Wieso können Katzen aus so größen Höhen fallen?

6 Antworten

Da spielen mehrere Faktoren mit: Gewicht, Luftwiderstand, Skelettstruktur, Höhe und allgemeine Robustheit des Tieres, bzw. eher "Zähigkeit".

Wenn ein Objekt durch seine Form und sein Gewicht nicht genug Geschwindigkeit beim Sturz aufbauen kann um seine Robustheit, bzw. Zähigkeit zu beschädigen, übersteht es den Sturz unbeschadet.

Katzen haben z.B. auch eine sehr bewegliche Wirbelsäule. Der Körperbau ist insgesamt sehr beweglich gestaltet, sie drehen sich auch auf die Pfoten.

Das Katzen sich nicht verletzen können beim Sturz ist dennoch eine gefährliche Mär, Leute könnten fahrlässig mit ihren Haustieren umgehen oder sehr bosartige Menschen Katzen verletzen.

Es sind schon Katzen vom Kratzbaum gesprungen und haben bleibenden Schaden erlitten.

Bei einer Bekannten von mir ist eine Katze zweimal vom Balkon gesprungen. Beim 1. Mal aus dem 4. Stock, blieb unverletzt. Dennoch hat man den Balkon nicht abgesichert. Beim 2. Mal aus dem 5. Stock beim Sohn. Die Katze wußte ja das es gut geht und mußte in der Nacht noch eingeschläfert werden, infolge zahlreicher innerer Verletzungen.

Das hat mehrere Gründe.

Je kleiner ein Objekt, desto größer sein relativer Luftwiderstand. Kleine Insekten u d Spinnentiere können quasi aus jeder Höhe fallen und werden dabei nie sehr schnell. Die größten Asseln, die ein paar kg wiegen können, wären aber sicher trotzdem Matsch.

Muskel Kraft und die Stabiltät der Knochen ändert sich nicht proportional zur Größe. Ausgenutzt wird das immer bei dem KräfteVergleich von diversen Insekten, die 'überraschend' das Mehrfache ihres Körpergewichts tragen, oder heben können. Physiologisch ist das aber nicht verwunderlich und keine Besonderheit eines InsektenKörpers, sondern ein reiner GrößenEffekt!

Eine große Besonderheit der Katzen ist ihr Schwanz, mit dem sie es schaffen, sich in eine ideale Landeposition zu bringen (wenn die Flugphase lang genug ist), indem sie ihn sozusagen als Widerlager für eine Drehung benutzen (Drehimpulserhaltungssatz).

Wenn sie dann in idealer Position sind, bremsen sie den Fall sehr geschickt ab, landen erst mit einem PfotenPaar, dann dem anderen und schaffen es so, die wirkenden Kräfte klein zu halten.

Das hat was mit Wkin= m*g*h zu tun, aber eine Maus könnte nur überleben, wenn der Boden weich ist.

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