Wieso konnte der Kommunismus in der Realität nie umgesetzt werden?

7 Antworten

Kommunismus funktioniert nur in kleinen, gleichgesinnten Gruppen, ähnlich wie bei den Nonnen oder den Mönchen.

Selbst diese kleineren Gemeinschaften sind gegen Abspaltungen nicht gefeit, die dann zu einer neuerlichen Klostergründung führt.

Zum Beispiel wird aus dem „Beschuhten Karmeliterklosters“ , durch Meinungsverschiedenheiten der neue Orden der „Unbeschuhten Karmeliterinnen“.

Wieso? In Nordkorea funktioniert er doch.

Nein, Spaß beiseite. Der Kommunismus ist eben eine menschenfeindliche Staatsform, genauso wie die Diktatur und Monarchien haben auch ausgedient, obwohl sie in einigen Ländern noch präsent sind, wenn auch eher nur zur Show. Einzig die Demokratie ist die richtige.

Woher ich das weiß:Hobby – Ich schaue seit vielen Jahren gerne Dokumentationen

Die moderne Demokratie entstand tatsächlich aus dem Kommunismus. Das Grundprinzip ist dasselbe. Der Grundgedanke vom Kommunismus ist, dass das Volk das sagen hat. Genauso auch die Demokratie. Nur anders umgesetzt in Form von Volksabstimmung. Leider gibt es nur ein Land das eine reine Demokratie hat.

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Weil bei der Idee des Kommunismus nicht berücksichtigt wurde, dass jeder Mensch ein Individuum ist, das seine Art und Weise zu denken und zu handeln hat. Der Mensch strebt danach, sich selbst zu verwirklichen. Vollkommene soziale Gleichheit ist meiner Ansicht nach nicht realisierbar. Es wird immer Menschen geben, die nach Höherem streben und aus der Masse ausbrechen.

Würde die Demokratie unter einem Parlamemt auch nicht funktionieren, wenn jedes Individuum andere Ziele verfolgt?

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@harmonyofhope

Wir leben ja in einer parlamentarischen Demokratie. Urteile selbst, wie gut und vor allem wie gesellschaftlich befriedend sich dies gestaltet und welcher Eindruck an Einigkeit und gleichem Kurs hinterlassen wird.

Innerhalb jeder der drei Regierungsparteien herrscht doch auch unter den Mitgliedern der jeweiligen Parteien nicht nur Konsens. Jede Partei hat zudem ihre Flügel, die unterschiedlich ausgerichtet sind. Links, rechts, gemäßigt ... Dann gibt es hier und dort Interessenskonflikte zwischen den älteren und den jüngeren Parteimitgliedern. Um jeden Beschluss wird debattiert. Grundsätzlich verfolgen doch viele Individuuen bzw. Parteimitglieder unterschiedliche Ziele, die aber zum Erhalt des Machtgefüges in einen parteiinternen und parteiübergreifenden Konsens gepresst werden (müssen).

Jedenfalls nehme ich unsere Regierung so wahr.

Letztendlich ist es aber die "beste" Regierungsform, da das Volk zu einem gewissen Grad indirekt mitbestimmen kann.

Beim Kommunismus würde eben das Parlament ausgespart. Ich denke aber gerade, dass das Parlament eine relativ friedliche Demokratie erst möglich macht.

Es können nicht alle Menschen gleichermaßen regieren. Das funktioniert nicht. Zumindest glaube ich nicht daran.

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Weil das Prinzip in sich einen Denkfehler hat:

Eine Regierung, die aus dem Volk gesteuert und vom Volk kontrolliert wird, funktioniert nicht:

Das gesamte Volk kann nicht an der Spitze des Staates stehen:

  • Viel zu viele Personen
  • Viel zu viele verschiedene Meinungen
  • und zu viele unterschiedliche Lösungsvorschläge

Das ist Chaos pur.

Woher ich das weiß:Recherche

Deshalb könnte man den Kommunismus mit Demokratie ausgleichen und Volksabstimmung halten. Im Grundprinzip ist die Schweiz auch kommunistisch.

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@Monkee823

Nein, du vermischt das. Ich übersetz das mal für dich: Das wäre so, als ob es in Deutschland 8 Millionen Bundeskanzler gäbe.

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@Anonymer1Alfred

Exakt. In der Schweiz werden alle Entscheidungen allein vom Volk getroffen. Das ist eine Art Kommunismus. Mal abgesehen davon dass reine Demokratie ein Aspekt vom Kommunismus ist.

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@Monkee823

Nein ist es nicht: In der Schweiz gibt es nur 1 Person an der Staatsspitze und NICHT Millionen. Das unterscheidet Demokratie vom Kommunismus. Will dir das nicht in den Kopf..

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@Anonymer1Alfred

Informier dich mal über reine Demokratie. Die Schweiz hat kein Staatsoberhaupt. Demokratie ist eine Abwandlung des ursprünglichen Kommunismus. Informier dich mal bitte wie Demokratie entstanden ist.

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@Monkee823

Jetzt lenk nicht ab. Ich hab dich schon festgenagelt, wo du nicht mehr dagegen argumentieren kannst. Du kannst diese Diskussion nicht gewinnen, nur noch ablenken. Du wirst jetzt ignoriert, du Troll.

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@Anonymer1Alfred

Die Schweiz haben wirklich nur Volksabstimmungen. Die haben zwar ein Staatsoberhaupt, allerdings hat dieses keine Macht. Allerdings kann das zu Problemen führen (siehe Frauenwahlrecht in der Schweiz)

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Wahrscheinlich, weil es bisher immer mit blutigen Revolutionen versucht wurde. Damit hat man auch in der französischen Revolution eine Demokratie erreichen wollen, und man ist gescheitert. Heute würde kaum mehr jemand glauben, dass Demokratie nicht funktionieren könnte.

Und ähnlich verhält es sich auch mit dem Kommunismus: Würde er auf demokratischem Weg eingeführt, hätte er wohl eine ganz andere Ausgangslage und könnte durchaus funktionieren.

Aber durch blutige Revolutionen ist selten Stabilität im Sinne der Revolution entstanden. Und genau das bräuchte Kommunismus. Und daran ist er bisher gescheitert.

Woher ich das weiß:Hobby – Auf der linken Seite des pol. Spektrum ⁓ kommunistisch

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