wieso ist sterilisieren schlimm?

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"Schlimm" ist das besonders für weibliche Tiere, z.B. Katzen und Frettchen, werden "dauerrollig", wenn keine Trächtigkeit erfolgt. Das kann zu schweren gesundheitlichen Problemen führen. Daran würde eine Sterilisation nichts ändern, denn der Zyklus bleibt ja bestehen, weil die Eierstöcke noch vorhanden sind. Bei einer Kastration werden die aber entfernt und somit gibt es auch keinen Zyklus mehr.

Das ist richtig bei Katze und Frettchen und auch bei einer Stute, aber beim Hund trifft das nicht zu, denn eine Hündin, die nicht gedeckt wurde durchläuft hormonell das Gleiche wie eine gedeckte Hündin.

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@Bille2000

Wenn sie gedeckt wurde, dann durchläuft sie eine Trächtigkeit. Wenn sie nicht gedeckt wurde, dann läuft der Zyklus normal weiter bis zur nächsten Läufigkeit. Das ist absolut nicht das Gleiche, weder hormonell noch sonstwie.

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@kuechentiger

Das stimmt nicht. In einem Wolfsrudel wird in der Regel nur die Alpha-Hündin trächtig. Die restliche „Damenwelt“ nimmt instinktiv „Rücksicht“ , beugt sich dem alpha-dominanten Tier und wird nicht gedeckt. Sollte das Alpha-Tier jedoch bei der Geburt der Welpen versterben, oder durch Krankheit oder sonstige Einflüsse die Welpen nicht säugen können, müssen die weiteren weiblichen Rudeltiere als Ammen agieren.

Zu diesem Zweck hat es die Natur so eingerichtet, dass auch eine nicht tragende Hündin Milch bildet, einen intensiven Mutterinstinkt entwickelt und Sorge/Schutztrieb gegenüber Welpen entwickelt. Diese Ausprägung erlangt ziemlich exakt seinen Höhepunkt zu dem Zeitraum, wo nach einem Deckakt Welpen geboren worden wären, also nach etwa 1-2 Monate nach der Hitze. Auf diese Weise kommt es zur sog. „Pseudogravidität“, der Scheinträchtigkeit.

In der Natur ist dieser Vorgang überlebenswichtig zum Erhalt eines gesunden und zahlreichen Rudels. Zur Sicherung und Aufzucht der Welpen aus der Alpha-Verpaarung.

Ein Progesteron-Anstieg ist bei jeder Hündin nach der Läufigkeit festzustellen und zwar völlig unabhängig davon, ob die Hündin gedeckt wurde, oder nicht. Diese physiologische Eigenheit erklärt auch, warum bei einer Hündin kein Schwangerschaftstest gemacht werden kann!

Bereits während der Follikelbildung im Zyklus, bildet der Körper der Hündin das Hormon „Progesteron“. Man nennt es auch „Gelbkörperhormon“, bzw. „Schwangerschafts-Schutz-Hormon“. Circa 60 Tage nach der Hitze ist dieses Hormon sowohl bei gedeckten, als auch bei ungedeckten Hündinnen in etwa gleicher Menge vorhanden!

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@Bille2000

Dies ist bei unseren Hunden aber nicht mehe die Regel. Hier treten oft Scheinträchtigkeiten auf, das stimmt. Was aber bei einigen Hunden zu großen Problemen führen kann, Das Gesäuge entzündet sich, weil die Milch nicht abgetrunken wird, der Hund ist gestresst, sicht oft panisch die "Welpen" usw. Bei regelmäßigen Scheinträchtigkeiten erhöht sich auch das Risiko einer Gebärmutterentzündung.

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@Xineobe

Sorry aber unser TA hat in 25 Jahren keine Hündin mit solchen Probleme gehabt die du beschreibst.

Unsere Mali Hündin wird richtig scheinträchtig mit allem drum und dran. So eine wie unsere hat eben unser TA seit Jahrzehnten nicht mehr gehabt und er sagt so was kommt selten vor. Aber Entzündungen hat auch diese Hündin noch NIE gehabt!

Und die sucht weder panisch Welpen noch sonst was. Die durchläuft genau das was Bille2000 beschreibt. Und es klingt ganz normal wieder ab wenn keine Welpen trinken.

Unsere Hunde sind immer noch verdammt nah am Wolf. Wenn der Mensch glaubt er hätte Gott gespielt und es ist anders dann irrt er!

Der Pudel ist in seinem Verhalten dem Wolf sogar am ähnlichsten! Gab da mal einer der fing dann an Wölfe mit Pudeln zu kreuzen.... das finde ich dann aber schon etwas over size. Ich will auch nicht wissen wie so ein Pudel-Wolf aussieht.

Lässt du Hunde verwildern ohne Einfluss des Menschen hast du genau diese Rudelbildung und verhalten wie beim Wolf. Alle Gesten, und alle Sozialstrukturen sehen wir doch jeden Tag bei unseren eigenen Hunden sofern wir sie nicht haben Sozial verkümmern lassen.

Wölfe sind hoch soziale und gut organisierte Räuber mit einem Familiengefüge. Und das sehe ich bei unserem kleinen Rudel immer wieder. Wie da kommuniziert wird und all die Körpersprachen und Signale.

Beobachten. Der Wolf liegt vor dem Sofa und ratzt selig.

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@DennisG8

Und ich habe in 10 Jahren Praxis schon mehrere solcher Hunde erlebt.

Und du meinst häufige Scheinträchtigkeit ist gut für deinen Hund bzw. erachtete es dein Tierarzt als gut? Was ist Auslöser dafür? Warum hat deine HÜndin dies häufig, dein Tierarzt sagt aber selbst, dass es selten ist? Wäre solche hormonellen Schwnkungen nicht ein Grund zu kastreiren? Das hat nichts mit Natur sondern mit Stress zu tun. Und weil deine Hündin noch keien Entzündung hatte, spricht es gegen mein Kommentar? Vielleicht habt ihr bis jetzt eben Glück

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@Xineobe

Wieso meinen? Ist nicht mein Hund und unser Ta hat klar wegen Inkontinenz dazu abgeraten! Weil Hunde über 20 kilo ein vermehrtes Risiko zeigen!

Außerdem wenn du meine anderen Fragen verfolgst müsstest du wissen das die Mali Hündin gedeckt wurde und seitdem ist sie der liebste Hund der Welt obwohl sie zeitlich jetzt ne echte Ätzkuh sein müsste. Wir erwarten reinrassige Malinoi Welpen aus einer Leistungsverpaarung. Der Natur wurde Folge geleistet EINMALIG! Und deutlich ist zu erkennen welch Charakterliche Verbesserung und verminderter Stress allein das schon mit sich sich bringt.

Das heißt nicht Jeder soll jetzt mal Welpen machen! Um Gottes Willen!!! Wäre sie ein Mix und/oder hätten wir hier nicht eine starke Nachfrage nach Zollhunden auch aus den Nierderlanden etc. dann würden wir das nicht machen!!! Wir verdienen da auch nix dran außer Augenringe da die welpen erst mit 12 Wochen gehen und alles bekommen was sie brauchen!

Das sind auf jeden Fall die einzigen Welpen die sie bekommt. Sollte danach ihr Hormonhaushalt immer noch ätzend sein werden wir eine Kastration in Betracht ziehen. Aber kein total ausräumen, werde mit einer Klinik sprechen wegen der Möglichkeit einen Eierstock zu erhalten damit die schilddrüsen normal weiter arbeiten!

Wenn du meine Links liest so wirst du merken das Kastration eine Verstümmlung aus Bequemlichkeit ist. Es ist Widerlegt das eine Kastration das Krebsrisiko senkt!!!

Wenn man danach geht müsste ich mir auch Brüste amputieren und mich ausräumen lassen. Weil ich leide ja auch darunter das ich mich nicht Fortpflanzen kann und werde krebs bekommen.... so ein Schwachsinn^^

Das Krebsrisiko was besteht sollte man sich mal fragen wodurch Menschen Krebs bekommen? Toxische Belastung durch die Umwelt. Rauchen, Gifte etc.

Und was Füttert die Mehrheit ihren Hunden? Genau! Industrieabfall... Super!!!

Da sollte man sich mal fragen wodurch Krebs wirklich kommt? Nur weil der Hund einen Natur bedingten Sexualtrieb mit den dazu gehörigen Organen hat? Mal ehrlich... das schreit Unsinn!

Bei unserem rotti ist es so das sich nach der läufigkeit das Gesäuge kurz verhärtet, da aber keine Welpen da sind zeigt sie weder verändertes Verhalten noch bekommt sie Milch oder so. Nach ein paar Wochen wird das Gewebe wieder normal weich. Der Hund ist währenddessen wie immer.

Auffällig ist auch das dass verhalten des Malis erst schlimm wurde als sie unseren rotti als Welpe bemuttern konnte. Seitdem artet das so aus.

Ich bin gegen Kastration ohne vernünftigen Grund!!! In meinen Augen ist das keine Krebsvorsorge! Sondern Geldschneiderei! Auf kosten des Tieres und Bequemlichkeit des Menschen!!!

Die Häufigste Op am Hund ist die Kastration! Ohne Sinn und Verstand werden viel zu junge Hunde wegen Ammenmärchen verstümmelt die darunter leiden das der Hormonhaushalt und Schilddrüse verkümmern. Die Folgen sind fatal. Einen Hund vor der ersten läufigkeit zu kastrieren hat schwere Folgen für die Entwicklung da Hormone hier eine wichtige Rolle spielen!

Ohne Medizineschen Grund ist Kastration beim Hund Tierquälerei!!!

Im Falle des Malis meiner Eltern hat es erst begonnen aus zu arten als vor einem Jahr ein Welpe da war den sie bemuttern konnte. Körperlich geht es ihr gut. Da sie aber ihren trieben nie nachgehen konnte entwickelte sie Aggressionen. Wir haben auch mit Hundetrainerin über diese Ausartung gesprochen.

jeder gibt uns Recht das es mit dem Einzug eines Welpen und das sie diesen bemuttern konnte es zu einem Wendepunkt kam und eienr starken Verhaltensänderung während und nach der Läufigkeit.

**Meine Mutter hat seit 40 Jahren IMMER unkastrierte Hündinnen gehabt.... Nie probleme. Die Malihündin wäre, sollte sie weiterhin bei der nächsten Läufigkeit sich so verhalten, die erste Hündin die bei uns kastriert wird.

Alle Hündinnen sind ohne Welpen und unkastriert alt geworden und waren zufrieden! Keine Entzündungen!!!

Es gibt TA die mit Kastration ihr Geld aufbessern.... Pfui!!!

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@Bille2000

In einem Wolfsrudel wird in der Regel nur die Alpha-Hündin trächtig.

Von welchen Wolfsrudeln redest du? In einem natürlichen Wolfsrudel ist das die Mutter aller anderen. Und ihr "Mann" ist deren Vater. Die lassen sich nicht mit den eigenen Kindern ein, wenn es sich vermeiden lässt.

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@Bille2000

Es gibt sehr wohl "Schwangerschaftstests" für Hunde. Hündinnen werden nicht auf Progesteron getestet, sondern auf Relaxin. Das ist das "anzeigende" Hormon beim Hund.

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@kuechentiger

aber die anderen Hündinnen leiden nicht nur weil sie scheinträchtig werden. Da ist das normal, in einem Gewissen Maße beim Haushund auch.

Ich finde es ganz ganz schrecklich das TA sehr oft völlig irrsinnig zum Kastrieren Raten nur weil der Mensch zu bequem ist auf seine Hündin oder Rüden acht zu geben!

Mit der "medizinischen" begründung das man Krebs vorsorgt und dem Hund ja einen gefallen tut.

NEIN! Man tut keinem Hund einen gefallen damit ohne richtigem Grund und Leidens druck einfach aus zu räumen und den Hormonhaushalt zu zerstören was eine ganze Palette an Problemen mit bringt!

Der Rat eine Hündin vor der ersten Läufigkeit alles raus zu reißen ist Fatal!!! Alles gerät während der Entwicklung aus den Fugen wenn man dem Hund einfach die Hormone nimmt die für das richtige wachsen und erwachsen werden wichtig sind, die Schilddrüsen verkümmern und solche Hunde neigen zu Fettleibigkeit und ganz anderen Probleme, die Liste ist länger!

Was spricht für eine Kastration wenn nicht aus Medizinischem Grund wie dauerläufigkeiten Vereiterungen etc.?

Nur das sie nicht trächtig werden können und die Liste der Nachteile? LANG......

und man verhindert auch kein Krebs! Das ist ein Märchen das Kastration davor schützt!

ich krieg immer die Krise wenn ich dieses Märchen immer noch lese oder Sogar von Tierärzten an einer Klinik höre!!! Natürlich jetzt sagt man... ja die müssen das ja wissen! Klar! Die wissen vor allen Dingen was den Geldbeutel füllt!!!

Kastration ist die häufigste OP am Hund!!! Und die wenigsten haben einen medizinischen Hintergrund.

Die meisten haben den Hintergrund, bequemer Halter und TA mit Dollarzeichen in den Augen!

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Hab zwar noch nie gehört dass es schlimm sei, aber der Unterschied liegt ja daran, dass die Geschlechtsorgane beim Kastrieren entfernt und beim Sterilisieren lediglich durchtrennt werden. Aber auch die Kastration ist ja nicht ganz unschlimm, denn insgesamt sollte man das Tier bei Möglichkeit nicht kastrieren, vor allem bei Rüden. Bei Kätzinnen und Hündinnen sollte man halt kastrieren wegen des Gebärmutterkrebsrisikos.

Weder kastrieren noch sterilisieren ist schlimm, wenn es nötig ist und das Leben für beide Seiten erleichtert. Bei der Sterilisation wird das Tier ja nur unfruchtbar gemacht - es selbst weiß das nicht und sowohl männliche alsauch weibliche Tiere gehen ihren Trieben weiter nach und versuchen sich Fortzupflanzen. Meinst du vielleicht das? Eben daß sie sinnlose Aktionen betreiben und suchen ohne das Nachwuchs kommt? Falls die Gedanken in die Richtung gehen, dann ist das Unsinn und in keinster Weise mit Menschen zu vergleichen, die vergeblich auf ein Baby warten.

http://www.hamburger-fortbildungstage.de/2007/Zur_Kastration_der_Huendin_Teil_II.html

Der Link ist echt interessant und habe ich gerade gefunden.

Es gibt eine art der Kastration wo ein Eierstock verbleibt um den Hormonhaushalt zu stabilisieren und gleichzeitig den Leuten die unbegründete angst zu nehmen der Hund bekommt Krebs. Zu dieser Theorie mit dem Krebs hat sie auch was interessantes geschrieben.

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@DennisG8

Das hat alles zwei Seiten. Ich kannte eine Hündin, bei der wegen mehrmaliger schwerer Entzündung die Gebärmutter entfernt wurde. Die verblieben Eierstöcke haben sich nach und nach dermaßen krankhaft verändert, dass der Hund fast gestorben wäre und eine Notoperation durchgeführt werden musste.

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@kuechentiger

Das ist dann aber ein wirklich guter Medizinischer Grund!

aber generell alle und immer aus zu räumen? Sicher nicht.

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@kuechentiger

Das ist dann aber ein wirklich guter Medizinischer Grund!

aber generell alle und immer aus zu räumen? Sicher nicht.

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