Wieso lassen sich feste Stoffe nicht vermischen?

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8 Antworten

In festen Stoffen sind die kleinsten Teilchen davon, die Atome, in einem "Raumgitter" festgehalten und können sich nicht gegeneinander verschieben. Das Raumgitter kann man sich etwa so vorstellen, wie wenn viele Würfelzuckerstückchen oder viele Legosteinchen eng aneinander liegend aufgestapelt sind. Zwischen den einzelnen Atomen gibt es Kräfte, mit denen sie sich gegenseitig festhalten. Sie können aber um ihren Ruhepunkt ("Gitterplatz") ein wenig schwingen (zittern), ohne ihn zu verlassen. Wenn der feste Gegenstand erwärmt wird, werden diese Schwingungen immer stärker (immer weiter), bis bei der Schmelztemperatur die Schwingungen so stark sind, dass die Kräfte der Nachbaratome nicht mehr dafür  ausreichen, das Atom an seinem Gitterplatz zu halten. Die Atome können nun aneinander vorbeigleiten, es gibt kein Raumgitter mehr, der Stoff ist flüssig geworden. In diesem flüssigen Zustand können dann Atome eines zweiten ebenfalls flüssigen Stoffes ohne Schwierigkeit zwischen die Atome des ersten Stoffes gleiten und sich so mit ihnen mischen, eine "Lösung" bilden. Kühlt man diese Lösung wieder ab, dann werden die Schwingungen beider Atome geringer und schließlich halten die Kräfte zwischen den Atomen beider Stoffe die Atome beider Stoffe wieder so fest, dass sich ein neues Raumgitter bildet, in dem die Atome beider Stoffe jetzt wieder gefangen sind und nur noch um ihren Gitterplatz schwingen können. Die Lösung ist erstarrt, also fest geworden.

 

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Weil bei den festen Stoffen die du beschreibst, die zwischenmolekularen Kräfte (ZMK) relativ gross sind. 

Die Metalle bilden ein stabiles Gitter, das sich bei Standardbedingungen schlecht trennen lässt. Erst beim Erwärmen werden die ZMK kleiner. So sind die Moleküle oder Atome untereinander weniger fest verbunden und ganz trivial gesagt lässt sich leichter etwas fremdes dazwischenschieben; also vermischen. 

Bei Gasen wird in der Schule oft von idealen Gasen gesprochen. Hier gilt dann die Annahme, dass keine ZMK mehr vorliegen. So ist dann auch logisch, dass sie, wie du gesagt hast, sehr gut mischbar sind. 

Zur letzten Aussage von dir möchte ich auch noch gern etwas anmerken. Auch Feststoffe lassen sich mischen. Jedoch nur heterogen, nicht homogen. Man spricht dann oftmals von Konglomeraten oder von Gemengen.

Vergleich dazu dein Beispiel von Zucker und Salz. Es kommt lediglich auf die betrachtete Grösse des Gemisches an. Hättest du viele sortierte Zink- und Kupferplättchen könntest du die auch mischen und hättest dann ein Gemisch.

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Naja, ein "fester Körper" hat eben, wie der Name schon sagt, eine innere geometrische Struktur (z.B. eine Kristallstruktur), die ihn in Form hält.

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Sie lassen sich deshalb nicht vermischen, weil das vorbestimmte "Programm" der abfolgenden "raum-zeitlichen" Simulation innerhalb des hochenergetischen Feldes dieser (nur scheinbar realen) Welt des Universums dieses so beabsichtigt nicht zulässt.

Weil - dieses soll uns (illusionär) als so erscheinen, wie es uns sinnvoll erscheint.

Hört sich ziemlich "abgedreht" an, ich weiß....

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Kommentar von rosepetals
12.03.2017, 10:03

Kann ich fragen, was für Quellen Du hast?

Ich würde gerne mehr darüber lesen.

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Auch feste Stoffe lassen sich vermischen. Es kommt nur auf die Menge an Energie an, die Du dafür einsetzen musst. Jede Legierung ist ein Vermischen von festen Stoffen, in dem man soviel Energie zuführt, dass sie ihren Zustand von Fest in Flüssig ändern.

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Kommentar von rumar
05.02.2017, 15:14

Wenn man sie verflüssigt hat, sind es aber eben dann keine "festen Körper" mehr, die da vermischt werden !

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Dir fehlt es einfach an Geduld.

Suche mal nach Kaltverschweißung.

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Wieso lassen sich feste Stoffe nicht vermischen? 

 das ist eine interessante Feage, welch die Wissenschaft schon lange umtreibt.

Man kann Gold und Silber Milliarden Jahre lang nebeneinander legen - die wollen sich einfach nicht vermischen

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Weil ihre molekulare Struktur zu engmaschig ist um das zu erlauben.

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Kommentar von deathbyhacks
05.02.2017, 15:03

Übrigens ist eine Schmelze auch nichts anderes als ein Gemenge. Jedenfalls theoretisch

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