Wieso ist es kein Problem als Weiblicher Fussballstar lesbisch zu sein, aber bei Männlichen machen viele voll da Drama?

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Na ja, die traditionellen Geschlechterrollen spielen dabei wohl eine große Rolle. Und da ist Fußball einfach immer noch ein ganz typischer Männersport.

Wenn also eine Frau Fußball spielt, verstößt sie damit eh schon gegen jegliche Rollenerwartungen. Wie schon geschrieben wurde, wird der Frauenfußball ja auch eh nicht so richtig ernst genommen. Dass eine Frau, die gegen die Rollenerwartungen verstößt, indem sie Fußball spielt, dann auch lesbisch ist, wird nicht mehr als Tabubruch, sondern eher fast als logische Konsequenz wahrgenommen. Wenn eine Frau sich so quasi gegen die traditionellen Rollenerwartungen auflehnt, muss sie ja schon fast lesbisch sein, in den Köpfen vieler Menschen. Damit würde sie zumindest die Vorurteile, wie eine Lesbe zu sein hat, wieder voll erfüllen.

Bei den Männern sieht es ganz anders aus. Der Fußball gilt so ein Stück als Demonstration der Männlichkeit. Wer super gut Fußball spielt, wird als Vorbild gesehen - als Vorbild für was es heißt, richtig männlich zu sein. Und das jemand, der diese Rollenbilder scheinbar so perfekt erfüllt, dann schwul ist, verstößt quasi gegen jegliche Klischees. Das bringt die festgefahrenen Bilder im Kopf, wie ein Fußballer zu sein hat und wie ein schwuler Mann zu sein hat, vollkommen durcheinander, wenn quasi dieses Vorbild an Männlichkeit sich als Schwul outet.

Klischees sind eigentlich zur Orientierung gedacht und Menschen fühlen sich hilflos und orientierungslos, wenn jemand so gänzlich überhaupt nicht in dieses Klischees passt. Frau, die Fußball spielt = lesbisch passt für Menschen exakt in ihre vorgefertigten Bilder. Mann der Fußball spielt und schwul ist, passt gänzlich überhaupt nicht und zwingt Menschen dazu, ihre klischeehaften Rollenbilder überdenken zu müssen.

Ich glaube, das politisch, sozial und gendermäßig Korrekte können wir hier schnell beiseite lassen. Du möchtest ja eine Erklärung haben.
Ein kurzer Versuch, bei dem ich die grundlegenden kulturellen Muster nicht extra thematisiere, sondern das als Ausgangspunkt nehme, was jeder sehen oder aus unmittelbarer Erfahrung wissen kann:

Männer sind im Durchschnitt gröber als Frauen. Ihre Zärtlichkeit wird von Außenstehenden, wenn man also nicht die Person ist, die zu dieser Zärtlichkeit eingeladen hat, eher als unpassend oder befremdlich empfunden. Das gilt wohl erst recht, wenn beide Beteiligten grobe Kerle sind. Selbst die eigenen Kinder lassen sich von den Müttern länger beschmusen als von ihren Vätern.

Männliche Sexualität ist generell aggressiver. Sie wird deshalb - zunächst egal, ob von Frauen oder Männern - als zudringlicher empfunden und ist es ja am Ende tatsächlich selbst im Wortsinn.
Entsprechend fallen die Abwehrreaktionen aus - und dies schon in der Wahrnehmung und nicht erst, wenn man selbst sich bedrängt fühlen könnte.

Da Fußballer einer Mannschaft sich auf dem Platz, aber vor allem nach dem Spiel, körperlich recht nahe kommen, könnten der Eindruck und die Empfindung aufkommen, dass die sportliche und die erotisch-sexuelle Ebene des Umgangs sich in unangenehmer Weise vermischen.
Es sieht so aus, als achteten Mannschaftskameraden seit einigen Jahren verstärkt darauf, dass es hier nicht zu Missverständnissen kommt.

Ist dir schon einmal aufgefallen, dass sich Spieler - jedenfalls in der BL - beim Torjubel kaum noch umarmen, wie das früher üblich war, sondern ihre Männerbrüste (bei weggespreizten Armen) aneinander prallen lassen?
Modellhaft ist das bei Thomas Müller zu beobachten.

(Andererseits gibt es das Sich-übereinander-Stapeln nach einem Torerfolg, das in dieser Logik eigentlich noch anrüchiger wäre. Vielleicht kann jemand anders hier diesen Widerspruch auflösen.)

Bei Frauen gilt das alles in viel, viel geringerer Weise oder gar nicht.

Die Aversion von manchen Männern gegen Lesben schient mir nicht so tief in das erotische Empfinden hineinzureichen. (Die gucken vielleicht sogar entsprechende Filmchen lieber als solche mit störender männlicher Beteiligung.)  Es handelt sich nach meinem Eindruck in diesen Fällen eher um einen sozial verstärkten Groll, weil sich lesbische Frauen der Verfügbarkeit für Männer ja prinzipiell entziehen.

Wir finden diese "primitive" Aversion deshalb häufiger und fast total in Gesellschaften mit ausgeprägter Gewaltherrschaft der Männer, also in Ländern, aus denen in letzter Zeit besonders viele Männer nach Deutschland kommen.

Bei solchen, "die schon länger hier sind", ist diese plumpe Gefühlsschiene weitgehend stillgelegt, so dass an den vielen lesbischen Fußballerinnen, die es durchaus gibt, praktisch kein Anstoß genommen wird.

Die Sichtweise ist in der Gesellschaft leider fast schon normal.

Frauenfußball ist generell nicht so gut angesehen. Die Damen werden von vornherein oft als lesbische Mannsweiber bezeichnet (was natürlich Quatsch ist).

Dazu sind Lesben ein Ticken mehr akzeptiert, als Schwule ("schwule Männer sind keine richtigen Männer!" klingt komisch, ist für viele aber so. Ist eventuell auch so ein Porno-Ding).

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