Wieso ist Kokain schädlich?

9 Antworten

Neben den Nebenwirkungen die du durch ganz einfache Recherche im Internet finden kannst (z.b. drugscouts.de) sind wohl mit das größte Problem die Streckmittel.
In Deutschland gibt es fast nurnoch extrem gestrecktes Kokain. Neben eher weniger schädlichen Streckmitteln wie Lidocain(obwohl das auch stark aufs Herz geht) oder Edelweiß gibt es auch ziemlich harte wie Phenacetin oder Levamisol.
Nebenwirkungen von Phenacetin sind u.a. das es stark krebserregend und nierenschädigend ist, bei Levamisol ist bekannt das es zu allergischen Reaktionen (Schwierigkeiten beim Atmen) kommt und es das ZNS beeinträchtigt. Außerdem kann es zu einer Veränderung des Blutbildes kommen.
Eine Zeit lang (keine Ahnung ob immer noch) war auch viel mit Glas gestrecktes Kokain im Umlauf. Das Glas schnitt die Nasenschleimhäute auf und das Kokain legte sich in die Wunden, in Verbindung mit Lidocain merkt man den Schmerz garnicht. Durch die Wunden gelangt das Kokain schneller ins Blut und wirkt somit auch schneller, weshalb viele es für besonders reines Kokain hielten.

Noch gefährlicher ist der intravenöse Konsum von gestrecktem Kokain. Schon geringste Verunreinigungen können zu einer Blutvergiftung und schlimmsten Nebenwirkungen führen.

körperliche Folgeschäden

Schwächung des Immunsystems
starker Gewichtsverlust
Schädigung der Blutgefäße
Schädigung von Leber, Herz und Nieren
Rauchen vom Kokain schädigt die Lunge (Cracklunge)
Sniefen schädigt die Nasenschleimhaut und Nasennebenhöhlen.
Die Folge ist: chronisches Nasenbluten, Verminderung des Geruchs- undGeschmackssinns
Spritzen kann lokale Infektionen zur Folge haben. Bei der Verwendung gemeinsamer Spritzbestecke droht die Infektion mit Hepatitis und HIV.
Während der Schwangerschaft führt Kokain zu Früh- und Totgeburten wie auch zu massiven Reifungsstörungen, die unter anderem die Fehlentwicklung des Gehirns und anderer Organe zur Folge haben.
psychische Folgeschäden

eine sich schnell entwickelnde psychische Abhängigkeit
dysphorische (miese, aggressiv-reizbare) Stimmung, innere Unruhe
sexuelle Funktionsstörungen (Impotenz)
Schlafstörungen
Depressionen
Antriebs- und Konzentrationsstörungen
Angst, Verwirrtheit
Persönlichkeitsveränderungen: antisoziales und narzisstisches Verhalten
Kokainpsychose, mit paranoiden Wahnvorstellungen und Halluzinationen.
Charakteristisch ist der Dermatozoenwahn, bei dem der Konsument überzeugt ist, Insekten krabbeln über oder unter seiner Haut. Die Psychosen können chronisch werden.
soziale Folgeschäden

strafrechtliche und finanzielle Probleme
Kontaktstörungen, Tendenz zur Selbstisolation

das hauptproblem an den ganzen drogen sind, dass man nicht über die reinheit wissen kann. auf kurze sicht ist das kokain, auch wenn es natürlich abhängig machen kann, nicht unfassbar gefährlich, viel mehr sind es aber die substanzen mit denen es gestreckt wird

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