Wieso kriegen Gläubige bei einer Frage über Gott an Gläubige von Atheisten einen auf den Deckel (Dass es Ihn nicht gibt etc.) Was ist deren Problem?

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8 Antworten

Das Problem ist immer wieder Logik und ganz im Speziellen der Begriff der "Implikation".

Implikation bedeutet: aus A folgt B. Gleichzeitig kann man aber nicht folgern, dass aus B dann auch A folgt. Das wäre dann was anderes, nämlich Äquivalenz.

Das "Problem" mit der Implikation ist, dass aus Falschem Beliebiges gefolgert werden kann.

Wenn jetzt nun ein Gläubiger eine Frage stellt, die auf einer falschen Annahme beruht, können wir als logisch denkende Menschen versuchen im Sinne dieser Plattform möglichst korrekte Antworten zu formulieren und den Fragesteller auf die falsche Grundannahme hinweisen, damit die Antworten nicht beliebig sind.

Wenn die Annahme vertreten wird, dass Gott existiert, dann existiert ein fundamentales Problem in dieser Annahme: Sie ist in keinster Weise belegt. Das heisst weder, dass sie ist falsch noch richtig ist, sondern man kann darüber nur eine Glaubensaussage in die eine oder andere Richtung machen.

Als Atheisten lehnen wir die unbelegte Glaubensaussage über die Existenz von Gott ab. Das liegt aber daran, dass schon aus Falschem Beliebiges folgen kann. Was kann dann schon aus dem folgen wovon wir gar nicht wissen, ob es wahr oder falsch ist?

Wenn du beliebige Antworten möchtest ist gutefrage.net keine gute Plattform. Aus Fragen, deren Annahme auf unbelegten Glaubensaussagen beruhen können nur beliebige Antworten folgen.

Und wenn du dich darüber aufregst, dass hier Atheisten auf Fragen Gläubiger Antworten, dann kann ich dass in keinster Weise verstehen, weil Du implizit mit unbelegten Glaubensaussagen beliebige Antworten akzeptieren musst, um nicht unlogisch zu werden.

Wenn du beliebige Antworten möchtest ist gutefrage.net keine gute Plattform. Dann solltest du dich mit Gleichgesinnten in irgendeinem religiösen Forum deiner Wahl austauschen.

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Es kommt immer darauf an wonach gefragt wird. Wird die Frage tatsächlich ausschließlich im Rahmen der Religion gefragt, ist das eine Sache, wird jedoch nach den tatsächlichen Sachverhalten gefragt, eine ganz andere.

Du kannst beispielsweise fragen was Gandalf im Buch "Der Herr der Ringe" so gemacht hat, ist okay. Wenn du jedoch fragst was Gandalf jetzt tut, ist die richtige Antwort dass es ihn nicht wirklich gibt.

Wenn du die Wahrheit, nämlich dass es (d)einen Gott nicht gibt, als "eine auf den Deckel bekommen", bezeichnest, solltest du an deiner Kritikfähigkeit arbeiten!

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PWolff 15.07.2017, 21:06

Auch die Nichtexistenz eines Gottes ist eine Glaubensaussage.

Du darfst gerne sagen, dass du daran glaubst, aber bitte stelle dies nicht ebenso als selbstverständliche Wahrheit dar, wie diejenigen, denen du dieses Verhalten vorwirfst.

Übrigens deckt es sich sehr wohl mit meiner Erfahrung, dass man bei Fragen zu Inhalten einer kontrovers aufgefassten Weltanschauung (ob theistisch oder atheistisch) von vielen Leuten hier ziemlich kräftig eins auf den Deckel bekommt.

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Andrastor 15.07.2017, 21:21
@PWolff

Auch die Nichtexistenz eines Gottes ist eine Glaubensaussage.

Nein, es ist eine Tatsache.

WIe die Nichtexistenz des Fliegenden Spaghettimonsters oder des Unsichtbaren Rosaroten Einhorns.

Du darfst gerne sagen, dass du daran glaubst

Du verwechselst da etwas. Nicht an Gott zu glauben ist kein Glaube, sondern die Abwesenheit davon, so wie eine Glatze keine Frisur ist, sondern die Abwesenheit davon.

Nicht zu rauchen ist auch kein Laster.

aber bitte stelle dies nicht ebenso als selbstverständliche Wahrheit dar

Warum nicht? Es ist die selbstverständliche Wahrheit was jede Person erkennen kann, die sich objektiv und kritisch mit diesem Thema befasst.

von vielen Leuten hier ziemlich kräftig eins auf den Deckel bekommt.

Dir kann ich nur dasselbe wie dem/der FS raten: Wenn du die Wahrheit als "auf den Deckel bekommen" ansiehst, dann solltest du an deiner Kritikfähigkeit arbeiten.

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MatthiasHerz 15.07.2017, 21:23

Inwiefern ist die Nichtexistenz eines Gottes eine Glaubensfrage?

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oopexpert 16.07.2017, 14:00
@MatthiasHerz

Wir reden hier in der Philosphie ganz eindeutig zu identifizierenden Positionen.

Es gibt die Position, dass man glaubt, dass Gott existiert.

Es gibt die Position, dass man glaubt, dass Gott nicht existiert.

Beides sind Glaubensaussagen.

Jetzt kann man sagen, dass jemand, der glaubt, dass Gott nicht existiert Atheist ist. Dass stimmt auch soweit. Aber es ist nur ein Spezialfall. Atheismus fängt nämlich schon dort an, wo man einfach nur die Aussage "Gott existiert" ablehnt ohne selber auf die "Nicht-Existenz" einzugehen.

Dies zu unterscheiden ist extrem wichtig. Denn es definiert ganz klar die Beweislast. Die ist nämlich nur bei den eindeutigen Bezug auf eine Position zu bejahen, aber nicht bei den simplem Ablehnung einer oder beider Positionen.

Ja, man kann beide Positionen ablehnen. Das macht einen zu einem Agnostiker.

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Andrastor 16.07.2017, 15:10
@oopexpert

Es gibt die Position, dass man glaubt, dass Gott nicht existiert.

Diese Position könnte es nur geben wenn es Gott tatsächlich gäbe. Da es ihn nicht gibt, ist der Nichtglaube daran keine Glaubensfrage, sondern die Abwesenheit derselben.

Du verwechselst hier "Nicht an etwas glauben" mit "Glauben dass es das nicht gibt".

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Abahatchi 16.07.2017, 19:29
@oopexpert

Wir reden hier in der Philosphie ganz eindeutig

Philosophie ist nichts weiter als Geschwafel, Philosophie klingt nur besser.

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Abahatchi 16.07.2017, 19:35
@oopexpert

Atheismus fängt nämlich schon dort an, wo man einfach nur die Aussage "Gott existiert" ablehnt

Nein, das fängt schon bei Ethnien an, die so etwas wie das Konzept Gott nicht kennen und darum über das nicht bekannte Konzept "Götter" auch keine Aussage treffen können. 

Es fängt auch schon mit der Geburt eines jeden Menschen an, weil den Säuglingen noch keiner das Konzept Geistwesen wie Götter unter die Nase reibt und somit Säuglinge keine Aussage treffen oder Stellung zum Konzept Götter beziehen können. 

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densch92 08.10.2017, 00:08
@Abahatchi

Problem ist:
Es gibt zwar keine endgültigen beweise aber viele logsichen, naturwissenschaftliche oder sonstwie geartete indizien die stark darauf hindeuten dass Gott nicht existiert!

Ist wie bei Gericht:
Wenn du am tatort zur Tatzeit mit Blutüberströmter Waffe in der Hand vor der Leiche stehend angetroffen wirst, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß dass du was damit zu tun hast.

Und so ist es auch hier.

Es gibt viele bewiesene Dinge, die , unter der Annahme dass Gott existiert, zu widersprüchen führen würden.

Ausserdem eine andere fundamentale Sache:
Falls ihr Recht hättet, müsstet ihr nur mal diesen Gott vorzeigen, er macht ein paar echte, gott-typische Dinge und seine Existenz wär bewiesen.
Könnt ihr aber nicht.

Die nicht-existenz von gott zu beweisen ist aber aufgrund der Sache an sich eine Unmöglichkeit.

Rein aus der Logik heraus.

Du kannst bspw. beweisen dass es schwarze Schäne gibt indem due ein eben solches Exemplar besorgst.
Wie willst du aber beweisen dass es keinen gibt?
Nach aktuellem Wissen ist das universum unendlich, es lässt sich schlicht nicht beweisen, obwohl es vielleicht richtig ist.

halt genauso wie sich zwar eine Aussage beweisen lässt aber allgemein betrachtet die Nichtrichtigkeit einer Aussgae nicht immer beweisen lässt.

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Mein Problem mit Gott z.B. ist, dass es keine eindeutigen Beweise, außer die jeweiligen Bücher und Überlieferungen, gibt, aber es auch keine Beweise gegen ihn gibt. Solange ich Gott nicht selber gesehen habe oder es fundierte, klare Beweise für seine Existenz gibt, glaube ich nicht an ihn. Aber solange es keine Beweise gibt, dass es ihn nicht geben kann, kann ich nicht wissen ob es ihn doch gibt. Nehmen wir doch mal die Bibel, woher weiß ich, dass sich die Leute die die einzelnen Abschnitte geschrieben haben, das nicht einfach ausgedacht haben? Andererseits, warum gibt es in der gesamten Welt, auf jedem Kontinent, Götter? Warum gab es tausende Propheten? Das kann eigentlich kein Zufall sein. Irgendetwas muss es geben. Das ist so ein bisschen wie Schrödingers Katze, solange wir nicht wissen, dass Gott existiert oder nicht existiert, kann er gleichzeitig existieren und nicht existieren

Btw, wen es interessiert, diese "Glaubensart" nennt sich Agnostizismus. (Also so würde ich das oben geschriebene benennen.)

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bei einer Frage über Gott an Gläubige

Wenn man hier eine Frage stellt, frägt man alle, nicht nur eine gewisse Zielgruppe.

von Atheisten einen auf den Deckel

Nix Deckel. Das meint man nur, weil die das etwas religiös sehen - und damit emotional angefressen sind, sagt man was gegen.

Eigentlich ist das rein faktische Kritik, welche man verstehen und keinesfall persönlich sehen würde, wenn man die eigenen Emotionen im Zaum zu halten geneigt und/oder in der Lage wäre.

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Der fehlende Glaube natürlich! (:-)
Irgendwie verunsichert sie das schon (natürlich uneingestandenermaßen).
Da muss man dann halt die anderen zu missioieren versuchen.
Tragisches Schicksal: Missionieren ohne Gottesglauben ...

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Tamtamy 21.07.2017, 08:43

Einige Zeit später:
Schade. Über ein 'Danke' hätte ich mich gefreut. Eigentlich doch üblich, wenn sich jemand die Zeit genommen hat, auf eine gestellte Frage vernünftig zu antworten, oder?

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Isendrak 04.09.2017, 09:57
@Tamtamy

Eigentlich doch üblich, wenn sich jemand die Zeit genommen hat, auf eine gestellte Frage vernünftig zu antworten, oder?

Ja, eigentlich üblich, wenn sich jemand denn die Zeit genommen hätte auf die gestellte Frage vernünftig zu antworten...

Das war jedoch im vorliegenden Fall leider nicht gegeben.

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Tamtamy 04.09.2017, 10:08
@Isendrak

Lustig! (:-)
Fühlst du dich irgendwie getroffen durch meine Antwort?

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Genau wird mal Zeit, dass die Gläuben mal den Atheisten sagen was sie alles noch nicht beweisen können und wie lange das eigentlich immer dauert nur ein winziges etwas zu beweisen. Die sollen mal hinne machen, wenn sie schon für ihren Atheismus so eifern. ^^

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Das hat verschiedene Gründe:

  1. Atheisten können so eine Frage - die ja gar nicht an sie gerichtet ist - gar nicht verstehen. Nun behaupten aber Atheisten das verstehen zu können und geben natürlich eine Antwort, die absolut daneben ist. Da die meisten Atheisten aber unmöglich zugeben können, dass sie etwas nicht verstehen, reagieren sie so. Sie sind einfach Philosophen: Sie wissen nichts, aber haben eine große Klappe - nicht nur beim Müllschlucker.
  2. Atheisten halten sich für die einzig richtige Weltanschauung und sind damit nichts anderes als Katholiken, der Islamische Staat und andere. Wie du vielleicht bemerkt hast, haben diese Religionen ein Problem mit Andersdenkenden.

Mir ist natürlich klar, dass auf mein Posting dieses möchtegernkluge Klientel entsprechend reagiern wird.

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Abahatchi 16.07.2017, 19:57

Atheisten halten sich für die einzig richtige Weltanschauung

Ich kenne Atheisten, die meinen, die Welt sei ein Multiversum, bei dem immer mal wieder ein Versum aufploppt und wo anders in sich zusammen fällt. Dann kenne ich Atheisten, die meinen, das Universum wäre zwar früher mal dicht gewesen aber nicht aus einem Urknall entstanden und ward ewiglich. Ich kenne Atheisten, die blühende Marxisten und ich kenne Atheisten, die sind blühende Verfechter der ungehemmten Marktwirtschaft. 

Was verstehst Du unter Weltanschauung? 

So wie ich das sehe, trifft gerade eine Deiner Behauptungen gerade auch Dich zu: Sie wissen nichts, aber haben eine große Klappe - nicht nur beim Müllschlucker.

Mir ist natürlich klar, dass auf mein Posting dieses möchtegernkluge Klientel entsprechend reagiern wird.

Oh, eine Prophezeiung und sie trifft nicht zu.

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josef050153 17.07.2017, 06:50
@Abahatchi

Mir ist natürlich klar, dass auf mein Posting dieses möchtegernkluge Klientel entsprechend reagiern wird.

Du hast gerade bewiesen, dass meine Aussage zutrifft.

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Abahatchi 17.07.2017, 12:40
@josef050153

Du hast gerade bewiesen, dass meine Aussage zutrifft.

damit dies bewiesen wäre, müsztest Du beweisen, dasz ich als Antworter ein "möchtegernkluger Klientel" sei.

Ich hingegen weisz aber, dasz ich nicht ein möchtegernkluger Klientel bin. Ich wollte nie klug sein, ich bin es einfach wider Willen. Damit ist bewiesen, ich kann kein "möchtegern" sein, weil ich es nicht möchte, klug sein. 

Grusz Abahatchi

PS Mit Logik tuen sich alle Gläubigen schwer. 

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josef050153 17.07.2017, 19:53
@Abahatchi

Ein intelligenter Mensch hätte auf mein Posting nicht geantwortet -qed.

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Abahatchi 17.07.2017, 21:37
@josef050153

Ein intelligenter Mensch hätte auf mein Posting nicht geantwortet

ein intelligent Mensch sicher nicht aber ein besonders intelligenter schon, denn er würde sich von Deinen Albernheiten nicht beeindrucken lassen. 

Übriges, wie intelligent war es von Dir, auf meinen Kommentar zu reagieren? Dazu fällt mir ein passendes Zitat ein:

Mit Logik tuen sich alle Gläubigen schwer.

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josef050153 18.07.2017, 06:21
@Abahatchi

Wenn du dich schon für intelligent hältst: Wie hoch ist denn dein IQ?

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Abahatchi 18.07.2017, 09:32
@josef050153

Leider konnte man den bisher nicht genau ermitteln, weil die Zählvorrichtungen nur max. dreistellige Zahlen anzeigen können. 

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Abahatchi 22.07.2017, 08:48
@josef050153

Womit wir bei Deinem IQ wären, weil im Kontext das Wörtchen "max." von Dir nicht begriffen wurde. 

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Ich hab noch nie eins auf den Deckel bekommen.

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