Wieso ist "lieben" außerhalb der Ehe etwas schlechtes für Jehova?

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25 Antworten

Ich werd ehrlicherweise gleich mal sagen was meine Position dazu ist: Ich bin ein Christ, der sich selbst nicht als religiös bezeichnet, und ich glaube dass Jehova ein von Menschen verzerrtes Bild meines eigenen Gottes ist. Ich respektiere trotzdem deine Überzeugungen, du wirst schließlich deine Gründe haben. Vielleicht kann dir meine Sicht auf die Dinge ja doch in irgendeiner Form eine hilfreiche neue Perspektive bieten.

Dazu muss ich aber erst was wissen: Meinst du mit Liebe vor der Ehe Liebe allgemein (Pärchenaktivitäten, Kuscheln, Küssen usw) oder Sex? Das macht nämlich einen Unterschied. Falls du auf meine Meinung aber Wert legst, kann ich dir zu beidem was sagen.

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Kommentar von Sabi76
03.11.2016, 22:56

Ja würde mich darüber sehr freuen!

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Kommentar von vonGizycki
04.11.2016, 08:11

Nur mal am Rande, obwohl es ja nicht Thema hier ist, aber es fällt auf!

Christsein und nicht religiös??? Atheismus und Religion gehen wohl zusammen, weil man religiös sein kann ohne einen Gott , aber das hier bedarf einer Erklärung.

Deshalb schicke ich das mal als Frage.

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Kommentar von Sabi76
06.11.2016, 13:39

Vielen dank für diesen schönen Beitrag!

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Hallo Sabi76,

nicht alles, was sich gut anfühlt, ist auch gut, jedenfalls nicht auf lange Sicht gesehen. Wenn Gott uns bestimmte moralische Standards mit auf den Weg gibt, dann nicht etwa, um uns der Lebensfreude zu berauben, ganz im Gegenteil. In der Bibel steht: "Ich, Jehova, bin dein Gott, der [dir] zum Nutzen dich lehrt, der dich auf den Weg treten läßt, auf dem du wandeln solltest.   O wenn du doch nur meinen Geboten Aufmerksamkeit schenktest! Dann würde dein Frieden so werden wie ein Strom und deine Gerechtigkeit wie die Meereswelle" (Jesaja 48;17,18).

Manchmal sagt unsere Gefühl uns jedoch etwas ganz anderes. Gottes Gebote mögen uns als zu einengend erscheinen und wir glauben, wir würden der Freude beraubt, wenn wir sie beachten. Wir folgen lieber unserem Gefühl, besonders wenn es um die Liebe geht. Doch ist den Gefühlen zu folgen, immer der beste und weiseste Weg? Leitet uns unser Herz immer in die richtige Richtung? Da unser unvollkommenes Herz leider auch fehlgeleitet sein kann, werden wir von Gott gewarnt: "Das Herz ist verräterischer als sonst irgend etwas und ist heillos. Wer kann es kennen?" (Jeremia 17:19).

Wie aber sieht es mit einer Beziehung außerhalb der Ehe aus? Einige denken, der Standpunkt der Bibel in Bezug auf die Ehe sei veraltet. Stimmt das aber wirklich? Und wie wirkt es sich auf unser Leben aus, wenn wir uns nach den moralischen Standards der Bibel ausrichten?

Es stimmt, vieles hat sich seit den Tagen der Bibel verändert, anderes jedoch auch nicht. Zum Beispiel sind die menschlichen Bedürfnisse bis heute gleich geblieben. Wir benötigen noch immer Liebe, menschliche Zuwendung, Aufmerksamkeit, Freundschaften usw. Gott hat die Bibel mit Absicht so schreiben lassen, dass die darin enthaltenen Grundsätze nicht dem Zeitgeist unterworfen sind, sondern für alle Zeiten ihre Gültigkeit behalten. Dennoch betrachten heutzutage viele diese biblischen Standards als einengend und nicht mehr zeitgemäß.

Wir leben in einer Zeit, in der man eine Vielzahl biblischer Regeln über Bord geworfen hat; dazu zählt gerade auch das, was die Bibel zum Thema Sex und außerehelichen Beziehungen sagt. Es ist wohl wahr, dass es für einen jungen Menschen eine große Herausforderung ist, mit sexuellen Kontakten bis zur Ehe zu warten, zumal er umgeben ist von Menschen, für die die biblische Moral weitgehend ohne Bedeutung ist. Immer mehr junge Leute fangen schon in sehr frühen Jahren damit an, sexuell aktiv zu werden und haben sehr oft wechselnde Partner. Sie sind der Meinung, man mache nichts falsch, solange man keinem anderem Schaden zufügt.

Als Gott die Ehe ins Dasein brachte, so hatte er im Sinn, dass Menschen, die sich lieben, in der dauerhaften, lebenslangen Verbindung Sicherheit und Halt finden sollten. Auch für die Kinder ist es von Vorteil, in einer festgefügten Gemeinschaft, die ihnen ein Gefühl der Geborgenheit gibt, aufzuwachsen. Werden nichteheliche Beziehungen immer wieder beendet, weil man sich dem anderen gegenüber nicht verpflichtet fühlt, führt das oft zu großem Herzeleid bis hin zu psychischen Erkrankungen.

Das sind nur einige Gründe, warum die Bibel nichteheliche Beziehungen untersagt. Gott möchte uns ganz bestimmt nicht durch allzu strenge Sittengesetze uns des Glücks berauben - ganz im Gegenteil. Er hat immer nur unser Wohl im Sinn und möchte uns vor Schaden bewahren. Übertritt man Gottes Standards im Hinblick auf eine gute Moral, dann hat man vielleicht kurzzeitig Gefühle des Glücks und der Freude, doch sollte man auch nicht die langfristigen schlechten Folgen übersehen, die sich daraus ergeben.

LG Philipp

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Kommentar von earnest
04.11.2016, 07:46

"Als Gott die Ehe einführte, hatte er im Sinn ..."

Ich staune einmal mehr darüber, Philipp, über welch guten Draht du offenbar zum Allmächtigen verfügst.

Du kennst natürlich die Bibelstellen, die eine solche Haltung infrage stellen ...

Abgesehen davon kann man selbstverständlich auch ohne religiösen Bezug über den Sinn von Ehe diskutieren. Und da finde ich eine Reihe deiner Aussagen durchaus bedenkenswert.

Vielleicht bist du sogar mit mir einer Meinung, wenn ich sage, dass die Entscheidung eines (oder zweier) Menschen für oder gegen das Lebensmodell Ehe eine legitime Entscheidung ist und dass die bewusste, verantwortungsvolle Entscheidung gegen das Modell Ehe nicht automatisch verwerflich ist.

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Nun, da Du die Einstellung Gottes zu diesem Thema kennst, dürfte das doch keine Frage sein, die DU selbst NICHT beantworten könntest:

Jesus sagte dazu, Matthäus 19:

4 In Erwiderung sagte er: „Habt ihr nicht gelesen, daß der, welcher sie schuf, sie von Anfang an männlich und weiblich gemacht hat+ 5 und sprach: ‚Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen+ und wird fest zu seiner Frau halten, und die zwei werden e i n Fleisch sein‘,+ 6 so daß sie nicht mehr zwei, sondern e i n Fleisch sind? Was also Gott zusammengejocht hat, bringe kein Mensch auseinander.“+ 

Sexualität ist gemäß IN DER BIBEL dokumentiertem Willen GOTTES für die Ehe vorbehalten.

Darum ist das so.

Paulus sagte dies noch dezidierter, 1. Korinther 7:

1 Was nun die Dinge betrifft, über die ihr geschrieben habt: Es ist für einen Menschen gut, keine Frau zu berühren+; 2 doch wegen der weitverbreiteten Hurerei*+ habe jeder Mann seine eigene Frau,+ und jede Frau habe ihren eigenen Mann. 3 Der Mann leiste [seiner] Frau das, was ihr zusteht,+ doch gleicherweise auch die Frau [ihrem] Mann.+ 4 Die Frau übt nicht Gewalt über ihren eigenen Leib aus, sondern ihr Mann;+ ebenso übt auch der Mann nicht Gewalt über seinen eigenen Leib aus, sondern seine Frau.+ 5 Entzieht [es] einander nicht,+ außer mit gegenseitiger Einwilligung für eine bestimmte Zeit,+ damit ihr dem Gebet Zeit widmen und wieder zusammenkommen könnt, so daß der Satan euch nicht wegen eures Mangels an Selbstbeherrschung+ beständig versuche.+

Jeder Mann seine eigene Frau und umgekehrt. 

Diese Ansicht Gottes ist nicht populär, aber immer noch gültig.

Die Dokumentation der LIEBE/Ehe zwischen Mann und Frau mittels Trauschein von einem Standesamt ist noch nicht so lange üblich, vielleicht 130 Jahre. Zuvor zogen Mann und Frau zusammen, dies geschah öffentlich, und fortan war man "Ehepaar", nach Gottes Willen dauerhaft, ein VERTRAG nur mit dem TOD oder EHEBRUCH als Enddatum.

Da HEUTE in weiten Teilen der Welt eine Standesamtliche Registrierung und Trauung üblich ist - dies dient u.a. zum Schutz der Frau und der Kinder - tun dies Zeugen Jehovas so.

Wenn DU und DEIN Lebenspartner Eure Verbindung wie eine Ehe sehen, also auf Dauer, dann spricht ja nichts gegen die öffentliche Registrierung, denke ich.

In jedem Fall kennst Du die Ansicht Gottes darüber, wie das ist, wenn man es NICHT gemäß Gottes Willen tut:

Was promiskuitives Verhalten betrifft, gebietet die Bibel: „Flieht vor der Hurerei“ (1. Korinther 6:18).

Wei auch immer Du Dich entscheidest oder entscheiden wirst: Es ist und bleibt Deine Sache - mit den der Entscheidung entsprechenden Konsequenzen im Hinblick auf Dein Verhältnis zu GOTT und Christus und zu Deinem direkten sozialen Umfeld, Dein Partner eingeschlossen. Die Verantwortung liegt nur bei Dir, daher entscheidest auch NUR DU.

cheerio

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Kommentar von earnest
21.11.2016, 17:01

Das ist nicht die Einstellung Gottes, sondern die Einstellung der Autoren der jeweiligen Bibelpassagen.

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Grüß Dich Sabi76!

Lieben ist schon möglich,nur die Sexualität nicht. Davor haben sie Angst. Sexualität ist mit Lust verbunden. Diese Lust ist bei den Z.J. und bei anderen religiösen Gemeinschaften lediglich an die Zeugung von Kindern gekoppelt.

Keuschheit

Das ist der Ursprung:

https://de.wikipedia.org/wiki/Keuschheit

Kurzer Auszug:


Die Keuschheit wird als christliche Tugend und moralische Anforderung aus dem 6. Gebot („Du sollst nicht die Ehe brechen“, Ex 20,14 www.bibleserver.com">EU) und den Worten des Apostels Paulus abgeleitet, der den Leib als einen „Tempel des Heiligen Geistes“ (1 Kor 6,19 www.bibleserver.com">EU) bezeichnet. Die Keuschheit ist auch eine der Früchte des Heiligen Geistes (Gal 5,22 www.bibleserver.com">EU). Die Tugend der Keuschheit wird dabei auch von der Kardinaltugend der Mäßigung abgeleitet.

Die christliche Ehegilt nach dem Apostel Paulus als brauchbare Gemeinschaft für die Menschen, die dem sexuellen Drang nicht standhalten können (1 Kor 7, 8–9). Die römisch-katholische Kirche prägte hier den Begriff der ehelichen Keuschheit.Promiskuität und Ehebruch
werden von allen christlichen Kirchen abgelehnt. Vorehelicher
Geschlechtsverkehr oder Partnerschaft Unverheirateter wird heute von
einigen Kirchen toleriert, aber als Abweichung vom Ideal der Ehe
angesehen.


Sexualität gehört zu den Körperfreuden. Die Kirche jedoch maßte sich, daraus abgeleitet ein Tugenwächtermonopol auszuüben (6. Gebot („Du sollst nicht die Ehe brechen“,), was weit über dieses Gebot hinausging, denn es gefährdete die alleinige Kontrolle über die Seelen,- und Körperfreuden der Menschen. Damit war es auch eine Machtfrage.

Das war und ist natürlich völlig fern von den wahren und natürlichen Bedürfnissen des Menschen und ist vehement abzulehnen. Allein schon auch deshalb, weil es gegen die Menschenrechte verstößt.

Herzlichen Gruß

Rüdiger

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Kommentar von Sabi76
03.11.2016, 23:52

Aha also wird Keuschheit von "Jehova" als Tugend angesehen und um Jehova glücklich zu machen halten sich die ZJ daran. :/

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Sabi76,

"lieben" ist etwas sehr Schönes und  wenn alle Menschen auf der Welt sich nur "lieben" würden , dann gäbe es keine Ungerechtigkeiten, Umweltzerstörung und Kriege :-))

Die "Liebe" ist die Haupteigenschaft Gottes, denn er IST Liebe und ein Mensch, der nicht liebt, hat Gott nicht kennengelernt, da Gott Liebe ist!

Also haben alle Menschen (oder die meisten) Gottes "Funken" der Liebe in sich, ob sie nun sagen sie glauben an ihn oder nicht.

Deine Frage zielt auf etwas ganz anderes ab. Du stellst das Wort in deiner Frage in Anführungszeichen. Da Menschen im Allgemeinen untereinander Liebe zeigen, gehe ich davon aus, du meinst die Geschlechterliebe.

Die Liebe von der ich gesprochen habe ist "agapè", eine grundsatztreue Liebe. Von ihr wird sehr oft in der Bibel gesprochen.

Jesus erwähnte diese Liebe ebenfalls, wenn er davon sprach, daß seine Jünger "an der Liebe zueinander" zu erkennen wären.

Eine Liebe, die zu einer Partnerschaft führt, sollte diese Art Liebe auch beinhalten. Aber sie beinhaltet noch eine andere Form der Liebe, nämlich "eros".

Ein Christ, der nach biblischen Grundsätzen leben möchte, wird diese verschiedenen Formen der Liebe unterscheiden. Das bedeutet, daß er einer partnerschaftlichen Beziehung mit den Grundsätzen der Bibel gegenübertritt .

Daher wird ein Nachfolger Christi, der seinen Glauben ernst nimmt, nach bestimmten Grundsätzen leben wollen. Das hat überhaupt nichts damit zu tun, daß hier "Zukünfte zerstört" werden, sondern damit, wie sich Menschen ihr weiteres Leben vorstellen.

Das passiert  millionenfach auf dieser Welt - auch ohne Grundsätze der Bibel  - daß Menschen, die sich lieben, feststellen, daß ihre "Vorstellungen" vom Leben nicht oder nicht mehr in Übereinstimmung zu bringen sind. Dann trennen sie sich. Stelle doch mal hier die Frage: "Werden hier Zukünfte zerstört?" Ja, und zwar weil man am Anfang, zu Beginn einer Beziehung ,nicht kritisch genug war. Daher ist es gut, dies zu Beginn einer Beziehung herauszufinden, ob sich die Lebenswege miteinander  vereinbaren lassen!

Alles gute für dich






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Ja, das passiert, wenn Laien die Bibel auslegen. Ich bin kein Zeuge Jehovas, aber ich gehöre einer Religionsgemeinschaft an, in der ähnliche Regeln gelten. Diese Religionsgemeinschaft ist die katholische Kirche. Das, was man den Zeugen meist vorwirft, trifft eben auch auf die Kirche zu. Viele Katholiken wissen heutzutage ja selbst nicht mehr, was Liebe ist und welche Konsequenzen das für das eigene Leben hat. Das sind Überbleibsel aus den 68ern. Viele der großen Idole von damals sind ja mitlerweile auch zu den Vertretern der katholischen Sexualmoral geworden. Man negiert heutzutage alles, was katholisch ist und ist nicht einmal bereits, sich die Begründung des Papstes anzuhören. Vielleicht liest du ja mal weiter und kannst dann das ganze wenigstens aus der Perspektive eines Gläubigen heraus verstehen:

Die katholische Sexualmoral beruht auf drei Überzeugungen:

Erstens soll Sex immer etwas mit wahrer Liebe zu tun haben, d.h. die Vereinigung zweier Leiber ist immer auch die Vereinigung zweier Personen.

Zweitens ist wahre Liebe immer schon grundsätzlich offen für Kinder, egal, ob die Frau schwanger wird oder nicht.

Drittens stammt wahre Liebe von Gott, der ja nach dem Johannesbrief die Liebe selbst ist und er verwirklicht sich in Ehe und Familie. Somit hast du durchaus Recht: die Botschaft der Bibel ist die Liebe.

Diesen Grundüberzeugungen stimmen viele ja sogar zu. Dennoch ist die Haltung der katholischen Kirche selten verständlich. Warum soll man sich auch nicht "lieben", wenn man sich liebt (und eine gemeinsame Zukunft plant) - auch außerhalb der Ehe?

Nun, man muss diese ganzen Versprechen, die man sich für die Zukunft gibt auch einlösen. Die Einlösung solcher Versprechen ist die Ehe. Wo sonst zeigt sich, dass Versprechen von Liebe, Treue und Hingabe ernst gemeint sind? Im Sakrament der ehe werden die Versprechen umfangen und begleitet vom großen Versprechen Gottes: An seiner Liebe wird die gemeinsame Liebe immer wieder lebendig. Durch seine Barmherzigkeit kann man sich einander vergeben. Seine Gnade und seine Treue helfen dann, wenn es einmal schwer wird, die eigenen Versprechen zu halten, wenn sie der Erneuerung bedürfen. 

Die Ehe macht frei: Sie bietet den Freiraum, in dem sich die beiden Partner einander schenken können, rückhaltlos und endgültig. Denn man kann sich nicht geben und zugleich verweigern, man kann sich in dieser endgültigen und vollkommenen Weise auch nur einem Menschen schenken.

Die Ehe schützt die Liebe: die leidenschaftlichen Gefühle unterliegen der Veränderung, sie wollen aber selbst "Ewigkeit", Dauer, die Ehe ist ein Schutzraum, in dem die Liebe immer mehr wachsen und reifen kann.

Die Ehe schützt die Kinder: sie ist der Raum, in dem Kinder angenommen werden, willkommen sind, in dem sie umsorgt und erzogen werden.

Die Ehe stammt von Gott, der den Menschen nach seinem Bilde geschaffen hat und der dem Menschen nicht nur die Liebe schenkt, sondern auch der Raum, in dem sich diese Liebe entfalten und vollenden kann. Dieser Raum, der "Lebensraum" der Liebe, ist die Ehe. Sie ist also von ihrem Ursprung und Wesen her nicht eine gesellschaftliche Institution, eine Art "Überbau", der eigentlich neben der persönlichen Liebe existiert und nur auf eine künstliche Art und Weise mit ihr vereinbart werden kann. Sie ist von ihrem Ursprung und Wesen her zutiefst mit der persönlichen Liebe verbunden, ja sie wird von der Liebe gefordert. Entsprechend empfinden Eheleute, die sich scheiden lassen, dies ja auch nicht als ein Scheitern der Institution der Ehe, sondern als ein Scheitern der Liebe.

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Kommentar von earnest
04.11.2016, 16:18

Und wieso sollte das, was du als "katholische Sexualmoral" bezeichnet hast, für IRGENDJEMANDEN verbindlich sein, der mit dem traditionellen Katholizismus nichts am Hut hat?

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Kommentar von 666Phoenix
05.11.2016, 09:20

anthropos, wenn sich nur (geschätzt) 20% derjenigen, die sich Katholiken nennen, an diese Grundsätze halten würden, wäre die Welt um einiges schöner. Wenn aber selbige heute das immer nur vom Rest der Welt einfordern, selbst heucheln, fremd gehen, Kinder schänden usw., dann ist das leeres Gerede - wie so vieles auch noch in Dunstkreis Deiner und anderer Kirchen!

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Wenn (?) die Bibel es verbietet dann denke ich aus den Grund da aus Sex eine Schwangerschaft entstehen kann. Bei einer Ehe ist man stärker an den Partner gebunden so das ein Auseinandergehen der Eltern unwahrscheinlicher wird, was dem Kind zu Gute kommt da es mit Vater und Mutter aufwächst.

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Liebe DIE Botschaft der Bibel,

Sex (was du hier "Liebe" nennst) ist nicht die Botschaft der Bibel - also rede hier keinen Quatsch.
Sex außerhalb der Ehe ist nicht nur bei den Z.J. nicht gestattet sondern auch in vielen anderen christl. Konfessionen nicht sowie auch anderen Religionen (oder "Gesellschaften")in der Welt.
Hintergrund ist (war) die Stabilität der Gesellschaft zu erhalten also Kinder nur in Familien zu zeugen und Vertrauensverhältnisse darin nicht zu zerstören .
Inwieweit dies heute noch gewünscht wird, muß jeder für sich entscheiden.

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Kommentar von Andracus
04.11.2016, 16:39

Mann muss aber dazusagen, dass aus der Frage nicht ganz eindeutig hervorgeht, ob es tatsächlich um Sex vor der Ehe geht oder ganz allgemein um typische Paaraktivitäten, wie Küssen, Kuscheln, Übernachten und so weiter. Wer sich mit den ZJ nicht besonders auskennt, kann nicht unbedingt wissen, wie streng es da gehalten wird. 

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Hallo,

Jesus ist Christus hat das Liebesgebot ganz deutlich herausgestellt. Daran gibt es nichts zu rütteln.  Was aber auch richtig ist, das es verschiedene Formen von Liebe gibt wie z.B.   Agabe = Die Liebe Gottes zu den Menschen.  Phila = die Liebe der Menschen zu einander und  Eros = die Liebe im Sinne von Erotik, Sexualität.

Also Gott preist wohl eindeutig die Phila für alle Menschen zueinander an, aber sagt auch ganz klar, dass die Liebe für Mann und Frau (Eros) auf einen Mann und eine Frau begrenzt bleiben muss. Sie sollen "ein Fleisch sein".

Jehova ist natürlich ein falscher Begriff für Gottvater, richtiger ist YHWH

Gruß

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"Jehova" - wenn es ihn gäbe - wollte das sicher nicht. Das sind wie immer Interpretationen aus irgendwelchen Schriften, die ihre Religion auf ihre eigene, ganz persönliche Meinung auslegen.

Biologisch gesehen hat es folgenden Sinn: Ein Weibchen soll sich nicht paaren (ja, dies wird von diesem Menschen mit 'Liebe' auf eine Stufe gestellt), solange sie kein Männchen hat, der zeitlebens für sie sorgt und das Fleisch in die Küche bringt. Was für eine schreckliche Vorstellung, dass eine Unverheiratete ein Kind bekommt! Möglicherweise sitzt sie ohne Ernährer da!

Lächerlich, ich weiß. Sex vor der Ehe? Siehe oben. Liebe? Siehe oben. Homosexualität? Am liebsten in eine psychiatrische Klinik! Kindesmissbrauch? Och, da sind wir mal nicht ganz so streng bei den ZJ.

Das sind verquastete Wertvorstellungen einer Sekte, mehr nicht. Vorsicht vor diesen Leuten!

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Kommentar von Sabi76
03.11.2016, 23:55

Da bin ich deiner Meinung. Anscheinend denken die ZJ Keuschheit sei eine Tugend... Wie würdest du mit einem ZJ darüber sprechen?

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die Zerstörung etlicher Zukünfte zweier sich liebenden Menschen

Kann ich nicht nachvollziehen. Wenn ein Mann und eine Frau sich aufrichtig lieben und sonst noch nicht gebunden sind, spricht doch nichts gegen eine Ehe?


Mir ist durchaus bewusst das Jehova seinen Anhängern dadurch Leid ersparen will

Du weißt es doch - weshalb also die Frage?

Jesaja 48:17, 18
17 Dies ist, was Jehova, dein Rückkäufer, der Heilige Israels, gesprochen hat: „Ich, Jehova, bin dein Gott, der [dir] zum Nutzen dich lehrt, der dich auf den Weg treten läßt, auf dem du wandeln solltest. 
18 O wenn du doch nur meinen Geboten Aufmerksamkeit schenktest! Dann würde dein Frieden so werden wie ein Strom und deine Gerechtigkeit wie die Meereswellen. 

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die zeugen jehovas haben nichts mit liebe zu tun, sondern lediglich mit gehorsam.

das brauchen die, um einen halt in unserem "wertefreien" leben zu haben

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Es wäre gut, wenn du dich nach der Meinung Jehovas erkundigen würdest. Er ist der Gründer der Ehe. Und Jesus bestätigte das, als er auf der Erde war. Lies Matthäus 19:3-9.

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1. Jehova ist der falsche Name Gottes und die "Zeugen" eine verkehrte Glaubensgemeinschaft 2. Liebe ist innerhalb und außerhalb einer Gemeinde logischerweise möglich und richtig. 3. Wenn du damit aber Sex meinst, dann nicht, denn das ist für die Ehe vorbehalten.

Woher willst du auch wissen ob du mit deinem Sexpartner zusammen bleibst? Und wenn euch das doch klar ist und die Liebe so groß erscheint, warum dann keine Heirat? Diese Verantwortung ist nötig. Und wenn man sich lieber ein "Hintertürchen" offen halten will, dann ist das eher Berechnung als Liebe. Freundschaft und Zuneigung ist sicherlich auch ohne Ehe möglich, aber wenn man es ernst meint, sollte es sicherlich darauf hinaus laufen. Zerstört wird nur etwas, was man wieder auseinander reisst, was man zusammengefügt hat. Das passiert, wenn man zuviel Nähe zugelassen hat (Sex) und dann doch nicht heiratet und zusammen bleibt. Grundlage für eine Beziehung in Gottes Sinn ist, daß man glaubensmäßig an einem Strick zieht und tatsächlich Christ ist (beide). Und ist das so, dann ist es auch keine Frage, daß man keine halben Sachen macht und auch warten kann. Alles Gute!

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Kommentar von earnest
04.11.2016, 08:03

Du attestierst den Zeugen eine "verkehrte" Religion mit falschen Grundsätzen.

Gleichzeitig setzt du hier selbst Normen, indem du kategorisch verneinst, dass Sex auch außerhalb der Ehe legitim sei - siehe deinen dritten Punkt.

Dann wirst du es sicher nachvollziehbar finden, dass nun im Gegenzug DIR eine "verkehrte" Auffassung attestiert werden könnte.

Nach dieser anderen Auffassung wäre dann Sex selbstverständlich auch VOR der Ehe legitim.

Auch eine Ehe kann scheitern, genau wie eine nicht-eheliche Beziehung. Zur Zeit wird ungefähr jede dritte Ehe geschieden. Deine Argumente für eine Ehe sind daher nicht wasserdicht.

Das ist aber auch nicht sonderlich wichtig, denn die gesellschaftliche Realität ist eh eine andere: Millionen von Menschen leben jeden Tag, dass Sex auch vor der Ehe für sie keine Frage der Moral (mehr) ist. Millionen von ihnen in einer verantwortungsvollen Zweierbeziehung.

Es gibt - glücklicherweise! - nicht nur den EINEN legitimen Lebensentwurf. 

Leben und leben lassen - auch wenn es den Fundis dieser Welt noch so schwerfällt, diesen Gedanken zu akzeptieren.

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"Liebe" ist in Gottes Augen nichts "schlechtes", denn Er hat uns "zuerst geliebt" (1.Joh.4,19).

Falls du die "sexuellen Gepflogenheiten" meinen solltest, da zeigt unser ewige Schöpfer Seine Sorge, Seinem Sohn eine "reine Braut" zuzuführen (2.Kor.11,2).

Als "unrein" führt sich allerdings die "Weltkirche" auf (Offb.17,5), welche die ganze Welt verführt (Offb.12,9).

Davor warnt uns unser ewige Schöpfer (Jes.45,22) denn diese wird in das Feuer geworfen werdn (Offb.20,10).

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wenn mit "lieben" Sex meinst, ist es etwas ganz anderes als Agape-Liebe. Agape ist nicht auf die Ehe beschränkt.

Sex hat mit wahrer Liebe eigentlich relativ wenig zu tun. Agape Liebe ist die wahre, christliche Liebe.

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das begreifen die als hurerei.

und das ist laut bibel etwas ganz verwerfliches

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Das "Ehediktat" ist aber bei Katholiken, Juden und Moslems auch nicht anders. Sollte eben "ordentlich" zugehen bei den Schäfchen.

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Sabi76, du bist ausgeschlossen. Höre bitte auf andauernd solche Troll Beiträge zu erstellen. gutefrage.net ist da um Antworten zu allgemeinen Fragen zu geben.

Und nicht dafür deine eigene böswillige Meinung zu Diskutieren, Danke!

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Hallo Sabi76, Dein Thema ist eine gute Frage. Die Zeugen Jehovas sind eine Religionsgemeinschaft, die sich bemühen, die Wahrheit der Bibel herauszufinden und diese zu leben. Das ist ihnen bis heute nicht gelungen, so wie auch sonst keiner der vielen Religionsgemeinschaften und Sekten, die es weltweit gibt. Wäre ja auch ein Ding, wenn. Jahwe (Jehova) parteiisch wäre und nur eine Religion unterstützt und die anderen hängen läßt. Damit würde er sich selbst disqualifizieren als Gott und Schöpfer allen Lebens. 

Beispiel, stell Dir nur einmal vor: Nur zwei Schiffbrüchige überleben und landen auf einer Insel, weitab von der Zivilsation. Die beiden finden auf der an sich schönen Insel sonst keinen Menschen. Nur Tiere, Vegetation und die beiden sind sich im Klaren, dass möglicherweise keine Hilfe von außen kommt. Da sie nun beide an den Schöpfer glauben, möchten sie heiraten. Zu welchem Standesamt sollen sie gehen? 

Hier fallen alle Religionsgemeinschften, die so einen Unsinn erklären, wie die Zeugen Jehovas, auf die Nase. Da haben sie dann keine Lösung. Die Bibel sagt im neuen Testament ganz klar, ein Mann sei ein Mann von nur einer Frau. Also, nicht wie Salomo, er hatte 1000 Frauen und 1000 x mehr Probleme ;-)

Die Lösung ist, dass ein Paar, dass sich liebt, Zeit braucht, um sich genau kennenzulernen. Bei Moses hat es glaube ich sogar Jahrzente gedauert, bis seine Entscheidung für seine Frau klar war. In dieser Zeit kannten dich die beiden und wenn sie sich getroffen haben, glaube ich nicht, dass sie auf 10 Meter Abstand geblieben sind.

Die Lösung für das Paar auf der Insel: Wenn sie genügend Zeit hatten, sich näher kennenzulernen, können sie durch ein Gebet zu unserem Schöpfer die Ehe klarmachen und sich die Treue halten. Auch wenn sie eines Tages von der Insel befreit werden, bleibt ihre Ehe rechtsgültig. Ob sie das nun noch bei einem Standesamat nachholen, ist eher ein Thema für das Finanzamt, aber nicht für die beiden. Sie sind schon verheiratet, wenn sie zum Standesamt gehen, oder ihre Partnerschaft einfach Notariell festlegen. Das ist aber alles nur Papierkram. Die Ehe gilt ab dem Zeitpunkt, ab welchem sie sich das Ja Wort gegeben haben. Eine Religion, Kirche oder Königreichssaal braucht man dazu nicht. Schadet aber auch nicht, wenn die beiden die Tradition mögen. Schaden tut nur, wenn sie dauernd streiten. Dort liegt doch das Übel oft und nicht in der Frage, ob sie vor der Ehe sexuelle Erfahrungen gemacht haben. Wie übrigens Gott darüber genau denkt, dass kann man durch ein Gebet herausfinden. Ich werde zu dem Thema auch weiter recherchieren. Ich habe es so gemacht, wie die beiden auf der Insel.

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Kommentar von earnest
03.11.2016, 23:19

Die beiden Insulaner können auch ohne Gebet zu einem (realen oder imaginären) Schöpfer die Inselehe "klarmachen".

Und natürlich ist diese "Inselehe" nicht rechtsgültig.

Es ist nur eine Behauptung, mensch könne durch ein Gebet herausfinden, "was Gott genau darüber denkt".

Die Existenz Gottes, eines Gottes, einer Göttin oder vieler Göttinnen und Götter steht ja nicht einmal fest.

Aber es freut mich, dass deine "Inselehe" gehalten hat.

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