Wieso nähert sich Deutschland in der Flüchtlingskrise eher der Türkei statt den osteuropäischen Staaten wie Ungarn?

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3 Antworten

Das Abkommen mit der Türkei wird vermutlich eher bald platzen. Der Grund dafür ist, dass die Türkei erwartet, eine Visafreie Einreise in die EU für ihre Bürger zu bekommen, was soweit ich mich erinnere schon für den Oktober zugesagt war. Tatsächlich werden sich aber sicherlich viele EU-Staaten diesem Plan im Nachhinein verweigern, denn es dürfte klar sein, dass das Problem so noch verschärft werden würde. Die Türkei könnte "umgelabelte" Flüchtlinge (in die Türkei eingebürgerte) so ungehindert in die EU schicken und diese so von innen schwächen. Außerdem haben die EU-Bürger ihre Schnauze sowieso von den vielen Türken hier gestrichen voll. Das Erpressungspotential durch die Türkei ist sowieso allen von Anfang an klar gewesen, daher denke ich, dass man mit dem Deal nur Zeit schinden wollte - vermutlich wurde diese Zeit aber nicht wirklich genutzt, um einen Plan B zu schmieden...

Die Armenienresolution wurde soweit ich weiß einstimmig beschlossen. Davon wird man sich nicht distanzieren; Eher distanziert man sich bald von der Kanzlerin. Ein Zaun ist natürlich etwas feines, und das würde ich auch gerne unterstützt sehen, also indem man eine gemeinsame Grenzsicherung der EU durchsetzen würde, aber das scheint bisher an irgendwas zu scheitern (vielleicht auch an der Kanzlerin?). Ein noch besseres Mittel, um sich vor Wirtschaftsmigranten zu schützen wäre es allerdings, wenn eine deutliche Botschaft in die Welt gesandt werden würde, dass es für diese hier keine Zukunft gibt, so dass sie sich erst garnicht auf den Weg machen müssten.

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1. In der Türkei gibt es Flüchtlingslager , die auch vom UNHCR betreut werden.

2. Wenn die Flüchtlinge an dem Grenzzaun der Ungarn stranden haben sie einen sinnlosen langen Marsch hinter sich udn viel Geld für Schleuser ausgegeben.

3. Die Ungarn haben sich in der Gesamten Flüchtlingsuafgabe als nicht hilfreich, sondern kontraproduktiv erwiesen.

4. Durch das Auffangen in der Türkei wird den Flüchtlingen die Überfahrt erspart, die ja auch gefährlich ist.

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Kommentar von tommygilbert
07.09.2016, 18:57

Zu 2.:Ich vermute eher, dass sie das Geld andersweitig für eine andere Fluchtstrecke ausgeben. Die Schlepper/Schleuser werden schon eine (gefährlichere?)  Lösung finden...

Zu 3: Ungarn streubt sich eher gegen die Aufnahme von Flüchtlingen, einen Zaun bauen sie dafür anscheinend gerne.

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Der Zaun kostet keine Milliarden, die Flüchtlinge in der Türkei halbwegs anständig zu versorgen, schon. Viele Milliarden. Aber es ist nur Geld. Darüber brauchen wir eigentlich nicht reden. Es ist genug da und es wird immer neues generiert.

Oder anders gesagt, die Lehman-Pleite war teurer. Aber das Geld ist ja nicht weg.

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