Wieso kommen sich diejenigen Politiker nicht dumm und intolerant vor, die sich öffentlich gegen die Homo-Ehe aussprechen?

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10 Antworten

Bei Merkel glaube ich, ist es Berechnung, damit sie bei konservativen Menschen wählbar bleibt.

Weil auch innerhalb von D 25% der Menschen, immerhin rund 20 Millionen auch gegen die Ehe für Alle sind.

Die Gründe hierfür können von einfacher Homophobie über religiös hergeleitete Gründe bis zur Angst um Futternäpfe (Ehegattensplitting) gehen.

Das ist aber bei solchen gesellschaftlich/moralischen Entwicklungen immer so. Der Eine ist schneller als der Andere.....

Das Herbeizitieren des Grundgesetzes als Grund zur Ablehnung ist in meinen Augen dümmlich, damals war Homosexualität noch strafbewehrt (§175 STGB). Damit hatte sicher kein Gründer des GG die Ehe der Homosexuellen auf dem Schirm.

Aber die Gesellschaft entwickelt sich halt weiter und der rosa Winkel ist kein Kainsmal.........


Warum kommt sich ein Theologe nicht dumm vor, wenn er gegen die Evolutionstheorie wettert ? Warum kommt sich ein Naturwissenschaftler nicht dumm vor, wenn er gegen die Schöpfungsgeschichte wettert ?

Unsere Welt ist leider nicht schwarz und weiß, gut und böse, falsch und richtig. Das, was wir als solche Werte wahrnehmen, das sind unsere subjektiven Empfindungen. Andere Menschen haben andere Empfindungen, andere Beobachtungen, andere Werte.

Wenn ein Mensch der Überzeugung ist, dass homosexuelle Paare nicht heiraten und keine Kinder adoptieren dürfen, dann ist das sein Empfinden von Richtig und er wird das auch verteidigen. Ist er dadurch intolerant ? Aus der Sicht der Person, die dafür kämpft, dass homosexuelle Paare diese Rechte bekommen, selbstverständlich.

Warum sollten sie? Es ist ihre Meinung, und die ist zu akzeptieren. Dass jetzt die Ehe ermöglicht werden soll, ist doch ein guter Fortschritt - auch wenn sie noch nicht von Allen toleriert wird.

Nicht bei Jedem geht die Toleranz so weit, dass eine Ehe befürwortet wird.

Viel wichtiger ist doch, dass Homosexualität allgemein überhaupt akzeptiert wird - da gibt es leider immer noch zu viele Mauern in den Köpfen der Menschen.

Entweder solche Politiker sind von ihren öffentlich bekundeten Positionen überzeugt, oder sie möchten eine bestimmte Wählerklientel bedienen.

Es gibt eben in der Gesellschaft "konservative" Kreise, die die Ehe als Lebensgemeinschaft zwischen Mann und Frau definieren, die primär darauf gerichtet ist, Kinder auf dem Wege der natürlichen Zeugung und Empfängnis hervorzubringen.

Wenn man auf dieser Definition beharrt, dann kann man die Verantwortungsgemeinschaft zwischen zwei gleichgeschlechtlichen Menschen nicht als "Ehe" bezeichnen wollen. Man fühlt sich einfach wohler damit, wenn das einen anderen Namen hat.

Der Unterschied bestand zuletzt praktisch nur noch beim Adoptionsrecht. Es gibt eben konservative Kreise, die aus dem Gefühl heraus meinen, es sei grundsätzlich besser, wenn ein Kind einen Vater und eine Mutter hat, damit es die unterschiedlichen Rollenbilder kennenlernen kann. Das Kind hätte angeblich Entwicklungsdefizite, wenn es "nur" zwei Väter oder "nur" zwei Mütter hätte. Vielleicht würde das Kind auch komisch angesehen oder gemobbt werden.

Ich selbst finde solche Argumentationen nicht schlüssig.

liebe elulbia,....ich bin ganz bei dir; Merkelinchen kann wohl ihre Meinung nicht diekt wohl so ändern, daß sie gegen die Ehe für uns Homosexuelle ist; andererseits ist es wohl so -wie in vielen Bereichen der Politik - sie nimmt Rücksicht auf ihre konservativen Wähler; es gilt, diese nicht zu verprellen; Politik ist ein Schaugeschäft; Politik ist ein schmutziges Geschäft...man versucht die sauberen Entschlüße/Vorhaben hervorzuheben, um Wähler zu gewinnen; das war immer so und wird so bleiben;

...dennoch bejahe ich zum Teil die Politik von Merkel und zwar in Sachen Flüchtlinge; der dahergelaufene bayerische Kronprinz, mit seiner Obergrenze von 200.000 als Flüchtlingsaufnahme und vor allem die osteuropäischen Mitgliedsstaaten der EU, stelle ich an den Pranger; ich bin auch für die Aufnahme der Flüchtlinge aus Kriegsgebieten, sowie die, die in ihrem Land gefährdet sind (z.B. wegen ihrer Homosexualität) auch als Asylanten zu akzeptieren; ich wehre mich auch gegen Flüchtlingsaufnahme derer, die hier das Paradies sehen; also nur des Geldes wegen kommen und natürlich die Kriminellen...ganz besonders Terroristen;

liebe Grüße aus Köln

Bin ich gegen den unkontrollierten Zuzug von Ausländern in ungeahnter Höhe, bin ich sofort ein Nazi.

Bin ich gegen alle Offenheiten für Homosexuelle, bin ich sofort homophob.

Bin ich der Meinung, dass nicht alle Berufe für Frauen ohne ausreichende Ausbildung nur aufgrund einer gesetzlichen Quote offen stehen, bin ich frauenfeindlich.

Scheint ein deutsches Problem zu sein, dass es kein gesundes Mittelmaß in der Meinung geben darf.

Nicht nur ein deutsches Problem, findet man auch in anderen Ländern, wie Frankreich und den USA, von denen weiß ich es selber.

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Warum sollten sie?

Anderer Meinung sein zu dürfen ist das Wesen einer Demokratie.

Wenn man diese Meinung auch noch durch sachliche Argumente begründen kann ist doch alles gut.

Ob diese Meinung unbedingt den gesellschaftlichen Anforderungen oder Mehrheit entspricht ist eine ganz andere Frage.

Diese Frage wird am Wahltag im September Deutschland weit beantwortet werden. Die beiden genannten Politiker werden (leider) wieder auf dem Siegertreppchen stehen und Deutsche Fahnen auf den Boden werfen. Die Mehrheit hat also nichts gegen die getroffenen Aussagen einzuwenden.

Sie kommen sich nicht dumm vor, sie kommen aber absolut bescheuert rüber. Schwule sind die einzige Minderheit die diese "PO litiker" noch ungestraft diskriminieren dürfen. Da ziehen sie dann vom Leder. Irgendwo müssen sie sich ja austoben dürfen. Ich frage mich nur, warum sie für diese Beleidigungen nicht angezeigt werden, wie auch diese komische saarländische Präsidentin. Die Merkel nehme ich schon lange nicht mehr für voll.

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