Wieso machen sich so viele Leute einen Kopf über Dinge oder Geschehnisse, die sich nicht mehr ändern lassen - Energieverschwendung?

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5 Antworten

Dass, was geschehen ist, lässt sich zwar nicht mehr ändern, aber man kann sich im Nachhinein durchaus (viele) Gedanken machen, dass so ein Ereignis nicht mehr passiert.

Denn, man zerbricht sich meist ja nur über negative Dinge den Kopf.

Außerdem versucht man immer - auch wenn es am Umstand nichts mehr ändert -  ein heftiges Ereignis irgendwie zu kapieren. Und sucht nach der Beantwortung nach dem "Warum?"

Energieverschwendung? Nein. Es hilft einem mit dem Geschehen einigermaßen klar zu kommen.

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Pahana 03.06.2016, 15:17

wenn es denn nur immer helfen würde, damit klarzukommen. wenn jemand z. b. von seiner geliebten Partnerin/seinem geliebten Partner verlassen wird, dann leidet er bzw. sie lange darunter während sich ein anderer (die Ausnahme) schon längst auf die Suche nach einer neuen Partnerin gemacht hat

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kugel 03.06.2016, 15:33
@Pahana

Nunja...

Geht es um einen persönlich, um Gefühle oder um die "allgemeine Vergangenheit"

Da sollte man bei dieser Frage dann unterscheiden.

Geht es um einen persönlich, sprich Unfall, Krankheit, Tod,  wie auch immer Ereignisse, die man nicht hätte beeinflussen können, dann hilft einem die Grübelei durchaus damit fertig zu werden. Und um die Umstände zu einigermaßen zu verstehen.

Geht es um die "allgemeine Vergangenheit" wie Krieg etc. so grübeln wir um daraus zu lernen und vielleicht im Kleinen nicht mehr diese Fehler zu machen (Stichwort Na*zi ode Rassismus)

Ja und bei Gefühlen - wie von Dir angemerkt. Jeder geht mit einer Trennung oder Beziehungsende anders damit um. Der eine grübelt und zieht sich zurück. Der andere geht wieder rein ins Leben und sucht sich eine neue Partnerin.

Das will nun nicht heißen, dass der, der schneller ein/e Neue/n hat, sich weniger Gedanken macht. Derjenige hat entweder schon VOR der Trennung gegrübelt und ist zu dem Standpunkt gekommen, dass die Beziehung nichts mehr taugt. Oder, er sieht die Sache eben nicht so emotionsbetont sondern pragmatisch und sachlich.

Das ist allerdings nur bedingt die Antwort auf Deine Frage. Der eine kommt eben schneller zum Ergebnis, während der andere eben länger braucht.

Energieverschwendung ist es bei dem, der länger braucht, nicht.

Wichtig ist, dass man mit einer Sache abschließen kann - da spielt Geschwindigkeit oder die Dauer keine Rolle.

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Pahana 04.06.2016, 17:02
@kugel

das hört sich rein psychologisch gesehen recht vernünftig an. "Es sind nicht die neg. Dinge und Ereignisse an sich, die uns beunruhigen und belasten, sondern wie wir mit ihnen umgehen und wie wir sie bewerten.", meinte mal ein Philosoph des altertums

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Pahana 04.06.2016, 17:10
@Pahana

P.S. Deshalb denke ich schon, dass man mit neg. Ereignissen gleich welcher Art weniger belastend und damit effizienter umgehen könnte

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kugel 04.06.2016, 22:30
@Pahana

"Kein Schaden ohne Nutzen" sag ich immer...

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Pahana 10.06.2016, 22:46

aber manchmal schon: energieverschwendung

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Es gibt Dinge die wir nicht ändern können. Mir fallen dazu ein Geburt, Tod und Wetter. Es mag noch mehr geben aber spontan wüsste ich Nichts davon. 

Und dann gibt es massenweise Dinge die wir durchaus ändern können. Hier macht es sehr viel Sinn sich Gedanken zu machen. 

Ein Beispiel welches mal wieder aktuell ist: 

Die Frauen fordern von der Bundesregierung 

diese solle ein Gesetz erlassen dass Männer und Frauen gleichen Lohn erhalten. 

Diese Forderung ist unsinnig. Denn als grundsätzliche Rechtsregel steht sie schon im Grundgesetz. Heute gerne als unsere Verfassung bezeichnet. 

Dass Männer so viel verdienen wie sie verdienen haben sie sich hart erarbeitet. Wenn Frauen zu faul sind sich mit dieser Geschichte unseres Staates zu befassen ist die Regierung nicht dafür verantwortlich. Wenn Frauen zu faul sind sich selbst darum zu kümmern dass Gewerkschaften nur noch Tarifverträge mit geschlechtsneutralem Inhalt abschließen, dann hat es die Regierung nicht auszubügeln. 

Hier macht es also sehr viel Sinn sich Gedanken zu machen. Denn tatsächlich haben wir ein Betriebsverfassungsgesetz. Wenn dieses bisher grundgesetzwidrig angewendet wurde dürfen sich die Frauen also fragen lassen wo sie all die vergangenen Jahrzehnte denn ihren Kopf hatten. 

Anderes Beispiel: 

Y wird von X verlassen. Y empfindet dadurch Schmerz und kann die Entscheidung von X nicht nachvollziehen. 

Hier macht es sehr viel Sinn sich mit dem Ereignis auseinander zu setzen. Denn womöglich hat Y verhindert dass X sich in der Gemeinschaft wohl fühlte. Da gibt es ja manche Überschrift zu die ich hier mal weglasse. Y hat also durch den Auseinandersetzungsaufwand die Möglichkeit dazu zu lernen. 

Noch ein Beispiel:

M erleidet mit zunehmendem Alter manche Krankheit. Da muss die Galle heraus genommen werden. Der Magen ist schon länger in Behandlung Und dann fängt der Kreislauf an mitsamt dem Herzen behandlungsbedürftig zu werden. 

M kann diese Phänome hinnehmen. Oder sich damit auseinander setzen .Dann kommt womöglich eine andere Ernährungsweise dabei raus und Lebensführung. Nach und nach wird es dem Körper besser gehen. Nach und nach wird die Erkenntnis sichtbar: Leiden ist oft freiwillig. 

Und noch eines: 

Es kommt an einer bestimmten Stelle gerne mal zu einem Unfall. Die Menschen machen sich darüber Gedanken. Da sie darüber nachdenken finden sie die Ursache und können diese weitgehendst abstellen. 

Energieverschwendung ist es also durchaus nicht immer. Oft ist es sogar das Gegenteil. 

Dumm ist es sich über Ereignisse Gedanken zu machen nur um sich nicht mit sich selbst auseinander setzen zu müssen. Denn in einem solchen Fall werden sich eigene Fehler nie abstellen lassen. Sie werden sich wiederholen. 

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Pahana 04.06.2016, 21:07

Komischerweise passieren, um nur ein Beispiel zu nennen, immer wieder schwere Autounfälle, meistens wegen überhöhter Geschwindigkeit oder wegen Trunkenheit am Steuer oder beides. Jeder weiß das mehr oder weniger. Alle Autofahrer kennen also die Haupt-Ursachen von schweren Autounfällen. Und trotzdem passieren diese Unfälle immer wieder. Wie ist das möglich? Nach deiner diesbezüglichen Theorie dürfte es nur noch sehr selten solche Unfalle geben.

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Pahana 04.06.2016, 21:15
@Pahana

Davon abgesehen müssen nicht erst 2,3 Fußgänger totgefahren werden, damit man sich an der Stelle für eine Ampel Anlage mit Zebrastreifen entscheidet.

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autmsen 05.06.2016, 03:02
@Pahana

Statistisch betrachtet sterben immer weniger Menschen im Straßenverkehr. 

Das Thema Alkoholismus oder auch falscher Drogenkonsum - Alkohol ist eine Droge, wird nur gerne ausgeblendet - ist ein großes Thema für sich. 

Nur als Überschriften angedeutet spielen hier Erziehung, Politik und der Herdentrieb eine nicht zu unterschätzende Rolle. 

Dass dennoch die Zahl der Drogentoten gesunken ist laut Statistik ist durchaus ein Verdienst des gedanklichen Sich-Befassens damit. 

Was die Verkehrsführung angeht handelt es sich um Politik. Und da ist Verstand eher selten. 

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Du hast recht, es ist reine Energieverschwendung! (Energie, die für was andres gebraucht würde!)

Allerdings kenne ich das auch von mir, ich mache mir ständig einen Kopf über Dinge, die passiert sind und sich nicht mehr ändern lassen. Leider weiß ich nicht, warum ich das tue, ich wollte mir das abgewöhnen, doch das ist nicht so einfach :( Ich glaub, ich kann schlecht mit Dingen abschließen, das könnte bei mir die Antwort, warum ich das mache, sein. Manche Menschen, also mich eingenommen, sind halt so.

Ich keine auch genug Leute, die ganz anders sind, eine Sache ist abgehakt, da wird nicht mehr drüber nachgedacht.Punkt. Finde ich aber oft auch merkwürdig....

Jeder Mensch hat seinen eigenen Charakter....

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Pahana 03.06.2016, 15:02

ist der Charakter eine feste, unabänderliche größe oder kann man ihn mit einem entsprechenden mentalen Training beeinflussen?

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KatzenEngel 03.06.2016, 15:06
@Pahana

Ich denke, man kann den Charakter beeinflussen, er kann sich ändern, also wenn der Mensch dahinter steht (es unbedingt möchte). Ab einem bestimmten Alter (so ab Rentenalter) ist da glaub nix mehr zu machen.

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Pahana 04.06.2016, 17:30
@KatzenEngel

isst jemand gerne haferschleimsuppe? lese ein werk von solchenizin, indem von einem kriegsgefangenen die rede ist, wie er nach einer weiteren Portion haferschleimsuppe lechzte - und du wirst gerne haferschleimsuppe essen.

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Pahana 10.06.2016, 22:45

in mancher hinsicht haben wir recht.

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Ja das stimmt es ist Energieverschwendung aber mit einer bestimmten sache abzuhacken und es zu akzeptieren ist sehr schwer:)

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Pahana 03.06.2016, 14:58

es ist vilcht nur deswegen sehr schwer, weil wir es nicht gelernt haben, damit besser und effizienter  umzugehen

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hakunamatata200 03.06.2016, 15:28

du hast du eindeutig recht:)

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weis ich auch nicht ganz ehrlich hab ich mich auch immer gefragt

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