Wieso laedt man NiMH-Akkus mit einem Pulsstrom?

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2 Antworten

Bei hohen Strömen bilden sich (im Verhältnis) weniger Dendritkristalle ("Baumkristalle" - baum- oder fadenförmig). Wenn sich an einer Stelle zufällig eine Erhöhung gebildet hat, ist hier die Feldstärke größer, weshalb die Ionen vorzugsweise hier reagieren. Beim Laden bedeutet das, dass die Erhebungen stärker wachsen als die Einsenkungen. Wenn der Strom groß genug ist, sind in der Nähe der Erhebungen nicht genug Ionen, um den ganzen Strom aufzunehmen, sodass notgedrungen auch ein paar Ionen in den Einsenkungen reagieren müssen.

Zusätzlich entlädt man die Zelle zwischen den Pulsen entwas, weil auch beim Entladen die Reaktionen vorzugsweise an den Erhebungen stattfinden, wodurch die entstandenen Erhebungen und Senken wieder etwas ausgeglichen werden.

Wenn man mit niedrigen Strömen lädt, besteht die Gefahr, dass so ein Dendritkristall bis zur gegenüberliegenden Elektrode wächst und die Zelle intern kurzschließt. (Dabei wird der Dendritkristall zwar thermisch zerstört, aber die Wärme bleibt in der Zelle, ebenso das Material des Dendritkristalls, das dann an der Elektrode fehlt.)

Tut man das ?

Es gibt verschiedenen Philosophien beim Laden.
Der Eine will den Akku möglichst schnell möglichst voll bekommen. Das geht auf Kosten der Lebensdauer und man bekommt den Akku eben nicht auf 100%.
Der nächste will möglichst schonend laden (lange Lebensdauer des Akkus).
Der dritte möchte 'gealterte' Akkus wiederbeleben.

Ich muss aber gestehen, dass ich die Impulsladung nur bei Blei basierten Zelle kenne. Hiermit soll wohl die Sulfatschicht 'aufgebrochen' werden.

http://www.bticcs.com/pub/D+e96.pdf

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