Wieso ist Veganismus und Vegetarismus in der Gesellschaft irgendwie verpönt und wird eigentlich nur belächelt?

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8 Antworten

Ich glaube, diese Reaktion ändert sich momentan gerade. Ist doch momentan gerade total "in" das eine, oder wenigstens das andere zu sein.

Vielleicht ist das auch der Grund, warum manche Menschen diese Lebensweise immer noch belächeln - es gibt einfach viele Leute, die nicht aus Überzeugung Vegetarier oder Veganer sind, sondern weil es gerade so unglaublich angesagt ist. Über diese Leute lächle ich auch...

Wenn jemand allerdings aus voller Überzeugung diesen Lebensstil wählt, hat er oder sie meinen vollen Respekt. Nur bitte nicht missionieren! Jeder nach seiner Fasson und Toleranz kann nur beidseitig funktionieren!

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es macht kein sinn weder für Umwelt, Tiere noch für den Mensch. Es ist ein Hype mehr nicht.

das Bild was Vegetarier/veganer meist propagieren ist lediglich ein
Ausschnitt denn es ist viel kopmlexer als die Frage ob mit oder ohne
Fleisch.

WAS aber sinn macht ist Regional zu kaufen und industriell
verarbeitete Produkte meiden. Das schließt der Tierprodukteverzicht aber
nicht mit ein daher unnötig.

Umwelt:

Wer sich streng vegetarisch ernährt, beansprucht besonders wenig
hochwertiges Ackerland für die Produktion seiner Lebensmittel. Wer aber
geringe Mengen an Fleisch und Milchprodukten in seinen Speiseplan
einbaut, geht noch effizienter mit der verfügbaren landwirtschaftlichen
Fläche um. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommt eine Studie der
amerikanischen Cornell-Universität.


Für jede tierische Kalorie im Fleisch müssen bis zu 14 pflanzliche
Kalorien verfüttert werden. Trotzdem gehen Mischköstler bei moderatem
Verzehr von tierischen Lebensmitteln noch effizienter mit dem Ackerland
um als Vegetarier. Der Grund dafür liegt in der Qualität der benötigten
Fläche. Getreide, Kartoffeln und Gemüse können nur auf besonders
hochwertigen Böden angebaut werden, deren Fläche begrenzt ist.
Wiederkäuer,
wie Rinder, Kühe und Schafe, lassen sich dagegen auch auf Weiden
halten, die nicht als Ackerland nutzbar sind. So benötigen Mischköstler
zwar absolut gesehen mehr Fläche, aber ihr Bedarf an hochwertigem
Ackerland ist geringer als bei Vegetariern.

umweltjournal.de/AfA_naturkost/13315.php

VIEL wichtiger ist auf die Herkunft ALL seiner Lebensmittel zu achten als die Frage ob mit oder ohne Fleisch

jede Ernährungsweise beinhaltet den Tod von Lebewesen. Das lässt sich nicht
vermeiden. NICHT die Frage ob mit oder ohne Fleisch sollte dich
beschäftigen sondern Die wichtige Frage lautet: Was schadet weniger?
Wenn Lebensmittel nachhaltig produziert werden, ist es für die Umwelt
beinahe egal, ob man Fleisch/Milchprodukte oder Pflanzen isst. Sowohl pflanzliche als auch tierische Produkte können schaden.
Es kommt auf den Zusammenhang an, in dem sie hergestellt werden.
möglichst auf industriell verarbeitete Lebensmittel verzichten (z.b
Tofu, Fertiggerichte, Tiefkühlware mit ihrem hohen energieaufwand)
Fleisch nicht im Supermarkt kaufen sondern beim Bauer in der Nähe der
den Tieren nur Gras und Heu zu fressen gibt und sie Artgerecht hält ABER
auch kein Obst und Gemüse im Supermarkt kaufen denn das dort zu
kaufende ist mit Pestiziden verseucht was für Umwelt sehr schädlich ist
und Tiere tötet und leiden lässt. daher nur Vegetarier werden bringt nix
denn man ist schon Vegetarier wenn man nur auf Fleisch verzichtet.
ökologisch Nachhaltig ernähren und leben bringt bei weitem mehr denn das
schließt solche Dinge aus. Ohne funktionierende Umwelt überlebt kein
Tier/Mensch daher ist Umweltschutz bei weitem wichtiger.

Frau Wiener hat das mal gut erklärt:

Was mich aber stört, ist die Haltung vieler, die glauben, allein der
Verzicht auf alle tierischen Produkte sei die richtige Antwort. Vegane
Ernährung ist keine Lösung des Grundproblems! So mancher Veganer baut
sich da schlicht eine Parallelwelt auf. Er lässt zwar keine Tiere
melken, schreddern oder schlachten. Aber durch seinen Verzicht
verbessert er auch nichts an den üblen Verhältnissen in der
Nahrungsmittelproduktion. Denn: Vegan zu leben fördert weder die
Nachfrage nach Produkten aus einer anständigen Tierhaltung noch die nach natürlichen, ökologisch erzeugten Lebensmitteln aus der eigenen Region. Im Gegenteil: Auch vegane Industrieprodukte lassen Böden erodieren, versauen das Klima und vergiften das Wasser. Das System, in dem sie entstehen, ist ebenso grundlegend falsch wie das System der
Fleischproduktion. Natürlich gibt es auch unter Veganern Menschen, die
auf Fertigprodukte und industrielle Lebensmittel verzichten, die sich
biologisch und regional ernähren. Aber auf dem Trendmarkt Veganismus
boomen eben auch all die Kunstprodukte von Seitan-Truthahn bis zum
Soja-Hamburger.

http://enorm-magazin.de/vegan-ist-auch-keine-loesung

vegetarismus ist also unnötig und Veganismus, sei er moralisch,
ökologisch oder gesundheitlich motiviert, ist eine Sackgasse.

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Kommentar von Hulagurl16
03.04.2016, 22:16

Danke für deinen Beitrag :)! Das ist das erste mal, dass ich wirklich relevante Kontra-Punkte über den Veganismus gelesen haben. Die Standart Kontrapunkte wie "man brauch docu Proteine" oder "der Mensch ist ein Fleischfresser" sind widerlegbar und auch nicht sehr überzeugend. :)

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Kommentar von ASmellOfRoses
04.04.2016, 09:53

Die gute Frau Wiener hat u. a. beim "Graslutscher" bereits mehrfach gehörig "ihr Fett wegbekommen", das sie über Veganer ausgeschüttet hat...:):)

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Ich persönlich finde es lediglich belustigend, wenn gewisse Vegetarier/Veganer ihre sogenannten „Vakten“ aufzählen und diese für bare Münze nehmen.

Ein paar Beispiele wäre unter anderem:

  • 1 kg Fleisch benötigt 16 kg Getreide.
  • 90% der Sojaernte/50% der Getreideernte geht für die Fütterung der Tiere drauf.
  • Tiere verbrauchen unmengen an Wasser („Verbrauchen“ im Sinne von: Das Wasser „verschwindet“ komplett).
  • Pro Woche werden für jeden Veganer 8 Kühe verschont.

Aber zum Glück sind nicht alle so. 
Mit denen, die nicht so sind, kann gemeinsam über solchen Unsinn lachen. :)

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Kommentar von Omnivore09
04.04.2016, 20:03

Pro Woche werden für jeden Veganer 8 Kühe verschont.

ROFL!

Dann kannste Kontern: "Dabei hast du als Veganer 100 Kartoffelkäfer pro Woche vergiftet" ^^

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Kommentar von Hulagurl16
05.04.2016, 12:03

Aber auch Fleischesser essen Kartoffeln 😄 ich kenne kaum eine Person, die sich wirklich ausschließlich von Fleisch ernährt 😄

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Weil diese Ernährungsformen mit einem aggressiven missionarischen Aktionismus gegenüber Fleischessern als das Non-Plus-Ultra angepriesen werden und Fleischesser angeblich den Planeten zerstören.

Es ist einfach unangenehm, wenn man am Grill steht und sich auf sein Steak freut, von einem Veganer mit bösem Blick angesprochen zu werden "... weißt du eigentlich, dass...."

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Ich habe eine nichts gegen diese Leute, aber wenn die mich immer dran erinnern das ein Tier für mein Steak stirbt und das ich auch Veganer werden soll, dann reicht es, die sollen mich nicht immer zum Veganer zwingen. Mache meiner Freunde sagen auch man kann manche Vegetarier und Veganer mit den Zeugen Jehowas vergleichen weil die einen die Religion aufzwingen wollen wie die Veganer den veganetismus aufzwingen wollen. Es sind nicht alle so, aber doch sehr viele, und das ist glaube ich das Problem.

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Kommentar von ASmellOfRoses
04.04.2016, 10:07

Was kann ein stummer Veganer dafür, dass er für einige ein Mahnmal und einen wandelnden Vorwurf an ihr Gewissen darstellt ?

Kennst du den?

"Woran erkennt man einen Veganer ? Er wird es dir sagen !"

"Woran erkennt man einen Antiveganer ? Er wird dir sagen, woran man einen Veganer erkennt !" :):)

Verstehst du ??

Das Steak selbst erinnert dich daran, was du isst - der potentielle und zufällig anwesende Veganer dient nur als Vorwand, nicht daran denken zu müssen !

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Weil es einfacher und bequemer ist, etwas ins Lächerliche zu ziehen, das einem Angst und Unbehagen beschert, weil man es nicht versteht, weil man weiss, dass "die" doch irgendwie irgendwo recht haben könnten...:)

Weil man dann erstmal gern zum Angriff übergeht, denn das ist die beste Verteidigung !

Das Nachdenken kommt später - bei so manchen...

Heute ist selbst der Veganismus in der Mitte der Gesellschaft angekommen, das behagt natürlich u. a. nicht der Tierleidindustrie, denn die Profiteure sehen ihre Felle wegschwimmen - weil immer mehr einst treue Schäfchen aus der einst folgsamen Herde ausscheren...:)

Geh mal auf die Seiten von "Der Graslutscher" und

"Der Artgenosse" und lies das Buch von Melanie Joy:

"Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen - Karnismus. Eine Einführung."

Vielleicht verstehst du dann...

Muss noch dazu sagen, dass mich bisher im "richtigen Leben" kein Mensch belächelt hat, weil ich vegan lebe und das auf dem Land - in einer Hochburg des Fleischessens - im Gegenteil...:)

Diese andere Seite hat sich mir erst erschlossen, seit ich das WWW kennenlernte...

Hier im Internet denke ich angesichts der vorherrschenden Häme gegen Veganer mit den Worten von Emile Zola:

"Die Würde der Tiere steht für mich höher als die Sorge, mich lächerlich zu machen...!"

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Kommentar von AppleTea
04.04.2016, 12:11

Wie schön sich das immer wieder liest von dir.. :) wünsch dir nen schönen Tag

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Wieso ist Veganismus und Vegetarismus in der Gesellschaft irgendwie verpönt und wird eigentlich nur belächelt?

Weil es sich dabei um Ernährungsideologien handelt die massenhaft Landwirte verleumdet und mit Lügen und Propaganda den Kopf naiver Menschen wäscht!

Wenn man propagiert, dass Nutztiere 16kg bestes Brotgetreide futtern, dann kann ich nur lachen über dessen Unwissen und Glaube.

Wenn man propagiert, dass für 1kg Fleisch 10 Kubikmeter TRINKWasser sich in Luft auflösen, dann fall ich fast vom Stuhl!

Wenn propagiert wird, dass deutsches Fleisch mit Futtermitteln aus Entwicklungsländern gefüttert wird und deswegen die Menschen hungern, dann hört der Spaß auf!!! Ab diesen Punkt geht es von lachen in Wut über. Weil diese Lüge auf Kosten von Menschen ausgetragen wird, die Hunger leiden. Und da ist bei mir der Spaß vorbei!

Genauso unverständlich finde ich, dass der Veganismus ständig Landwirte aufs schärfste verleumdet!

Ich würde mir wünschen, dass JEDER, der propagiert, dass Fleisch = Tierleid impliziert, dass JEDER derjenigen man das komplette Essen wegnehmen sollte. Dann können die alle selbst sehen wie sie ihre Nahrung herstellen!

Was ich noch unverständlich finde ist, dass Organisationen wie BUND und PeTA mittlerweile in Schulen den Kindern schon den Kopf waschen. Das würde ich verbieten lassen und im Gegenzug ein Pflichtmodul "Landwirtschaft" einführen, wo man monatlich ein Landwirtschaftsbetrieb besucht!

Der Veganismus wird zurecht belächelt und verpönt. Ich halte es für die gefährlichste Ideologie, die derzeitig existiert!

Ich bin für Aufklärung statt Propaganda! Dafür trete ich ein! Der Veganismus ist mir ein Dorn im Auge!

Ich stehe auf der Seite der Landwirte! :

"Wir machen euch satt!"

http://www.wir-machen-euch-satt.de/

Zitat:

Der Streit um die "richtige" Landwirtschaft ist zum ideologischen Glaubenskrieg geworden.

Schlagwörter wie "Massentierhalter" und "Agrarindustrie" erzeugen unklare Feindbilder in der Bevölkerung und stigmatisieren jeden
modernen Familienbetrieb.

Am wichtigsten aber:

Radikale Randgruppen nutzen dieses Unwissen [Die Verbraucher wissen immer weniger, wie heute Lebensmittel erzeugt werden], um mit ihren Bildern ihre Ideologien medial zu vermarkten.

Ich hoffe ich konnte dir helfen

Gruß
Omni

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Kommentar von Hulagurl16
04.04.2016, 19:40

Also willst du dezent andeuten, dass Massentieraltungen und dass für Fleisch Tiere getötet werden für eine Lüge?  Oder wie sollte ich das jetzt verstehen? :D

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Kommentar von TaigaAisaka
20.04.2016, 17:08

So für manche muss man es ganz einfach erklären

Tiere möchten leben, wenn man sie umbringt leiden sie, egal wie "human" sie getötet werden

Kühe möchten bei ihrem Kälbchen sein und ihnen ihre ganze Milch geben, nimmt man ihnen die Kälbchen weg leiden sie

Hühner möchten, dass ihre Eier befruchtet werden und daraus dann Küken schlüpfen, für die Produktion der Schale verlieren sie viel Kalzium, welches sie durch das Essen ihres eigenen Eis wieder aufnehmen würden.

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So ist es schon lange nicht mehr. Wir sind schon lange weiter.
"Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“

Mahatma Gandhi

Wir sind in etwa zwischen den letzten beiden Stufen ;)

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