Wieso landen viel mehr deutsche Senioren in Heimen als ausländische?

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9 Antworten

Ich würde mal sagen, weil bei deutschen Senioren entweder der Kontakt zu Angehörigen abgebrochen ist, oder der/diejenige keine Angehörigen hat oder sich mit diesen schlecht versteht.

In meinem muslimischen Umfeld kümmern sich Angehörige um diese, weil dies einen sehr hohen Stellenwert einnimmt. Das ist für die Person auch besser, als wenn er/sie von fremden Leuten gepflegt wird und allein mit anderen Senioren im Heim hockt.
Und so nebenbei wird dadurch auch unser Sozialstaat enorm entlastet.

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Kommentar von KaeteK
05.05.2016, 11:02

Immer erst selber vor so einer Situation stehen und dann urteilen.

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Kommentar von furkansel
05.05.2016, 12:31

Ja das stimmt natürlich auch.

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Viele gehen zurück in ihr Heimatland, sie sterben früher, weil sie viel gearbeitet haben und eher arm  waren, prozentual gibt es weniger ausländische als deutsche Senioren, da ausländische Frauen oft nicht arbeiten, sondern zu Haus sind, können sie sich besser um ihre Eltern kümmern.

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Woher hast du deine Zahlen? Ein Ausländer geht i.d.R. in sein Heimatland zurück, denn dort kann er mit der Rente wesentlich besser leben als in Deutschland. Und weiterhin wird das Heimatgefühl im Alter stärker.

Immer mehr Deutsche suchen sich z.B. in Polen eine Seniorenresidenz, denn die deutschen sind unbezahlbar.

Auch die neuen Bundesländer sind als Altersruhesitz interessant, so z.B Weimar und Görlitz haben erhebliche Zuwanderungsraten.

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weil immigranten als junge kommen und tw. auch wieder in ihre Heimat zurück kehren, und deshalb relativ zur Bevölkerung weniger alte Immigranten hier sind als junge...

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Kommentar von tanztrainer1
05.05.2016, 15:14

Als ich in der Verwaltung eines Altenheimes arbeitete, gab es da auch schon relativ viele Ausländer als Bewohner, vor allem Türken. Jedenfalls gab es unter den Auswahlmenues immer ein Essen ohne Schweinefleisch. Etwa ungefährer Anteil war 25 %.

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Wenn ich hier so einige Kommentare lese, bekomm ich Angst vor'm Altwerden.
Meine Eltern haben sich um mich gekümmert...Tag für Tag...Jahr für Jahr...und auch heute sind sie noch für mich da, wenn ich sie brauche.
Das würde ich ohne zu fragen auch für sie tun!

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Kommentar von turnmami
04.05.2016, 06:08

Du übernimmst -im schlimmsten Fall- alleine eine Vollzeitpflege? Ganz egal, ob du auch noch arbeitest oder Kinder hast.

Respekt, wenn du das dann schaffst...

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Kommentar von DieFee85
04.05.2016, 07:58

Das ist mir vollkommen bewusst. Würde aber auch etwas Erfahrung mit einbringen...geh da also absolut nich blauäugig ran!

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Gute Frage!

Ich habe darauf keine Antwort, würde mich aber gerne mehr damit beschäftigen. Kannst du mir bitte verraten wie du darauf kommst, dass das so ist? Gibt es da eine Statistik dazu? Oder nen Zeitungsartikel? Was nennst du "ausländisch"?

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Kommentar von putzi0402
03.05.2016, 21:23

Meine Mutter arbeitet in der Pflege und wir haben heute über dieses Thema gesprochen

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Kommentar von putzi0402
03.05.2016, 22:46

Das könnte man ja anhand am prozentanteil errechnen. In meiner Stadt gibt es fast 40% Ausländeranteil. In Heimen kommen aber trotzdem nicht 6 deutsche auf 4 Ausländer. Wenn überhaupt kommt 1er zu 9

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Kommentar von putzi0402
03.05.2016, 23:12

Ich würde sagen jeder der ursprünglich nicht von hier stammt, eine andere Muttersprache hat und die Wurzeln in einem anderen Land. Gibt bestimmt Hochrechnungen im Internet.....

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Weil in anderen Ländern kein Geld für Heime von Krankenkassen dazugezahlt wird so dass diese zuhause bleiben müssen, weil sich die Familien nichts anderes leisten können.

Da zudem in vielen anderen Ländern Frauen immer noch die A*Karte gezogen haben, dürfen sie nicht (weiter) arbeiten sondern müssen dann ungefragt auch schwer kranke Alte zuhause pflegen, ungeachtet dessen ob sie das überhaupt wollen oder können.

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Gibt ja auch Senioren, die nicht verheiratet waren, keine Kinder haben, keine Verwandtschaft existiert, bzw. sehr weit weg wohnt, oder der Partner schon verstorben ist.

Wenn so jemand ein Pflegefall wird, bleibt nichts anderes übrig, als dass er in einem Pflegeheim untergebracht wird.

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Kommentar von omikron
04.05.2016, 09:00

Und die Zahl der Senioren, die keine Kinder haben, weil die Karriere wichtiger war, werden in den kommenden Jahren deutlich ansteigen.

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Kommentar von putzi0402
04.05.2016, 09:10

aber wenn Kinder da sind ist die Entfernung kein Hindernis, man kann die Eltern super sich holen

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Kommentar von putzi0402
04.05.2016, 23:39

die eltern gehören aber dazu, sie sind teil eines jeden lebens

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Kommentar von putzi0402
05.05.2016, 09:53

ich sehe den Egoismus anderswo..

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Das kann man nicht so pauschal sagen, man müsste genauere Angaben haben, um zu wissen, ob es überhaupt so ist, und wenn ja, was die Gründe dafür sind. Ich kenne genug Ausländer  (Spanien, Kroatien, Algerien, Marokko...) die in den "reichen" Ländern Europas arbeiten/gearbeitet haben und mit dem Verdienst ein Haus in ihrer Heimat bauen/gebaut haben, um ihren Lebensabend in ihrer Heimat zu verbringen. Wie einige Nutzer schon erwähnt haben, kann es auch daran liegen, dass in manchen ausländischen Familien der Anteil an berufstätigen Frauen gering ist. Dann gibt es noch den Fall, dass sie sich ein Pflegeheim nicht leisten können. Also eine Menge möglicher Erklärungen.

Was mir erheblich gegen den Strich geht, ist die unglaubliche Arroganz, mit der du hier Leute verurteilst,  die du nicht kennst und über deren Leben du nichts weisst! Wer bist du, um zu behaupten, dass jeder in der Lage sein MUSS, seine kranken Angehörigen zu pflegen? Woher weisst du, ob die Angehörigen das überhaupt möchten? Und selbst die, die es möchten, möchten es vielleicht nur, wenn es die Umstände in etwa erlauben, aber nicht um jeden Preis? Vielleicht wollen sie ihre Kinder nicht in Erschöpfung und Ruin treiben?

Mein Onkel starb mit 80, und musste gegen Ende seines Lebens mit grossem Aufwand von seiner Frau gepflegt werden. Er hatte eine liebevolle Familie und seine beiden Kinder (eines wohnte im gleichen Stiegenhaus) hätten die Mutter gern unterstützt, aber er WOLLTE es nicht. Er wollte nur seine Frau ranlassen, seinen Kindern wollte er sich in seiner Schwäche und Intimität nicht zeigen. 

Auch ich möchte nicht von Familienmitgliedern oder Freunden gepflegt werden. Das sollen Fremde tun, für die bin ich eine Patientin wie andere auch. Die Menschen, die ich liebe, sollen mich sauber und adrett sehen und sich mit mir unterhalten, solange es möglich ist. Das ist meine Wahl. Andere treffen eine andere Wahl, und das ist ihr gutes Recht.

Es ist auch dein Recht, überheblich und arrogant zu sein. Aber schön ist es nicht.

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