Wieso ist es Pflicht bei Mofa/Roller/Morrad etc einen Helm zu tragen und bei Fahrrädern nicht?

11 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo Hundefreundin,

deine Frage ist absolut richtig und gerechtfertigt. Ich hoffe, dass ich ein bisschen zur Beantwortung beitragen kann.

Als 1980 die Helmpflicht für Mofas unter Bußgeld eingeführt wurde, waren die Fahrräder technisch sicherlich nicht so weit wie heute. Das Mofa gilt ja auch als Fahrzeug, weil es mit einem Hilfsmotor betrieben wird und das Fahrrad gilt als Sportgerät. So weit die rechtliche Unterscheidung. Durch die Weiterentwicklung des Rades und die dadurch immer höheren erzielten Geschwindigkeiten müssen zu einer Änderung in der Gesetzeslage führen und damit zu einer Helmpflicht auf dem Fahrrad.

Denn es gibt kein vernünftiges Argument gegen eine Helmpflicht. Die Unfallzahlen, in den letzten Jahren immer weiter ansteigend, sprechen eine eindeutige Sprache. Und es sind nicht nur die Verkehrsunfälle zwischen Fahrradfahrer und motorisierten Fahrzeugen, bei denen schwere Verletzungen bei den Radlern auftreten, sondern eben auch zwischen Radler und Radler.

Ich hoffe sehr, dass nicht nur Helmpflicht eingeführt wird, sondern einiges mehr. Denn nur auf die Freiwilligkeit zu setzen, wird wohl kaum zu einer Einsicht bei den Helmmuffeln führen.

LG vom Polarfuchs

Wie blind muss man eigentlich sein, um keine vernünftigen Argumente gegen eine Helmpflicht zu finden.

Als Anfang, eine Helmpflicht erhöht das Risiko beim Radfahren eine (Kopf-)verletzung zu erleiden (Nachweis durch Robinson et al):
http://www.onestreet.org/images/stories/pdf/Helmet_law_outcomes_summary.pdf

Und zu behaupten Räder von heute währen deutlich schneller als die vor 30 Jahren ist ziemlicher Quatsch! Edi Merxc hat 1972 mit einem fast normalen Rennrad 49km/h geschaft, Chris Broadman mit einem komplett durchgestylten Aerodynamikteil gerade mal 7km/h mehr. Und das sind Supersportler die eine Stunde 500Watt treten können. Die meisten Räder von heute werden eher langsamer sein als der Standard vor 40 Jahren, Federung und Brezellenker sowie Billigteile sind nicht gerade speedfördernd...

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@espressionant

Wie blind muss man eigentlich sein....>

Wenn schon so ein Kontra-Argument beginnt, habe ich keine Lust weiterzulesen und mich damit weiter auseinander zu setzen.

Gruss

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@polarfuchs

Wenn man keine Lust hast, sich mit Gegenargumenten auseinanderzusetzen, braucht man gar nicht blind sein, es reicht den Kopf in den Sand zu stecken.

Du hast recht, mein Kommentar war provozierend. Aber schön, dass Du zeigst, dass er berechtigt war.

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Leider gleich mehre Fehler:

Das Mofa gilt ja auch als Fahrzeug, weil es mit einem Hilfsmotor betrieben wird und das Fahrrad gilt als Sportgerät.

Das Mofa gilt als Kraftfahrzeug, weil es einen Motor hat. Das Fahrrad gilt als Fahrzeug! Ein kurzer Blick in §2 der StVO reicht aus, um das Festzustellen.

Und mit Sportgeräten, wie z.B. Tretrollern, gilt man vor dem Gesetz als Fußgänger, obgleich man hiermit ähnlich schnell werden kann wie mit einem Rad. Die rechtliche Einstufung hängt aber nicht an der Geschwindigkeit!

Einräder und Tretroller sind Sportgeräte. Fahrräder sind Fahrzeuge (...unabhängig ob sie als Sportgerät genutzt werden oder nicht!)

Denn es gibt kein vernünftiges Argument gegen eine Helmpflicht.

Darauf detailliert einzugehen würde zu lange dauern. Natürlich gibt es sehr viele und sogar auch vernünftige Gründe gegen eine Helmpflicht. Mit ein wenig Suche bei Google wird man da schnell fündig.

Um nur ein einziges Gegenargument zu nennen: In den Ländern, in denen eine solche Helmpflicht für Radfahrende eingeführt wurde, hat dies nicht zu einer Erhöhung der Sicherheit für Radfahrer geführt, sondern häufig sogar zu dem Gegenteil! Zudem ging der Anteil des Radverkehrs dort rapide zurück.

Die Unfallzahlen, in den letzten Jahren immer weiter ansteigend, sprechen eine eindeutige Sprache.

Sie sprechen eine eindeutige Sprache: Sie sinken!

Die Statistiken sind öffentlich beim Statistischen Bundesamt downloadbar. Wir brauchen uns also nicht über Fakten streiten. Die Zahlen der letzen 50 Jahre kann jeder anschauen und vergleichen. Der Trend bei den Verkehrstoten geht insgesamt abwärts.

Und es sind nicht nur die Verkehrsunfälle zwischen Fahrradfahrer und motorisierten Fahrzeugen, bei denen schwere Verletzungen bei den Radlern auftreten, sondern eben auch zwischen Radler und Radler.

Wieder verweise ich auf das Statistische Bundesamt.

2/3 aller Toten Radfahrer gehen auf das Konto Abbiegender Kraftfahrzeuge!

Davon 2/3 auf das Konto von LKW (die allerdings nur 8% des Verkehrsaufkommens ausmachen).

Ein Helm wird hier kaum etwas ausrichten bei der Todesursache Nummer 1 unter Radfahrern. Wenn man zwischen den Zwillingsreifen eines LKW zermatscht wird, machen die 2cm Styropor keinen signifikanten Unterschied.

Wenn man schon eine Pflicht einführen will, dann könnte man es machen, wie die Briten. Dort sind LKW ohne ein elektronisches Warnsystem, das vor Radfahrern im toten Winkel warnt, verboten!

Hierzulande muss man nicht einmal verpflichtend Spiegel haben die den Toten Winkel verhindern, obgleich es solche Spiegel seit langem gibt und die Kosten für diese nur einen winzigen Bruchteil der Anschaffungskosten eines LKWs ausmachen. Das Fehlen dieser Spiegel und Warneinrichtung dagegen ist ungeschlagene Todesursache Nummer eins!

Deine politische Forderung nach stärkerer Reglementierung unter Streuung von Falschaussagen magst du möglicherweise mit dem Ziel verfolgen, den derzeitigen Zuwachs des Radverkehrs zurückdrängen zu wollen. Einen realen Sicherheitsgewinn wird der Radverkehr durch seine Verringerung jedoch nicht erleben. Alle bekannten Zahlen sprechen gegen eine solche Vermutung.

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Man kann in vielen Situationen Kopfverletzungen erleiden. Am öfftesten treten diese im Haushalt auf. Fändest Du dort eine Verpflichtung einen Helm zu tragen sinnvoll? Nein? Warum dann auf dem Fahrrad?

Schaut man sich mal die nakten Zahlen an, dann ist Radfahren mit freiem Kopf ungefährlicher als Spazierengehen, was die Kopfverletzungen pro Kilometer angeht. Betrachtet man das Risiko pro Zeit ist Radfahren ungefährlicher als Autofahren. Im Prinzip ist Radfahren also ähnlich gefährlich wie viele andere Tätigkeiten, bei denen ein Helm albern wäre. Also ist er es beim Radfahren doch auch.

Jetzt gilt aber für Staaten mit geringem Helmträgeranteil, dass Radfahren gesünder ist als es sein zu lassen (zumindest in normalen Maßen). Der alberne Helm macht das Radfahren aber komplizierter und unangenehmer, also wird weniger Rad gefahren, also nimmt die Bevölkerungsgesundheit ab. Zudem lenkt der Helm von wirklichen Sicherheitsproblemen ab, Staaten, die gute, gesunde Radfahrerpolitik machen verzichten auf den Helm.

Motorradfahrer, die trotz ihres Helms ein vielfach höheres Kopfverletzungsrisiko haben, haben die Helmpflicht in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts aufgebrummt bekommen. Damals hat man sehr viel technokratischer die Welt betrachtet und die Verletztenzahlen waren irre hoch. Heute würde man diese Pflicht vermutlich nicht mehr einführen können.

ganz einfach da es der gesetzgeber so bestimmt hat und bei nichtbeachtung folgt strafe,es gab schon zeiten da war keine helmpflicht genauso wie im auto mit anschnallen

Wegen der Nummernschilder kann man das bei Moped und Co. auch besser kontrollieren und Nichtbeachtung bestrafen.

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Mein Helm: http://www.uvex-core-range.com/de/home/bike/produkte/uebersicht-radhelme/uvex-hlmt-9-bike/ "Normen: EN 1078 / TÜV GS / CE / CPSC"

Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen :) Danke im Voraus :D

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