Wieso ist Triplett-Sauerstoff stabiler als Singulett-Sauerstoff?

2 Antworten

Hallo Ninja99!

Die Atomorbitale sind nun mal so, wie sie sind. Und der Mensch versteht sie halt so gut, wie er sie versteht.

Wenn sich zwei Atomkerne nahekommen, überlappen sich die Atomorbitale und bilden Molekülorbitale. Aus 2 Atomorbitalen werden 2 Molekülorbitale, eines nach der Rechnung Atomorbital1+Atomorbital2, das andere nach der Rechnung Atomorbital1-Atomorbital2.
Die Plus-Variante nennt man auch bindend, die Minus-Varainte anzibindend.

Die Molekülorbitale existieren immer, wenn sich zwei Kerne nahe sind, und sie sehen immer gleich aus, und haben immer die gleichen Energiestufen. Naja, ähnliche, da entscheiden auch Details, die nur der Chemiker versteht.

Und in Reihenfolge dieser Energiestufen oder Energieniveaus werden sie besetzt. Im N₂-Molekül sind die beiden niedrigsten Energieniveau-Paare vollständig besetzt, sowohl bindende als auch antibindende. Damit sind schon mal 8 Elektronen "unwirksam", 4 von jedem N-Atom.

Die restlichen füllen 3 bindende Molekülorbitale, 3 antibindende bleiben unbesetzt. Das ist also eine Dreifachbindung.

Im O₂-Molekül sind 2 Elektronen mehr, und die gehen in die antibindenen Orbitale. Und zwar, wie du das gelernt hast, für Orbitale gleicher Energie, erst mal einzeln, eines in jedes Orbital.

Sauerstoff hat also keine Doppelnindung, sondern eine Dreifachbindung plus 2 halbe Antibindungen. Die tieferen lässt man sowieso immer unberücksichtigt.

MIt der "Oktettregel" und Wörtern wie "Bestreben" kann man Schüler zufriden stellen wie Babys mit einem Schnuller. Ist natürlich übertrieben. Durch irgendeinen dummen Zufall ist Sauerstoff der einzige bekannte Stoff, wo das Problem nicht anders gelöst ist, also mit Hilfe der Schülerregeln zu verstehen ist.

Oder man geht das Problem anders an:
Wenn die bekannten Strukturformeln nicht fast immer hilfreich wäre, würde man sie nicht benutzen. Für O₂ kann man aber keine Strukturformel angeben, da passt die Darstellung nicht.

Gruß, GyntHerr

Doppelbindungen sind kürzer als Einfachbindungen.Und auch stärker.Jedoch nicht mehr frei drehbar. Dreifachbindungen hingegen sind teilweise nicht mehr sehr stabil,da viel negative Ladung auf engen Raum ist. 

Und : ja,alle Elemente streben an dem Halogen ihrere Periode zu entsprechen.Bei Sauerstoff wäre das also Neon. In der Natur wirst du Sauerstoff nur als O2 finden, bzw als O3 (Ozon),aber niemals als O. Sauerstoffradikale (also ein einzelnes O) sind hoch reaktiv und würden sich sehr schnell einen anderen Stoff zum reagieren bzw. oxidieren suchen.

Das macht nicht den Eindruck, also hättest du die Frage oder die Chemie verstanden.

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