Wieso ist Mathe für viele das Hassfach?

12 Antworten

Mathematik erfordert logisches und abstraktes Denken; das liegt nicht jedem. Außerdem ist Mathematik ein stark modaleres Fach, dass stets auf die Vorkenntnisse vergangener Schuljahre aufbaut. Das Vergessen (z.B. über die Sommerferien) kann einem hierbei sehr schnell zum Verhängnis werden; insbesondere dann, wenn man für die Mathematik ohnehin schon nicht ausreichend Interesse entwicklen kann.

Hinzu kommt oft ein fehlendes Vorstellungsvermögen über die zukünftige praktische Anwendung des in theoretischen Übungen erlernten Stoffes. Dies ist insbesondere mit zunehmender Stoffkomplexität ein Problem. Während beispielsweise Deutsch die argumentativen und sprachlichen Kompetenzen fördert, ist man sich um den Benefit bestimmter mathematischer Konstrukte nicht im Klaren. Und in der Tat: Das meiste wird man im realen Leben nicht mehr benötigen. Zumal selbst der Stoff eines angestrebten naturwissenschaftlichen Studiums per se ein wesentlich komplexerer und anspruchsvoller ist, als z.B. in der gymnasialen Oberstufe (selbst mit Leistungsschwerpunkt) und nicht mehr viel mit der Schulmathematik gemein hat (vorgekaute Formeln, vereinfachte Annahmen etc.).

Aber auch die psychologische Wirkung spielt hier eine große Rolle: Redet man sich ein, Mathe partout nicht verstehen zu können, führt dies automatisch zu einer verringerten Motivation. 

Ich stimme erstmal allen anderen Antworten zu. Falls es jemanden interessiert, hier meine Mathe Geschichte xD

Also in der Grundschule war Mathe für mich kein Problem. Doch dann hatte ich in der 3. und 4. Klasse eine Lehrerin die nur das Nötigste vom Nötigen mit uns gemacht hat und sonst nur Theater, Musik, etc.

 Das habe ich dann in der 5. Klasse gemerkt, weil sehr vieles was für die anderen Wiederholung war, war für mich neu. Ich hatte dementsprechend auch schlechte Noten (4 - 5). In der 6. bin ich wieder ein bisschen besser geworden, allerdings habe ich Mathe schon ein bisschen gehasst (weil ich eben nicht so gut und motiviert war).

In der 7. und 8. Klasse hatte ich dann eine Lehrerin die ich, nein alle, gehasst haben. Sie hat uns immer angemeckert und sogar unsere Eltern fanden sie nicht gut. Als Beispiel: Jemand fragt, wie man noch einmal den Thaleskreis konstruiert und anstatt, wie sie es sollte, es und zu erklären, meckert sie ihn an, er solle doch im Buch nachschauen.

Außerdem hat sie uns massenhaft Hausaufgabe aufgegeben, was sogar unsere Eltern zu viel fanden und viele haben die Sachen nicht verstanden. Ich habe sie gehasst und bin in der 8. dann gerade noch so auf eine 5 im Zeugnis gekommen und der Durchschnitt bei Schulaufgaben war meist ~4,7.

Aber dieses Jahr (9. Klasse) habe ich die beste Lehrerin der Schule in Mathe und Physik und jetzt ist Mathe eines meiner Lieblingsfächer und verstehe auch fast alles. Ich bin von einer 5 - 6 auf eine 4 gekommen und hatte in der letzen Stegreifaufgabe sogar eine 2.

--> Hängt alles von dem Lehrer ab (in meinem Fall zumindest) und davon, wie sehr man die Sachen versteht 

Weil sie Mathe nicht zurecht kommen, nie oder fast nie was kapieren, immer nur schlechte Noten in diesem Fach bekommen. Wenn man in einem Fach immer nur Niederlagen und Misserfolge hat, dann hasst man das irgendwann. 

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