Wieso kosten vegan Ersatzprodukte teuerer als echte Lebewesen?

17 Antworten

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Vegane Ersatzprodukte kosten so viel, weil es Leute gibt, die bereit sind, so viel dafür auszugeben. Echtes Fleisch ist so billig, weil die Produktion seit Jahrzehnten in hohem Maße industrialisiert und kostenoptimiert wurde, und durch ein komplexes Subventionssystem gefördert wird.

"Echtes Fleisch ist so billig, weil die Produktion seit Jahrzehnten in hohem Maße industrialisiert und kostenoptimiert wurde, und durch ein komplexes Subventionssystem gefördert wird.d."

Das ist mal ein Punkt, den ich unterstreiche. Aber im Gegensatz zu dir, sehe ich das nicht als Problem an.

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@oopexpert

Was du als Problem und nicht Problem ansiehst spielt zum Glück keine Rolle. An dem Tag, wenn dir ein Löwe lauern würde, hätte ich ebenso nicht als Problem gesehen. im Gegensatz zu dir😁

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Hi,

viele vegane Produkte sind in Bio Qualität und ein vergleichbares Tierprodukt, in Bio Qualität, wäre nicht günstiger. Viele Produkte kosten gleich viel oder sind sogar günstiger - zumindest, wenn man sie nicht mit Discounter Preisen vergleicht.

Das Einzige, was wirklich deutlich teurer ist, sind Milchersatzprodukte. Das liegt daran, dass Kuhmilch subventioniert wird und ein genereller Preiskampf stattfindet, da die Bereitschaft für Kuhmilch angemessen zu bezahlen, nicht hoch ist.

Natürlich gibt es aber auch eine Regulierung durch Nachfrage, Trends usw. Dadurch gibt es auch immer mal Produkte, die unverschämt teuer sind.

Eigetlich ist es fast noch schlimmer: Vegan ist derart Hipp, das die Hersteller, da ja keine langjährigen Erfahrungen mit den Preisen und keine Ahnung von den Triks der Lebensmittelindusteie haben. Also ist der Preis so hoch, wie die Kunden bereit sind, dafür zu zahlen.

Eigentlich sind die Rohstoffe der meisten veganen Lebensmittel extrem billig, oft waren es sogar Abfallprodukte der Lebensmittelindustrie, die dann billigst als Futtermittel in Kraftfuttermuischungen verhökert,

2 Beispiele: Da hat jemand einen veganen Käse erfunden, aber zu früh, als Vegan noch nicht so ein Trendprodukt war, also ging das als nur halb so teurer "Analogkäse" auf die Pizza - und wurde zum Betrugsskandal. Nachdem der dann vom arkt verschwunden, und der Ärger sich gelegt hatte, wurdde veganes Essen zum Trend - und der Analogkäse wurde wiederbelebt, nur eben jetzt doppelt so teuer als richtiger Käse.

Zweites Beispiel: Veganes Fleisch, das braucht Struktur, um ein fleischähnliches Mundgefühl zu schaffen, es soll sich ja auch wie Fleisch beißen lassen. Hier kommen die Pressrückstände von Möhren oder Gemüsesaft zum Einsatz, etwas, das man noch vor kurzem für wenig Geld den Landwirten zum Aufpeppen von Kraftfutter verkauft hat. Die Großkonzerne finanzieren also nicht die veganen Produkte mit den Fleischprodukten, sondern die Fleischprodukte, deren Handelsspannen derart geschrumpft sind, dass sich die Wurstherstellung kaum noch lohnt, werden durch die angesagten Veganprodukte Querfinanziert.

Ein Grund für die höheren Preis ist der Mehrwertsteuersatz von 19 statt 7 %.

Wenn Kuhmilch einen (fiktiven) Nettopreis von 1 € hat, macht das 1,07 €, während Sojamilch (oder irgendeine andere Pflanzenmilch) bei gleichem Nettopreis 1,19 € kosten würde.

Kurioserweise sind die Lebensmittel (von den Grundnahrungsmittel mal abgesehen) scheinbar umso teurer, je weniger drin ist.
Gummibärchen mit Gelatine oder anderen tierischen Zutaten sind günstiger als solche, die mit Pektin hergestellt wurden.
Soßenpulver mit Milchpulver auch meist billiger, da das Milchpulver ein recht günstiger Füllstoff ist. Für die Soße selbst absolut überflüssig.

Natürlich gibt es Ausnahmen.

Und da ist noch die Tatsache, dass mit vielen - sehr günstigen - tierischen Produkten immer noch sehr gut verdient wird.

Veganes Essen sehen viele als etwas Abgehobenes an, dabei geht das auch in einfach.
Aber einfaches veganes Essen...damit lässt sich nicht so gut Geschäft machen.

Hallo,

wenn Du die ganzen Anwalts-, Gerichts- und Rückrufkosten von falsch deklarierten veganen Produkten (wurden als Fleisch oder Fisch deklariert) mit einberechnest, dazu die hohe Quote an nicht gekauften und abgelaufenen Produkten, dann könnte das schon hinkommen, da der Hersteller das ja alles in den Preis mit einkalkulieren muss.

Nicht zu vergessen der relativ hohe Marketingaufwand, um den Verbrauchern zu erklären, was das sein soll und warum sie so etwas mit Aromen, viel Wasser und Stabilisatoren überhaupt kaufen und essen sollten. :-)

All das kostet und treibt den Preis in die Höhe.

Und dann braucht man dafür ein eigenes Chemielabor :-).

Hier als Anschauungsobjekt die Zusammensetzung eines neuen veganen "Burgers":

Wasser, Erbsenproteinisolat (18%), Rapsöl, raffiniertes Kokosnussöl, Aroma, Raucharoma, Stabilisatoren: Cellulose, Methylcellulose, Gummi Arabicum, Kartoffelstärke, Maltodextrin, Hefeextrakt, Salz, Sonnenblumenöl, Trockenhefe, Antioxidationsmittel: Ascorbinsäure, Essigsäure, Farbstoff: Beetenrot, modifizierte Stärke, Apfelextrakt, Zitronensaftkonzentrat

Mal ehrlich, WER will denn sowas essen???? :-)

LG Jürgen

Weißt du was in einem echten Burger alles drin ist? Das ist verdammt ähnlich. Fast Food ist, Vegan oder nicht einfach ungesund.

Außerdem essen wohl die wenigsten Veganer regelmäßig Burger.

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@Hannam1807

seltsamerweise werden die aber gekauft? Ich kenne viele Veganer, aber keiner will davon etwas wissen und kauft das Zeug angeblich "nie". Hmm.... wer kauft das dann? :-)

Vielleicht geben die es nur nicht zu, gehen dann mit Bart und Perücke einkaufen, oder es sind alles nur Fleischesser, die das mal ausprobieren wollen?

Aber ich gebe Dir recht. Fastfood ist auf Dauer ungesund, wenn die Lebensführung nicht dazu passt und man auch noch zuviel davon in sich reinstopft.

Vegan ist aus meiner Sicht nur dann gesund, wenn man hochwertige und gesunde, ökologisch erzeugte Produkte zu sich nimmt und auch hier nix übertreibt. Zu viel "gesund" kann auch schon wieder ungesund sein ;-)

LG Jürgen

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