wieder vermehrt dem Papst...

Man kann hier schon von einer 'Reformation' sprechen: Die Schäfchen wurden 'reformiert'...

Franziskus (weißer Papst) entstammt einem Jesuitenorden, dem mächtigsten Orden in der Christenheit...

deren 'General' als schwarzer Papst bezeichnet wird und der der Beichtvater Franziskus ist...

Wer Augen hat, sehet - wer Ohren hat, höret - wer lesen kann, leset

zwischen den Zeilen...

Gruß Fantho

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Dieses Anpassen ist geteilt. Wo es die in den Lehren enthaltene Unlogik betrifft, passen sich Religionen im Regelfall gar nicht an. Wo es jedoch um das Übernehmen unsinniger und schädlicher Dinge geht, da sind die meisten Religionen ausgesprochen flexibel. Ablesen kann man das sehr gut aus den Ereignissen über die gesamte Weltgeschichte hinweg.

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Das ist letztlich nicht die Religion sondern die Elite innerhalb der Religion. 

Wenn sich der Katholizismus z.B. reformieren würde, würde er sich gleichzeitig überflüssig machen und wovon sollen dann Prunk- und Protzbischöfe oder die ganzen Pfaffen leben? Die haben doch nichts gelernt außer Märchen von der Kanzel zu erzählen.

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Fanta421 01.08.2017, 19:39

genau das ist der Punkt

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Du darfst auf diese frage nicht mit der sichtweise eines atheisten rangehen, ein atheist hinterfragt die existenz eines gottes durch logik und erkenntnisse, gläubige glauben einfach fest an etwas und versuchen nicht rauszufinden ob es gott gibt oder nicht, sondern versuchen herrauszufinden wie sie gott mithilfe neuer erkenntnisse interpretieren oder begreifen können, so kommt diese veränderung zustande, sie ist auch so langsam, weil der glauben eben ein bestimmtes bild vermittelt, von dem man sich schwer lösen kann um ein neues zuzulassen! Lg

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Fanta421 01.08.2017, 18:25

ich betrachte die Dinge vom Tellerrand in den Teller hinein, Gläubige verkriechen sich im Teller und wollen nicht raus ;)

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"Was nicht passt, wird passend gemacht"

Ist das denn schlimm? Es wirkt vielleicht sehr heuchlerisch aber du vergisst eine entscheidende Sache: Der Kern des Glaubens wird dabei nicht verändert, er bleibt gleich.

Dass sich die Strukturen drum herum verändern ist doch ganz natürlich und gut. So, wie sich die Gesellschaft, die Politik etc. ja auch verändert.

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Fanta421 01.08.2017, 17:56

wenn die Kirche Jahrhunderte später grundsätzliche Aussagen, gegen die sie wörtlich und auch mit Klinge zu Kriege gezogen ist, widerruft und sich den bereits lange währenden Erkenntnissen beugt. Dann ist das nicht schlimm? Ich finde das heuchlerisch und absolut unchristlich.

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AgoodDay 01.08.2017, 17:58
@Fanta421

Ja, das ist nicht schlimm. Weil sie dann gott sei dank erkennt, dass diese Aussagen, mit denen sie ihre Kriege rechtfertigt haben, einfach falsch waren. Das Wissen verändert sich, zu den Zeiten als die Kirche Kreuzzüge veranstaltet hat, haben sie auch Gewitter als Zorn Gottes interpretiert.

Es gibt doch nichts besseres, als Fehler einzugestehen, oder?

Was soll daran unchristlich sein??

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Fanta421 01.08.2017, 18:19
@AgoodDay

vom Ergebnis her ist das natürlich das richtige und als gut einzordnen und solche Anpassungen meine ich auch

Nur passieren die teils notgedrungen auf Druck von aussen und nicht weil die Kirche es so will. Und genau genommen ist das, was die Kirche im Mittelalter gemacht hat um sich zu behaupten, meiner Meinung nach sehr sehr schlimm mit unzähligen Verbrechen und alles von oben her organisiert. Das zu beschönigen fände ich gar nicht gut

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AgoodDay 01.08.2017, 18:35
@Fanta421

ich möchte das auf keinen Fall beschönigen und gebe dir recht. Leider ist das ein wirklich langsamer Prozess. Ich fände es schön, wenn da mal frischer Wind wehen würde.

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Manchmal wünschte ich mir, die Politik würde sich so rasch "refomieren" wie Du es von den Religionen verlangst. 

Für mich ist im Christentum vieles, wenn auch nicht alles wünschbare, so verändert worden, wie Du es ansprichst. 

Vor allem die Reformation, earnest hat sie in seiner Antwort angesprochen, hat viele negative Entwicklungen der christlichen Kirche korrigiert. 

Es gab eine Zeit, da war das Christentum in Europa eine Macht. Die Päpste vergleichbar mit Königen oder Kaisern. In dieser Zeit  wirst Du bei der Religion das gleiche feststellen, wie bei weltlichen Herrschern. Viele genießen diese Stellung und wollen möglichst lange davon profitieren. Reformen würden diese Macht in Frage stellen oder verkleinern. 

Sich gegen den Zeitgeist zu stemmen, dass ist nie einfach. Die Gratwanderung der Kirche, gute christliche Grundwerte behalten und doch nicht völlig "alt" auszusehen, das wäre auch für einen Staat keine leichte Aufgabe. 

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Fanta421 01.08.2017, 20:39

verlangen tue ich nichts, nur feststellen. Und ja die Reformen, die earnest angesprochen hat, dazu braucht man nicht viel schreiben. Natürlich kann man das gutheissen, doch re-agiert die Kirche und das auch nur unter größtem Druck.

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Jegliche Organisationsform hat ab einer gewissen Größe Probleme sich zu wandeln. Ob das Konzerne, Religionen oder Staaten sind spielt dabei erst einmal keine Rolle.

Eine Religion wie z.B. das Christentum ist ja auch keine einheitliche Religion, es gibt hier, wie überall unterschiedliche Strömungen (Konservativ, Liberal). Problematisch für die Religion ist sicher das sich heutzutage Menschen mit hoher Bildung häufig von der Religion abwenden, dies führt dazu das die liberalen Kräfte eher in der Minderheit sind.

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Religionen passen sich nicht immer an.
Du schließt aus dem Christentum auf andere Religionen, das ist völlig unpassend.

Es hängt von der Doktrin ab.

Das Christentum ist mittels uralter Geschichten fundiert die großteils hunderte Jahre nach Jesus angeblicher Existenz geschrieben wurden.
Selbst der Name Jesus ist erfunden, den gab es nicht mal ähnlich damals weil die Laute und Buchstaben dazu fehlten.

Wenn die Religion auf solchen schwachen Beinen steht dann kann sie sich anpassen indem man Geschichten als Parabeln oder Gelichnisse abtut.
Die meisten Christen glauben heute bereits offiziell nicht mehr an Adam und Eva oder Noah, man sieht es als Gleichniss.

Im Islam als Gegenstück ist das nicht so, der ist seit 1400 Jahren unverändert.
Hier gibt es ein Buch das direkt nahc dem Tod des Propheten geschrieben wurde und nach damaliger Sicht wissenschaftlich zusammengestellt wurde.
Die Doktrin ist unverändert, die originalen Schriften gibt es sogar noch in Teilen.

Diese Religion ist unwandelbar.
Es kommt also immer auf die Fundamente an

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Bodesurry 01.08.2017, 19:10

Gehe ich recht in der Annahme, dass Du Muslim bist?

Was ist denn mit den Koran-Texten über Isa?  Die klingen zum Teil ja noch unwahrscheinlicher?

Für mich geht es bei Dir in erster Linie darum, den Beweis zu erbringen, dass Jesus nicht Gottes Sohn sein kann. 

Da bin ich völlig anderer Meinung. 

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SiriusNoCare 01.08.2017, 20:03
@Bodesurry

Spielt denn meine potentielle Religion eine Rolle ? Wir versuchen doch über Fakten zu sprechen da ist das nicht wichtig.

Wenn es um Unwarscheinlichkeit geht stehen sich Bibel und Koran doch in nichts nach, ich denke nicht dass wir da über "unwarscheinlicher" reden sollten. Ist es unwarscheinlicher dass eine Ameise ordentlich arabisch spricht oder ein Mann ohne Boot auf dem Wasser stehen kann ?
So kommen wir nicht weiter ..

Ich sagte überhaupt nichts über Jesus uns seine familiäre Beziehung zu Jehova..

Im Christentum wird behauptet Jesus sei selbst Gott.

Es gibt ja auch im Christentum nur einen Gott, richtig ?
Da würde Jesus nicht mehr hineinpassen wenn er ebenfalls ein eigenständiger HalbGott wäre.

Jesus selbst sagte leider laut Bibel auch einiges widersprüchliches.
In Joh sprach er "Ich und Gott wir sind eins"
Mt sagte er "Mein Vater ist im Himmel"
Auch laut Mk hat er persönlich Sünden vergeben, das ist der Bibel nach nur Gott selbst möglich.

Im Islam wird Jesus klar als normaler Prophet angesehen.
Also falls es diesen Jesus wirklich gab gibts überhaupt keine Grundlage dafürd

Und falls es ihn gab war sein Name nicht "Jesus Christus" beide Namen gibt es erst seit ein paar hundert Jahren.

Und hinzu kommt dass die Kirche Jesus überall als wießen ausstellt, alle Statuen und Bilder sind ein normaler "kaukasischer" Jesus. 
Dabei war er ein Araber insofern es ihn gab.

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Die Religion ist nicht mehr reformierbar. Zu weit haben sie sich von den Lehren Jesu entfernt.

Gott hat über die Religion sein Urteil gesprochen und bittet um Folgendes:

"Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel sagen: „Geht aus ihr hinaus, mein Volk, wenn ihr nicht mit ihr teilhaben wollt an ihren Sünden und wenn ihr nicht einen Teil ihrer Plagen empfangen wollt." (Joh. 18:4)

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Fanta421 01.08.2017, 22:58

nur weil du nicht an Gott glaubst musst du nicht gleich Jesu schlecht machen

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OhNobody 02.08.2017, 04:23
@Fanta421

Ich glaube sehr wohl an Gott.

Und: wo bitte habe ich Jesus schlecht gemacht? Die Religionen, die den Willen Jesu nicht mehr beachten, DIE haben ihn schlecht gemacht.

Jesus ist der von seinem himmlischen Vater (JEHOVA) eingesetzte  König. Ich bete im Namen Christi den Gott Jehova an.

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OhNobody 02.08.2017, 12:58
@Fanta421

Schau mal hier, Fanta:

"Und Gott sprach weiter zu Mose: Also sollst du zu den Kindern Israel sagen: JAHWE, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name in Ewigkeit, und das ist mein Gedächtnis von Geschlecht zu Geschlecht." (2. Mose 3:15, EB)

Im hebräischen war "JHWH" (Tetragrammaton) der Name Gottes. Niemand weiss genau, wie er ausgesprochen wurde, da im hebräischen die Selbstlaute fehlen. In verschiedenen Teilen der Erde hat sich JAHWE / JEHOVA eingebürgert.

Das ist der Name, den sich Gott selbst gab.

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Fanta421 02.08.2017, 17:59
@OhNobody

wieso hat Gott einen Namen und wieso gab er sich den selbst (wie du schreibst)

Namen sind dazu da, dass man sich innerhalb einer Gemeinschaft, Gruppe unterscheiden und miteinander gezielt interagieren kann. Dass Menschen Gott einen Namen geben wollen und es ja auch tun ist daher verständlich, dass Gott es selbst tut, getan hat oder deiner Meinung nach tut oder getan hat ist in sich nicht schlüssig.

Aber vermutlich liegt das daran, dass ich das alles nicht verstehe.

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OhNobody 02.08.2017, 20:46
@Fanta421

Der Name Gottes (JHWH / JAHWE / JEHOVA) hat eine ganz besondere Bedeutung. Die teilte Jehova dem Mose mit:

"Darauf sprach Gott zu Moses: „ICH WERDE MICH ERWEISEN, ALS WAS ICH MICH ERWEISEN WERDE.“ Und er fügte hinzu: „Dieses sollst du zu den Söhnen Israels sagen: ‚ICH WERDE MICH ERWEISEN hat mich zu euch gesandt.‘ “ (2. Mose 3:14)

Gott will damit uns Menschen Mut machen. Er wird zu all dem werden, was nötig ist, um seinen Vorsatz zu verwirklichen. 

Sein Vorsatz: die Menschen sollen das zurückbekommen, was Adam u. Eva verloren haben: ewiges Leben auf einer paradiesischen Erde.

Mit seinem Namen bürgt Jehova dafür, dass das Wirklichkeit wird.

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