Wieso ist es eigentlich meist die Gegend um den Hauptbahnhof die in viele Städten im Verruf ist?

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11 Antworten

Nö, weil der Hauptbahnhof immer in Nähe der Stadtmitte ist, aber doch etwas außerhalb, und weil genau dort die meisten Fremden sind, die ihre Wartezeiten überbrücken müssen (auch mal ne Nacht...). Mehr potenielle Kunden als sonst im Ort. Und wo es um Geld geht, und "viel los" ist, siedeln sich auch die Zwielichtigen Gestalten an... (Obdachlose haben es da warm, udn Reisende sind evtl, großzügiger als Shopping-Passanten in einer Innenstadt).

Was für Geschäfte sich wo ansiedeln, haben die Ordnungshüter relativ gut im Griff, und in Wohngegenden will das keiner haben.

Schaefchen12 05.05.2011, 10:36

Aber am HBF (zumindest in Düsseldorf) sind auch massenweise Wohnungen etc ?!

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Blindi56 05.05.2011, 10:38
@Schaefchen12

na, Wohnungen sind in allen Stadtgebieten irgendwie,kommt aber auch die Qualität der Wohngegend an, da sind sicher vorwiegend preisgünstigere Hochhäuser und keine Einfamilienhäuser....eher gemischt also.

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Schaefchen12 05.05.2011, 10:40
@Blindi56

Stimmt, aber wieso baut man nicht Einfamilienhäuser in so einer Gegend ? Es gibt für alles einen Markt und eine Zielgruppe

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Blindi56 06.05.2011, 16:07
@Schaefchen12

Die Leute, die sich Einfamilienhäuser leisten können, wollen doch nicht am lauten, stinkenden Bahnhof wohnen, wo auch viel Industrie ist, sondern schön im Grünen.

(Vor allem aus Zeiten der Dampfloks ist das noch so).

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Ich glaube, dass das Problem (zumindest bei uns) viel weiter zurück liegt!

Wir hatten vor bzw. während des 2. Weltkriegs einen ziemlich großen Rangierbahnhof.

Somit haben sich rund um den Bahnhof sogenannte "Eisenbahner-Siedlungen" gegründet. Diese waren natürlich, qualtitative relative gering. 

Später nachdem der Bahnhof "aufgelöst" wurde und die Arbeitskräfe überflüssig waren wurden diese Wohnung zu Sozialwohnungen. Zwar ist es hart zu sagen aber in diesen Wohnungen leben nun mal die eher "Verrufenen" Leute. 

Ich kann mir vorstellen, dass dies auch in anderen Städten der Fall ist.

Andere Gründe wie zum Beispiel der Grund das "Landstreicher" o.ä. Personengruppen dort erste Anhaltspunkte finden halte ich auch füf möglich aber diese Personengruppen haben meist feste Anlaufpunkte wie zum Beispiel ihr "Stamm-Kiosk" 

 

Heut zu Tage hat unsere Stadt sich sehr um unseren Bahnhof bemüht. Nach einer Großflächigen renovierung und dem Bau eines Einkaufcenter's ("City-Center") und der Umgestaltung des Stadtbildes (Grünfläche mit Bäumen) etc. wurde die Gegend um den Bahnhof eindeutig verschönert! Dort gibt es natürlich noch einige "kritische" Gegenden aber der Teil an schönen Gegenden rund um den Bahnhof hat auch zugenommen!

 

Soviel dazu! 

Henni

früher war es so, das reisende die in der stadt ankamen und nicht am selben tag weiterfuhren, sich dann ein zimmer nach am bahnhof nahmen. war es allein reisende männer, so suchten die natürlich vergnügen.

auch konnte und kann man als ganove davon ausgehen, das die reisenden leichte opfer sind.

und es herscht dort meist viel betrieb, so das gangstertreffen nicht auffallen

Weil dort die räumliche Fluktuation und verkehrsbedingte Durchmischung der sozialen Unterschichten stattfindet, Taschendiebe und Kleinkriminelle anzieht - und damit die Oberschicht "verschreckt".

Da die meisten, die es sich leisten können, von da wegziehen, sinken andererseits die Nachfrage und die Preise dort, was wiederum die Rotlichtszene mit der Hoffnung auf "die schnelle Mark" bei geringen Fixkosten anzieht.

Das kommt gleichzeitig auch wieder den Rotlicht-Konsumenten entgegen, die bei derlei "Aktivitäten" in ihrer feinen Wohngegend besser nicht erkannt werden wollen. Um den Bahnhof herum kennt die aber sowieso keiner, es herrscht also eine gewisse Anonymität vor, die alle an solchen "Geschäften" Beteiligten zu schätzen wissen.

 

So is dat halt, vor dem Bahnhof puffen die Loks, hinterm Bahnhof locken die Puffs. Bahnhofe sind Knotenpunkte. Hier trifft alles zusammen, Bahnen aus allen Himmelsrichtungen, Busse von überall her. Und damit die Reisenden sich versorgen können findet man hier allerhand Dienstleistungen. Das scheint so in den menschlichen Genen veranlagt zu sein das man sich an solchen Plätzen zusammenfindet. In grauer Vorzeit haben wir uns ja auch an verkehrsgünstigen Punkten niedergelassen.

Das die Rotlichtszene sich da niederlässt liegt auf der Hand, Durchreisende sind Laufkundschaft. 1 Stunde warten auf den Zug? Da kann man sich die Zeit mit ner schnellen Nummer versüßen. Drogenhandel am Bahnhof? Hier kommen die Lieferanten an und man kann schnell verschwinden wenns eng wird.

Und es ist tatsächlich überall so. Selbst der Milliarden teure Bahnhof in Hannover sieht wieder aus wie ein Ghetto  ;-)

espre66o 05.05.2011, 10:58

DH für das Wortspiel!

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espre66o 05.05.2011, 10:58

..

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So kam es auf jeden Fall, dass sich damals nach dem 1.WK z.B. alle Flüchtlinge und Einwanderer an den Bahnhöfen aufhielten, weil sie oftmals kein Geld für eine Unterkunft und Co. hatten und oft gerade mal so das Ticket hatten kaufen können. Und das ist bis heute so geblieben, Bahnhöfe bieten ja auch alles rund um die Uhr: Kioske, Mc. D., Apotheken, Getränkeshops.. Da hat man alles was man braucht und ist immer versorgt. Außerdem: Immer wechselde Laufkundschaft die sich perfekt eignet um zu betteln ;)

Ich hoffe, das konnte deine Frage etwas beantworten.

Lg

Weil dort viele Menschen von Reisen ankommen (und eventuell sexuell erregt oder erschöpft sind) und es somit eine gute Stelle für Bordelle und Drogenhandel ist. Man kommt leicht dorthin und wieder weg.

Die dort angesiedelte Unterhaltungsindustrie fördert die Anwesenheit der "bösen" Leute. Im Rotlichtmilieu und in Spielhallen findet man eher selten glückliche, zufriedene und unbescholtene Leute...

Schaefchen12 05.05.2011, 10:33

Interessant, wieso ist das so ?

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Bearpaw 05.05.2011, 10:34
@Schaefchen12

Weil glückliche,unbescholtene Leute besseres mit ihrer Zeit anzufangen wissen ^^

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Bearpaw 05.05.2011, 10:36
@Schaefchen12

Zumeist findest du an Bahnhöfen aber nur Automatenkasinos... ;)

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Schaefchen12 05.05.2011, 10:38
@Bearpaw

Ja das ist klar aber wieso geht man davon aus dass die mittel und unterschicht die in "billigen casinos" (spielhallen) zockt unzufriedene ist oft und die Oberschicht (die auch zocken, nur halt in edeleren etablissemets) völlig sorgenfrei sind :/ ?

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wahrscheinlich ist das der grund -- die möglichkeit, schnell zu verschwinden

das frankfurter bahnhofsviertel gehört auch dazu

eher weil viel betrieb ist...und die ganzen Junkies und Penner da schnelle Kohle sehen....Naja eher die Dealer ^^

Solltest du als Polizist das denn nicht wissen :))))))

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