Wieso kein schießbefehl auf den Wolf?

26 Antworten

Na weil sie einfach hierher gehören und ein Recht auf Leben und Freiheit haben. Sie können nichts dafür, dass wir verlernt haben mit ihnen zu leben - es ist an uns, der Natur wieder zu ihrem Recht zu verhelfen. Überdies haben sie einen sehr guten Einfluss auf die Natur, was man u.a. eindeutig am Yellowstone Nationalpark sehen kann. Sie halten das Wild in Bewegung, deswegen bleiben mehr Büsche stehen, was wiederum mehr Vögel und andere Kleintiere anzieht usw.

Klar, ich kann verstehen, dass die Leute vielfach eine große Angst vor den Wölfen haben, aber das liegt nicht an der Gefährlichkeit der Wölfe, sondern daran, dass wir einfach verlernt haben mit ihnen zu leben. Und nicht nur mit ihnen - wir haben uns überhaupt von der Natur entfernt und betrachten sie ganz gerne durch die Brille des Geschäfte-machen-Könnens - und sind drauf und dran, uns auf diese Weise den gesamten Lebensraum Erde zu zerstören. Ganz schön doof, findest du nicht?

Kuck, ich wohne z.B. mitten im 'Wolfsland', noch vor wenigen Monaten hat ein Wolf nachts eine Ziege von der Nachbarskoppel direkt vor unserem Küchenfenster gerissen (nachts, aber das Küchenfenster war offen und doch hat keiner etwas mitbekommen). Wäre sie im Stall gewesen, wäre nichts passiert, also ist ja nicht der Wolf schuld, die haben einen Wurf Welpen gehabt und klar holen sie ihnen Futter, wo es am bequemsten ist. Klar gibts gewisse Verhaltensregeln, aber die gibts im normalen Straßenverkehr auch - und es gibt tausendfach mehr Opfer durch Automobile. Bevor also ein Wolf abgeschossen wird, sollten erstmal ein paar tausend Karren verschrottet werden. Denken wir etwa daran oder haben Angst vor ihnen? Nein, wir haben gelernt, mit diesem Risiko zu leben. Und das kriegen wir auch mit dem Wolf hin.

Natürlich gibt es da noch den Wirtschaftsfaktor, der vielen Schäfern zu denken gibt, aber auch das ist lösbar - sonst gäbe es ja in anderen Wolfsgebieten ja keine Schafe mehr. Aber die kriegen das hin und Wirtschaftlichkeit ist nicht alles (für manche schon). Wenn ich sehe, was manch ein Landwirt seinen Tieren aus wirtschaftlichen Gründen heraus antut.... - nunja, da neige ich so ein bisschen zu der Haltung: Wenn ich es mir als Landwirt nicht leisten kann, für Wohlergehen und Sicherheit meiner Tiere Sorge zu tragen, dann sollte ich den Beruf wechseln. Hört sich hart an, ich weiß, aber wie gesagt: Andernorts funktionierts ja auch, sei es mit gut gesicherten E-Zäunen oder Herdenschutzhunden - es geht.

Wer will, findet Wege - wer nicht will, findet Gründe. Auch zum Abschießen von Wölfen. Darauf steh ich aber nicht - wir müssen lernen, mit der Natur zu leben und das Leben ist nun einmal kein Versicherungsverein. Und privat sind die Wölfe sowieso kein Problem. Man braucht nur einige wenige Regeln beherzigen, um auf der sicheren Seite zu sein - da ist eine Fahrt zum Einkaufen oder das Benutzen einer Leiter im Haushalt um ein Vielfaches gefährlicher.

Klar nehme ich im Dunkeln die Hunde an die Leine und natürlich müssen sie sich tagsüber jederzeit abrufen lassen - aber Angst vor den Wölfen habe ich nicht. Ich bin eher ein bisschen motzig, weil ich immer noch keinen gehört habe, das stelle ich mir ultimativ gail vor. Einmal hab ich nächtens im hohen Maisfeld lautes Rascheln gehört, von dem ich annehme, dass sie von einem Wolf gekommen sein können (das war auch eine Nacht vor dem Ziegenriss, vielleicht haben sie ja das Abendessen für den nächsten Tag ausgespäht), das war Adrenalin pur! Aber nicht aus Angst vor einem möglichen Angriff, sondern einfach, weil ich mich ungeheuer eins mit der Natur gefühlt habe - wie noch niemals zuvor.

Ou ja - ich bin übrigens ein Weiblein, fast sechzig, arthritisch und gehbehindert und die Hunde sind klein, gerade mal ne Vorspeise für einen Wolf. Außerdem sind definitiv Wölfe in unmittelbarer Nähe und wir wohnen recht außerhalb der Ortes und eigentlich hätte ich aus deiner Sicht sicherlich Grund genug, mich vor Wölfen zu fürchten. Aber das hab ich nicht - ich seh das Risiko weit größer, die Treppe vor der Haustür runter zu kullern als einen Wolf überhaupt zu Gesicht zu bekommen (leider).

Also:

Wenn ICH keine Angst habe, dann sollten andere das auch hinkriegen.

Tja - das Leben ist nun mal lebensgefährlich..

Immer wieder lustig solche Leut wie Du. Da wo Du wohnst gibt es sicher viele Wölfe. Sie lauern hinter Mülltonnen, Bushäuschen und im Einkaufszentrum. Sei bloß vorsichtig.

Angst vorm Wolf aber sich wahrscheinlich kein Stück für die Weltpolitik interessieren. Ich hätte mehr Angst vor einem neuen Krieg als vor ein paar Wölfen.

Menschen bringen sich jeden Tag gegenseitig um. Und zwar aus völlig nichtigen Gründen. Von Wölfen hört man das eher nicht so.

Du hast wahrscheinlich auch keine Angst Dich jeden Tag im Straßenverkehr zu bewegen. Obwohl das viel gefährlicher ist als einem Wolf zu begegnen.

Setz Dich mal hin - schalte das bisschen Gehirn ein was man Dir zugeteilt hat und troll unter Deinesgleichen herum.

Weil Wölfe einerseits ein Recht auf Leben haben, zudem eine geschützte Tierart (weil hier eben selten) sind, und außerdem sind sie für einen Menschen ungefährlich, wenn man nicht aktiv die Konfrontation sucht.

Ich hatte schonmal eine Nahbegegnung mit einem Wolf (es war definitiv kein verwilderter Schäferhund!). Wir haben uns wegen der Topologie dort sehr spät gesehen, das waren weniger als 10 Meter. Wir sind beide einmal kurz zusammengezuckt und haben das - glaube ich - auch gegenseitig wahrgenommen. Und dann jeder seines Weges unter Vermeidung von sichtbaren Blickkontakten weiter. (Wobei das Tier übrigens interessanterweise nicht(!) die schnelle Flucht angetreten hat.) Sehr interessante Erfahrung.

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Ein Wolf wittert den Menschen 800m duch den dichten Wald bei geeigneter Witterung. der steht gerantiert nicht plötzlich und erschrocken 10m vor einem Menschen.

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@Nogli

Ich will's mal so sagen: es war ein wechselhafter Spätsommer-/Frühherbsttag mit zumindest deutlicheren Windböen drin. Und die Gegend da ist ein wenig "zerklüftet" und auch der Weg teils nur schwer einsehbar.

Da kamen möglicherweise sehr viele Bedingungen auf einmal zusammen. Ich hätte mit sowas auch nie im Leben gerechnet. Vor allem weil das noch in der recht frühen Zeit war, wo man allenfalls von "vereinzelten Exemplaren" mal etwas gelesen hat.

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Nichts gegen vernünftige echte Jäger verletzte Tiere einen Headshot geben^^, aber viele meinen ja das der wolf den Bestand der Artenvielfalt und Vogelschutz und so ein Schwachsinn durcheinander bringt(es gibt Studien die beweisen daß dieser bestandskram nicht nötig wäre).

Jetzt mal ehrlich wen interessiert der Bestand von irgendwelche Tiere in der Natur? ?Ist doch Stress pur wenn die da die revier Tiere zählen oder wie viel der Wolf Rehe geholt hat selbst als Naturschutzwächter wäre mir der Bestand so egal weil die Natur selbst klärt. Die ist der Boss und der Mensch muss lernen nicht immer in die Natur Einzugreifen.

In anderen Ländern sieht man ein Wolf und lässt ihn laufen, in Deutschland gibt es Diskussion und Spektakel mit abballern und angst, Tollwut aggressiv er wildert und reißt rehe usw. Das ist Natur, die Wölfe auszurotten hängt wieder mit Egoismus zusammen oder liege ich falsch?, Es gibt wesentlich mehr getötete Menschen durch Jagdunfälle als von Wölfe angegriffen. Der Bär kann auch wieder einwandern. Diese Angst zeigt nur wie schwach ein Mensch sein kann... Manche haben ja schon vor einen harmlosen Fuchs Angst, wir Russen haben keine Angst vor einen scheuen wolf, braucht man auch nicht

Warum drehen die alle so durch und übertreiben? Das ist doch Natur, niemand will eine vom Menschen gesteuerte Natur. Warum diese Angst? Was soll das ganze? Es ist ärgerlich... Möge der shitstorm auf mich fliegen

Entschuldige die Schreibfehler ich bin nicht deutsch 😂😂😑

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In den letzten knapp 20 Jahren breiten sich die Wölfe immer mehr aus in Deutschland, nachdem sie vor 150 vom Menschen in Deutschland ausgerottet wurden. Mittlerweile gibt es wieder um die 370 Wölfe bei uns, Welpen mit eingerechnet.

Sie leben v.a. auf oder in der Nähe von Truppenübungsplätzen, in großen Waldgebieten bzw. in Gegenden, die eher dünner besiedelt sind. Sie ernähren sich hauptsächlich von Rehen, aber auch Wildschweinen und Rotwild, manchmal reissen sie auch Nutztiere, wenn sich die Gelegenheit ergibt. So gab es 2016 allein über 1.000 Nutztiere, die von Wölfen getötet wurden. Ist dies trotz Schutzmaßnahmen geschehen, ersetzt der Staat den Schaden.

Und auch wenn es seit 40 Jahren keinen tödlichen Wolfsangriff auf Menschen europaweit gegeben hat, werden die Rufe lauter, sie zumindest zum Teil zum Abschuss freizugeben, sie sogar wieder zu vertreiben. Aktuell ist der gesetzliche Schutz der Wölfe in Deutschland sehr hoch, dennoch wurden in den letzten Jahren 29 Wölfe nachweislich illegal erlegt!

Wir persönlich leben in einer Gegend, wo der Wolf wieder heimisch geworden ist und es immer wieder Mal Sichtungen von Wölfen gibt, vereinzelt auch am Rande von Siedlungsgebieten. Wolfsangriffe auf Nutztiere kamen ebenfalls vor. Die Berichterstattung der Lokalpresse ist dabei sehr negativ und m.E. unsachlich, die Lokalpolitiker fordern, daß die Wölfe viel eher zum Abschuss freigegeben werden müssen und/oder vertrieben werden sollten. Ich persönlich finde, der Staat sollte z.b. den Einsatz von Herdenschutzhunden unterstützen und gezielter aufklären.

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