Wieso ist es Veganern und Vegetariern so wichtig anderen zu sagen, dass sei kein Fleisch essen?

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Manche Veganer/Vegetarier sind Vertreter einer Gesinnungsethik, also der Ansicht, schon dadurch ein guter Mensch zu sein, daß man alleine durch den Verzicht auf der "richtigen" Seite steht. Daher müssen sie es jedem unter die Nase reiben um sich überlegen zu fühlen um zu zeigen "ICH bin so gut" zur inneren selbstbefriedigung. Menschen, die das Gute für sich reklamieren, fühlen sich oft grundsätzlich im Recht. Im Namen der guten Sache darf beleidigt und erpreßt werden wenn das gegenüber nicht die selbe meinung vertritt.

Durch die Hybris der vermeintlichen moralischen Überlegenheit beanspruchen Veganer die Deutungs- und Diskurshoheit in allen Tierprodukte Fragen und fordern von Diskurspartnern ständig positive Bekenntnisse zur Veganen Positionen ein mit der Drohung, sie ansonsten vom Diskurs auszuschließen.

Sie sind unfähig, die Legitimität von Meinungen anzuerkennen, die nicht mit ihrer übereinstimmen. Das Vorhandensein anderer Meinungen erklären sie sich deshalb ausschließlich durch Vorliegen menschlicher Defizite, intellektueller, ethischer oder auch materieller Art, und bezeichnen deshalb Nicht-Veganer immer als dumm, bösartig oder, im besten Fall, als "zu kurz Gekommene".

es ist für viele eine art Quasireligion also der galube an die einzig wahre ernährung/Lebensstil.

Quasireligion, von P. Tillich geprägter Begriff für Gefühlshaltungen und Bewegungen, die innerweltlichen Ziele mit einem Anspruch vertreten, der religiös-fundamentalistischen Ausschließlichkeits- und Missionsansprüchen vergleichbar ist, und diese allgemein oder für bestimmte Gruppen durchsetzen wollen. In ihren Formen vielfältig, kann die Verfolgung bestimmter sozialer Ziele (z. B. einer gerechten Gesellschaft), politischer Utopien (z. B. eines idealen Staates), aber auch das Vertrauen auf objektive Autoritäten (Wissenschaftsgläubigkeit), die Bewunderung außergewöhnlicher Leistungen (z. B. in Sport und Kunst) und die Verehrung berühmter Persönlichkeiten (Starkult) Mittelpunkt einer Quasireligion sein. Indem diese das Profane heiligt, hat sie für ihre »Bekenner« gleichsam (»quasi«) die Funktion einer Ersatzreligion, die ihnen religionsanaloge Erlebnisse vermittelt, z. B. Gemeinschaft, Hoffnung, Geborgenheit in einem übergeordneten Zusammenhang und Identifikation mit etwas über die Existenz des Einzelnen Hinausweisendem, gegenüber anders Denkenden und Fühlenden jedoch sehr oft mit äußerster Intoleranz vertreten wird.

http://universal_lexikon.deacademic.com/289215/Quasireligion

Jedenfalls wachsen in den verschiedenen Ernährungssekten, die ihre Glaubenssätze mit mehr oder weniger guten wissenschaftlichen "Beweisen" unterlegen, die Vorschriften, was man wie zu sich nehmen darf und was nicht. Das hat nicht nur mit dem Verfolgen von Gesundheit zu tun, sondern es ist auch eingehüllt in moralische Verpflichtung. Denn wer sich falsch ernährt, sündigt gewissermaßen und trägt die Schuld an seinem Versagen, das sich auch an der Erscheinung des Körpers für alle zeigt.
Bratman sagt, dem pathologischen Zwang zum gesunden Essen liege ein Hang zur rigiden Selbstdisziplinierung zugrunde, der einhergeht mit dem Gefühl der Überlegenheit über diejenigen, die Junkfood oder einfach das Falsche essen. Das hat etwas von religiöser Sonderstellung, also einer auserwählten Gruppe anzugehören, die sich durch bestimmte Verhaltensweisen und eben auch Körper zu erkennen gibt.

heise.de/tp/artikel/44/44634/1.html

Was hast du denn gefrühstückt? Einen Clown??

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Hallo! ich kenne einige Veganer und meistens sind die sogar so ruhig dass etliche Bekannte nicht einmal wissen dass sie Veganer sind

Aber wenn sie z. B bei einer Feier gefragt werden warum sie Fleisch ablehnen , so müssen sie das natürlich begründen

Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende. 

Ein Veganer muss nicht aufhören dir zu sagen, dass er kein Fleisch isst, weil du hörst ja auch nicht auf Fleisch zu essen, weil das der Veganer will.

Du bist nichts besseres! Fleisch essen schadet der Umwelt und Gesundheit von uns allen. Wenn die Freiheit von jedem einzelnen dort aufhört, wo sie die Freiheit von jemandem anderen einschränkt, müsstest du sofort aufhören jegliche Tierprodukte zu konsumieren.

Durch den Fleischkonsum:

  • verhungern Menschen, weil wir ihre Nahrungsmittel an Tiere verfüttern.
  • sterben Menschen in Krankenhäuser, weil Antibiotika nicht mehr wirken.
  • wird Regenwald abgeholzt, um mehr Tierfutter anzubauen.
  • werden viele Zivilisationskrankheiten gefördert.
  • wird unsägliches Leid über Tiere gebracht.
  • wird die Klimaerwärmung stärker gefördert, als der ganze weltweite Verkehr.

Um Fleisch zu konsumieren braucht man eigentlich überwältigende Argumente.

Ich möchte dich sehen, ob du noch so grosse Töne spucken würdest, wenn du ein Messer in die Hand gedrückt bekommst und dir dein Steak selbst aus einem Schwein raus schneiden müsstest.

Ich will damit nicht sagen, dass ein Veganer ein besserer Mensch ist als ein Fleischesser, aber ein Veganer ist ein besserer Mensch als er noch war, als er Fleisch gegessen hat.

ja, genau das meine ich...

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Fleisch essen schadet der Umwelt und Gesundheit von uns allen

Veganismus den Wildtieren und der Umwelt und der Gesundheit von uns allen.

Für die Massenvernichtung frei lebender Tiere gibt es kein Argument welches dies Rechtfertigt.

Der Genuss von Pflanzen bringt die qualvolle Vergiftung und Zerstückelung von Milliarden Tieren, Raubbau, Ausrottung ganzer Arten durch Monokulturen, die Vernichtung von Nahrungsmitteln, die Wasserverschwendung durch nährstoffarme Pflanzen, Feinstaub durch Massenimport/export, Treibhausgase die den Klimawandel verschlimmern, Regenwaldvernichtung wegen Südfrüchten und Palmöl und Sojaöl, Wasservergiftung durch massiven Pestizideinsatz und Kunstdünger, mit sich.

Es gibt kein rationalen vernünftigen Grund Veganer zu werden. Im gegenteil, wenn man die ganzen Nachteile bedenkt:

Welternährung: Vegane Ernährung ist nicht zielführend

https://www.topagrar.com/management-und-politik/news/welternaehrung-vegane-ernaehrung-ist-nicht-zielfuehrend-9596970.html

  • Es ist Raubbau da man dem Boden Nährstoffe entzieht die man nicht zurück führt.
  • Der Flächenfraß ist viel höher was schädlich für Artenvielfalt und Klima ist.
  • Eine Vegane Welt funktioniert nicht daher ist es egoistisch sein eigenes Seelenheil über das Leben anderer Menschen zu stellen.
  • Man ist auf Pflanzen aus aller Welt angewisen da DE nur 20% Obst und 40% Gemüse produziert gemessen am eigenbedarf.
  • Die Importware verbraucht 11-mal mehr Energie, stößt 11-mal mehr CO2 aus und erzeugt 28-mal so viel Schwefeldioxid wie einheimische Produkte.
  • Die Gesundheit nimmt Massiv schaden nach Jahren der Veganen Mangelernährung.
  • Man ist abhängig von der Supplementenindustrie.
aber ein Veganer ist ein besserer Mensch

Nein, nur ein Opfer der Lebensmittelindustrie.

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@wickedsick05

Deine Antwort ist auf grausame, den Anstand beleidigende Weise spöttisch. Du führst nur absurde und völlig widersprüchliche Argumente ins Feld, welche auf keinen Fall einer kritischen Betrachtung stand halten.

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@Spectacolo
Fleisch essen schadet der Umwelt und Gesundheit von uns allen.

Pauschale verschwöhrungstheoredische Hetze. Klingt wie "Auländer sind alle kriminell"

Wenn dann kann höchstens eine PRODUKTION der Umwelt schaden niemals aber der Kauvorgang. Nichts von der pauschalten Hetze hällt einer kritischen Prüfung stand.

Wer Fleisch als "homogene Masse" betrachtet die IMMER Gleich produziert wird leidet an der unfähigkeit zur differenzierung und sollte sich ernsthaft fragen wo im Leben er falsch abgebogen ist und vorallem warum?

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@wickedsick05

Sorry, aber ich kann nicht mit dir Diskutieren, deine Argumente sind komplett absurd. Werd mal weniger unreif und lern richtige Argumente ins Feld zu führen.

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ich denke es liegt in der Sache selbst begründet. Wer sich vegan oder vegetarisch ernährt, hat die Argumente tatsächlich auf seiner Seite. Das heißt es gibt viele gute und sinnvolle Gründe dafür. Genau deshalb tut man das dann auch. Aus dieser Erkenntnis heraus und dem Wissen (der Mensch ist nicht von Natur aus vegan, das heißt das ist ein aktiver Prozess dahin), dass die meisten Menschen wohl die Dinge nicht wissen die man selbst erst lernen musste bevor man sich vegetarisch oder vegan ernährt, wächst wohl der - an sich ja erst einmal positive - Gedanke, man könne Gutes tun indem man anderen hilft diese Dinge zu lernen.

Es ist im Prinzip die Tatsache dass man Dinge weiß, bei denen es von Vorteil wäre wenn mehr Leute das wüssten. Nehmen wir z.B. Nestle. Es gibt leider nach wie vor viele Menschen, die keine Ahnung haben dass die Firma Nestle eine der menschenverachtendsten Firmen ist die es aktuell auf dem Planeten gibt. Ich kann mich glücklich schätzen das zu wissen und verweigere auch Nestle Produkte. Nun denke ich mir auch oft, wieso soll ich Menschen nicht darauf hinweisen? Wenn sie es nicht wissen, wie sollen sie darauf verzichten? Ich selbst wüsste es ja nicht wenn ich nicht das Glück gehabt hätte, dass jemand mir davon berichtet hat. Denn solche Dinge erfährt man nicht über Schlagzeilen, da stolpert man mit viel Glück drüber oder wird eben von anderen aufgeklärt. Ich erzähle also auch gerne mal Menschen davon, was Nestle zu verantworten hat. Wenn sie es annehmen und auf Nestle verzichten wollen: perfekt. Wenn nicht, dann nicht, das ist dann auch okay und deren Recht.

Was ich aber ganz und gar nicht verstehe, ist dass Leute sich überhaupt erst darüber empören, dass man sie darauf hinweist. Um es mal ganz nüchtern darzustellen: Menschen regen sich darüber auf, dass sie ihr Wissen erweitern?? Ehrlich gesagt habe ich dafür kein Verständnis. Man kann sich durchaus darüber aufregen, dass es Menschen gibt die es nicht akzeptieren, dass man das gewonnene Wissen nicht in Handeln umsetzt. Denn das muss jeder und jede für sich wissen. Doch allein schon die "Aufklärung" zu verdammen finde ich schräg. Über Jahrtausende hat man sich bemüht, dem Menschen mehr Wissen zugänglich zu machen, und jetzt regen wir uns darüber auf dass uns Wissen vermittelt wird?

dass die meisten Menschen wohl die Dinge nicht wissen die man selbst erst lernen musste bevor man sich vegetarisch oder vegan ernährt, wächst wohl der - an sich ja erst einmal positive - Gedanke, man könne Gutes tun indem man anderen hilft diese Dinge zu lernen.

der Ansatz ist aber grundsätzlich falsch

die meisten kennen die Argumente schon und essen dennoch Fleisch, weil sie es so wollen und sich dafür entschieden haben

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@Liebello

ist dem so? Meine Erfahrung zeigt da anderes. Es gibt einige Argumente, die vermutlich jedem bekannt sind, aber meiner Erfahrung nach wissen die wenigstens die wirklich stichhaltigen Argumente. Man erntet ja oft sogar Spott wenn man jemandem erklärt, dass die Tierindustrie (Tierprodukte natürlich eingeschlossen, nicht nur Fleisch) einer der größten CO² Produzenten weltweit ist und der ganze Quatsch von wegen KFZ-CO² ein Witz gegenüber Tierprodukten ist. Dass Kuhmilch stark krebsfördernd ist weil der biologische Sinn hinter dieser Milch der schnelle Zellaufbau von heranwachsenden Kühen, also Kälbern, ist. Das mit den Hühner-Eiern und dem Antibiotika ist soweit ich das sagen kann inzwischen ziemlich bekannt, aber auch da treffe ich immer wieder auf Menschen die das nicht wissen.

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@Liebello

Nein, die meisten Menschen kennen nicht einmal den Zusammenhang zwischen Fleischproduktion / Methan/ Klima.

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@kami1a, UserMod Light

das Veganthema wurde hier auf GF schon so häufig durchgenudelt, dass es doch mittlerweile jeder hier weiß...

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@Liebello

Es gibt mehr als GF - und Umfragen wie in Schulen

Das wissen nicht einmal 10 %. Das relativ kleine Deutschland liegt bei den Treibhausgas - Emissionen auf Rang 7 von fast 200 Ländern das wissen gerade mal 20 %

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@kami1a, UserMod Light
Es gibt mehr als GF

ja

meine Frage bezog sich mehr auf GF (wollte ich aber nicht schreiben, weil die Frage sonst gelöscht wird)

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@Liebello

aber gut, sagen wir mal die Mehrheit weiß es, ist es denn jetzt wirklich so ein Drama wenn man - obwohl man es weiß - darauf hingewiesen wird? Dann sagt man eben "hör zu, das ist mir alles bekannt und ich möchte trotzdem weiter Fleisch essen", dann gibt es zwei Möglichkeiten: Empörung. Wenn die Person dann unverständnisvoll ist und empört reagiert dann weißt du bescheid, lohnt sich nicht weiter mit der Person zu schreiben/reden. Möglichkeit zwei: die Person akzeptiert das und lässt dich damit in Frieden, dann hat doch auch niemand Schaden davon genommen, oder?

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@guitarbassman
ist es denn jetzt wirklich so ein Drama wenn man - obwohl man es weiß - darauf hingewiesen wird? 

ja, nervt wie Sau...

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Dein Vergleich mit den Kindern zeigt sehr gut auf, worin sich beide Themen unterscheiden: das Veggitum ist nicht selten ideologiebelastet. Wer keine Kinder haben möchte, trifft diese Entscheidung meist aus pragmatischen Gründen: er hat finanzielle Sorgen, findet keinen Partner oder möchte schlichtweg keinen Nachwuchs aufziehen. Da besteht einfach kein Anlass, andere Menschen von irgendwas überzeugen zu wollen.

Es gibt zwar auch "human-extinction"-Bewegungen, die dir aus ideologischen Gründen genau den von dir beispielhaft genannten Quatsch auftischen wollen, aber die sind hierzulande glücklicherweise noch nahezu unbekannt.

Als grundsätzliches Fazit kann man vielleicht sagen: wenn jemand meint, durch seine Lebensweise anderen Menschen irgendwie "überlegen" bzw. "etwas besseres" zu sein, wird dieser jemand auch immer Werbung für seine Lebensweise betreiben. Das gilt für Gläubige, die meinen, sie hätten die "alleingültige Wahrheit" erkannt, für Radikalveggis, für politische Irre, für Esoterik-Fanatiker und auch für extreme Sportfans, die kein Problem damit haben, den Anhängern konkurrierender Vereine wegen einem verlorenen Spiel den Schädel einzuschlagen.

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