Wieso kann der Staatsapparat nicht mal um Hilfe bitten, und seine Bürger in seinen Krisen einbeziehen?

11 Antworten

Der Staatsapparat fragt ständig um Deine Hilfe an: unsere Feuerwehren suchen seit vielen Jahren händeringend neue aktive Mitglieder - in einigen Gemeinden gibt es schon Pflichtfeuerwehren, weil sich niemand mehr freiwillig meldet. Also erhalten Menschen über 18 ihre Pfichteinberufung zum Dienst bei der Feuerwehr. Das Gleiche gilt für THW und Rettungsdienst.

Ohne eine gewisse Ausbildung geht es nicht. Schon allein, um die Fachbegriffe zu lernen, um Zusammenhänge und Hintergründe zu verstehen, um die Eigensicherung nicht zu vergessen.

Es gibt tausende solcher Ehrenamtlichen Job - Einkaufshilfe, (Kranken)besuchsdienste, Seniorenhilfe, Babysitter, Pflege für öffentliche Flächen, in Vereinen, in Kirchen. Hunderttausende sind schon aktiv. Komm dazu!

Also folge dem Ruf des "Staatsapparates".

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Das ist ja mal was gutes. Kommt mir alles nur etwas indirekt vor, und wirklich kontaktiert hat mich auch keiner, aktuelle Herausforderungen und Maßnahmen dazu übersichtlich bereit zu haben.

Mal was anderes. Gibt es dazu Informationsstellen. Dann müsste man ja eigentlich nur Mundpropaganda betreiben. Komisches Wort…

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Es gibt doch jede Menge solcher Projekte. Man muss sich nur darüber informieren. Das ist der Knackpunkt.

Bestes Beispiel: Die Hilfen für die Flutopfer in NRW und Rheinland-Pfalz mit tausenden von freiwilligen Helfern.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Wieso wird man nicht informiert, und muss bei solchen wichtigen Sachen selbst drauf kommen? Denn wenn man sich imKreis dreht, aber irgendwie möchte, gibt es keine Hand die einen herausführt.

Man hätte ja auch auf andere zugehen können. Jetzt nicht auf der Straße, aber zumindest doch über den Postweg, oder einer staatlichen Nachrichtenagentur.

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@MindFlower

Kindchen, wie unselbständig bist du? Es wurde den ganzen Tag lang informiert. 24/7. Dass du mit dem Kopf im Sand lebst, dafür kann doch der Staat nichts. -das kommt davon, wenn man nur RTL2 guckt. Und ja, es sind 1000ende Menschen in meiner Gegend darauf gekommen, dass man helfen muss. Aber wenn du wie ein Kleinkind auf die Hand wartest, die einen hinführt, dann bist du alleine schuld.

Also echt...

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@MindFlower

nein, diese verwöhnte Versorgungshaltung, die du zeigst, macht mich ärgerlich

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@Dahika

Ja, du kannst dich gewiss ärgern. Aber ich will dich doch gar nicht provozieren, also verstehe das bitte, das ich meiner Enttäuschung Ausdruck verleihen möchte. Denn ich sehe besseres im Menschen, und dann verlang ich natürlich, es zu zeigen. Ob besser richtig ist, sei dahingestellt, aber das verletzt mich halt.

Aber dann müsse wir beide uns nicht gegenseitig verletzen. In dem Sinne habe ich auch keine Lust, nur weil du anders bist, und anderes als Stärke siehst, es als Schwäche hinzustellen.

Ja, du bist in manchen Bereichen bestimm folgerichtiger als ich. Aber wieso bin ich dann Schuld, das du die nötige Einsicht verfügst, und ich mir selbst etwas beweisen möchte, es anders zu sehen.

Wenn das Leben so leicht wäre, das dein Weg der richtige ist, würden wir nicht an unseren Fehlern wachsen, und daraus neues entwickeln können, woran du nicht gedacht hast.

In dem Sinne ändere mich bitte nicht. Ich habe meine Gründe, enttäuscht sein zu dürfen.

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Im Bewusstein gefühlt der meisten Menschen mittlerweile ist "der Staat" was anderes, fernes, weit weg, man ist kein Teil davon.

Und man tut nichts für ihn, der Staat hat gefälligst was für einen selbst zu tun.

Die All-Inclusive-Mentalität. "Der Staat" ist erstmal an allem Schuld, was man selbst nicht hinbekommt und zudem für alles verantwortlich, was man bekommen will. Bekommt man es nicht, ist der Staat ungerecht und fies zu einem.

Und dann kommst Du mit "ich könnte doch mal mithelfen"? Bei Leuten, die der Ansicht sind, man habe erstmal ihnen bei allem zu helfen und da man das in deren Verständnis nicht oder nicht ausreichend getan hat, warum sollte man selbst was tun? Erstmal bekommen, dann sehen wir weiter.....

Daraus flgen dann einige Auswüchse.

Als Beispiel die Polizei. Nie ist sie da wann man sie braucht - aber sie steckt in alles ihre Nase rein, was sie nichts angeht.

Also wenn das eigene Fahrrad geklaut wird, dann haben sie das nicht verhindert, aber steht man scheibeisse geparkt irgendwo, dann bekommt man einen Strafzettel - verdammt haben die blöden Bullen nichts besseres zu tun? Sollen lieber mein Fahrrad suchen.

Wenn man sebst Mist baut, ist man nicht selbst schuld, dann macht das nichts und die Polizei soll nicht so kleinlich sein und woanders schauen, wenn man selbst in der Klemme sitzt allerdings, dann hat gefälligst in gleicher Sekunde eine Hundertschaft Polizei um einen herum und auf der Stelle aus dem Boden zu wachsen.

Wir müssen zusammenhalten in Zeiten wie diesen

Aus dieser Mentalität, die leider immer mehr um sich greift, folgt darauf wohl die Antwort:

Wieso? Der Staat ist doch schuld, soll der das regeln und mich in Ruhe lassen.

Wie sind soziale Wesen,

diese Leute schon lange nicht mehr.

aber bilden kein soziales Netz in Land.

Das Netz hat der Staat zu bilden.

Und Du bist auch ein klein wenig so, denn Du schreibst:

aber der Staat hält die Gemeinschaft nicht zusammen

Hallo? Der Staat macht von sich aus gar nichts, nicht einen Meter. Wir alle sind der Staat und entweder wir halten zusammen oder wir tun es nicht. "Der Staat" existiert eigentlich nicht, wenn wir ihn nicht existieren lassen und nichts tun.

Alsom wenn Du gerne Zusammenhalt willst, na dann steh auf engagiere Dich und suche Leute, die mit Dir zusammenhalten. Schiebs nicht ab auf andere. Du selbst (und jeder von uns) ist gefragt.

Und gewöhne Dich dran, die meisten werden nicht mitmachen, die haben keinen Bock, zusammen zu halten. Für die hat man mit ihnen zusammen zu halten und ihnen was zu liefern, schließlich schuldet der Staat, die Welt, das Universum und das Schicksal ihnen was.

Ehrenamtliche Helfer werden von unzähligen gemeinnützigen Organisation händeringend gesucht.

Wer sich engagieren will findet mit Sicherheit eine Möglichkeit dazu.

Zu anstrengend. Deshalb sucht man eine Ausrede, es nicht zu tun.

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@Velbert2

Hier geht ed nicht um Eigeninitiative, sondern persönlich mal drauf aufmerksam gemacht zu werden. Wie oft denn noch.

Als ob man nur für sich selbst verantwortlich ist. Denn dazu reicht auch Anarchie.

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@MindFlower

Aber man wird doch jeden Tag und immer wieder darauf aufmerksam gemacht. Was willst Du denn noch? Dass ein Staatsbeamter Dich zwangsweise mitnimmt und Dir die Arbeit zuteilt und Du diese Arbeit dann unbedingt ausführen musst?

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@Velbert2

dafür ist die Fragestellerin viel zu verwöhnt,

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Der Staat sind wir alle. Du hast alle Möglichkeiten, Dich zivilgesellschaftlich zu engagieren. Ich stimme Dir insofern zu, dass die Behörden eher mal auf Bürgerinitiativen zurück greifen sollten, um alternative Lösungsansätze zu erproben oder sie besser einzubeziehen. Es ist aber nicht Aufgabe der Behörden, jedem auch noch persönlich eine Einladung zum Tun zu schicken.

Das Beispiel mit dem Waldbrand hinkt - hier brauchst Du Fachleute und viele Ortsansässige helfen ja auch. Aber in akuten Notsituationen erschweren zu viele Laien eher die Rettungsarbeiten. Nichts spricht aber dagegen, Dich an Aufforstungsprojekten zu beteiligen.

Der Staat sind wir alle und wir haben sehr viele Freiheiten, aktiv zu werden.

Ich habe ja nicht von Löscharbeiten geredet. Ich dachte eher an gut durchorganisierten Patrouillen, wo Herde entstehen können, so das sie früher gemeldet werden. Aber ist eigentlich ja auch egal.

Man kann aber sich sicher ein Tag zeit nehmen, um andere einzuweisen. Organisation ist hier natürlich wichtig, und man sollte sich bewusst sein, das man Fehler machen könnte, die einen dazu auffordern, abzubrechen und die Dinge nochmal von Vorne zu begreifen.

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