Wieso kommen Briefe mit selbst gemalten Briefmarken trotzdem an?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Da hast Du aber Glück gehabt! Wenn Du an den falschen "Mitarbeiter" gerätst, bekommst Du Ärger wegen Entgelthinterziehung und Betrug! Aber wahrscheinlich hat der Empfänger das Nachentgelt entrichtet. Sonst kann ich mir das nicht vorstellen.

Von der Maschine wurde dieser Brief definitiv nicht bearbeitet. Hier werden nur "maschinenfähige" Sendungen bearbeitet. Und dazu zählt, dass ein ordnungsgemäßes Postwertzeichen auf der Sendung ist. Ohne PWZ wird die Sendung von der Maschine in die Handbearbeitung abgewiesen.

Um das mal genauer zu erklären:

  1. Einlieferung am Briefkasten
  2. Leerung des Briefkastens (Sendung fällt bei der Masse nicht auf)
  3. Sendung in der Verteilmaschine. Kein Wertzeichen drauf - Handbearbeitung.
  4. Verteilerin = Erste blinde Beschäftigte
  5. Verladen zum Transport an den Bestimmungsort
  6. Transport (LKW oder Flugzeug)
  7. Maschinelle Verteilung auf den Zustellbezirk

  8. Zusteller packt seine Post ein und stellt zu

  9. Letzte Möglichkeit diesen Brief zu entdecken - vor dem Briefkasten des Empfängers. Entweder geht der Brief nun in der Vielzahl von Sendungen für diesen Empfänger unter oder aber der Zusteller ist der zweite blinde Mitarbeiter.

Fazit. Deinen Brief haben nachdem Du ihn eingeliefert hast, nur 2 Personen in der Hand bevor er beim Empfänger ankommt. Da kann sowas schonmal vorkommen.

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Nein, wie gesagt: Der Empfänger musste nachträglich nicht bezahlen!

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@mpoehlmann

Dann hat die Post wohl zwei blinde Mitarbeiter, oder der Empfänger so viel Post, dass der Brief nicht bemerkt wurde.

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Danke für den Stern!

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Die Post wird heute überwiegend maschinell bearbeitet. Da kann so ein Brif in der Masse schon mal durchgehen.

Ich vermute mal, dass die aus Kulanz trotzdem befördert werden - die Marke könnte ja ein kleines Kind gemalt haben und man möchte nicht als Buhmann dastehen.

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