Wieso mussen eigentlich alle Menschen arbeiten?

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10 Antworten

Deine Frage, „wieso müssen alle arbeiten?“ ist ziemlich gut. Aber es geht noch besser. Wieso müssen alle unseriös arbeiten? Oder, wieso wollen
alle unseriös arbeiten? Das Problem ist nicht, dass man arbeiten muss, sondern, dass man ungerecht bezahlt arbeiten muss. Dass man gegeneinander, zu schnell, gemobbt, erpresst, gesundheitsschädlich, überfordert, ˹überflüssige Tätigkeiten verrichtend˺ schuften muss. Die meisten Menschen haben viel Spaß an der Maloche. Niemand wird als arbeitssüchtiger Sklave geboren. Wer aber oft in seinem Leben verliert,
wird zu einem Sklaven. Nach jeder Niederlage bekommt der Mensch eine Dosis ˹ausbeutbar machende Hormone˺ aus dem Zwischenhirn. Je öfter jemand verliert, umso ausbeutbarer wird er. Keine Gemeinschaft kann ohne solche willige Sklaven den kapitalistischen Bandenkrieg gewinnen. Die Sklaven schimpfen gern über arbeitslose Faulpelze, weil diese zum Sieg des Rudels nicht beitragen. Die Fleißigen wollen die Arbeit aber nicht teilen, sie wollen lieber schimpfen, und sich überlegen fühlen. Sie wählen bei den Parlamentswahlen den Kapitalismus, und sorgen so für Arbeitslosigkeit, für Hungerlöhne, somit für die Armut der Schwachen. Die „Helden der Arbeit“ merken nicht, dass kapitalistischer Fleiß die Welt nicht verbessert, sondern verschlimmert. Sie wollen kein Grundeinkommen für alle. Sie wollen lieber den Rudelsieg. Das Geld, was der instinktgesteuerte Staat den Sklaven und den anderen Schwachen vorenthält, finanziert den Rudelsieg. Mit dem
gestohlenen Geld kauft der Rudelsiegstaat die modernsten Waffen, die Firmen kaufen sich die modernsten Maschinen, zahlen spitzenlöhne für Spezialisten. Weil die Arbeitslosen die Arbeitsplätze der Sklaven wegzunehmen versuchen, sinken die Löhne. Auf diese ˹lohnsenkende Wirkung der Massenarbeitslosigkeit˺ wird der Sklavenhalterstaat auch in Zukunft nicht verzichten. Das Grundeinkommen verhindert diese lohnsenkende Wirkung. Deshalb wird es im Kapitalismus kein Grundeinkommen geben. Und auch keine ernsthaften Arbeitszeitverkürzungen. Dafür aber Millionen Arbeitslose. Der Kapitalismus ist bösartig aber rudelsiegbringend. Kapitalistische, rudelsiegdienliche Arbeit trainiert die Gier zu Siegen. Kapitalistischer Fleiß sorgt dafür, dass die Menschen siegesgierig bleiben, und im Hightech-Zeitalter die Welt kaputtsiegen.

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Hallo internetrambo,

das wäre unfair! Warum sollten die die arbeiten, arbeiten und alle anderen machen sich auf deren Kosten ein schönes Leben? Dann würde kaum einer arbeiten wollen. Und dann funktioniert nichts mehr.
Jeder braucht sein Geld. Ohne Geld kein Essen, keine Kleidung, keine Gegenstände, kein Dach überm Kopf, kein Leben.

Wenn der eine Programmierer fertig ist, kann dieser schon mit der nächsten Aufgabe weitermachen, während der andere seins fertig stellt. So kommt alles schneller voran.

Es gibt auch Berufe, in denen sowas nicht möglich wäre. Tiere, einige ältere Menschen, Kinder etc. benötigen rund um die Uhr jemanden. Da kann man nicht einfach frei nehmen und einen anderen da Tag und Nacht schupften lassen.

Außerdem kommen Menschen auf dumme Ideen, wenn ihnen langweilig wird. Das wäre alles nicht von Vorteil. So wie es jetzt ist, ist es zwar auch nicht richtig. Aber die Arbeit sollte für niemanden ganz aufhören.
Vor allem gewöhnt man sich daran, Zuhause zu sitzen. Und dann kriegt man seinen Hintern nicht mehr hoch. Ging mir auch so, nach meiner Schulzeit.

L.G.
XNightMoonX

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Kommentar von fusselchen70
09.07.2016, 17:01

Unfair wäre das doch nur, wenn niemand seine Arbeit mögen würde.  Ich selbst habe Arbeit, mache die gerne und finde es ja auch nicht unfair, das andere Menschen mehr verdienen oder auch ohne Arbeit Geld erhalten.

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Kommentar von internetrambo
10.07.2016, 13:03

Hallo, danke fur die Antwort erstmal. Also wie gesagt, dass mit dem Geld müssen wir noch klären, wie das geregelt wird, aber ich finde es sinnloss, dass man "Zeitvertreibsjobs" ausübt, nur um Geld zu erhalten. Diese Jobs tragen m.M.n nichts zur Gesellschaft bei und falls diese mal "ausfallen" würden, würde sich rein gar nichts ändern ( z.B CallCenter Jobs). So, aber wie du ja gesagt hast, es wäre ja langweilig nur rum zu liegen.. Deshalb auch die spontane! Idee mit dem Abwechseln. Und zu aller Letzt finde ich es nicht unfair zu arbeiten während andere es grad nicht tun : es ist eher ein Luxus, da man was zu tun hat. Aber wie gesagt, das Geld ist ein Problem worauf ich keine Losung habe.

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Ich finde das ganz und gar nicht sinnlos dass jeder arbeiten muss! Ich würde diesen Satz umformulieren:

Ich finde es sinnvoll dass jeder einzelne seine Gaben und Fähigkeiten in der Gesellschaft zum eigenen und zum Nutzen der Anderen einbringen kann!

Mir wäre langweilig, würde ich längere Zeit nicht arbeiten dürfen. Das habe ich auch schon mehr oder weniger ausprobiert.

Natürlich ist es für manche ein Kampf, da ihre Arbeit nicht genügend gut bezahlt wird. Und andere haben nicht gelernt, Verantwortung wahrzunehmen und sind deshalb "arbeitsscheu". Oder jemand möchte zwar arbeiten, findet aber nichts. Gibt es alles...

Dazu kommt, dass viel Arbeit (v. A. in Familien) gar nicht als solche wahrgenommen wird; und es auch viel Freiwilligenarbeit in Vereinen und ähnlichen Organisationen gibt.

Um dein "träum" aufzugreifen: Wovon ich tatsächlich träume, ist so etwas wie ein  "bedingungsloses Grundeinkommen"!

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Na, sinnlos oder besser krank ist doch vor allem, dass wir immer mehr arbeiten müssen, trotz des riesigen technologischen Fortschritts. In Deutschland waren noch nie soviele Menschen in Arbeit wie heute. Dabei müsste man denken die Technik würde helfen, dass die Menschen weniger arbeiten müssen.

Schuld an der Misere ist meiner Meinung nach eine fehlerhafte Wirtschaftsordnung, insbesondere die Zinswirtschaft und die Bodenordnung. Dass es auch besser ginge, sehen die einen nicht und die anderen hängen fest in Phantastereien und viele wollen es wohl auch gar nicht.

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Im Grunde ist es doch so: Wenn möglichst viele Menschen arbeiten wird auch dementsprechend viel an Waren und Dienstleistungen produziert. Wenn Waren und Dienstleistungen produziert werden, dann weil es Abnehmer (=Käufer) gibt. Wenn also weniger Menschen arbeiten gibt es auch weniger Waren und Dienstleistungen, die gekauft werden. Werden deswegen nich gekauft, weil sich das weniger Leisten können. Menschen, die sich weniger kaufen können sind ärmer. Wenn aber die Menschen die arbeiten umso mehr arbeiten, weil es Menschen gibt, die keine Werte erschaffen wollen, dann kann das zur Sklaverei ausarten. Es führt zumindest dazu, dass die Menschen die arbeiten sich zu sehr anstrengen müssen. So sehr anstrengend, dass keine Ideen bekommen um Produkte oder Dienstleistungen zu erfinden, welche diese bekommen, durch ihrer Erfahrung und Bildung aus der Arbeit. Was bedeutet, dass weniger neue und sinnvolle Produkte und Dienstleistungen auf den Markt kommen und nicht zum Wohlbefinden der Welt beitragen können. Menschen, die nicht arbeiten und nicht bilden erschaffen viel zu selten neue Produkte oder Dienstleistungen. Weniger Arbeit erzeugt zwangsläufig Armut. Ganz egal von welcher Seite man das beleuchtet.

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Arbeiten ist nicht dazu da, Menschen das Leben schwer zu machen, sondern allumfassend zu erleichtern und besser zu machen. Durch Arbeit erfährt jeder, dass er Teil der Gesellschaft ist und gebraucht wird.

Arbeit dient dem Menschen, dass das Wohlergehen aller gefördert wird sowie jeder seinen Platz findet. Jeder stellt seine Begabungen, Fähigkeiten und Qualifikationen in den Dienst der Gemeinschaft.

Natürlich sind die Schattenseiten von Arbeit nicht außer Acht zu lassen, wo Arbeit mit Ausbeutung einhergeht bzw. dermaßen an die Substanz geht, dass die körperliche Gesundheit sowie Psyche daran Schaden nehmen. Daher sind humanitäre Bedingungen bei der Ausübung von Arbeit von grundlegender Bedeutung.  

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Wenn alle Menschen so leben sollen wie in Deutschland, müssten erstens alle doppelt und dreifach so viel arbeiten wie jetzt und zweitens bräuchten wir mindestens zwei weitere erdähnliche Planeten, um auch genug Ressourcen dafür zu haben.

Also nicht umsetzbar. Es ist nicht einmal umsetzbar, dass alle zu so guten Konditionen arbeiten, wie wir in Deutschland, bei Weitem nicht - größere Bevölkerungsgruppen gar nicht arbeiten zu lassen, ist so lange unrealistisch, bis annähernd alle (nicht kreativen) Arbeitsprozesse automatisiert sind und der Wohlstand der Welt gerecht verteilt ist. 

Aber ich glaube kaum, dass das jemand von uns noch erleben wird - wenn auch die Möglichkeit besteht, dass es eines Tages tatsächlich solch eine Welt geben wird.

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stell dir vor, die menschliche gesellschaft besteht nur noch aus 200 leuten auf einer insel, die so gerade mit dem einsatz aller arbeitsfähigen existieren kann. was passiert da wohl mit arbeitsscheuen faulpelzen?

zum glück ist es bei uns so, dass man arbeiten muss, um zu leben und nicht anders herum.

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Kommentar von fusselchen70
09.07.2016, 17:09

Dann sollten wir schleunigst im Grundgesetz das Recht auf Arbeit verankern und das jeder Mensch davon seinen Lebensunterhalt bestreiten kann.

Interessant auch, wie viele Menschen sich nicht als Faulpelze sehen obwohl sie stundenlang ihre Zeit im Netz oder vor der Glotze verplempern. Ich nehme mich da nicht aus.

Und wenn kein Ausländer zur Hand ist oder man dafür politisch zu weit links ist, gibt es ja Gott sei Dank noch den faulen Arbeitslosen und HartzIV Empfänger, dem man seinen Hass entgegen bringen kann.

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Kommentar von internetrambo
10.07.2016, 13:04

Wir gehen aber von Millionen aus und alle wichtigen Jobs werden schon ausgeübt..

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Saugute Frage^^

Ich denke tatsächlich, das der Wert "Arbeit" neu definiert werden muss. Irgendwann wird es nicht mehr genügend Arbeit geben und derzeit ist es doch schon so, das die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes häufig genutzt wird, um Druck, sogar erheblichen Druck auf Menschen aus zu üben.

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Ja, das ist doch auch die Realitaet, ich meine, wieviel % der Bevoelkerung arbeiten?

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Kommentar von will1984
09.07.2016, 18:21

Das hängt von der Situation des Arbeitsmarktes ab sowie vom politischen Kurs im Bereich der Wirtschafts-, Sozialpolitik bzw. Beschäftigungspolitik. Daher sind humanitäre Bedingungen sehr wichtig. 

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