Wieso lässt sich mit der Iod-Kaliumiodid Lösung nur pflanzliche Stärke(Amylose und Amylopektin) und nicht tierische Stärke(Glykogen) nachweisen?

2 Antworten

Die Bildung des blauen Iod-Stärkekomplexes ist sehr kompliziert und wurde bis vor einiger Zeit noch gar nicht richtig verstanden. Man sollte eher fragen warum es bei "normaler Stärke" funktioniert, nicht warum es bei etwas anderem nicht funktioniert

ja das ist mir ja klar, eben wegen dieser Helix form können sich diese Stoffe einlagern und dadurch färbt es sich, vereinfacht gesagt!

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Glycogen ist ziemlich unregelmäßig und verzweigt zusammengesetzt.

Die Iodprobe basiert darauf, dass die Iodatome/-ionen (genauer: I³⁻) in regelmäßige Strukturen eingelagert werden. Schau dir mal an, wie die Stärkeprobe / Iodprobe funktioniert.

Woher ich das weiß:Hobby – seit meiner Schulzeit; leider haupts. theoretisch

Ja, aber Amylopektin ist doch auch eher unregelmäßig verzweigt, zwar nicht so stark wie Glykogen aber trotzdem unregelmäßig oder?

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@HerrPrimar

Ja, aber wenn es auf Iod reagiert, reichen offensichtlich die Regelmäßigkeiten aus

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@PWolff

färbt es sich bei Amylopektion auch nicht anders als bei Amylose?

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Titration von Nitrit und Kaliumiodat?

Hallo, ich habe momentan quantitative Analytik und möchte mich auf mein Kollog. vorbereiten.

Wir haben unter anderem die Titration von Natriumnitrit mit einer Cer-Lösung und Ferroin (über eine inverse Titration). Ich verstehe allerdings nicht, wieso ich Ferroin erst am Ende der Titration dazu geben soll, was würde es denn für einen Unterschied machen, wenn ich das schon am Anfang dazu gebe?

Ich habe schon ein bisschen gegoogelt, aber so richtig zufrieden mit den Antworten bin ich nicht... Ich habe gelesen, dass Cer(III) das Eisen(III) zu Eisen(II) reduzieren würde, und dadurch selbst wieder zu Cer(IV) oxidiert werden würde. Das müsste dann ja wieder von Nitrit reduziert werden und ich hätte einen zu hohen Verbrauch an Nitrit. Aber wenn das so ist, dann passiert das doch auch wenn ich das Ferroin erst zum Schluss dazu gebe oder nicht? Außerdem ist mir nicht ganz klar, ob ich Ferroin oder Ferriin dazu gebe. Als ich den Indikator hergestellt habe, habe ich Eisen(II)-sulfat verwendet, und der Eisen(II)-Komplex ist doch Ferriin oder nicht? Wenn ich Eisen(II) löse, wird es ja von der Luft oxidiert, liegt deswegen immer nur Ferroin vor und ich kann Ferriin so zu sagen herstellen oder ist das Eisen(II) in dem Komplex quasi vor der Oxidation an der Luft geschützt? Außerdem verstehe ich nicht, wenn der Grund für die späte Zugabe von Ferroin die Reduktion ist, wieso Nitrit dann das Eisen(III) nicht selbst reduziert und so der Mehrverbrauch entsteht, wäre das nicht einfacher als wenn man den Umweg über Cer(III) geht...?

Ich hoffe ich habe hier jetzt nicht totalen Quatsch geschrieben, und ihr versteht was ich meine...

Bei der Kaliumiodat-Titration stellt sich für mich die selbe Frage wie bei Nitrit auch... Wieso gebe ich die Stärke-Lösung nicht von Anfang an dazu, sonder titriere erst mit Thiosulfat bis meine Lösung hellgelb ist und gebe sie dann dazu? Wir haben bei diesem Versuch Kaliumiodat mit Kaliumiodid gemischt um so Iod zu bilden und dieses mit Thiosulfat rücktitriert. Hier findet ja nicht mal eine eine Oxidation oder Reduktion mit dem Komplex selbst statt. Das Thiosulfat oxidiert das Iod ja so oder so zu Iodid damit hat die Stärke ja nichts zu tun. Wäre es nicht viel einfacher von Anfang an die blau gefärbte Lösung zu habe, dann kann man doch den Endpunkt besser erkennen und nicht übertitrieren, weil man sich nicht sicher ist ob das schon "hellgelb genug" ist oder es noch hellgelber werden muss...?

Ich wäre wirklich sehr erleichtert wenn jemand eine logische Erklärung für die beiden Versuche hätte!!! Schon jetzt einmal vielen Dank für eure Mühe!

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