Wieso kann die geschädigte Niere bei einer Nierenspende im Körper bleiben?

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3 Antworten

Als Laie würde ich annehmen, dass die kranke Niere sich, wenn sie entlastet wird, vielleicht wieder erholen könnte. Und falls die neue Niere nicht angenommen wird, wäre eine halbwegs funktionierende Niere besser als gar keine.

Im Gegensatz zur Herztransplantation oder der Lungentransplantation wird die Nierentransplantation in der Regel heterotop durchgeführt, das heißt das Spenderorgan wird nicht an die Stelle der eigenen Nieren transplantiert, sondern außerhalb des Peritoneums im Bereich des Beckens. Die Blutgefäße der Spenderniere werden dabei in der Regel an die Beckengefäße angenäht, während der Transplantatharnleiter direkt mit der Blase verbunden wird. Die eigenen Nieren können daher zumeist im Körper verbleiben, nur bei speziellen Indikationen müssen sie vor oder nach der Transplantation entfernt werden. In den meisten Fällen nimmt das Transplantat noch während der Operation die Funktion auf, in einigen Fällen sind allerdings postoperativ noch einige Dialysen notwendig. Operative Komplikationen sind unter anderem Infektionen, Blutungen, die Ausbildung einer Lymphozele, eine Verengung des Transplantatharnleiters sowie die Ausbildung von Narbenbrüchen nach der Operation.

Die "alte" Niere schadet normalerweise nicht und kann ja immer noch eine gewisse Funktionalität aufweisen.

Das Transplantat könnte abgestoßen werden und dann hätte man gar nichts, mit der alten Niere ist man dann wieder auf dem alten Stand und verschlechtert sich nicht.

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