Wieso "Licht am Ende des Tunnels" bei Nahtoderfahrung?

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7 Antworten

"Licht sehen" gehört zu den Kern-Elementen einer Nahtoderfahrung.

Vermutlich hast du etwas gehört über die "Retinale Ischämie", eine Mangeldurchblutung der Netzhaut, wie sie auch bei Piloten in der Zentrifuge auftreten kann. Der sog. "Greyout" bezeichnet das röhrenförmige Gesichtsfeld kurz vor dem Blackout, hat jedoch mit dem Sehen von Licht nichts zu tun.

Eine weitere Annahme hat zu tun mit einer Enthemmung der Neuronen im Hinterhauptslappen. Das ist der Teil des Großhirns, in dem visuelle Reize verarbeitet werden, er liegt, wie der Name schon sagt, am Hinterkopf.

Beide Erklärungsversuche haben übrigens nichts zu tun mit einem "heruntergefahrenen Sehzentrum", wie hier vermutet wurde, denn dann wäre es zappenduster. Die Phänomene der beiden Erklärungsmöglichkeiten haben auch keinen "Normalfallnutzen", sondern sind pathologisch.      

Weshalb Licht gesehen wird bleibt weiterhin unerklärlich. Besonders weil das Sehen von Licht nur eine Facette der visuellen Elemente einer Nahtoderfahrung sind. Das Sehen von verstorbenen Verwandten oder wunderbaren Landschaften ist mit einer retinalen Ischämie nicht zu erklären. Sonst hätte man das in den Pilotenausbildungen bereits bemerkt. ("Nu, Kalle, wen haste denn heute jesehn? Die Omma, Herr Oberfeldwebel, die Omma") Enthemmte Neuronen hingegen würden wahllos unzusammenhängende Lichteindrücke erzeugen, nicht jedoch in geordneter Weise verstorbene Verwandte und Freunde vor dem inneren Auge auftauchen lassen.

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Bei manchen Erkältungen sowie Schläge auf dem Kopf sieht man sogenannte Sternchen. Es sind Phosphene, die das verursachen. Es liegt wohl eine Reizung des Nervus opticus vor, also einer der 12 Hirnnerven. Es ist zu vermuten, dass kurz vor dem Tod noch mal die Hirnnerven gereizt werden. Man sagt ja auch nicht umsonst, das kurz vor dem Sterbven der Mensch noch mal aufflackert, ähnlich einer brennenden Kerze, bevor diese erlischt.

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Kommentar von holodeck
01.08.2016, 11:29

Man sagt ja auch nicht umsonst, das kurz vor dem Sterbven der Mensch noch mal aufflackert,

Das hat aber mit einer "Reizung" des Sehnervs nichts zu tun. Und selbst eine Reizung des Sehnervs erklärt nicht, wie es zum Sehen verstorbener Verwandter, komplexer Farben und Szenerien kommt. Das ist ja nun keineswegs wie beim Rubbeln an Aladdins Wunderlampe ;-)  

Das Phänomen was du meinst hat übrigens einen eigenen Namen. Man nennt es: Terminale Luzidität. Das Phantastische daran ist, es passiert ausgerechnet auch Hirngeschädigten, denen sonst nicht mehr viel passieren sollte. Mangels Masse quasi.

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Das könnte der Ausgang eins "Energiekanals" (Nadi) sein, durch den die Seele den Körper verlässt. 

Diese Nadis sind im Ayurveda bekannt und es heißt, dass unser Bewusstseinszustand zum Zeitpunkt des Todes darüber entscheidet, durch welchen Kanal wir den Körper verlasen und was unser daraus resultierender Bestimmungsort ist.

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Du solltest mal die Grundzüge des Faches Biologie lernen/bedenken:

  1. Ein Gehirn produziert/projeziert keine Lichtstrahlen.
  2. Was du im Tode spürst, denkst oder siehst, ist völlig irrelevant, weil es keinem Selektionsdruck mehr unterliegt.
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Das Licht am Ende des Tunnels entsteht durch das Herunterfahren des Sehzentrums, welches vom äußeren Bereich des Gesichtsfeldes zum inneren hin stattfindet.

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Es gibt aber auch die Theorie das Menschen die von einer nahtod Erfahrungen berichten nur die Lichter in der Notaufnahme gesehen haben.

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Der wichtigste Klassiker der NTE-Literatur ist das Buch ´Life after Life/Leben nach dem Tod´ von Dr. Moody. Er schreibt darin ganz deutlich - obwohl er im Buchtitel etwas anderes suggeriert, dass alle Menschen noch lebendig sind, wenn sie eine NTE haben! Mit Google-suche ´science.newzs.de Erinnerungen ab dem 5. Schwangerschaftsmonat´ findest Du ein Erklärungsmodell - welches auch das ´Licht am Ende des Tunnels´ erklärt.

Man sollte also nicht nur den Buchtitel, sondern auch den Inhalt von Büchern lesen.

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