Wieso kritisieren veganer fleischesser dafür dass diese tiere essen obwohl diese selbst Pflanzen essen die auch sterben mussten?

3 Antworten

Weil sie in der Wahnvorstellung leben, dass nur ein Tier leiden kann, eine Pflanze aber nicht. Dass ausschließlich ein zentrales Nervensystem dazu imstande ist, auf Verletzungen zu reagieren und nur ein Gehirn Schmerzen verarbeiten kann, eine Pflanze aber ein "gefühlloses" Wesen ist.

Faktisch ist das natürlich einfach nicht die Wahrheit, weil auch jede Pflanze auf Verletzungen reagiert und es deutlich nach außen hin zeigen kann, wenn sie krank ist und ihr irgendetwas wichtiges fehlt. Das kann sie über ihr Wurzelnetzwerk sogar auch an andere Pflanzen kommunizieren und dafür sorgen, dass ihr von den "Nachbarn" geholfen wird. Natürlich macht sie dabei keine Geräusche und bewegt sich auch nicht, aber nur weil sie nicht schreien, quieken oder zappeln kann, bedeutet das nicht, dass eine Pflanze nicht merkt, wenn man ihr wehtut.

Pflanzen nehmen Dinge eben nicht durch Reizübermittlung mittels eines Nervensystems war, sondern durch andere Methoden zur Informationsverarbeitung, die meist nicht bioelektrisch, sondern vor allem biochemisch übertragen werden. Diese Prozesse laufen in der Regel erheblich langsamer ab als bei Tieren, aber sie sind durchaus beobachtbar - nur dass man dafür eine Kamera mit Zeitraffer oder eben sehr viel Geduld braucht.

Die Empathie von Veganern, die behaupten, dass nur Tiere "fühlende" Wesen wären, läuft also bloß eingleisig ab, ihre Wahrnehmung ist rein perspektivisch und sie blenden deshalb aus, dass es neben Tieren auch noch andere "wertvolle" Lebewesen gibt.

Woher ich das weiß:Hobby – Jahrelange Begeisterung für die Natur und ihre Bewohner.

Gute Frage... das Leben scheint so konzipiert, dass Leben von Leben leben muss, Ausnahme sind die meisten Pflanzen, denen reicht die Sonne, Wasser, CO² usw.

Ich selber bin im steten Zwiespalt diesbez., nicht wegen Veganer oder nicht, sondern ich muss auch von anderem Leben leben, mir schmeckt meine Wurst durchaus, stelle mir aber schon vor, wie diese neulich noch auf einer Wiese (oder in einem zu engen Stall nicht) herumgelaufen ist...

Wir Menschen "schützen" uns gegen das schlechte Gewissen, indem wir Tieren und erst recht Pflanzen kein (Selbst-)Bewusstsein zugestehen, das macht es leichter. Tut man es doch... naja.

Und man kann sich dann fragen, ob es das wirklich wert ist. So denke ich oft.

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@5Leonarda

Haben wir eine Wahl? Ob Pflanzen oder Tiere, es ist Leben, wovon wir uns am Leben erhalten...

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@CatsEyes

Vegetarisch zu leben ist auf jeden Fall umweltfreundlicher und weniger verschwenderisch. Ich habe Hühner, und wenn ich überlege, wieviel Getreide und Grünzeug die brauchen, um ein Ei zu legen.... Von der gleichen Menge hätte ich mindestens eine ganze Mahlzeit, im Vegleich zu einem Ei. Ausserdem wäre das Getreide gesünder für mich.

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@5Leonarda

Pflanzen haben doch auch weniger Kalorien als Eier, Milch und Fleisch, man muss doch selber auch mehr essen - oder?

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@CatsEyes

Wenn man sich gut vegetarisch ernährt, braucht man sich um Kalorien keine Sorgen zu machen. Ich lebe seit gut 6 Jahren vegetarisch. An tierischen Produkten nehme ich nur Eier und Ziegenjoghurt zu mir. Die vegetarische Vielfallt ist so groß, dass ich nichts vermisse und lecker essen ist sowieso ein muss.

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@5Leonarda

Das glaube ich Dir gerne, aber versuche doch mal die Gewichte rein veganer Ernährung mit überwiegend tierischer Ernährung zu vergleichen. Musst Du gewichtsmäßig nicht mehr verspeisen am Tag?

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@CatsEyes

100g Rindfleisch haben 250 Kalorien, 100g Haferflocken haben 350.

Brot, Nudeln, Reis haben ebenfalls viele Kalorien.

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@CatsEyes

Gewichtsmäßig? Schwer abzuschätzen. Ich habe hier so ein Hülsenfrüchtemix mit Reis und Dinkel. Ein Paket sind 500g. Wenn ich das koche, habe ich genug für 3 Mahlzeiten, da kommt dann natürlich noch Gemüse dazu.

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@melman86c

Nach meiner App haben 100g Rindfleisch 300 kcal und Haferflocken knapp 200 ... ;-)

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@CatsEyes

Ich will weder für oder gegen Veganer noch für oder gegen Fleichesser sein, wollte eigentlich nur sagen, dass das gegeneinander ausspielen das Grundprinzip (Lebenmussen von Leben) nicht ändern kann. Wer sagt, Pflanzen sind total gefühlslos usw., könnte irren nach neueren Erkenntnissen.

Erst wenn es Zellkulturen gibt, die pure Fleischzellen ergeben, könnte man (vielleicht) sagen, das ist wirklich nichts Lebendes im Sinne von Fühlendes und Reagierendes - denke ich mal so bei mir.

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Kommt darauf an warum man vegan/vegetarisch lebt. Wer das aus moralischen Gründen tut wird das vermutlich damit gutreden, dass Pflanzen ja keine Gefühle hätten, oder keinen intellekt, oder irgendwas anderes.

Wer aber aus Umweltgründen o.Ä so lebt, auf den passt die Frage nicht mehr. Denn es ist nicht sein Anliegen "Mord" zu verhindern, sondern nur möglichst sinnvoll zu leben, im Sinne seiner Ideale, zu leben.

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