Wieso können wir uns unseren Musikgeschmack nicht aussuchen?

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12 Antworten

Für mich fühlt es sich so an, als würde man sich verlieben- es packt und berührt einen, und man kann es nicht steuern.

Erfahrungsgemäß kann man sich aber auch wieder entlieben, sobald man über einen anderen Musiker oder Band stolpert, die vielleicht einen einen komplett anderen Stil spielt... oder man mag vielleicht beides.

Wie gesagt, ich denke, es ist eine Art Liebe, und wen oder was man liebt, kann man nicht willentlich beeinflussen.

Hallo!

Mein Musikgeschmack ergab sich so zwischen 14-17 Jahren & das war die Zeit, in der ich lernte bewusst Musik zu hören und auch Spaß dran zu haben bzw. mehr als nur Berieselung damit zu verbinden.

Es hat sich dahingehend irgendwie "einfach ergeben", zumal ich die Songs der 80er und 90er einfach an jeder Ecke gehört habe und damit inzwischen auch sehr viele Erinnerungen verbinde :) Gelegentlich aber kam auch was Neues hinzu, etwa aus den Charts, wo ich mir spontan was aussuchte das mir gefiel, James Last oder Klassik und seit einigen Jahren höre ich auch sehr gern so etwas hier :)

Das ist im Grunde genommen die Frage nach dem freien Willen. Wenn man davon ausgeht, dass unsere Meinungs- und Geschmacksbildung deterministisch bestimmt ist, dann ergibt sich der Musikgeschmack halt eben durch unsere bisherigen Hörgewohnheiten, den Geschmack unseres Umfeldes und gewissen anderen Aspekten, auf die wir wenig Einfluss haben. Und tatsächlich ist es bei Musik so, dass wir das eher mögen, was uns bekannt ist: europäer hören C-Dur/A-Moll musik, Muslime orientalische Tonleiter, Lateinamerikaner wiederrum Samba und so weiter. Scheinbar besteht ein starker Zusammenhang zwischen der Musik, die uns in Kinderjahren vorgespielt wurde und unserem persönlichem Musikgeschmack.

Meine Meinung dazu: Es ist Zufall, welche Musik einem den Kick gibt. Häufig ist es genau die, mit der man zuerst konfrontiert wird. Mein 10 Jahre älterer Bruder kaufte sich damals die allerersten ROLLING STONES-Scheiben. Dadurch war ich in der glücklichen Lage schon sehr früh die Anfangsphase der entstehenden hochinteressanten modernen Musik mitzuerleben. Und die ROLLING STONES habe ich logischerweise neben vielen anderen Künstlern immer vergöttert...

Aber es kann natürlich auch anders ablaufen.

Was nun Musikgeschmack eigentlich ist, wie er sich darstellt und warum man ein Faible für das eine oder andere Genre entwickelt, ist gar nicht so einfach zu beantworten. Mal ist es eine Situation, die man damit verbindet, mal liest man möglicherweise eine interessante Plattenkritik, hört sich daraufhin die Scheibe an und entdeckt dann etwas Neues, was einen nicht mehr loslässt. Oder man kriegt einfach etwas beim bloßen Radiohören mit, was einen inspiriert. Die Wege, die dazu führen, dass man ein bestimmtes Genre und/oder einen Interpreten besonders bevorzugt, sind schier unergründlich :)

Ein Song, der das Faszinierende an der Musik auf ganz besondere Weise unterstreicht:

JOHN MILES - "Music Was My First Love"


Also ich denke unbewusst suchen wir uns ihn aus denn ich zum beispiel liebe es zu grübeln und abwechslung und ich finde halt rap oftmals zu stumpf daher hatte ich mit rock angefangen aber irgendwie wollte ich meine negativen gefühle ins lied reinschreien daher hörte ich dann metal und hasste rap wie die pest.

Dann allerdings stieß ich auf aligatoah und das wiederum ist guter rap.

Aber irgendwie bin ich auch kind der 80er/90er obwohl ich 1993 geboren wurde daher hör ich auch pink floyd , Billy Idol, David Bowie usw.

So das ich jetzt nostalgisches melancholisches und was hart auf die fresse geht aber elektronischen platinenmist nicht hören will.

Hätte es 2002+ cleveren rap gegeben würde ich vermutlich einen ähnlichen geschmack haben aber auf die fresse in nem anderen kontext.

Ich habe mir nie groß Gedanken darum gemacht, warum ich bestimmte Musikrichtungen mag und andere absolut nicht ausstehen kann.

Könnte unter anderem damit zusammenhängen, dass uns manche Frequenzen und Tonfolgen angenehmer vorkommen als andere.

Ist das so? Ich habe meinen Musikgeschmack durch ein ,,einschneidendes" Ereignis gefunden und hab davor keine Musik gehört.

Es gibt ja auch Leute, die bevorzugen eine ganze Bandbreite an Stilen. Da würde ich nicht dran denken, dass unser Musikgeschmack vorgegeben ist. Ich könnte aber vermuten, dass es was mit der Erziehung zu tun hat.

Musik Geschmack wird antrainiert / geprägt. Das erkennt man am besten an dem Gejaule das sich einige Inder oder Türken sehr laut in ihrem Auto anhören. Nie sieht man Deutsche welche sich so etwas anhören.

Andere Länder bedeutet meist auch andere Musik. Dies ändert sich in Zeiten der Globalisierung, wodurch vor allem die Jugend anderer Länder Westliche Musik hören. Sieht man sich aber die Generation 60+ an, hören diese zumeist einheimische Musik. Weil bei denen noch den Einfluss der Globalisierung fehlt.

Ich glaube schon, dass das irgendwie angeboren wird und im Unterbewusstsein liegt. Ich z.B. mag Jazz-Musik sehr gerne und frage mich auch öfters, ob das mit meinem Großvater zu tun hat, der Jazzmusiker war (er ist vor über 20 Jahren gestorben, ich habe ihn nie kennengelernt..)

Nein, unser Musikgeschmack ergibt sich durch ganz viele verschiedene Faktoren.

healey 06.07.2017, 12:41

Kannst Du auch einige dieser Faktoren benennen ?

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ghul666 06.07.2017, 12:45
@healey

Einfluss der Eltern, von Freunden und anderen.

Einfluss aus anderen Bereichen wie Kunst, Literatur.

Einfluss des generellen Umfelds, indem man aufwächst.

Der eigene Charakter.

etc. etc.

2

Teilweise durch die Kindheit geprägt, ansonsten relativ frei wählbar

Es beruhigt deine Nerven und entspricht dein Herzrhythmus bzw hirnströmen

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