Wieso müssen wir alles nachmachen, was amerikanisch ist?

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8 Antworten

hallo jane...das ist immer noch die dominanz der SIEGER! preis eines verlorenen krieges... halloween, valentinstag, cocacool, Mc Du, street days läßt sich beliebig weiterführen. das schlimmste aber ist die zwanghafte anwendung der anglizismen, denn wer die sprache beherrscht, beherrscht den geist...

Um diesen Prozess der sogenannten "Amerikanisierung" bzw. des "Amerikanismus" zu verstehen (der nicht nur Deutschland, sondern im Grunde genommen ganz Europa betrifft), empfiehlt es sich, einführende Bücher, wie zum Beipspiel "Amerikanismus, Antiamerikanismus, Amerikanisierung. Neue Literatur zur Sozial-, Wirtschafts- und Kulturgeschichte des amerikanischen Einflußes in Deutschland und Europa" von Philipp Gassert zu lesen. Ein Stichwort wäre auch die sogenannte "Westernisierung". Es handelt sich jedenfalls um einen sehr komplexen kulturellen Prozess der Identitätsfindung von Nationen, der nicht mit wenigen Worten beschreibbar ist. Manche Geisteswissenschaftler (insbesondere Soziologen und Kulturwissenschaftler) studieren jahrelang, um diese Phänomene zu durchdringen und zu analysieren. Ich möchte noch darauf hinweisen, dass es in der Geschichte durchaus antiamerikanische Tendenzen gegeben hat - auch in Deutschland. Im Übrigen sind deine genannten Beispiele wie Abibälle oder Bachelor-/Master-Studiengänge nichts, was typisch amerikanisch wäre.

Abibälle sind keine US-Erfindung, die gab's in Deutschland "schon immer". Amerikanisiert wurde da allenfalls die Ausgestaltung. Heute tragen die meisten Mädels Abend- oder Cocktailkleider zum Abiball, dafür haben wir vor ca. 25 Jahren noch das einzige Mädchen, das bei unserem Abiball im bodenlangen Fummel aufkreuzte, herzlich ausgelacht. Wir trugen Sommerkleider; da wurde nicht extra 'was für den Abiball gekauft.

Die Masterstudiengänge und Bachelorstudiengänge sind eine globale Anpassung, um es den Akademikern am internationalen Arbeitsmarkt leichter zu machen, weil die Abschlüsse vergleichbar sind. Was ist daran nun so schlimm?

Grundsätzlich haben sich immer schon Länder an anderen Kulturen "bedient". Du benutzt beispielsweise lateinische Buchstaben. Hast Du nicht genug Selbstbewusstsein, um deutsche Buchstaben (Sütterlin) zu benutzen? Vermutlich kannst Du die noch nicht mal schreiben...

doch ich kann Sütterlin, ein bisschen zumindest, allerdings schreibt man heutzutage allgemein nicht mehr so... ;)

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@JaneDoe231

Wie kann man denn "ein bisschen" Sütterlin? Entweder man kann es schreiben (und lesen) oder man kann es nicht. Und was zwingt Dich, mit dem Strom zu schwimmen? Wehr Dich doch gegen die schreckliche Lateinisierung Deutschlands. Setz Dich durch! Sei selbstbewusst! Zugegeben, das wäre in einer globalisierten Welt nicht sonderlich praktisch, aber Du wehrst Dich ja auch gegen die praktische Angleichung der Studiengänge auf ein international vergleichbares Niveau.

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das gilt nicht nur für deutschland, sondern auch für die anderen staaten in europa -- seit jahrzehnten ist das schon so, daß alles (ob positiv oder negativ) von den USA nach europa "rüberschwappt"

Naja, Deutschland übernimmt viel mehr an amerikanischer Kultur als z.B. England, Italien,Frankreich, Spanien usw..

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abibälle sind keine us-erfindung.

dafür machen die amis jetzt das deutsche system nach, weil sie gemerkt haben, dass unsere ausbildung besser ist.

Hast ja gesehen wie es dem Irak ergangen ist: haben nicht gemacht was Amerika wollte und schwupp wurden sie überfallen und Saddam gehängt.

also der Komentar ist ja völlig daneben, was wäre den aus Deutschland (West) nach dem Krieg geworden ohne die Amis??? genau die Russen hätten uns wie die Ostdeutschen behandelt und wir wären heute nicht das was wir sind als Nation!!! jeder der das anders sehen will hat null Ahnung......

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@trulli0007

Ja, da hat trulli ooo7 absolut recht! Was wäre wohl aus Deutschland geworden ohne die USA ? Das ist sehr schwer zu beantworten. Doch wenn solch ein Grünschnabel glaubt , etwas von Weltpolitik zu verstehen, befindet er sich voll auf dem Holzweg. Die Anbindung Westdeutschlands an die USA ( u.a. Marshallplan) geschah nicht aus reiner "Liebe". Eines der signifikantesten Ereignisse, welches unauslöschlich in den Hirnen und Herzen der Deutschen bestehen wird und mit aller Deutlichkeit beweist, wozu diese Weltmacht im Stande ist um ihre Ziele zu erreichen, ist Dresden. Am 13./14. Februar 1945, als der Ausgang des Krieges bereits absolut entschieden war, wurde Dresden von den USA und den Briten so gut wie "platt gemacht". Hundertausende Flüchtlinge aus dem Schlesischen Raum weilten zusätzlich in dieser - einer der bedeutendsten Kunststädte der Welt, als das Chaos über sie hereinbrach. Noch heute wird über die Opferzahlen ( ausschließlich Zivilisten) heiß gestritten. Offiziell bekennt man sich zu etwa Dreizigtausend, kritische Stimmen sagen hingegen , dass es weit über Hunderttausend waren. Ein militärstrategisch völlig unsinniges Unterfangen, was da geschah. Es war reine Zerstörungswut, Hass und Beweiserbringung für die eigene Überlegenheit. Ähnlich muss man die A-Bomben-Abwürfe auf Japan und die im Vietnamkrieg angewandten Methoden ansehen. Letztere wurde auch von vielen Amerikanern selbst, darunter auch vielen Vietnam-Kriegsteilnehmern als unmenschlich und brutal reklamiert. Das US-amerikanische Volk steht nicht unbedingt hinter dem, was die Geheimdienste und Militärs anrichten. Nur ist es vollkommen machtlos, dagegen zu halten. Kritikern wird fehlender Patriotismus und Liebäugellei mit dem Kommunismus vorgeworfen. Alles im Leben der Politik ist nur "Geschäft" !

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Weil das die deutsche Art ist.

naja wusste du das es einige Amis gibt die Oktoberfest feiern in bayrische Tracht/kleidung :) nicht nur wir klauen Sachen .... :D

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