Wieso können Süchtige nicht moralisch und emphatisch handeln?

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4 Antworten

Sucht hat etwas mit Zwanghaft zu tun.

Ein Süchtiger hat somit zwanghaftes Verlangen.

Einem solchen Verlangen kann man nicht mit Moralvorstellungen entgegentreten.

Die Empathie hingegen kann zumindest eine Basis schaffen, da man mit einem empathischem Empfinden nachvollziehen kann, was den Süchtigen antreibt und bewegt.

Die Empathie kann aber folglich auch nur eine Basis von einer Behandlung werden. Eine Beseitigung der Sucht durch empathische Fähigkeiten ist nicht gegeben.

Schau dir mal den Rat Park Experiment an. https://de.m.wikipedia.org/wiki/Rat_Park

Demnach ist die Droge nicht gleich für die Sucht verantwortlich. Sondern nur verzweifelte/ängstliche/unglückliche Lebewesen neigen bei der Einnahme zur besonderen Abhängigkeit.

Und solch verzweifelte/ängstliche/unglückliche Menschen haben für die Suche nach Glück meist sowieso keine feste Moralvorstellung, trotz dass diese keine Droge genommen haben. Nur ist der Ausmaß etwas geringer wie bei Süchtigen. Weil Nicht-Süchtige nicht genau wissen wie sie zur Glück gelangen und daher solange ungefährlich sind. Süchtige wissen es eher, und lassen daher ihre geringe Moralvorstellung besser erkennen um an die Droge zu kommen.

Weil Süchtige sich nicht unter Kontrolle haben, sondern weil die Sucht die Kontrolle über den Menschen übernommen hat. Dagegen ist er machtlos. Süchte sind übrigens Krankheiten.

Weil sie nur "sich selbst" sehen (2.Tim.3,2).

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