Wieso ist es erlaubt das bei einer Amtsgericht Verhandlung in der es um Erregung öffentlichen Ärgernisses geht Zuschauer zuschauen?

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Ben vom gutefrage-Support

9 Antworten

Da gibt es unterschiedliche Gründe.

Ein Straftäter steht unter Verdacht, gegen Rechte verstoßen zu haben, die vom Volk bzw dessen Vertretern aufgestellt wurden, also besteht auch Interesse des Volkes, dem Angeklagten zum einen, einen fairen Prozess zu machen und zum anderen, zu erfahren, dass Recht im Namen des Volkes gesprochen wird. Andererseits hat der Angeklagte die Gewissheit, dass die Macht der Gerichte nicht gegen ihn mißbraucht werden kann.

Wäre daß nicht so, wären die Gesetze nur noch Mittel zum Zweck das Volk zu unterdrücken , was die Gerichtsbarkeiten vieler nicht- Rechtsstaaten unzählige Male seit Beginn der Gerichtsbarkeit bis in die heutige Zeit beweist. Oder möchtest Du wegen deines Vergehens zu einer jahrelangen Haftstrafe verurteilt werden nur weil Du dem Staat im Wege bist?

Das Volk macht die Gesetze, überwacht deren Einhaltung und bestraft diejenigen die dagegen verstoßen. Eine der wichtigsten Grundlagen eines Rechtsstaats.

könnten Sie meine anderen Fragen auch beantworten bitte weil Ihre Antwort fast am besten war. ich habe schon so viel gefragt aber irgendwie weiß ich jetzt genau so viel wie davor weil jeder was anderes antwortet oder sich lustig macht

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@87Thomas
weil jeder was anderes antwortet oder sich lustig macht

Das stimmt nicht und das weißt du. Du hast zig richtige Anworten bekommen.

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Verhandlungen sind öffentlich, damit das Volk sich davon überzeugen kann, dass alles mit rechten Dingen zugeht, es also eine faire Verhandlung gibt und ein gerechtes Urteil und nicht etwa danach entschieden wird, ob dem Richter die Nase des Angeklagten passt oder nicht. Es hat also eine öffentliche Kontrollfunktion. Und gerade bei Erregung öffentlichen Ärgernisses geht es ja auch noch um ein unangemessenes Verhalten im öffentlichen Raum und nicht etwa im stillen Kämmerlein.

Hier findest du auch ein paar Infos dazu: https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96ffentlichkeitsgrundsatz

und wieso gibt es kein Recht das keiner erfahren darf das derjenige schwul ist wenn man das dann genau weiß wenn man bei der Verhandlung ist? wenn über so was peinliches gesprochen wird wie das was derjenige gemacht hat und dann auch noch alle wissen das er schwul ist müsste das wichtiger sein das das keiner erfährt als das andere weil es schon unangenehm genug ist

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@87Thomas

Er muss vor Gericht doch nicht sagen, dass er schwul ist. Wenn er natürlich mit einem anderen Mann in der Öffentlichkeit Sex oder rungemacht hat, können die Zuschauer das aus der Handlung schließen.

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@sassenach4u

er sagt es auch nicht aber wenn die Zuschauer sich es dann denken können dann müssten Zuschauer verboten sein weil es wichtiger ist das das keiner erfährt wenn er es nicht will als das Zuschauer die Verhandlung sehen können

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Grundsätzlich sind alle Verhandlungen öffentlich außer denen vor dem Familiengericht, die sind immer unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Oder, wenn Kinder involviert sind, um deren Privatsphäre als minderjährige zu schützen. Ansonsten ist die Öfentlichkeit deshalb, damit Zuschauer verfolgen können, wie die Gerichtsbarkeit funktioniert und nichts verschleiert wird.

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