Wieso kann man mit eisbohrkernen die Temperatur zurückverfolgen?

...komplette Frage anzeigen

2 Antworten

Zur Temperaturbestimmung wird als Klimaproxy (englisch proxy „Stellvertreter“, ein indirekter Anzeiger des Klimas) das Sauerstoff-Isotop 18O verwendet. Besser als wiki erklären kann ich's auch nicht, darum hier eine Zusammenfassung aus:

http://de.wikipedia.org/wiki/Sauerstoff#Indirekte_Temperaturmessung_.C3.BCberdas.CE.B418O-Signal

Wassermoleküle mit dem um 12 % leichteren 16O verdunsten schneller. Deshalb müssen Eisschichten mit einem höheren relativen Anteil an 18O aus wärmeren Zeiten stammen, da nur bei der starken Verdunstung wärmerer Perioden vermehrt 18O mit zur Wolkenbildung beitragen. ... Durch eine Isotopenuntersuchung von Eisbohrkernen ... und die Bestimmung des 18O-/16O-Verhältnisses mit Hilfe eines Massenspektrometers lassen sich Informationen über die Durchschnittstemperatur und damit die Klimaerwärmung und -abkühlung in früheren Zeiten gewinnen. Daneben kann durch Bestimmung der Zahl der Oszillationen zwischen warm (Sommer) und kalt (Winter) das Alter des Bohrkerns exakt bestimmt werden.

Die am weitesten zurückgehende Bohrung ist EPICA in der Antarktis, die insgesamt etwa 900.000 Jahre zurückreicht. ww.de.wikipedia.org/wiki/Eisbohrkern

Die Methode funktioniert auch mit Fossilien aus Kalziumkarbonat zum Beispiel von Foraminiferen, Belemniten (eher fragwürdig ...). Das ist natürlich ungenauer, aber dafür kann man auch deutlich ältere Fossilien verwenden.

0

Danke für den Stern! :-)

0

Durch unterschiedlich Temperaturen verändert sich die kristalline Strukur des Eises.

Blödsinn, damit kann man keine Klimarekonstruktion machen.

2

Was möchtest Du wissen?