Wieso lässt Gott das ganze Leid zu?

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32 Antworten

Diese Frage läßt sich leichter mit einer Gegenfrage beantworten:

Der Mensch will, daß es allen seinen Körperteilen gut geht.

Was wäre aber, wenn die Köperteile und auch alle Zellen denken könnten? Würden diese nicht auch fragen, warum der Mensch einerseits stets Gesundheit fordert, gleichzeitig aber all das Leid zuläßt (Haare schneiden beim Friseur, Fingernägel schneiden, bei jedem Schritt Körperzellen der Fußsohlen "töten" usw.?

Oder warum lassen es manche Menschen zu, daß die rechte Hand einen Hammer nimmt und damit auf den Daumen der linken Hand schlägt?

Oder noch krasser gefragt: Warum läßt es der Mensch zu, daß es jedes mal weh tut, wenn er sich kräftig das Schienbein stößt?

Alles ist eine Sache der Betrachtungsweise. Wer Gott als externes allmächtiges Einzelwesen betrachtet, dem fallen recht leicht viele Dinge ein, die ihm an Gott nicht passen.

Man kann Gott aber auch als das Gesamte betrachten einschließlich allem, was da alles existiert. Bei einer solchen Betrachtung geht nichts verloren, es wird allenfalls genommen, um auf andere Weise verwendet zu werden.

Sicher ist es extrem unangenehm, wenn man sterben muß. Aber könnte es nicht auch sein, daß das, was der Mensch erlebt und empfindet, für Gott nicht mehr ist als für den Menschen der kleine Schmerzreiz, wenn ein paar Körperzellen beschädigt werden - Schmerz als Alarmsignal, schnell für Pflege und Heilung zu sorgen?

Schon irgend eine nicht allzu schlimme Krankheit kann man aus verschiedenen Perspektiven betrachten. Für den Erkrankten bedeutet es eine gewisse Menge an Leid, aber für andere bedeutet es auch, daraus nach und nach zu lernen, wie man eine solche Krankheit heilt oder von vornherein verhindert.

Und selbst aus Naturkatastrophen kann man lernen, wie man Gesellschaften und Systeme so struktruiert, daß man als Mensch möglichst keinen Schaden erleidet. Daraus ließe sich auch die extreme Frage ableiten, warum es Gott zuläßt, daß gewisse Menschen und/oder auch ganze Gesellschaften nicht bereit sind, aus ehemaligen Fehlern zu lernen.

Was wäre aber, wenn Gott jedes Unheil verhindern würde? Würden dann nicht vor allem die Einsichtsverweigerer die Frage stellen, warum Gott den freien Willen verwährt?

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Kommentar von Giustolisi
18.11.2016, 08:07

Was wäre aber, wenn Gott jedes Unheil verhindern würde? Würden dann nicht vor allem die Einsichtsverweigerer die Frage stellen, warum Gott den freien Willen verwährt?

Bei deinem moralischen Kompass ist wohl die Nadel verbogen.
Wie kommen wir auch dazu, den ganzen Mördern, Vergewaltigern, Bankräubern und sonstigem Abschaum mit unseren Gesetzen, Polizei und dem Rechtssystem ihren freien Willen zu verwehren? Nach deiner Auffassung sollte man sie einfach machen lassen, dein Gott tut das ja auch und du findest das anscheinend gut.

Wäre der Wille weniger frei, wenn es zum Beispiel keine Erdbeben gäbe? Was ist mit dem, der unter einem zusammengestürzten Gebäude verreckt, der aber leben will? Wo ist sein freier Wille und wäre der nicht eher berücksichtigt, wenn er die Möglichkeit hätte, weiter zu leben, statt von Trümmern zerquetscht zu werden?

Der freie Wille ist eine schlechte Ausrede.

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Zerstörung und Tod gehören genauso zum Entwicklungsprozess dieser Erde dazu, wie Geburt und das Enstehen von neuem Leben.

Das eine klappt ohne das andere nicht. Beides hält die Welt hier im Gleichgewicht. So brutal es klingt.

Dazu kommt, dass wir Menschen derart pervers in das Ökosystem dieses Planeten eingreifen, dass wir uns viele Umweltkatastrophen selbst zuzuschreiben haben. Nenn' es die Rache der Natur, wenn du willst. Für mich ist es einfach eine logische Konsequenz, ohne dass ein böser Gedanke von Gott oder dem Universum oder wem auch immer dahinter steckt.

Aber klar, selbst wenn wir im totalen Einklang mit der Natur leben würden, würde es Erdbeben und Tsunamis geben. Warum? Weil sich die Erdplatten bewegen, aufeinandertreffen, es dann rumst und meterhohe Wellen entstehen, die auf Küsten schlagen, wo es sich die Menschen bequem gemacht haben. Da ist sie schon wieder, die logische Konsequenz. Würde Gott das nicht zulassen, die Erdbeben also verhindern, müsste er die Bewegung der Erdplatten verhindern und damit die Entwicklung der Erde.
Das spricht gegen den Lauf der Dinge. Das spricht gegen alles.
Hier sind wir wieder bei dem, was ich am Anfang gesagt habe: Zerstörung und Geburt kommen ohne einander nicht aus.

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Kommentar von earnest
17.11.2016, 18:28

Klar und logisch - und damit ist "Gott" außen vor. Die Dinge sind halt so, wie sie sind.

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Du mußt das nicht nur nicht wiederlegen, Du kannst es nicht! Es wird dir - wenn Du nicht unglaublich tolle neue Argumente findest - nicht gelingen das zu widerlegen. Das versuchen Theologen schon seit der Antike und haben immer noch keine befriedigende Lösung für das Dilemma gefunden. Die 3 Standardausreden sind:

Gott hat das Leid geschaffen, damit wir uns zwischen gut und böse entscheiden und durch Leid büßen können und erlößt werden. Das wirft dann halt fragen auf, warum auch im Urwald, weit weg von Menschen irgend welche Affen von Parasiten langsam von innen aufgefressen werden, warum 3 Monate alte Babys an Krebs sterben, usw. also keine Lösung.


Da wir das alles Gott zuschreiben, der aber nicht böse ist, muß das alles Teil eines großen Plans sein, den wir Menschen nur zu dumm sind zu verstehen. Die Frage da ist: Wie können wir dann wissen, das irgendwas das wir über Gott glauben richtig sein kann, wenn er so unverständlich ist? also keine Lösung.

Das Leid hat der Mensch durch seinen freien Willen in die Welt gebracht. Das begegnete einem immer häufiger als Ausrede, ist meiner Meinung nach aber die ungeschickteste. Wie kann er allwissend sein und das nicht kommen sehen? allmächtig, ohne einen besseren Weg gefunden zu haben? Gut? LOL. also keine Lösung.

Die einzige mir bisher einleuchtende Lösung des Dilemmas ist: Entweder ist "der Schöpfer" pervers und wir sollten ihn nicht als Gott verehren oder es gibt schlicht keinen Schöpfer... aus wissenschaftlicher Sicht löst sich das Dilemma in Luft auf, da erscheint die Welt genau so zu sein, wie man es erwartet und man braucht keinen Sündenbock für die schlechten Dinge die durch Zufall passieren.

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Kommentar von RonnyFunk
22.11.2016, 22:41

Tja, 3 Lösungen, die alle verkehrt sind.

Wenn "Religion ungenügend" jemandem in Religion Nachhilfe geben will, kann das nix werden.

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Die erklärung für dieses Problem, hängt ganz davon ab an welchen Gott du glaubst, bzw. wenn du von der nicht-existenz Gottes ausgehst gibt es erst gar kein Problem.

Nun zum Islam und zum Christentum, um diese Religionen geht es ja in deiner Frage primär.

Im Christentum geht man grundsätzlich davon aus das alles Leid vom Mensch ausgeht, und das Gott diesem immer seinen freien Willen lässt, deshalb verhindert er grundsätzlich kein Leid. Selbstredend deckt diese Erklärung kein Leid ab das von Krankheiten und/oder durch Naturkatastrophen verursacht wird.

Im Islam wird Leid damit erklärt das man das ganze Leben als Prüfung des Glaubens sieht, Allah lässt manche also Leiden weil er sie in Versuchung führen will. In anbetracht der Tatsache das Allah allwissend ist also sowieso jede zukünftige Tat eines jeden Menschen kennt, macht die Prüfungs-Erklärung natürlich überhaupt keinen Sinn

Beim Judentum bin ich leider überfragt

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Kommentar von mrauscher
17.11.2016, 03:45

Auch das wäre noch mal eine Wiederholung, aber ich bin dann noch mal so nett, Halbkornbrot13: Gott, Jahwe und Allah bedeutet denselben und einzig lebenden Schöpfer. Da müßtest du denn doch mal Koran oder Bibel, oder Wikipedia lesen, sie wirklich Zeit nehmen und mal obejektiv erst mal nur lesen:

https://de.wikipedia.org/wiki/JHWH

Ist gleich vier Uhr, machen wir mal Schluss. Wir haben uns wirklich Mühe gegeben, jedem klar zu machen, warum der Zufall das Leben nicht erschaffen kann (denn er kann es wirklich nicht), der Schöpfer aber wohl. Und wie gesagt, die anderen Fragen: Sind hier bestens bereits durchkommuniziert. Moses hatte damals auch viel Geduld mit Pharao. Pharao hat sich immer und immer wieder gegen die Botschaft von Moses, die ja eigentlich vom Schöpfer kam, aufgebäumt und widersetzt. Das entspricht der heutigen Meinungsfreiheit und wird also gern von uns aktzeptiert, ist ja schließich ein Grundgesetz.

Für den Rest der Geschichte empfehlen Christen, Juden, Muslime und Islame gern den Film die 10 Gebote oder einfach die Bibel, bzw. den Koran, der sich ja auf Moses beruft oder eben in der Neuzeit die Wissenschaften und nicht zu vergessen, Wikipedia und gutefrage.net - Hier ein Beispiel und auch hier hatt Gott das Böse eine Zeit lang zugelassen, weil Gott über Geduld verfügt:

https://de.wikipedia.org/wiki/Exodus:_G%C3%B6tter_und_K%C3%B6nige

Mein Hund schaut zu mir rüber, er ist müde. Heute früh ab so etwa 9:00 Uhr geht es weiter.

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Hallo Javada,

angesichts des verschlimmernden Leides auf der Erde fragen sich immer mehr Menschen, warum Gott nichts dagegen unternimmt. Wie kann ein Gott, der allmächtig ist, zulassen, das verheerende Kriege geführt, Tausende Menschen täglich verhungern, zahllose Verbrechen begangen und die natürlichen Lebensgrundlagen immer mehr zerstört werden? Damit man eine zufriedenstellende Antwort erhält, ist es unabdingbar, sich dem geschriebenen Wort Gottes zuzuwenden. Um das Thema umfassend zu behandeln, möchte ich einige damit in Zusammenhang stehenden Fragen behandeln:

1. Bedeutet die Existenz des Bösen, dass es gar keinen Gott gibt?
Stell Dir vor, du kommst an einem verlassenen, halb verfallenen Haus vorbei. Du nimmst das Haus näher in Augenschein und bemerkst, dass es in früherer Zeit wohl ziemlich schön ausgesehen haben mag. Was würdest Du denken? Kommst Du auf die Idee zu sagen, dass ein solch heruntergekommenes Haus gar keinen Erbauer hat? Wohl kaum! Oder würdest Du nicht vielmehr denken, der Erbauer des Hauses hätte sein Interesse an dem Haus verloren und es fehle ihm als Eigentümer an Verantwortungsgefühl? Doch halt! Könnte es nicht auch andere Erklärungen für den Zustand des Hauses geben? Da Du im Moment nicht alle Fakten und Umstände kennst, wäre es da nicht vorschnell, irgendwelche Schlüsse zu ziehen?

Übertragen auf die Frage, warum Gott die Erde bis jetzt in diesem Zustand belässt, müsste man auch hier in Betracht ziehen, nicht alle Umstände zu kennen. Um noch einmal auf das Beispiel zurückzukommen: wäre es nicht ratsam, sich an den ursprünglichen Besitzer des Hauses zu wenden, damit man herausfindet, was inzwischen geschehen ist und warum das Haus nicht in gutem Zustand erhalten geblieben ist? In der Bibel gibt uns Gott dazu Antworten.

2. Wie empfindet Gott gegenüber dem Leid des Menschen?

Das geht z.B. aus einer Aussage aus 2. Mose, Kapitel 3, Vers 7 hervor, wo es heißt:" „Zweifellos habe ich die Trübsal meines Volkes, das in Ägypten ist, gesehen, und ich habe ihr Geschrei über die gehört, die sie zur Arbeit antreiben; denn ich weiß wohl, welche Schmerzen sie leiden."
Kann man aus diesem Beispiel nicht deutlich erkennen, das Gott sieht, wie Menschen leiden? Wenn man sich noch einmal den letzten Teil des zitierten Verses ansieht - da sagt Gott: " Ich weiß wohl welche Schmerzen sie leiden." Würde das ein Gott sagen, der kalt und distanziert ist oder passt diese Aussage eher zu einem Gott, der Anteil an dem Leid der Menschen nimmt?

Hier ist noch ein anderes Beispiel. Als es einmal darum ging, das Gottes Volk, die Israeliten, zu leiden hatten, heißt es gemäß Jesaja, Kapitel 63, Vers 9: "Während all ihrer Bedrängnis war es für ihn bedrängend. Und sein persönlicher Bote, er rettete sie. In seiner Liebe und in seinem Mitleid kaufte er selbst sie zurück, und er hob sie dann empor und trug sie all die Tage von alters her." Kann man nicht daraus schließen, dass Gott das Leid dieser Menschen sehr nahe ging und sollte man nicht daraus auch ableiten, das Gott wirklich mit uns fühlt und es ihn schmerzt, wenn wir leiden?

3. Wie ist Gott zu Bösen Handlungen eingestellt und wird er sie für immer dulden?

Es gibt viele Begebenheiten in der Bibel, die zeigen, dass Gott Menschen, die Böses tun, zur Rechenschaft zieht. Oftmals ließ Gott böse Menschen eine Zeit lang bestehen, um Ihnen die Möglichkeit zu geben, sich zu ändern. Wenn sie jedoch unverbesserlich an ihrer schlechten Handlungsweise festhielten, sah Gott sich zum Handeln veranlasst und vollzog die Strafe. Ein Grundsatz der Bibel lautet: "So wird denn jeder von uns für sich selbst Gott Rechenschaft ablegen." (Römer 14:12) Auch wenn Gott schlechtes Handeln nicht sofort bestraft, muss sich dennoch jeder für sein Tun vor Gott verantworten. Obgleich Gott gegenüber den Bösen sehr langmütig ist, wird er sie nicht für immer dulden. Die Bibel kündigt wie folgt ihr Ende an: "Und nur noch eine kleine Weile, und der Böse wird nicht mehr sein; und du wirst dich sicherlich umsehen nach seiner Stätte, und er wird nicht dasein." (Psalm 37:10)

4. Wie und wann nahm das Böse seinen Anfang?
Gott hat nichts Böses erschaffen, weder im Himmel, noch auf der Erde. Das Böse nahm erst seinen Anfang, als einer der Engel im Himmel gegen Gott rebellierte und sich dadurch zum Satan machte. Wie tat er das? Nun, nachdem Gott die beiden ersten Menschen erschaffen hatte, sah dieser Engel eine Möglichkeit, selbst angebetet zu werden. Listig machte er sich mittels einer Schlange (ähnlich, wie ein Puppenspieler, der seine Puppe sprechen lässt) an Eva heran und stellte ihr in Aussicht, dass sie besser daran wäre, wenn sie selbst entscheiden könnte, was Gut und Böse ist. Eva schluckte den Köder und schloss sich der Rebellion des Teufels an. Sie verweigerte Gott den Gehorsam, indem sie sich entschloss, von der verbotenen Frucht zu essen (was lediglich eine einfache Gehorsamsprüfung war). Ihr Mann Adam tat das Gleiche und so schlugen sie einen Weg ein, der sie mehr und mehr von Gott entfremdete. Dadurch war im Grunde der Keim des Bösen gelegt und breitete sich durch die nachfolgenden Generationen mehr und mehr aus.

5. Warum beseitigte Gott das Böse nicht gleich zu Anfang?

Es wäre für Gott ein Leichtes gewesen, die Rebellen sofort zu vernichten. Auch wäre es denkbar gewesen, dass Gott ein neues Menschenpaar erschaffen hätte. Doch Gott entschloss sich aus gutem Grund, das Böse für eine bestimmte Zeit zuzulassen. Durch die Vorgehensweise des Teufels war eine wichtige Streitfrage aufgeworfen worden, zu deren Klärung Zeit benötigt wurde. Wie bereits gesagt, hatte Satan behauptet, die Menschen wären ohne Gott besser dran. Hätte Gott nun die Rebellen sofort vernichtet, dann wären ganz sicher in der großen Schar treuer Engel Zweifel darüber aufgestiegen, ob Gott wirklich im Recht sei. Dadurch jedoch, dass Gott Zeit einräumte, gab er Satan die Gelegenheit, seine freche Behauptung unter Beweis zu stellen.

6. Bringt die Zulassung des Bösen einen langfristigen Nutzen?

Die vorübergehende Zulassung des Bösen gleicht in gewisser Weise einer Operation, die zwar kurzfristig Schmerzen verursacht, aber auf lange Sicht gesehen großen Nutzen bringt. Wenn nach einer von Gott festgelegten Zeit die weiter oben beschriebenen Streitfragen, in die die Menschheit verwickelt ist, geklärt sein werden, ist dadurch ein Präzedenzfall geschaffen worden, der niemals mehr wiederholt werden muss. Das bedeutet, dass Gott künftig kleinerlei schlechte Handlungen mehr dulden muss. Gott wird dann niemanden mehr dulden, der sich gegen seine gerechte Herrschaft auflehnt und göttliche Gesetze ignoriert.

7. Wann wird das Böse enden?

Die Bibel nennt zwar kein genaues Datum an dem Gott das Böse beseitigen wird, doch spricht sie von einem besonderen Zeitabschnitt kurz vor dem Eingreifen Gottes. Um diesen kenntlich zu machen, werden in der Bibel Zeichen genannt (wie z. B. weltweite Kriege, Hungersnöte, Seuchen, Umweltverschmutzung etc. - siehe Matthäus 24, Markus 13, Lukas 21), die alle heute zu beobachten sind. Da dieser besondere Zeitabschnitt nur von kurzer Dauer sein soll, muss man davon ausgehen, dass wir kurz vor dem Ende alles Bösen leben. Um das von Gott vorausgesagte "Ende" zu überleben, reicht es nicht, die Hände in den Schoss zu legen und lediglich abzuwarten. Daher richtet die Bibel den dringenden Appell an uns alle: "Sucht Jehova, während er sich finden lässt. Ruft ihn an, während er sich als nahe erweist" (Jesaja 55:6).

LG Philipp

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Kommentar von Giustolisi
17.11.2016, 09:30

Dein Gott ist also ein Sadist

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Kommentar von 666Phoenix
17.11.2016, 14:52

Da Du im Moment nicht alle Fakten und Umstände kennst, wäre es da nicht vorschnell, irgendwelche Schlüsse zu ziehen?

Da auch Du sie nicht kennst, ist jede Beschönigung und jegliches Schönreden deines Gottes eine Farce!

„Zweifellos habe ich die Trübsal meines Volkes, das in Ägypten ist, gesehen, und ich habe ihr Geschrei über die gehört, die sie zur Arbeit antreiben; denn ich weiß wohl, welche Schmerzen sie leiden."

Krokodilstränen! Denn getan dagegen hat er bisher Nullkommanichts!

Die Bibel kündigt wie folgt ihr Ende an: "Und nur noch eine kleine Weile, und der Böse wird nicht mehr sein; und du wirst dich sicherlich umsehen nach seiner Stätte, und er wird nicht dasein." (Psalm 37:10)

Die Bibel hat keinen Wahrheitsgehalt! Sie als wahr anzusehen setzt voraus, dass es "ihn" gibt! Einen Beweis dafür kennen wir nicht!

als einer der Engel im Himmel gegen Gott rebellierte und sich dadurch zum Satan machte

Na und? "Er" hat doch auch sie erschaffen und musste in seiner angeblichen Allwissenheit voraussehen, was passiert!

Das bedeutet, dass Gott künftig kleinerlei schlechte Handlungen mehr dulden muss. Gott wird dann niemanden mehr dulden, der sich gegen seine gerechte Herrschaft auflehnt und göttliche Gesetze ignoriert.

"Er" muss nicht, stimmt! Aber "er" tut es, immer wieder und immer schlimmere Dinge! Was soll an diesem Gott gut und liebenswert sein??

Daher richtet die Bibel den dringenden Appell an uns alle: "Sucht Jehova, während er sich finden lässt. Ruft ihn an, während er sich als nahe erweist" (Jesaja 55:6).

Wenn das zunächst alle diejenigen tun würden, die den Glauben an ihn hier ständig kundtun und immer wieder seine "Liebe" zu seiner "Schöpfung" betonen, dann wäre die Welt schon um einiges schöner!

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Kommentar von Zicke52
17.11.2016, 17:58

@Philipp59: "Doch Gott entschloss sich aus gutem Grund, das Böse für eine bestimmte Zeit zuzulassen"

Diese 'bestimmte Zeit' dauert seit dem Bestand der Menschheit an, also seit mehreren hunderttausend Jahren.

"Durch die Vorgehensweise des Teufels war eine wichtige Streitfrage aufgeworfen worden, zu deren Klärung Zeit benötigt wurde"

Wenn Gott es mit der Methode 'machen lassen und zuschauen' innerhalb von hunderttausenden von Jahren nicht schaffte, diese Streitfrage zu klären, wird es ihm wohl nie gelingen. Vielleicht sollte er mal über eine andere Methode nachdenken?

"Das bedeutet, dass Gott künftig keinerlei schlechte Handlungen mehr dulden muss"

Muss er auch jetzt nicht. Kein Gott muss müssen.

"Um diesen (Zeitabschnitt kurz vor dem Eingreifen Gottes) kenntlich zu machen, werden in der Bibel Zeichen genannt (wie z.B. weltweite Kriege, Hungersnöte, Seuchen)"

Nur dass diese 'Zeichen' so alt sind wie die Menschheit, und noch dazu in der Vergangenheit häufiger auftraten als heute.

"Da dieser Zeitabschnitt nur von kurzer Dauer sein soll"

Häh? So alt wie die Menschheit? Kannst du uns mal deine Definition von 'kurze Dauer' geben?

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Kommentar von earnest
17.11.2016, 18:18

Du stellst zwar in Nr. 1 eine intelligente (und auf der Hand liegende) Frage: Gibt es Gott überhaupt?

Doch dann drückst du dich, schwuppdiwupp und larifari, an der Beantwortung dieser Kernfrage vorbei. 

Das ist intellektuell unredlich. Und ich denke, das weißt du auch.

Anschließend wieder das Übliche: der "Beweis" der Bibel mit der Bibel.

Ein Zirkelschluß folgt dem anderen.

Das gesamte komplizierte Gebäude kracht aber zusammen wie ein Kartenhaus, wenn man Frage 1 ehrlich beantwortet. Diese Antwort lautet: Es gibt nicht das Fitzelchen eines Beweises für die Existenz eines Gottes, einer Göttin, von Göttinnen und/oder Göttern. 

Und wenn wir dort angelangt sind, erledigt sich das Thema Theodizee von selbst.

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Es macht keinen Sinn, dass Gott solches alles verhindert, was wir Menschen bewusst und gezielt "vermasseln".

Solange wir meinen, die Erde gehört nur uns und wir können mit der Natur und der Umwelt zugunsten unserer egostisch geprägten Ziele machen was wir wollen, so lange wird sich die Natur mit solchen Naturkatastrophen rächen !

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Die Theodizee Frage zeigt sehr anschaulich die Unmöglichkeit eines allmächtigen, gütigen Gottes.
Geht man von der Existenz eines Gottes aus, kann der angesichts des Leids auf der Erde und seiner Möglichkeit dies zu verhindern, nicht gut sein.

Häufig wird der freie Wille als Ausrede benutzt, aber auch das ergibt keinen Sinn.

Wenn man es zu Ende denkt kommt man immer auf die Unmöglichkeit eines gütigen allmächtigen Gottes.

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Die Theozideefrage lässt nur den Schluss zu, dass Gott entweder gut oder allmächtig ist. Beides geht nicht.

Diese Feststellung lässt sich durch keine der drei grossen monotheistischen Religionen widerlegen.

Das Judentum widerlegt die These eines bösen Gottes nicht. In vielen Fällen müssen die Propheten ihn um ein bisschen "Menschlichkeit" anbetteln, und die Geschichte von Hiob zeigt einen eitlen Gott, der einen Menschen leiden lässt, nur um seine Muskeln spielen zu lassen und zu zeigen "ich bin der Stärkere, du bist ein Nichts". Ausserdem fordert er auch böse Taten von seinem auserwählten Volk, z.B. andere Völker auszurotten, widerspenstige Kinder zu steinigen.

Islam: der gleiche Gott wie der jüdische, aber Unerbittlichkeit und Kriegslüsternheit hoch zehn. Und das Ziel der Weltherrschaft, das die Juden nie hatten.

Das Christentum geht von einem guten Gott aus, daher ist die Theozidee mit diesem nicht zu widerlegen.

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Kommentar von earnest
17.11.2016, 18:45

Bis auf den letzten Satz stimme ich deinen Überlegungen zu.

Auch für den christlichen Gott gelten deine ersten beiden Sätze.

(Oder habe ich da etwas missverstanden?)

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Diese Frage kommt immer wieder, manchmal auch von Leuten, denen eigentlich das Leid anderer egal ist.

Vielleicht hast Du schon mal den Begriff "Gefallene Schöpfung" gehört. Dadurch, dass Adam und Eva Gott misstraut haben und gegen seine Warnung die verbotene Frucht aßen, geriet die gesamte Schöpfung aus dem Gleichgewicht.

Das Ergebnis war, dass das Leid in die Welt kam.

Gott lässt eben Leid zu, konsequent Leid zu verhindern ginge wohl nur, wenn er seinem Grundsatz, niemandem etwas aufzuzwingen, untreu würde. Gott ließ ja sogar zu, dass sein geliebter Sohn am Kreuz starb und dabei sich allein gelassen fühlte, da er dabei die Schuld, die alle Menschen vor Gott haben, auf sich trug.

Es ist natürlich ein Spagat und eine Herausforderung, dass Gott nicht alles Leid umgehend abschafft.

Manche Christen haben die Fertigkeit, die Heilungskraft Gottes weiterzugeben. Diese erleben, wie sehr viele Menschen gesund werden, manche sogar auf eine Weise, dass die Ärzte nur sagen "Nein, das kann nicht mein Patient sein". Aber diese Menschen mit der Heilungsgabe erleben zwar, dass 1000 Menschen heil werden, aber nicht die eigene Tochter, die immer noch im Rollstuhl sitzt und bei der niemand weiß, ob sie das Erwachsenen-Alter erlebt. Oder sie erleben bei sich eine schwere Krankheit.

Es ist eine Schwierigkeit, einerseits von Gott alles Gute zu erwarten, andererseits nicht zu verbittern, wenn Gott sein eigenes Timing hat. Manche halten diese Spannung nicht aus, verlegen sich darauf, Gott nur noch das zuzutrauen, was 100 % sicher erscheint und wagen keine echten Glaubensschritte mehr.

Im übrigen, diejenigen, die höhnen "Wo ist denn Dein Gott bei dem ganzen Leid", könnte man schon fragen, inwieweit sie etwas gegen Leid tun, ob sie etwas spenden für Hilfsprojekte.

Menschen, die Gott nicht kennen oder kennen wollen, können es nicht verstehen, wie man zu einem Gott, der scheinbar nichts gegen das Leid tut, noch halten kann, wie man einem solchen Gott vertrauen kann, wie man in schlimmsten Umständen glücklich sein kann.

Allerdings gibt es ja auch die, bei denen alle Umstände bestens sind, die Gesundheit optimal, der Wohlstand optimal - und trotzdem begeht der Millionär in seiner Villa Selbstmord.

Die Formel "Alle Umstände in Ordnung, glücklich - Umstände mies, unglücklich" geht anscheinend nicht auf.

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Kommentar von matmatmat
23.11.2016, 08:21

Die erste Hälfte deiner Antwort - die irgend wie versucht sich mit der Frage zu beschäftigen - gibt keinen Sinn:

Gott hat also die Menschen erschaffen. Weil die dann nicht gemacht haben, was er ihnen aufzwingen wollte, ist die gesamte Schöpfung gefallen. Bienen, Fische und Pandabären leiden also, weil Du glaubst, das das zwei Menschen vor ein par Tausend Jahren einen Apfel gegessen haben?

Und Gott war unfähig, einen besseren Menschen zu schaffen? Unfähig, vorher zu sehen was passiert? Und er ist jetzt ebenfalls unfähig oder unwillig, seinen Fehler zu ändern? Und deswegen leidet alles was lebt und atmet auf diesem Planeten? Erbärmlich...

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Kommentar von Zicke52
24.11.2016, 15:37

@RonnyFunk: "Gott ließ ja sogar zu, dass sein geliebter Sohn am Kreuz starb"

Das ließ er gemäß der Bibel nicht passiv zu, sondern hat es selbst so beschlossen! Jesus hat immer wieder gesagt, dass er sterben müsse, weil es der Wille seines Vaters sei und die von ihm inspirierte Schrift erfüllt werden müsse.

Gott hätte den Menschen auch verzeihen können, ohne zur Bedingung zu machen, dass sie seinen Sohn töten.

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Warum sind wir denn hier ? Warum Musst du arbeiten auch wenn du keine Lust hast?.. weil du dir dein Geld verdienen MUSST anders geht's nicht, du musst etwas verdienen und die einzige Währung im Jenseits sind die guten Taten. Dieses Leben ist eine Prüfung und wir müssen das Paradies verdienen oder wir sind verloren. Sonst würden wir ja sofort im Paradies leben und nicht diesen zwischenstop auf dieser Welt machen.

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Kommentar von Mirarmor
19.01.2017, 14:52

In einem Universum ohne Gott müssen wir arbeiten, um zu überleben.

Aber wozu soll ein allmächtiger Gott Arbeiter brauchen ?

Immerhin finde ich die Antwort ehrlicher als zu sagen, Gott liebt uns und hat uns deswegen erschaffen.

Da finde ich es schon richtiger Gott als berechnenden Boss darzustellen, dessen Ziel es ist, möglichst viele guten Taten "einzunehmen". Ein Boss, der die fleißigen belohnt und die, die ihm nicht "zuarbeiten", in die Hölle verdammt.

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Kommentar von Muslimhelper
19.01.2017, 17:01

Er braucht uns nicht, wir brauchen ihn.. er ist der ewig unabhängige von dem alles abhängt :)  wir müssen nur So wenig tun und bekommen dafür in shaa Allah das Paradies.. in dem es kein Haram gibt, in dem wir machen können was wir wollen.. und dazu müssen wir nur gute Muslime sein..

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Gott laesst absolut jede Erfahrung zu, die wir machen wollen als das ewig waehrende Bewusstsein, damit es sich selbst erfaehrt.

In der Dualitaet in der wir Menschen leben, koennen wir beide Seiten erfahren, obwohl die goldene Mitte sicher sicherer ist, aber auch langweiliger.

Wenn du Mord, Hass, Rache und Wut erfahren willst, so wird dem statt gegeben, genauso wie Liebe, Vollkommenheit und Harmonie.

Das Leben ist sowieso nur ein Spiel, also kannst du alles auskosten, es ist ja nur eine Illusion, natuerlich eine gut gemachte, aber am Ende nur ein Spiel.

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Ich würde antworten dass Leid mit einem wohlwollenden Gott in jeder Form unvereinbar ist und es daher entweder keinen Gott gibt, oder er nicht wohlwollend ist.

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Kommentar von Einstein2016
20.11.2016, 23:53

Auch das Leid, was wir von der Gesellschaft egoistisch geprägt uns fast nur selbst gegenseitig oder auch der Umwelt/Natur zufügen ?

Ist Gott dafür verantwortlich zu machen ?

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Kommentar von RonnyFunk
22.11.2016, 23:06

Das würdest Du machen. Weil es bei Dir die Option, dass Du Gott falsch verstanden hast, Dir ein falsches Bild von ihm gemacht hast, Du nur eine Seite anguckst, nicht vorkommt.

Du möchtest einen Gott, der Leid bekämpft? Auch das von Dir verursachte? Also soll er Dich dann bekämpfen?

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Ich würde anmerken, dass Gott leid zulassen muss damit die Menschen wissen, was Freude ist.

Allerdings hat das jetzt nichts mit dem anderen Religionen zu tun

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Kommentar von Giustolisi
17.11.2016, 09:01

Die Menschen, die bei Seuchen, Kriegen oder Umweltkatastrophen sterben wissen also jetzt, was Freude ist?
Um zu wissen was Freude ist, bräuchte es bei weitem nicht dieses Ausmaß an Leid.

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Kommentar von Zicke52
18.11.2016, 15:59

@Gilgaesch: Ja, klar. Die Menschen, die ein Kind durch Krankheit verloren haben, oder deren ganze Familie bei einem Unfall ausgelöscht wurde, können sich in der Regel vor lauter Freude gar nicht mehr fangen.

Ist dir der Zynismus deines Kommentars wirklich nicht bewusst?

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Ohne die Krankheit bzw. ohne das Leid würden wir nicht die andere Seite kennen. Laut Islam ist dieses Leben eine Prüfung, ein sehr kurzes Leben. Diese Welt ist so aufgebaut, das diese überhaupt nicht gerecht sein kann. Das fängt bei A an und geht bis Z weiter. Bei Einigen ist es zu warm, bei den anderen zu kalt, kaum "das perfekte Klima". Wenn es gerecht sein sollte, dann müsste jeder gleich aussehen, gleich groß sein, unter den gleichen Voraussetzungen leben, usw. usf.

Wenn ein Tsunami kommt, dann bedeutet das Leid. Hilfst du den Opfern, wie reagieren die Opfer selbst, wie schützen die Menschen Ihr Leben, wer klaut oder nutzt Menschen aus... nach diesem Leben gibt es dann "Payback" für alle.

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Kommentar von Giustolisi
18.11.2016, 06:44

Ein ziemlich abgefahrener Wunschtraum, dein System mit den Bonuspunkten. Nebenbei, ein allwissender Gott müsste nichts prüfen, er wüsste schon vor der Prüfung wie diese ausgehen würde. Prüft er trotzdem und verursacht so Leid, ist er nur ein sadistischer Arsch.

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Ohne all das schlechte, kann es nichts gutes geben.

Mal ein paar Beispiele...

Ohne Armut, gäbe es für andere keine Möglichkeit zu helfen, spenden, etwas gutes zu tun.

Ohne Krankheiten, gäbe es keine Wertschätzung von Gesundheit, kein medizinisches Wissen womit wir uns erweitern und entdecken könnten etc.

Und vieles weitere.... Es kommt immer auf die eigene Sicht an. Alles negative bringt irgendwo etwas positives mit sich.

Ohne als das Leid, würden wir uns bereits in einem Paradies befinden, aber religiös gesehen muss man sich das Paradies erst verdienen, mit all den Bemühungen die wir auf dieser Erde hinter uns bringen müssen. Alle Religionen predigen das selbe. Man soll versuchen ein guter Mensch zu sein und sich von schlechten Eigenschaften und Taten fern halten.

Religiös gesehen, geht es auf dieser Erde darum, eine Gemeinschaft zu bilden die zusammen hält, wo man miteinander lebt und nicht aneinander vorbei, wo Armut und Reichtum ausgeglichen werden sollen, indem reich und arm sich entgegen kommen, wo man teilt und hilft, und wo gut und schlecht sich gegenseitig aufklären und gemeinsam zum guten finden... und und und...

Wäre der Mensch nicht so egoistisch und gierig, würde es weit aus weniger Leid auf dieser Erde geben. Würde jeder bei sich selbst mit dem Frieden anfangen, würde es weniger Kriege geben. An vielem sind wir Menschen selbst Schuld, denn wir haben den freien Willen bekommen.

...aber ohne all das schlechte, würde es wie gesagt auch nichts gutes geben. Hat alles seine Ordnung so.


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Kommentar von earnest
17.11.2016, 18:29

Wer sagt denn, dass es ein Paradies überhaupt gibt?

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Kommentar von Zicke52
17.11.2016, 18:50

@Duhaa: 

"Ohne Armut gäbe es für andere keine Möglichkeit zu helfen, spenden..."

Wäre auch nicht notwendig.

"...etwas gutes zu tun"

Doch. Gutes ist ja nicht ausschließlich auf Materielles beschränkt. Ausserdem macht man mit einem liebevoll ausgesuchten Geschenk immer Freude, auch wenn der Beschenkte nicht arm ist.

"Ohne Krankheiten gäbe es keine Wertschätzung von Gesundheit..."

Wäre das schlimm?

"...kein medizinisches Wissen"

Das wäre ja auch überflüssig, wenn es keine Krankheiten gäbe.

Nach deiner Sichtweise müsste man seine Kinder erstmal schlagen, sonst wüssten sie es gar nicht zu schätzen, nicht geschlagen zu werden.

Stell dir vor: es gibt Kinder, die nie geschlagen wurden. Und denen geht das gar nicht ab.

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Kommentar von matmatmat
17.11.2016, 21:46

Ja, und welche Lektion können Babys ohne Krebs nicht lernen?

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Hi.

Das Thema Theodizee setzt die Existenz Gottes, eines Gottes, einer Göttin, von Göttinnen und/oder Göttern voraus.

Für deren Existenz gibt es aber auch nicht einmal die Spur eines Beweises.

Damit wäre das Thema Theodizee vom Tisch.

Wer die Existenz (zum Beispiel) eines Gottes voraussetzt und diesen für allmächtig und allgütig befindet, handelt sich ein neues Problem ein. Würde ein allmächtiger Gott nicht die Bomber stoppen können, die Aleppo bombardieren?

Natürlich könnte das ein allmächtiger Gott. Warum tut er es dann nicht?

Wenn er es kann und nicht tut, ist er zwar allmächtig, aber nicht allgütig. Wenn er es gerne täte, aber nicht tun kann, dann ist er vielleicht allgütig, aber nicht allmächtig. 

Damit dürfte das Thema Theodizee für einen selbständig denkenden Menschen erledigt sein. 

(Für deinen Religionslehrer aber möglicherweise nicht ...)

Gruß, earnest

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Kommentar von RonnyFunk
22.11.2016, 22:57

Gut. Aber der Fragesteller soll kein Referat zum Thema "Inhalte und Glauben der Atheismus-Religion mit Schwerpunkt auf Fanatiker und Fundamentalisten" verfassen.

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Kommentar von RonnyFunk
22.11.2016, 23:00

"Würde ein allmächtiger Gott nicht die Bomber stoppen können, die Aleppo bombardieren?"

Können schon. Aber dann würdest Du ihm vorhalten, dass er uns etwas überstülpt.

Nehmen wir mal an, Adolf Hitler wäre mit 10 Jahren an einer schweren Krankheit gestorben. Hättest Du dann gesagt "War richtig so, er hätte als Erwachsener Europa in Brand gesetzt"? Oder nicht vielleicht doch eher "Der arme Junge, Gott der das zulässt, ist sadistisch"?

Nun ja, man muss nicht alles wissen, man muss nur so tun, als wenn man alles weiß.

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Die Antworten auf diese Frage sind zahlreicher, als es Religionsgemeinschaften gibt. Selbst die Bibel ist voll davon. Sehr beeindruckend ist das Buch Hiob, das zur Weltliteratur gehört: Es macht am Ende einen eleganten Bogen um die Antwort. Aber die Frage - so besagt es - die Frage ist ausdrücklich erlaubt.

Es verhält sich mit der göttlichen Zulassung in etwa genauso, wie seinerzeit mit den Nachweisen, wie sich Sonne, Mond und Sterne um die Erde drehen. Was gab es für Erklärungen!

Mit der zutreffenden Antwort ist es wie mit der Theorie des Aristarch von Samos (350-250 v. Chr.): Überhaupt nicht. Es sei umgekehrt. Er rechnete es seinen Zeitgenossen vor. War ganz einfach. Stimmte alles. Keiner glaubte es.

Nun schreib morgen bloß nicht, es gäbe gar keinen Gott! Wenn Du einen vernünftigen Religionslehrer hast, wird er das akzeptieren. Aber die anderen...?

Außerdem werden dann die Theologen arbeitslos. Deshalb ist es vielleicht geschickter zu behaupten, dass es einen Gott, wie ihn die monotheistischen Religionen lehren, so nicht geben kann. ;-)

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lt Bibel heißt es dass "Gott" uns unseren eigenen Willen gelassen hat, wir können frei handeln, fühlen, denken... Er mischt sich nicht ein.

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Kommentar von Ryuuk
16.11.2016, 23:07

Naturkatastrophen werden generell aber nicht durch unseren Willen verursacht.

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Kommentar von earnest
17.11.2016, 18:36

Ja und?

Was "beweist" die Bibel, ein von fehlbaren Menschen geschriebenes Buch?

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Gott lässt es zu weil er nichts weiteres als eine Märchengestalt ist und kein Märchen (egal wie viele Leute vergeblich versuchen zu beweisen das etwas er mehr als das ist) kann denn Krieg und denn tod aufhalten

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Kommentar von Zicke52
17.11.2016, 22:06

@Durge: "weil er nichts weiteres als eine Märchengestalt ist"

Ist auch besser so. Nicht auszudenken, wenn man so einem empathielosen Wesen auf ewig ausgeliefert wäre.

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Kommentar von mrauscher
18.11.2016, 15:19

Du irrst, Durge. So lange du keinen Vortrag darüber halten kannst, wer das Leben und das Universum geschaffen hat, bleibst du mit Phrasen, über die wohl jeder hier schmunzelt, aus der Diskussionen raus. Hier werden Antworten erwartet, nicht Beleidigungen. Wer so reagiert, ist erst mal: Im Unrecht. Und Blasphemie ohne klare Begründung wird deine Bemerkungen hier unbeachtet lassen.

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Dazu gibt es eine sehr schöne antwort von einstein welche mir sehr einleuchtet.

Er ver gleicht das gute und böse mit
licht und Dunkelheit oder
Kälte und Wärme.
Er sagt das es keine dunkelheit gibt, die dunkelheit sei nur die abwesen heit von licht . Genauso gibt es keine kälte es ist nur die Abwesenheit von Wärme. Und so ist es auch mit dem bösen . Es gibt das böse nicht dies ist nur die (im übertragenen sinne ) abwesenheit von gott also das bedeutet das sich die menschen die böses tuhn von gott abgewandt haben und ihnen einfach das gute fehlt.

Ich hoffe ich konnte das gut erklären:)))

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Kommentar von earnest
17.11.2016, 18:33

Diese hinkende Analogie gibt, wenn überhaupt, nur vor, der "Beweis" für die Existenz Gottes zu sein.

Einstein ist hier wohl auch der falsche "Kronzeuge".

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Kommentar von ThomasJNewton
17.11.2016, 21:49

Beleg? Dass Einstein das gesagt hat.

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Kommentar von Zicke52
18.11.2016, 00:36

@saliksemi: 

Es gibt also keine Kopfschmerzen? 

Das ist nur die Abwesenheit von Nichtkopfschmerzen?

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Kommentar von DarkSepia
18.11.2016, 13:37

Diese Erklärung, welche übrigens aus einem YouTube Video stammt hat, ein sehr großes Problem: Selbst wenn wir annehmen, dass es das Böse, die Dunkelheit, oder Kälte nicht gibt, ändert es nichts daran, dass es dunkle und kalte Bereiche gibt und dass es böse Handlungen gibt. "Einsteins" ganze Metaphysik ist nichts weiter, als ein Roter Herring. Die Frage, warum manche Handlungen böse, in "Einsteins" Worten "nicht gut" sind, bleibt immer noch offen.

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