Wieso können Pflanzen im Winter bei einer Temperatur von unter 0 Grad keine Fotosynthese betreiben?

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Die Frage wurde hier schon von 2 Usern partiell beantwortet, daher muß ich mich da nicht wiederholen. Bleibt aber noch folgender Hinweis übrig: Wie sollen die Assimilate transportiert werden, wenn es denn gefriert? Es ist ja so, dass diese (A.) ja normalerweise nicht in den Blättern verbleiben, sondern weitertransportiert werden. Zum Weitertransport ist aber Flüssigkeit erforderlich. Gefriert diese bei Minustemperaturen, würden dann die Assimilate irgendwo auf der Strecke bleiben, also nicht am Zielort angelangen, ggf. käme es so gar zum Platzen der Blätter, da sich dort die Assimilate dann dort stauen würden.

Hauptgrund ist, dass es bei der Photosynthese zu Gasaustauch kommen muss, CO2 muss rein und O2 rausgelassen werden. Dazu müssten die Stomata, das sind Spaltöffnungen im Blatt geöffnet werden. Wichtig daran ist aber, dass bei der Photosynthese auch Wasser über diese Stomata auf der Blattobersiete verdunstet. Bei 0° passiert das aber nicht. Stattdessen würde die Pflanze erfrieren, dass Wasser fest werden und am Ende noch durch die Vergrößerung des Volumina die Pflanze verletzen.

Ob die Photosynthese aber völlig eingetellt wird, hängt von der Art ab: Laubbäume betreiben keine, bei den Blühpflanzen werden solche Organe reduziert, manche sind im Winter gar nicht Oberirdisch vorhanden, Nadelbäume betreiben sehr wohl Photosynthese im Winter und so weiter.

Die Effektivität der Fotoreaktion bleibt erhalten, doch die der Enzyme geht mit der Temperatur stark zurück. Im festen (gefrorenen) Zustand funktionieren sie gar nicht mehr. Ich halte es aber für möglich, dass Pflanzen auch unterhalb (bzw. nahe) 0°C Fotosynthese betreiben können, sofern ihre Zellen über einen Frostschutz verfügen

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