Wieso ist Selbstmord eine Sünde?

22 Antworten

Hallo xxx2839,

es gibt die unterschiedlichsten Gründe dafür, warum Menschen sich das Leben nehmen. Häufig steckt dahinter eine schwere psychische Erkrankung wie z.B. Depressionen. Ich kenne Menschen, die haben zeitweise zwanghafte Selbstmordgedanken als ein Symptom ihrer Erkrankung. Andere wiederum sehen in dem Selbstmord den einzigen Ausweg, aus einer unerträglich erscheinenden Lebenslage zu entkommen.

Die Bibel sagt zwar nicht direkt etwas zum Thema "Selbstmord" (obwohl darin Beispiele von Selbstmördern beschrieben werden), doch lässt sie aufgrund wichtiger Aussagen über Gott einige Rückschlüsse zu, wie Gott dazu eingestellt ist. Gemäß dem Wort Gottes ist das Leben als heilig anzusehen, das heißt, Gott gehörend und damit für uns Menschen unantastbar. Aus diesem Grund steht niemandem die Option "Selbstmord" zu! Dennoch ist Gott allein dazu in der Lage, die Gesamtumstände und die wirklichen Beweggründe einer Person richtig zu verstehen und zu beurteilen. Da Gott also das Herz einer Person kennt, ist er sehr gut in der Lage zu verstehen, was in einem Menschen wirklich vor sich geht, der aus Verzweiflung seinem Leben ein Ende setzt.

Auch wenn ein Selbstmörder auf etwas übergreift, was nur Gott gehört, und somit eine Sünde begeht, bedeutet das jedoch nicht unbedingt, dass Gott ihn verurteilt oder gar verdammt. Daher steht es auch uns Menschen nicht zu, ein Urteil über den Selbstmörder zu fällen. In der Bibel heißt es über Gottes Bereitwilligkeit zum Vergeben: "So fern der Sonnenaufgang ist vom Sonnenuntergang, so weit hat er unsere Übertretungen von uns entfernt. Denn er selbst kennt ja unser Gebilde, ist eingedenk dessen, dass wir Staub sind" (Psalm 103:12,14). Dieser Text zeigt sehr schön, dass Gott nicht wie ein Polizist über uns wacht oder wie ein Scharfrichter darauf aus ist, Sünder zu bestrafen - ganz im Gegenteil! Wie Moses einmal sagte, ist Gott "barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte" (2. Mose 34:6).

Die Bibel zeigt also sehr deutlich, wie liebevoll, barmherzig und gütig Gott grundsätzlich eingestellt ist. Ihm liegen sogar diejenigen besonders am Herzen, die emotional am Boden sind und Hilfe benötigen. In den Psalmen steht: "Ein gebrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, o Gott, nicht verachten" (Psalm 51:17). In einer Prophezeiung macht er denen Mut, die durch das Leben benachteiligt und niedergedrückt sind: " Denn er wird den Armen befreien, der um Hilfe ruft, auch den Niedergedrückten und jeden, der keinen Helfer hat. Es wird ihm leid sein um den Geringen und den Armen, Und die Seelen der Armen wird er retten. Von Bedrückung und von Gewalttat wird er ihre Seele erlösen, Und ihr Blut wird kostbar sein in seinen Augen.  .  .(Psalm 72:12-14). Ein sehr schöner und zu Herzen gehender Text, der all jenen helfen kann, die vom Leben enttäuscht und ohne jede Hoffnung sind!

Gott verurteilt zwar den Selbstmord als solches, doch nicht unbedingt diejenigen, die ihn begehen. Wie gerade gezeigt, ist Gott nicht schnell dabei, jemanden, der krankhaft oder aus Verzweiflung handelt, zu verurteilen. Er sucht immer nach einer Möglichkeit, mit einer Person, die ein Unrecht begangen hat, barmherzig zu verfahren. Heißt es doch in seinem Wort: "Er wird den Niedergedrückten in seiner Trübsal befreien, und er wird ihr Ohr in der Bedrückung entblößen" (Hiob 36:15). Du kannst also sicher sein, dass Gott großes Mitgefühl für diejenigen empfindet, die aufgrund einer misslichen Lebenslage oder einer schweren psychischen Erkrankung so verzweifelt sind, dass sie nur noch im Selbstmord einen Ausweg sehen.

Wer an Gott glaubt und über den Suizid nachdenkt, sollte einmal über das folgende Versprechen aus Gottes Wort nachdenken: "Gott aber ist treu, und er wird nicht zulassen, daß ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern mit der Versuchung wird er auch den Ausweg schaffen, damit ihr sie ertragen könnt" (1. Korinther 10:13). Mit der "Versuchung" könnten auch Überlegungen hinsichtlich des Selbstmordes gemeint sein. Wer auf Gott wirklich vertraut, der sollte daran glauben, dass Gott in der Lage ist, jemanden aus seiner misslichen Lage zu befreien. Ich kenne viele Beispiele, bei denen es genauso gewesen ist. Personen, die zu Gott Zuflucht genommen haben, konnten feststellen, wie wahr die folgende Zusicherung Gottes ist: "Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir. Blicke nicht gespannt umher, denn ich bin dein Gott. Ich will dich stärken. Ich will dir wirklich helfen. Ja, ich will dich festhalten mit meiner Rechten der Gerechtigkeit" (Jesaja 41:10).

Wer Gott wirklich zum Helfer hat, der hat den stärksten Verbündeten im Kampf gegen Selbstmordgedanken.

LG Philipp

Dir gehört zwar dein Leben, aber nicht dein Körper, den hat Gott dir durch die Natur zur Verfügung gestellt. Er ist gewissermaßen nur geliehen.

So wie ein Leasingauto. Wenn du das mutwillig zerstörst, dann kommt keine Versicherung für den Schaden auf und der Leasinggeber wird nicht gerade erfreut sein. Du wirst jede Menge Ärger bekommen.

Und letztendlich bist du selbst es, der im Falle eines Selbstmordes den Schaden hat. Denn dir wird für die Zeit die du eigentlich noch in deinem Körper verbracht hättest ein geeigneter Körper fehlen um deine Bedürfnisse zufriedenzustellen. Du wirst ein schlechtgelaunter, griesgrämiger "Geist", denn deine Sorgen, Probleme, Schmerzen, was auch immer dich zum Selbstmord getrieben hat, all das wird immer noch da sein, ohne dass du eine Möglichkeit hast, deine Situation zu ändern.

"Sünde"ist, was nicht im Einklang mit den Wünschen Gottes ist. Gott ist kein Sadist, Er möchte nicht, dass wir leiden. Aber Er sorgt dafür, dass wir die Ergebnisse unserer Handlungen zu spüren bekommen, seien sie nun positiv oder negativ.  Denn andernfalls hätten wir überall in der materiellen Schöpfung wahrhaft "höllische" Bedingungen. 

Somit ist Leid in dieser Welt genauso gerecht wie das Leid eines Häftlings, der in einer Strafanstalt seien gerechte strafe abzusitzen hat. Kein vernünftiger Mensch würde verlangen, dass Gesetzesbrecher ungeschoren davon kommen.

Es ist nun einmal unsere Natur, unsere eigenen Wünsche und Bedürfnisse über die anderer zu stellen. und wir sind in dieser Welt um zu lernen, was dabei herauskommt. Zu erfahren, wie man sich fühlt wenn man ungerecht behandelt, bestohlen, belogen, betrogen, verletzt, missbraucht, ermordet wird. Nach dieser eigenen Erfahrung haben wir eine natürliche Abneigung gegen solchen Handlungen. So werden wir nach und nach frei von unserern egoistischen Wünschen und können dann irgendwann diese "Erziehungsanstalt" materielle Welt wieder verlassen. 

Durch Selbstmord versucht man seinem eigenen Karma zu entkommen, was gar nicht möglich ist. Denn wir sind ewige spirituelle Seele, können gar nciht sterben. Und zumindest die Summe unserer Erfahrungen bleibt immer in unserem unterbewussten Geist erhalten.

Das sollte uns bewusst sein. Dann ist es einfacher, sich den Schwierigkeiten des Lebens zu stellen, daraus zu lernen, nach Lösungen zu suchen, die niemandem der an der Situation Beteiligten schadet.

Hier ein interessanter Artikel darüber:

http://www.bhakti-yoga.ch/Gesellschaft/Selbstmord_Suicid.html

Revatik

Deine Antwort ist menschenverachtend und insgesamt dumm!


Dir gehört zwar dein Leben, aber nicht dein Körper, den hat Gott dir durch die Natur zur Verfügung gestellt.


Keiner hat Gott darum gebeten. Nimmt man den üblichen Unsinn mit dem "freien Willen" dazu, dann hat mir Gott überhaupt nicht zu sagen, was ich mit meinem Körper anstelle! 

Und wenn "er" tatsächlich so gütig wäre, wie immer behauptet wird, dann hätte "er" die Bedingungen so gestalten können (MÜSSEN!), dass niemand in die Situation gerät, seinem Leben ein Ende setzen zu müssen!


So wie ein Leasingauto.

Beim Leasing übernimmt der Eigentümer die Kosten für Versicherung, Steuern und Wartung, die ich mit den Leasingraten abdecke. 

Bei Deinem Gott "zahle" ich auch, allerdings übernimmt der nicht die Kosten!!


Er möchte nicht, dass wir leiden.


Dann kann keine Sau erklären, warum es soviel Leid auf der Welt gibt, bei dem "er" freundlich grinsend zuschaut!


Das lächerlichste, was ich je gelesen habe, ist das hier:


Somit ist Leid in dieser Welt genauso gerecht wie das Leid eines Häftlings,


"Er" hat mir also das Leben nur gegeben, um in einem Knast zu sitzen und zu "leiden"??? Für welches "Vergehen" denn, bitte schön? 

Alle "Vergehen" sind nach "göttlicher" Lesart das Resultat des Wirkens "seiner" Schöpfung! Schlussfolgerung: "er" hat kompletten Ausschuss produziert!

"Er" soll doch mal bitte vorbeikommen, damit ich "ihm" dafür herzkräftig in "seinen" Allerwertesten treten kann. 

"Er" hat sich das allerdings bisher noch nie getraut! - 

Mit weiser Voraussicht offenbar, denn ich habe Schuhgröße 47!

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@666Phoenix

666Phoenix, mit deinem Kommentar stellst du dir selbst ein "Armutszeugnis" aus.

Woher willst du wissen, worum du Gott gebeten hast? Du kannst dich ja nicht einmal daran erinnern, wie du geboren wurdest, trotzdem ist es geschehen.

Niemand MUSS seinem Leben ein Ende setzen.

Bei Leasingverträgen für Kraftfahrzeuge bezahlt man Steuern und Versicherung in der Regel selbst. Und natürlich auch die Kosten für die fälligen Inspektionen. Aber Gott stellt uns alles was wir zum Leben benötigen zur Verfügung, auch wenn wir iIhn ablehnen. 

Dass Menschen aus fast allem ein lukratives Geschäft gemacht haben  ist eine andere Sache. In Frankreich gab es sogar eine Tür-.und Fenstersteuer: http://www.capital.de/themen/absurde-steuern-die-fenster-und-tuersteuer.html

Auf Erklärungen einer "Sau" lege ich nicht viel Wert. Aber ich kann verstehen, dass z.B. ein Staat auch nicht möchte, dass seine Bürger leiden. Aber trotzdem (oder gerade darum) gibt es Polizei , Gerichte und Gefängnisse. 

Und zu deinem letzten Punkt möchte ich dich bitten, meinen "Nachtrag" zu lesen. Diese Welt hier ist unsere "Besserungsanstalt". Wir sind die "Aufmüpfigen", die selbst einmal Gott spielen wollten, die sich eingebildet haben, alles viiiel besser regeln zu können, als Gott selbst. Und nun wird sich beschwert, wenn etwas (oder fast alles) schief läuft.

Als Alternative zu mit freiem Willen ausgestatteten Lebewesen, die aber die Resultate ihrer Handlungen zu erfahren haben wären wir absolut perfekte willenlose "Roboter". Wärst du daran interessiert?

Das kann man nicht ausdiskutieren, ich wollte nur ein paar meiner Aussagen etwas vertiefen und auch etwas richtigstellen. 

Mach damit was du möchtest. Aber mit deiner Schuhgröße kannst du Gott absolut nicht beeindrucken, Er hat dir ja diesen Körper gegeben. Aber wenn du auf zu großem Fuß lebst, dann kannst du leicht ins stolpern geraten.

Und von mir bekommst du nur noch ergänzende Kommentare, wenn du etwas vorbringst was wirklich Substanz hat. Alles andere wäre doch reine Zeitverschwendung. Da habe ich besseres zu tun - du nicht?

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@RevatiKKS

@RevatiKKS: "Wir sind die Aufmüpfigen, die selbst einmal Gott spielen wollten"

Ach so, das meinst du mit Gerechtigkeit. Sippenhaft.  Bestraftwerden für etwas, was unsere Vorfahren vor hunderttausenden von Jahren angeblich verbrochen haben sollen (wenn man denn Streben nach Erkenntnis als Verbrechen bezeichnen möchte).

"...dass z. B. ein Staat auch nicht möchte, dass seine Bürger leiden. Trotzdem gibt es Gefängnisse...

Aber nur für Vergehen, die man selbst begangen hat.  Der Staat bestraft seine Bürger nicht für die Vergehen ihrer Urururururgrossväter 

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Nachtrag zu meiner Antwort:

Tut mir leid, ich hatte vergessen zu erwähnen, dass wir nur vorübergehend in dieser materiellen Welt sind. Diese ist eine Art "Besserungsanstalt", in der wir lernen miteinander auszukommen und unsere egoistischen Wünsche aufzugeben.

Diese Welt ist nicht unser wirkliches zuhause und wir können nur dorthin zurückkehren, wenn wir aus den Resultaten unserer Handlungen gelernt haben.

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@RevatiKKS

revatik, 

wenn nur 10 % Deiner Glaubensfreunde so leben würden, wie du das hier idealerweise darstellst...

Nur in diesem einen Punkt!

unsere egoistischen Wünsche aufzugeben.

Auf alles andere aus deinen Ausführungen habe ich schon an anderer Stelle geantwortet!

Immer wieder ein "Brüller" sind solche Aussagen:

 alles viiiel besser regeln zu können, als Gott selbst. Und nun wird sich beschwert, wenn etwas (oder fast alles) schief läuft.

Wenn wir angeblich einen freien Willen haben, dann sollte das deinem Gott & Co. komplett egal sein! Und es ist ihm ja auch egal, wie man immer wieder belegen kann, wenn "er" seine göttlichen Augen zukneift bei dem täglichen Unsinn, den "SEINE" nach "SEINEM ABBILD" geschaffene Schöpfung mit ihrem "freien Willen" produziert!

mit deiner Schuhgröße kannst du Gott absolut nicht beeindrucken,

Wen soll ich denn beeindrucken wollen, den es nicht gibt??

Er hat dir ja diesen Körper gegeben. Aber wenn du auf zu großem Fuß lebst, dann kannst du leicht ins stolpern geraten.

Mein Körper hat sich entwickelt (wie deiner auch!), da wurde nichts "gegeben"! Um das zu verstehen, muss man natürlich ein klein wenig in die Evolution schauen wollen!

"Auf großem Fuß leben"??

Was denkst du, wie nützlich große Füße sind, um in der Sumpflandschaft, die dein Gott erschaffen hat, nicht allzu sehr einzusinken!?

Bleib schön gesund! Und vertrau auf deinen Gott, v. a. wenn der nächste besoffene Kraftfahrer um die Ecke kommt, oder wenn dich die Virusgrippe erwischt! Denk an ihn, wenn du das Elend in den Ländern der 3. Welt siehst (ich hoffe, du kannst ab und zu deine göttlichen Scheuklappen dafür lüpfen) oder wenn der nächste Tsunami von "ihm" geschaffenes Leben vernichtet.

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@666Phoenix

Danke für deine guten Wünsche, 666 Phoenix (für den Fall dass sie ernst gemeint waren). Ich lebe in Indien, da brauchst du nur mit dem Fahrrad unterwegs sein um zurück zuhause zu verstehen: es muss einen Gott geben, andernfalls müsste man alle paar hundert Meter Blutlachen auf den Straßen finden. Und dass es andernfalls absolut unlogisch wäre, dass man das Inferno auf den Straßen wieder einmal unbeschadet überstanden hat. Ich weiß, dass da jemand auf mich aufpasst und dass alles was mir passiert einen guten Grund hat. Auch wenn du das nicht nachvollziehen kannst, weil es deinem Weltbild widerspricht.

Weitere Diskussionen sollten wir uns ersparen, das bringt niemandem etwas. Denn Diskussionen hier dienen doch in der Regel nur dazu, den eigenen Standpunkt zu wahren.

Mir geht es mehr darum, denen die daran interessiert sein könnten Informationen zu geben, die nicht überall zu finden sind.

Aber schön, dass du das was ich geschrieben habe zumindest gelesen hast - wenn du auch offensichtlich nichts davon verstanden hast (oder wohl eher nicht verstehen wolltest). Das ist dein Recht, mach ruhig weiter deine eigenen Erfahrungen. Irgendwann wirst du dich dann vielleicht daran erinnern, was du gelesen hast. 

Alles Gute!

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@RevatiKKS

revatik

Wenn Dein Gott irgendwann nicht mehr aufpassen sollte auf Dich in Indien, dann versuche es mit Vishnu. Der soll doch dort in Deiner Gegend der "Erhalter" sein!




wenn du auch offensichtlich nichts davon verstanden hast (oder wohl eher nicht verstehen wolltest)



Ich habe Dich voll verstanden. Vor allem habe ich verstanden, dass Du auch in Deiner persönlichen Religion ein großes Wirrwarr zu verzeichnen hast.

Einerseits redest Du vom Gott der Christen ("´Sünde´ ist, was nicht im Einklang mit den Wünschen Gottes ist".), andererseits redest Du von "Karma" und verweist in Deinem Link auf Yoga, die ja nun nicht so richtig in die Christenlehre passen!



Denn wir sind ewige spirituelle Seele, können gar nciht sterben.


Damit könnte ich sogar leben. Die Erinnerung an mich könnte über viele Generationen hinweg bestehen bleiben, vlt. wird sie sogar "unsterblich"! Wenn Du das als "Seele" bezeichnest - bitte schön!

Die Frage beinhaltet aber den physischen Tod durch Suizid und seine Vereinbarkeit mit dem christlichen Begriff "Sünde", den der Hinduismus ja nicht kennt, denn alles ist "Karma"!

Aber sehr ernst: mich würde interessieren, welchen "guten" Grund Du für das eine oder andere, das Dir passiert, findest.

Und nochmal sehr ernst: ich wünsche Dir ("trotzdem"!) auch alles Gute!


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@666Phoenix

Das kann man alles nicht in ein paar Sätzen tiefgehend erklären.

Nur soviel: Es gibt nur einen Höchsten Herrn, mag Er von Menschen genannte werden, wie auch immer sie wollen. Wenn man die vedischen Schriften studiert, dann stellt man fest, dass dieser Höchste Herr in allen großen Religionen verehrt wird, allerdings konzentriert man sich entsprechend der eigenen Beziehung zu Ihm meistens nur auf Teilaspekte Gottes. Er wird z.B. als Schöpfer, als Vater, als gestrenger Herr verehrt (Judentum, Christentum, Islam). Er ist all das, aber noch viel mehr.

Und soweit ich weiß erfährt man nur aus den Veden wirklich mehr über Ihn. und auch darüber, warum es all diese Religionen gibt, warum wir in dieser Welt sind, wie wir wieder herauskommen. 

Hätte ich all diese Informationen früher bekommen, dann wäre ich vielleicht ein guter Christ geblieben/geworden. 

Aber das ist ok, denn ich habe viel mehr bekommen, als ich mir jemals erträumt habe.

Aus diesem Grunde beantworte ich auch Fragen, die sich auf das Christentum beziehen, denn da wird den Gläubigen viel vorenthalten, was in "höheren" Kreisen auch heute noch bekannt sein soll. Aber dort hat man immer noch die (sich inzwischen als falsch herausstellende) Vorstellung, dass unwissende, durch Angst kontrollierte Gläubige leichter zu manipulieren sind. Das jedoch funktioniert heute immer weniger.

Ich möchte einfach dazu anregen, über den "Tellerrand" der eigenen Religion hinauszuschauen.

Zu deiner abschließenden Frage: Ich habe unzählige "gute Gründe" für alles was mir passiert dankbar zu sein. Nicht weil alles immer positiv ist, sondern weil ich früher oder später immer und immer wieder feststellen kann, dass selbst eine private "Katastrophe" zu etwas besserem führt. 

Das kann manchmal ein etwas schmerzhafter Reinigungs- und Lernprozess sein, aber ich möchte das nicht mehr missen. Denn es bringt mich spirituell voran. Ich bin nicht mehr die gleiche Person, die ich noch vor 20 Jahren zu sein schien. Es gab "innere" Veränderungen, die ich für mich niemals zu möglich gehalten hätte.

Und ich bin in zahlreichen schwierigen Situationen gewesen, aus denen ich sogar ohne das berühmte "blaue Auge" davongekommen bin. Ich habe manchmal eine Neigung Dinge zu tun, von denen jeder "vernünftige" Mensch mir dringend abraten würde. Darüber könnte ich Romane schreiben. Aber Details gehören nicht hierher, das würde den Rahmen sprengen. Und außerdem sollte man private Dinge nicht so "breittreten".

Aber es gibt ein sehr gutes Buch, in dem ein amerikanischer Swami einen Teil seines Lebens beschreibt: "The Jorney Home" von Radhanatha Swami. Das kann man auch in deutsch und sogar gebraucht finden. Lohnt sich auf jeden Fall, denn es ist eine unglaublich spannende Geschichte. Ganz so spannend war mein Leben leider (oder zum Glück) nicht.

Was übrigens Lord Vishnu betrifft - auch wenn Seine Verehrer das Gegenteil behaupten, aus den Veden geht klar hervor, dass Er nicht der Höchste Herr selbst ist, sondern nur eine Seiner zahllosen "Erweiterungen" zum Zwecke der Aufrechterhaltung und regelmäßigen Auflösung der materiellen Schöpfung. Gott selbst muss nicht "arbeiten".

Hier ist das übersichtlich erklärt (falls es dich interessiert):

http://www.stephen-knapp.com/gods\_and\_goddesses\_of\_vedic\_culture.htm

Vieles was man dort lesen kann mag zu phantastisch erscheinen um es glauben zu können. Aber wenn man daran denkt, was heute auf der materiellen Ebene alles möglich ist.... vor einigen Jahrhunderten wäre das so utopisch gewesen, dass man mit einem Handy auf dem Scheiterhaufen gelandet wäre.

Heute ist die Menschheit zwar materiell gesehen sehr fortgeschritten, befindet sich aber auf der spirituellen Ebene auf der Stufe von Kleinkindern, die im Sandkasten Traumschlösser bauen und stolz darauf sind bis 10 zählen zu können.

Das war jetzt doch wieder lang und sooo weit weg vom ursprünglichen Thema. Aber vielleicht dort nicht sooo weit, denn irgendwie gehört das alles zusammen  Man kann Gott nicht einmal ansatzweise verstehen, wenn man keinen Überblick über diese Dinge hat. Dann ist man wie ein Blinder, der einen Elefant verstehen möchte, indem er einen Stoßzahn befühlt.

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@RevatiKKS

Ach und noch etwas: Es freut mich, dass wir hier nicht mit einem "Schlagabtausch" enden :-)

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@RevatiKKS: "Gott möchte nicht, dass wir leiden  Aber er sorgt dafür, dass wir die Ergebnisse unsere Handlungen zu spüren bekommen"

Ach so. Menschen, die das grösste Unglück trifft, sind also auch die grössten Verbrecher. Sie bekommen ja nur die Ergebnisse Ihrer Handlungen zu spüren. Das erklärt auch, warum Kleinkinder niemals Krebs haben, niemals Unfallopfer sind, ihnen überhaupt niemals Leid geschieht. 

"Somit ist Leid in dieser Welt genauso gerecht wie das Leid eines Häftlings, der seine gerechte Strafe abzusetzen gat"

Gerechte?? Geh doch in Krankenhäuser und Katastrophengebiete und erkläre den Kranken, Unfallopfern, Erdbeben- und Lawinenopfern, dass ihnen das alles recht geschehe und sie es verdient hätten.

Häftlinge werden in einem Rechtsstaat übrigens erst nach einem Prozess verurteilt, in dessen Verlauf man ihnen ganz eindeutig erklärt, was ihnen vorgeworfen wird. Ich wüsste nicht, dass Gott einem Menschen, bevor er ihm einen Krebs "schickt" oder sein Kind sterben lässt, erklärt, womit er diese Strafe verdient hat.

Deine Menschenverachtung ist ekelhaft.

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@Zicke52

Du hast leider absolut nichts verstanden.  Ich hoffe, das liegt nicht daran, dass ich mich nicht klar genug ausgedrückt habe. Diese Dinge sind so selbstverständlich für mich, dass ich manchmal vergesse dass es Menshen geben kann, die darüber gar nichts wissen.

Reinkarnation und Karma sind untrennbar miteinander verbunden. Das hat absolut nichts mit "Sippenhaft" oder "Erbsünde" zu tun. Und woher willst du jetzt wissen, ob dir nicht vor deiner Geburt erklärt wurde, warum dein Leben so und nicht anders verlaufen wird? Nur weil du dich nicht daran erinnern kannst? Denk mal darüber nach, wiviele Dinge aus deinem jetzigen Leben du schon vergessen hast.

In den Veden wird ürbrigens erklärt, dass die Umstände der Geburt für einen Menschen so traimatisch sind, dass sie einen Schock auslösen, der uns vergessen lässt was vorher war. Und selbst wenn später Erinnerungsfetzen auftauchen, dann können sie meistens nicht eingeordnet werden. 

Ich hatte das Glück mich als Kinder in einem Fiebertraum an die Zeit vor meine Geburt zu erinnern. Daran dass ich verstand, dass ich da jetzt "durch musste", dass es kein zurück mehr gab. Und daran, wie ich alles bereut habe, was mich in diese Situation gebracht hat. Verstanden habe ich die Bedeutung dieser Erinnerung damals nicht, das kam erst viel später. Und es gibt viele Menshcen, die Erinenrungen an frühere Leben haben. Alerdings werden solche Erinenrungen von anderen meistens ins Reich des Fantasie verbannt.

Heute weiß ich aus eigener Erfahrung wie schwierig und schmerzhaft es ist, die Verantwortung für sein eigenes Karma zu übernehmen, denn auch mir sind in diesem Leben einige wirklich scheußliche Sachen passiert. Wenn man das aber tut, dann eröffnet sich eine völlig neue Pespektive und selbst Karma löst sich auf.

Menschenevrachtend und grausam ist es doch eher, den Menschen das Wissen um Karma und Wiedergeburt vorzuenthalten. Ihnen weiszumachen, das nach dem Tod des Körpers alles vorbei sei, dass man den Reaktionen auf seine eigenen Handlungen entkommen kann. Denn durch die daraus entstehende Unwisssenheit über diese Dinge handeln die Menschen nach dem Motto "nach mir die Sintflut". Schau dir unsere Welt an, schau dir an wie sie aus Profitgier systematisch zertsört wird, wie immer mehr Menschen nur noch nach dem Lustprinzip leben.

Das ist das eigentliche Versagen der Religionen. 

Im Christentum wurde die Reinkarnation aus machtpolitischen Gründen auf einem Konzil im sechsten Jahrhundert ganz einfach "abgeschafft". Sowohl im Koran als auch im alten Testament gibt es (wenn auch wenige) Hinweise darauf, dass Reinkarnation stattfindet. Aber es wird geleugnet weil Menschen die nicht wissen dass sie für all ihre Handlungen, seien sie nun positiv oder negativ gleiches oder ähnliches erfahren werden leichter zu verführen sind Dinge zu tun, die sie für sich selbst niemals wünschen würden.

Bei solchen Wahrheiten geht es nicht darum, ob sie uns oder anderen gefallen oder nicht. es geht vielmehr darum, dass wir "aufwachen" und uns auf den wirklichen Sinn des Lebens besinnen, der nicht darin liegt all seine Wünsche auszuleben und zu konsumieren.

Weiter "diskutiere" ich das nicht. Denn wer davon nichts wissen möchte, der muss halt noch weitere eigene Erfahrungen machen.

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@RevatiKKS

revatik

Wenn du nur verstehen würdest, dass genau solche Aussagen von dir meine Meinung über den lieb- und machtlosen und damit komplett sinnlosen Gott unterstreichen:

Im Christentum wurde die Reinkarnation aus machtpolitischen Gründen auf einem Konzil im sechsten Jahrhundert ganz einfach "abgeschafft".

Wenn sein Bodenpersonal "nur mal so" etwas Ur-"Göttliches" "abschaffen" kann, was soll dann dieser Gott für einen Sinn haben??

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Wenn die Menschen ihrer Naturanlage nach die Lust erstrebten, sie aber unmöglich erreichen kön-nen, dann wäre Vernichtung des Daseins und Erlösung durch das Nichtsein das einzig vernünftige Ziel. Und wenn man der Ansicht ist, daß der eigentliche Träger des Weltschmerzes Gott sei, so müßten die Menschen es sich zur Aufgabe machen, die Erlösung Gottes herbeizuführen.
Durch den Selbstmord des einzelnen wird die Erreichung dieses Zieles nicht gefördert, sondern beeinträchtigt. Gott kann vernünftigerweise die Menschen nur geschaffen haben, damit sie durch ihr Handeln seine Erlösung herbeiführen. Sonst wäre die Schöpfung zwecklos. Und an
außermenschliche Zwecke denkt eine solche Weltansicht. Jeder muß in dem allgemeinen
Erlösungswerke seine bestimmte Arbeit verrichten. Entzieht er sich derselben durch den Selbst-mord, so muß die ihm zugedachte Arbeit von einem anderen verrichtet werden.

Dieser muß statt ihm die Daseinsqual ertragen.

Und da in jedem Wesen Gott steckt als der eigentliche Schmerzträger, so hat der Selbstmörder die Menge des Gottesschmerzes nicht im geringsten vermindert, vielmehr Gott die neue Schwierigkeit auferlegt, für ihn einen Ersatzmann zu schaffen.

(von Dr. R. Steiner aus der GA 004: Der Wert des Lebens XIII)

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