Wieso ist eine Geburt heute immer noch so schmerzhaft? Gibt es keine geeigneten Medikamente oder

... komplette Frage anzeigen

22 Antworten

Ich habe mich frühzeitig für eine PTA ausgesprochen, das unterdrückt die Wehenschmerzen und ich fand es perfekt und vollkommen entspannt. Leider ist es heute so, dass man von vielen Müttern Hassblicke und blöde Kommentare bekommt, wenn man sich dazu entschließt und das auch noch offen sagt. Das ist wie mit dem Stillen. Wer nicht stillt ist eine schlechte Mutter - warum ist dabei egal, du bist einfach schuld! Es wird dann meist mit dem "Natürlichen Erlebnis der Geburt" kommentiert - alles Quatsch! An Schmerzen ist nichts schön! Aber bei Kopfschmerzen pfeifen sich alle gleich eine Tablette rein! Lies mal dazu das Buch "Müttermafia".

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

alessra 26.01.2013, 00:28

Es wird wohl jeder verstehen, was du meinst. Erfrischende Antwort! Kurz und prägnant! Für mich (wohlgemerkt: für mich) bringst du es auf einen Nenner.

Nimm noch die verschiedenen Lern- und Krabbelgruppen hinzu, zu denen man mit seinem Neugeborenen nicht geht, und das Bild von dem "Hassbild" ist perfekt und wahr! ;-)

3
evamaria123 26.01.2013, 01:14

Das entspricht der Realität! Kann ich so unterschreiben.

Mir scheint, viele andere Userinnen, die sich eine Schmerzlinderung geben lassen haben, WAGEN gar nicht, hier von dieser Erfahrung zu berichten, kann das sein?

1
alessra 26.01.2013, 21:46
@evamaria123

Bitte lest euch auch Arramias Beitrag durch. Der ist für mich persönlich sehr sachlich, lehrreich und nicht zu lang.

1

Jede Frau empfindet das anders - aber schon kurz nach der Geburt sind die Schmerzen vergessen. Du musst Dir da nichts einreden lassen - soooo schlmm ist es meist nicht.

Schmerzmittel gehen auch auf das Kind über und könnten es schädigen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

alessra 25.01.2013, 18:18

Meine Mutter hat damals (glaubt sie) morphinähnliche Substanzen bekommen, und ich glaube einfach nicht, dass Ärzte etwas geben, wenn es dem Kind schadet.

Ab einem bestimmten Zeitpunkt darf ja auch nichts mehr gegeben werden, weil es dann zu sehr auf das Kind übergeht.

0
beangato 25.01.2013, 18:24
@alessra

Das ist schon richtig.

Aber denk mal an Frauen z. b. in Afrika, da gehts und gings schon immer ohne Schmerzmittel.

Schreien muss man auch nicht immer - ich hab 3 Kinder ohne was auf die Welt gebracht und bin immer gelobt worden, weil ich nicht geschrien habe.

Man hat ja eine Geburtsvorbereitung, da lernt man auch Einiges.

0
alessra 25.01.2013, 18:29
@beangato

Meine Mutter sagt, sie hätte ** gern geschrien, aber der Schmerz, trotz Schmerzmittel, **hat ihr den Atem genommen.

1
rosehip 26.01.2013, 02:03
@alessra

Sie hätte Dir auch erklären sollen, dass unter der Wehe das Atmen komplett anders ist und man sich da sehr auf jeden Atemzug konzentrieren muss, um nicht den "Anschluß" zu verlieren. Es herrscht während der Wehe ein großer Druck im Bauch - man hat das Gefühl, dagegen anatmen zu müssen, was bei gleichzeitiger Wahrnehmung des stärker werdenden Schmerzes nicht einfach ist. Dies erfordert eine große Konzentration, die gestört ist, wenn man dabei auch noch schreien würde. Daher kommt in dieser Situation beim Atmen eher ein Stöhnen im Atemrhythmust zustande. Man gibt womöglich "dunkle" Geräusche von sich, schreit aber nicht, weil es den Atemtakt stören würde - ebenso wie Reden, was während einer kräftigen Wehe ebenfalls nicht möglich ist.

Beim Pressen kann nicht wirklich geschrien werden, weil man dabei die Luft anhält. Erst nach jedem Pressen ist man "frei" für kräftigere Geräusche - dann allerdings sind diese nicht mehr nötig, da man gerade schmerzfrei ist.

Ich habe den Eindruck, dass hier Halbinformationen, fehlende Informationen und "Horrorgeschichten" von Schmerz und Überforderung zu Deiner Angst vor überwältigenden Schmerzen geführt haben....

1
Affia 26.01.2013, 08:30
@alessra

Ich hätte meine Energie nicht verbraucht für Schreie. Stöhnen ja aber das war es auch schon. Die Presswehen waren anstrengend aber auch eine Erleichterung, man weiß, dass es nicht mehr lange dauert.

Vor keiner Geburt hatte ich Vorbereitungskurse aber ich wusste komischerweise immer genau, was ich machen musste. Seitdem bin ich davon überzeugt, dass Frauen sich instinktiv richtig verhalten. Ich war in keinem Moment der Geburten 'verkopft' und musste mich erinnern, was ich wann wie machen sollte.

Dass es los ging, merkte ich nicht allein durch Wehen. Ich bekam immer den Drang zu laufen. Aus meiner Erinnerung heraus und vom Gefühl her muss ich einige Kilometer gelaufen sein bevor ich mich wirklich hinlegen wollte. Ich kann mich an die Geländer erinnern, über denen ich während der Wehen hing um meinen Rücken zu entlasten, die Wände, an denen ich mich abgestützt habe und ich war dankbar für jeden Stuhl auf dem Flur. Hände auf die Sitzfläche und sich hängen lassen bis die Wehe weg war. Für andere war das vielleicht ein seltsamer Anblick, mir hat es geholfen.

Meine Tochter ist derzeit schwanger und sie fragt mich vieles. Ich kann ihr nicht sagen, dass eine Geburt schmerzfrei ist, das ist sie nämlich ganz und gar nicht aber ich mache ihr auch keine Angst. Sie will normal entbinden, ohne Schmerzmittel. Wofür sie sich letztendlich entscheidet, das wird man sehen. Ich werde ihr helfen und sie unterstützen so gut ich kann aber wenn sie annähernd so gestrickt ist wie ich, dann zieht sie ihr Ding durch und wird wenig empfänglich sein für Tätscheleien. Ich soll dabei sein und ich fürchte fast, dass das für mich schlimmer ist als selbst zu gebären.

2
alessra 26.01.2013, 21:11
@rosehip

Danke für den Zusatz, Rosehip, meine Mutter ist eine sehr sorgfältige, aufrichtige Frau. Sie hat selbstverständlich so einen Atemkursus mitgemacht, Säuglingspflegekursus und was es da sonst noch gibt.

Freundinnen und Klassenkameradinnen sind zu meiner Mutter gegangen , wenn sie etwas über die Periode, Sexualität und Verhütung aus erster Hand wissen wollten.

Ich werde noch heute darauf angesprochen, wie gut und sachlich und manchmal scherzhaft meine Mutter alles erklärt hat.

0
alessra 26.01.2013, 21:15
@Affia

DAS (letzter Satz) sagt meine Mutter auch! Aber grundsätzlich sagt sie mir auch immer wieder, dass ich wählen kann, ob und was ich mir geben lasse, um auch als Mutter ein schönes Geburtserlebnis zu haben.

Ich wollte es mal hier überprüfen. Und ja, sie hat es mir gut vermittelt.

0

Es gibt die Frauen und es gibt die Frauen . . . die einen möchten eine Geburt ohne jegliches Schmerzmittel erleben und andere haben nichts gegen Medis.

Im Fall einer Geburt, werden die Medikamente nur intravenös gegeben. Und es ist heute eigentlich fast schon normal eine Spinalanästhesie machen zu lassen. Die Schwangere setzt sich dafür mit gebeugten Rücken gekrümmt hin und es wird eine sehr feine Nadel in den Subarachnoidalraum (Rücken) eingeführt und darüber können dann Spinalnerven der unteren Extremitäten bis hin zum Bauch betäubt werden. Es wird als unglaublich erleichternd empfunden. Nur ist es dann so, dass sie eben nicht richtig merkt, wann kommt eine Wehe, wann muss ich pressen. Sie muss sich vollkommen auf die Hebamme konzentrieren. Manche entscheiden sich gegen Medikamente, um dem Kind auch nicht zu schaden . . . was die Ärzte natürlich bedenken, sonst würden sie nicht zu schmerzstillenden Mitteln raten. Andere möchten unbedingt eine natürliche Geburt und alles miterleben. Denn durch die leichte Anästhesie kann man die Schmerzen nicht spüren, fühlt aufeinmal die Erschöpfung und kann dadurch vielleicht nicht alles richtig mit bekommen, weil man so erschöpft ist. Manche entscheiden sich zu spät, dass die Ärzte dann sagen, dass das Kind schon im Geburtskanal steckt. Dann steht die Geburt unmittelbar bevor und eine Anästhesie wäre nutzlos.

Eine Geburt ist für den Körper unfassbarer Stress. Es werden unzählige Hormone ausgeschüttet, die nunmal bei Stresssituationen ausgeschüttet werden. Aber auch eben jene, die dafür sorgen, dass wenig später der Milcheinschuss in der Brust erfolgt. Dazu noch die körperlichen Strapazen, das Pressen, die Schmerzen . . . deshalb sind die meisten Schwangeren danach auch so fertig. Aber davon hat sich bis jetzt jede erholt. ;-)

Du siehst, es gibt genug Möglichkeiten. Nur sollte man sich vorher darüber informieren und aufklären lassen, um im richtigen Moment zu entscheiden, was das beste für einen ist. =)

Arramia

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

alessra 25.01.2013, 18:23

Liebe verständnisvolle Arramia, du hast gerade meine kleine Welt wieder in Ordnung gebracht. Ich dank dir ganz herzlich!

2

Ich wollte auch keine Schmerzmittel und eine schöne natürlich Geburt, am liebsten in der Wanne. Dann ging es los. Ich dachte mir zuvor, naja mir wurde ein Weißheitszahn ohne Betäubung gezogen, ich hatte eine Wurzelbehandlung ohne wirkende Betäubung, also werde ich wohl auch eine Geburt hinbekommen. Die Schmerzen wurden immer stärker, ich konnte nicht einmal in den Kreißsaal laufen. Da fragte ich dann gegen meinen Plan nach der PDA. Diese wurde schmerzlindernd gelegt. D.h. in lauf der Geburt wird die Dosis immer mehr reduziert, dass man stärker mitmachen kann, mit voller PDA merkt man wohl wirklich nichts mehr, kann aber auch weniger pressen. Bei der zweiten Geburt wollte ich keine PDA, aber eine schmerzstillende Spritze. Davon bekam ich eine halbe, die brauchte ich auch, denn das Baby blieb stecken und die Saugglocke wurde geholt. Ich bin nach wie vor sehr dafür es ohne Schmerzmittel zu versuchen, doch wenn man es nicht aushält sollte man sich auch was geben lassen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

alessra 26.01.2013, 21:19

Weißt du, was mir an deinem Erfahrungsbericht so gut gefällt? Dass er überhaupt nicht missionarisch ist ;-)

1

Hallo Alessra,

meiner Erfahrung nach ist für die Geburt die innere Einstellung und die Fähigkeit zu Entspannen das allerwichtigste!

Die Geburt ist eine enorme Herausforderung - körperlich und geistig. Jeder Sportler bereitet sich über Monate und Jahre auf einen Wettkampf vor, aber die meisten Frauen gehen relativ unvorbereitet in die Geburt. Kein Wunder, dass es dann oft starke Schmerzen und Probleme gibt!

Wenn Du mehr zum Thema wissen willst empfehle ich Dir Bücher von Leboyer (besonders gut zur Vorbereitung auf die Geburt) oder, wenn es etwas tiefer und wissenschaftlicher sein darf das Buch "Gebähren ohne Furcht und Aberglaube".

Ich hatte eine wunderschöne Geburt im Geburtshaus und im Wasser. Das würde ich jederzeit wieder so machen. Ich dachte ich hätte mich einigermaßen gut vorbereitet und war etwas "überrascht" dass mich die Schmerzen trotzdem so erwischt haben ;)

Allerdings habe ich auch immer wieder gemerkt, dass in den Zeiten in denen ich es "richtig" gemacht habe, also richtig geatmet, auf meine Intuition gehört, entspannt es viel leichter ging und viel erträglicher war. Das große Problem war bei mir den "Kopf abzuschalten", was auch besonders schwer war, weil ich selbst in der Geburtshilfe gearbeitet habe. Dafür habe ich die Geburt sehr intensiv wahrngenommen.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass trotz der Schmerzen die positiven Gefühle überwogen haben und ich es jederzeit wieder so machen würde.

LG, Hourriyah

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich habe schmerzfrei entbunden. Vielleicht suchst Du ja nach einer entsprechenden Antwort. Mein Kind hatte den Kopf schon sehr weit vorne als der lebenswichtige Kaiserschnitt auf die Schnelle eingeleitet wurde.

Ich hatte also so gut wie keine Wehen obwohl mein Kind sich durchaus schmerzfrei aus meinem Leib arbeitete. Wie habe ich das geschafft? Ich habe manche gymnastische Übung regelmäßig gemacht, mich psychisch auf diese Aufgabe vorbereitet. Auf youtube sind manche Übungen zu finden welche die Muskulatur des inneren Beckenbodens stärken. Je stärker diese Muskulatur trainiert wird, je leichter ist eine Geburt. Hinzu kommt noch die innere Einstellung. Ich habe meinem Kind "zugehört" als es sich auf den Weg ins Leben machte. Dabei war mir eine Kuh Vorbild welche immer schmerzfrei und leicht kalbte. Bis auf das eine Mal als das Kalb falsch lag. Aber auch da hat sie mitgeholfen wo sie konnte. Und also ging das Verschieben des Kalbes auch leichter für die Helfer.

Ich war nur kurz bei diesem vorbereitenden Kurs. Sicher mag es sinnvoll sein bestimmte Atemtechniken zu erlernen wenn es zu Schmerzen kommt. Ich jedenfalls habe nicht hechlen müssen. Ich habe es vorgezogen darauf zu achten, dass meine inneren Muskeln mein Kind unterstützen.

Ich bin gelernte Krankenschwester. Es gibt Medikamente verschiedenster Art welche auch über Infusion dem jeweiligen Bedarf angepasst werden können. Sie sind, so weit ich das mitbekomme, nicht mehr so modern. Moderner ist es anscheinend sich eine Rückenmarksbetäubung oder einen Kaiserschnitt geben zu lassen. Da bestimmt die Nachfrage den Markt.

Nach meinen Informationen macht es auch einen gehörigen Unterschied ob ich mit einer Hebamme zusammen arbeite so früh als möglich welche sich auf schmerzfreie Geburt spezialisiert hat - geht ohne Arzt durchaus und ohne Medikamente wie ich darlegte - oder ob ich mich zur Arzthörigkeit entschließe. Ärzte betrachten Geburt gerne als Krankheit. Was Unsinn ist. Sie lernen technisch damit umgehen. Was ebenfalls Unsinn ist. Hebammen hingegen führen manche Vorgespräche, bieten verschiedenste Gebärmöglichkeiten an.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Vielleicht sollte die Frage nicht lauten, warum eine Geburt heute "immer noch" so schmerzhaft ist, sondern so:

WARUM HABEN WIR HEUTE EIN DERART SCHLECHTES UND DISTANZIERT-UNNATÜRLICHES VERHÄLTNIS ZU GEBURTEN - UND ZU ALLEM, WAS NATÜRLICHERWEISE DAZU GEHÖRT?

Eine Geburt beinhaltet in ihrem natürlichen Verlauf bereits alles, was es braucht, um ein Kind gut auf die Welt zu bringen. Alles hat hier seinen Sinn, nichts ist umsonst: der Bewegungsdrang während der Eröffnungsphase, die zeitweiligen Aggressionen der Gebärenden, die sich langsam steigernden Schmerzen, die körpereigenen Schmerzmittel, die beim natürlichen Geburtsverlauf wirksam werden (es sei denn, man stört diese hochzuverlässigen und wirksamen Funktionen und Abläufe durch die Gabe von Chemikalien)...

Geburten schaffen Frauen seit hunderttausenden von Jahren erfolgreich. Heute haben wir für etwaige Komplikationen zusätzlich erfahrene Hebammen und die fortschrittlichste Medizin zur Seite - für Notfälle. Eine Geburt ist aber NICHT von vornherein ein Notfall, nur weil hier Schmerzen zu erwarten sind. Wissen die Frauen, die Du gefragt hast, dass die körpereigenen Schmerzmittel sich nach der Stärke der Schmerzen "orientieren" - und dass dieser Prozess massiv gestört und unterbrochen wird, wenn man hier eingreift?

Haben sie Dir auch gesagt, dass Hormone die Frau während der Geburt tatsächlich bezüglich ihres Bewusstseins "verrücken", so dass es völlig normal und natürlich ist, dass sie zum Ende der Eröffnungsphase und während der Pressphase ein seltsam "weggetretenes" Gefühl und daher oft nur eine seltsam "weggerückte" Erinnerung hat? Das sind nicht etwa die enorm heftig empfundenen Schmerzen, die dies bewirken, sondern die körpereigenen Mittel, mit denen der Körper in dieser Phase der Geburt reagiert! Das muss nicht vermieden oder negativ bewertet werden, denn es zeigt, dass hier der Körper gesund und normal reagiert hat. Die "Schmerzmittel", die der Körper für die Geburt zur Verfügung hat, sind so stark wie Opiate.

Zum Ende der Eröffnungsphase sind die Schmerzen - und entsprechend die körpereigene Schmerzmittel-Freisetzung - auf dem höchsten Pegel. Das macht vorübergehend "high". Und schadet dem Kind aber absolut nicht. Meine Überzeugung (nach zwei völlig unterschiedlichen Geburten, die beide ohne Schmerzmittel auskamen): Eine natürlichere und weniger ängstliche Einstellung zur Geburt erspart viele Eingriffe, praktische und chemische.

Was ich wirklich blöd fände: Mir aus Angst vor stärkeren Schmerzen und aus mangelndem Vertrauen in meinen Körper eine PDA setzen zu lassen, die dann entweder nicht schnell genug wirkt oder mir einen großen Dammschnitt und meinem Kind eine Saugglocken- oder Zangengeburt beschert, nur weil ich unter der PDA nicht mehr selbständig pressen kann, da ich keine Wehe mehr fühle. Ich würde sagen, HIER habe ich dann letztlich die Geburt zu einem wichtigen Teil versemmelt.

Ich bin sicher, dass die modernen Möglichkeiten zur Schmerzbekämpfung bei der Geburt für manche Frau und unter bestimmten Umständen ein Segen sein können - aber dass es heute offenbar für viele Frauen das Ziel ist, eine Geburt schmerzfrei zu erleben (und dann noch eine ERSTE - hallo!!) - das kann ich nicht gut nachvollziehen.

Du schreibst, Du hast "Schlimmes" gehört. Von zwei Frauen. Ja, es ist allermeistens mehr oder weniger ein ganz schöne Viecherei. Frauen sagen hinterher manchmal, das sei "horror" gewesen oder sie wollten kein weiteres Kind. Sie sagen dies insbesondere in den ersten Wochen nach der Geburt, wenn die Eindrücke noch sehr nahe sind. "Traumatisiert" sind hier aber insbesondere Frauen, die zuvor bereits lieber nicht mit heftigeren Schmerzerfahrungen rechnen wollten und bewusst oder unbewusst eine sogenannte "Traumgeburt" erhofft hatten.

Was ich aber mindestens genauso oft gehört habe, ist dies: "WOW! Ich weiß jetzt, wozu ich fähig bin, wie stark und zäh ich bin und was ich leisten kann. Ich fühle mich selbstbewusster und stärker als vorher - und ich werde mir in Zukunft diese Erfahrung immer ins Gedächtnis rufen, wenn ich einmal Angst habe, etwas nicht zu schaffen." Viele Frauen, die die Geburt relativ natürlich und ungestört erlebten, berichten hinterher von enormem Selbstbewusstsein u. dem Geühl, Bäume ausreißen zu können. Das prägt!

Meine Schwester hatte ihr einziges Kind mit einem gewünschten Kaiserschnitt zur Welt gebracht... und fühlte sich nach der Geburt noch lange Zeit krank und verletzt wegen der Wunde, auch klappte das Stillen wegen der körperlichen Eingeschränktheit und der Schmerzen nicht. Sie beneidet mich noch heute, 14 Jahre später, um mein Paket voller wertvoller, positiver und natürlicher Erfahrungen, die stark gemacht haben. Meine Schwester war bei der Geburt meiner Tochter dabei. Sie sagt, sie würde heute für sich selbst ganz anders entscheiden, wenn sie die Zeit zurückdrehen könnte. Damals hatte sie den Faktor Schmerz die gesamte Geburt bestimmen lassen und sich und ihrem Sohn damit keinen Gefallen getan.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

alessra 25.01.2013, 20:24

Mir geht es nicht um Kaiserschnitt ja oder nein. Die Trauer, keine Spontangeburt erleben zu können, habe ich auch bei einigen Frauen festgestellt.

Auch geht es mir in meinen gehörten Erfahrungsberichten nicht nur um 2 Frauen. Ich habe sehr viele gefragt.

Auch die Frauen, die es ohne Schmerzmittel schafften (eine hatte dabei noch eine Uterusruptur, Gebärmutter gerissen), wussten von körpereigenen Schmerzmitteln (Abiturienten lernen so etwas, wer so etwas nicht weiß oder es vergessen hat, hat deswegen ja nicht weniger körpereigene Schmerzmittel), aber sie empfanden die Geburt als schmerzhaft und hätten gerne auf den Schmerz zumindest teilweise, wenn er ganz stark war, verzichtet. Punkt und aus.

("Fast" - soviel Zeit muss wohl sein) alle reden vom Geburtsschmerz - du kannst doch nicht die Schmerzen wegargumentieren.

3
rosehip 25.01.2013, 21:42
@alessra

Ich schrieb von einem Kaiserschnitt, der einzig und allein die Konfrontation mit den zu erwartenden Schmerzen umgehen sollte - er war medizinisch nicht nötig gewesen. Sie konnte ihn durchsetzen, weil sie Ärzte und Krankenhaus kannte (sie ist dort Krankenschwester auf der Kinderstation). Sie WOLLTE den Kaiserschnitt, er war ihr nicht "passiert". Für sie kam eine natürliche Geburt von Anfang an nicht in Frage, weil sie Angst vor den Schmerzen hatte.

Natürlich erleben die allermeisten Frauen den Punkt bei der Geburt, an dem sie denken, sie würden es keine weitere halbe Minute mehr schaffen. Auch diese Phase überwindet man, die Geburt geht ja weiter. Auch dieser Moment gehört dazu. Das ist Einstellungssache. Punkt und aus.

Wer argumentiert die Schmerzen weg??? In meinem langen Text findest Du nicht einen einzigen Satz, der aussagt, es gäbe da keine Schmerzen - oder sie wären nicht "nennenswert". Im Gegenteil, ich nenne es eine "Viecherei" - die aber mit der entsprechenden Einstellung zu packen ist, keine Frage.

Du hast nicht "sehr viele" Frauen befragt, sonsst wäre Dein "Querschnitt" weitaus positiver - "Sehr viele" wären z.B. 200 - und unter denen fänden sich dann auch genug "Freaks" wie mich, die sagen: "Aber hallo, klar sind das Schmerzen - über Stunden - und die werden mehr! Und man gerät an seine Grenzen und hier und da auch "gefühlt" darüber hinaus.

Beinahe jede Frau erlebt den Punkt, an dem sie nicht mehr will und kann - ABER (und das ist entscheidend): Das geht vorbei... und dann ist das Kind da, und man hat es schließlich doch geschafft. Der Zeitpunkt des heftigsten Schmerzes ist zumeist der letzte Zentimeter Muttermund, bevor man endlich pressen "darf". D.h., wenn es so richtig schlimm wird, ist es beinahe vorbei! Auch dieses Schmerz-Limit zu erreichen zieht nicht zwingend den Einsatz von PDA oder anderen Mitteln nach sich. JEDE FRAU kann das, wenn sie gesund ist, das Kind gesund ist und im Geburtsverlauf keine Komplikationen auftreten. Aber: Sie muss dazu auch die Einstellung haben.

Sonst geht es nicht, denn die Angst vor Schmerzen ist es, die eine Frau veranlasst, sich bei der Geburt zu verkrampfen und den guten und zügigen Verlauf somit zum "Problem" zu machen. Wenn man diese Angst so massiv mitbringt, sollte man sich Schmerzmittel geben lassen - wenn diese denn ihre Wirkung so tun, wie man es sich in diesem Moment erhofft.

Denn das ist nicht immer sicher, eine Garantie für Schmerzfreiheit oder zumindest aureichende Erleichterung gibt es nicht, da jede Frau die Schmerzen und auch die Wirkung des Mittels unterschiedlich empfindet und es auch auf die Phase der Geburt ankommt, in der die Mittel verabreicht werden - und: Auf den Zustand der Frau. Dies gilt auch für wehenhemmende Mittel, wenn die Wehen zu heftig werden und die Frau überfordern: Manche empfinden diese als sehr erleichternde Wehenpause, in der sie Kraft schöpfen, andere "nutzen" diese Pause, um sich permanent zu übergeben - und sind dann froh, wenn das endlich aufhört und die Geburt wieder voran geht. Auf das Kind wirken diese Mittel aber garantiert.

Du hast noch kein Kind geboren. Ich möchte Dir raten, zwischendurch auch mit Frauen zu reden, die mit den Schmerzen irgendwie umgehen konnten und Dir sagen könnten: Das schafft man. Du tust Dir keinen Gefallen, wenn Du Dich emotional und gedanklich jetzt schon auf "Horror und Schmerz" prägst, anstatt erst einmal einen ganz normalen, natürlichen Geburtsverlauf vor Augen zu haben. Diese sind nämlich nicht die Ausnahme, im Gegenteil.

2
alessra 26.01.2013, 00:13
@rosehip

Nein, 200 Leute habe ich gewiss nicht befragt. Ich habe nur von meinen vielen Bekannten, alt, jung oder ziemlich jung erfahren, dass der Geburtsschmerz ohne Schmerzmittel (und auch mit Schmerzmittel) so heftig war, dass sie erst einmal sagten: nie wieder. Diejenigen, die eine PDA wählten, berichteten übrigens besonders erfreut von der Geburt ihres Kindes. Nicht repräsentativ, ist schon ok.

Wenn ich im Laufe der Jahre mit mind. 20 Frauen gesprochen habe, unter denen lt. deiner Vermutung keine einzige ist, die mit Geburtsschmerzen gut umgehen konnte, kommt für mich persönlich sehr wohl ein interessantes Ergebnis heraus. Gut im Sinne von "so wird es wohl sein". Ich denke da auch gern an den Beitrag von Arramia.

Viele Mädchen, die deinen Bericht lesen, werden sicher denken, Oh ja, so wird es sein. Das wird eine tolle Erfahrung für mich werden.

Und ich bin Realist genug zu sagen, dass man sich keinen Gefallen damit tut, wenn man sich nicht auch auf Schmerzen einstellt. Manche Frauen haben unter der Geburt, trotz Endorphinen, die der Körper bildet (die für viele Frauen aber zu schwach wirken) angefangen zu betteln, man möge ihnen doch ein Schmerzmittel geben - da war es dann, in 2 Fällen, zu spät.

Sicher hat jede Mutter ihr Kind am Ende geboren - sie konnte ja nicht zurück, was blieb ihr also übrig.

Ich habe zwar noch kein Kind geboren. Im Gegensatz zu der Masse der täglich auf der Welt gebärenden Frauen kann ich keine eigene Erfahrung aufweisen. Aber du hast auch nur 2 Kinder geboren - und du solltest begreifen (es nicht nur schreiben, es wirklich begreifen und akzeptieren), dass jede Frau anders ist in ihrem Schmerzverhalten, in ihrer Schmerzverarbeitung, und vor allen Dingen:

dass eine Frau sich nicht alles verbaut, nur weil sie mit heftigen Schmerzen rechnet.

Du schreibst sehr überzeugend. Du schreibst aber auch verklärend.

Und du musst anscheinend immer das letzte Wort ("Wo habe ich geschrieben, dass...") haben. Bitteschön.

4
rosehip 26.01.2013, 01:19
@alessra

Holla. Ein kräftiges "Wo habe ich geschrieben, dass..." erlaube ich mir grundsätzlich, wenn Du meiner Aussage einen Sinn andichtest, den diese nirgends enthält. Eine Korrektur wird hier sicher erlaubt sein.

"Wenn ich im Laufe der Jahre mit mind. 20 Frauen gesprochen habe, unter denen lt. deiner Vermutung keine einzige ist, die mit Geburtsschmerzen gut umgehen konnte..." - sorry, das ist wieder falsch, denn das ist ebenfalls keine Aussage von mir. Im Gegenteil:

Wenn Du nicht gezielt selektierst, sondern z.B. ab diesem Moment die nächsten 20 Geburten in einer beliebigen Klinik nimmst, wirst Du grundsätzlich NICHT 100% Frauen unter diesen 20 finden, die bestätigen könnten, ohne Schmerzmittel und sonstige Maßnahmen ihre Geburten nicht gepackt zu haben. Unterscheide hier bitte auch Erstgeburten junger und unerfahrener Frauen und die Geburten bei Frauen, die bereits Kinder haben ODER einfach eine unverkrampftere Einstellung zu Schmerzen haben als Du - auch bei der Geburt eines ersten Kindes. Jede Hebamme wird Dich ausbremsen, wenn Du im Geburtsvorbereitungskurs 6 Wochen lang so reden würdest - damit Mütter noch eine Chance auf relativ wenig Angst vor Schmerzen haben. Es wird ihnen von keiner Hebamme gesagt, sie hätten keine Schmerzen zu erwarten, aber man wird sie darin bestärken, es mit diesen Schmerzen getrost aufzunehmen und es sich und ihrem Körper zuzutrauen - mit der Option, zu gegebener Zeit dann im Einzelfall doch womöglich auf ein Mittel zu vertrauen, wenn es nicht mehr gehen sollte.

Es geht absolut nicht darum, erhebliche Schmerzen zu beschönigen oder wegzureden , im Gegenteil: Jede Hebamme wird Dir sagen, es wäre unsinnig, hier von "Kleinigkeiten" zu reden und sich nicht vorsichtshalber auf einiges einzustellen. Aber: das heißt nicht, dass Panik aufkommen soll - oder die Einstellung, man müsse also bereits vor einer Schwangerschaft Maßnahmen entscheiden und planen, die jeden Schmerz sogleich in seiner Entstehung verhindern werden. Das ist Blödsinn.

Übrigens ist auch die generelle Wahrnehmung und der persönliche Umgang (oder Nicht-Ungang! ) mit Schmerz zu einem nicht unerheblichen Teil von der inneren Einstellung bestimmt. Die individuelle Schmerzempfindlichkeit ist da gar nicht so sehr ausschlaggebend, weil die Geburtsschmerzen zumeist in manchen Momenten auch für die "härteren" Frauen sowieso über das Limit gehen. Und da kann dann nur noch die Einstellung bzw. der Kraftvorrat den Unterschied machen, da beide leiden.

Hey, eine Geburt ist ein normales, natürliches Geschehen, das längst nicht nur Schmerz beinhaltet! Die Eröffnungsphase bei einer ersten Geburt dauert im Schnitt immer mehrere bis einigermaßen viele Stunden - und während dieser Zeit steigert sich der Schmerz sehr langsam.

Zu Beginn kannst Du dabei lesen, SMS schreiben, Witze machen, erzählen, spazieren gehen, duschen, telefonieren, manchmal sogar schlafen. So richtig anziehen wird es erst viel später - und dann hast Du Dich bereits super auf den Wehenrhythmus und das Gefühl eingestellt. In der letzten Phase dauert eine Wehe ca. eine Minute, fängt ganz sachte an, steigert sich, bis sie einige Sekunden lang heftig ist... und fällt dann sofort wieder ab bis zum Ende der Minute.

Zwischen den Wehen ist Pause, Dir geht es gut, im Bauch ist absolute Ruhe. Viele Unerfahrene vergessen das und reden von Schmerzen, als seien diese permanent präsent. Dieser Rhythmus macht es leichter, das ganz wunderbar bis zum Ende zu packen. Wenn Du Dir eine Axt ins Bein hackst... nur dann tuts die ganze Zeit weh - und da kreisen auch so auf die Schnelle keine Hormone, die Deine Wahrnehmung schützend in Watte packen. Eine Geburt ist etwas völlig anderes, auch der Schmerz ist ganz anders und mit nichts vergleichbar, was man davor schon kennt. Auch "verhält" der Wehenschmerz sich komplett anders als man es von sonstigen Schmerzen gewohnt ist.

Meine Texte sind nicht so zu lesen, dass Erstgebärende denken, das sei also alles ein Kinderspiel. Ich schreibe nichts von "leicht" und "einfach", ich schreibe von einer aufgeschlosseneren Einstellung zu Geburten und dem nun einmal meistens dazu gehörenden Schmerz. Lies genau - oder lass es bleiben.

Chancen auf eine gute Geburt hast Du eher, wenn Du nicht die ganze Zeit bis dahin damit verbringst, Dir Möglichkeiten zur Schmerzvermeidung auszudenken, als sei dies das Hauptding der Geburt: SCHMERZ. Dem ist nämlich nicht so. Schmerzen werden bei der Geburt immer dann verursacht, wenn sich im Körper ganz wichtige und großartige Dinge tun, die natürlich und für eine gute Geburt sinnvoll und nötig sind. Aber hier wären wir schon wieder bei der inneren Einstellung zu den Dingen.... und die wollen wir ja unberührt lassen. ;-)

2

Eine Geburt ist nunam kein Zuckerschlecken. Ich selber hab auch ein Schmerzmittel bekommen. Zwar nur ein leichtes und keine PDA aber ohne gings dann doch nicht.

Aber für das Kind ist es immernoch das beste, wenn man nix nimmt. Es bekommt halt immernoch alles, was die Mutter bekommt auch mit ab. Drum gibt es wenn dann auch nur was leichtes, was (eigene Erfahrung) die Schmerzen keinesfalls wegmacht. Hätte ich nicht die Möglichkeit gehabt was zu bekommen, wäre meine Tochter trotzdem zur Welt gekommen.

Die Frauen haben das immer geschafft. Nur ist heute halt immer wer da, der einem was geben kann. (Krankenhaus, Geburtshaus etc.). Ausserdem ist es auch nicht mehr so gern gesehn wenn man stundenlang rumschreit. Früher war das normal. *

*

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Vielleicht weil Medikamente die Geburt beeinflussen würden, dass es Probleme geben könnte. Außerdem wollen die meisten Frauen das bewusst erleben, auch wenn es schmerzhaft ist, denn es ist ja ihr Kind.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Keine Ahnung, wie es anderen Frauen geht aber ich habe drei Kinder normal entbunden und nach jeder der Geburten ging es mir augenblicklich wieder gut wenn ich meine Kinder ansehen konnte. Von allem, was nach den Geburten sonst noch passierte, habe ich kaum etwas mitbekommen, ich war viel zu erleichtert, wenn ich meine Kinder im Arm halten konnte und ansehen konnte.

Schmerzmittel habe ich nicht bekommen. Beim ersten Kind sollte ich mir immer eine Maske aufsetzen und tief einatmen wenn eine Wehe kam. Es wirkte immer erst wenn die Wehe schon weg war und damit flog auch die Maske in hohem Bogen weg. Beim zweiten und dritten Kind wurden mir Tropfen, Tees und was weiß ich angeboten. Ich wollte das alles nicht, ich war schwer beschäftigt und wollte nicht gestört werden, nicht Händchen halten, nicht angefasst werden .............. das war mir alles lästig.

Nein, ich hätte freiwillig weder einen Kaiserschnitt machen lassen noch hätte ich mir Medikamente verabreichen lassen. Während der ganzen Schwangerschaften hatte ich auf alles verzichtet, was dem Kind und mir hätte schaden können,, dann brauchte ich es für den wichtigsten Moment auch nicht.

Ich fand es übrigens auch immer sehr schlimm, wenn mir als Schwangerer Horrorgeschichten von schlimmen Geburten erzählt wurden. Demnach hatte noch keine Frau auf diesem Planeten ohne Komplikationen entbunden. In solchen Momenten habe ich mir immer die Finger in die Ohren gesteckt und habe einfach nicht mehr zugehört.

Keine Ahnung, ob ich ein besonderes Talent oder eine besondere Gabe habe aber ich kann komplett abschalten. Ich war vor jeder Entbindung und jeder OP total ruhig, ich brauchte nie ein Beruhigungsmittel. Ich schaffe es tatsächlich, auf der Fahrt in den OP einzuschlafen ohne jegliche Medikamente. Ändern kann man es doch sowieso nicht. Also, was soll es?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Natürlich gibt es geeignete Medikamente. Es gibt ein breitgefächertes Angebot. Vielen hilft schon eine Akkupunktur, auch schon leichte Schmerz- oder Entkrampfungsmittel. Die wirksamste Methode ist eine PDA. Ich hatte bei der Geburt meines ersten Kindes eine solche. Sie nimmt den Schmerz und man kann "abschalten". Sie ist oftmals hilfreich (bei mir war es so), aber kann auch Wehenhemmend sein. Aber manchmal geht eine Geburt einfach so besser. Die Geburt meines zweiten Kindes war so schnell, daß gar keine Zeit mehr für eine PDA blieb.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

alessra 31.01.2013, 15:54

Ja, dann weiß ich jetzt, dass diese Möglichkeit vorhanden und sie gut ist. Und ich sie, irgendwann mal, wählen würde. Danke für deine Antwort - bin hier wohl bei einigen Mitgliedern der Müttermafia gelandet. grusel....; )

0

hi

es gibt schmerzmittel die den wehenschmerz ein bisschen unterdrücken. allerdings nicht so das man gar nichts mehr spürt. manche frauen wollen auch eine geburt ganz ohne schmerzmittel. ja klar eine geburt ist nun mal mit schmerzen verbunden das wasr immer so und wird wohl auch so bleiben

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Den Userinnen SUBO und ARRAMIA stimme ich voll zu. Das ist so, es tut weh, und man kann etwas dagegen machen.

Ich habe mir auch etwas geben lassen.

Wenn es damals die PDA schon gegeben hätte, hätte ich sie mit Freuden angenommen.

Die Geburt meiner Kinder liegt jetzt fast 30 Jahre zurück. Aber an die Wucht der Schmerzen kann ich mich immer noch erinnern. Und ich bin auch nicht blauäugig da hineingegangen! Wusste, es wird etwas auf mich zukommen....

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Eine junge Frau war dabei, die ohne Schmerzmittel auskommen wollte, was sie auch geschafft hat, aber irgendwie scheint sie noch geschockt - wenn man genau nachfragt

Es gibt Möglichkeiten, die diese Frau nicht genutzt hat. Ein Soaziergan wird es nie.

Einerseits soll das Kind nicht geschädigt werden, und andererseits ist es der Wunsch vieler Frauen, die Geburt bewusst zu erleben.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

alessra 25.01.2013, 18:26

Was ist ein Soaziergan? Meinst du vlt "Spaziergang"? Dem würde ich zustimmen aus den Erfahrungen anderer junger Frauen.

0

Es gibt viele Wege eine Geburt mit weniger Schmerz zu überstehen...das geht von einfachen Schmerzmitteln über PDA bis hin zum Wunschkaiserschnitt...

Aber nicht jede Methode kommt bei jeder Geburt in Frage. Manchmal bleibt einfach keine Zeit für Schmerzmittel und Co. Das Kind hat es manchmal einfach zu eilig. Viele Frauen wollen auch keine Schmerzmittel.

Ich wollte das auch nicht. Ich wurde mehrfach gefragt wegen PDA und schmerzlinderten Mittelchen...habe alle abgelehnt. Natürlich hatte ich Schmerzen,aber ich wusste dass jede dieser verdam*ten Wehen mich meinem Kind ein Stück näher brachte. Ich wusste dass die Schmerzen ganz natürlich sind und ich nichts zu befürchten habe. Waren ja schließlich genug Profis in Reichweite die im Notfall hätten eingreifen können. Die ganze Geburt bin ich recht entspannt angegangen...ich habe auch keinen Hechelkurs besucht. Das war bei der Geburt auch kein Problem, ich wusste intuitiv was ich tun musste.

Man sollte sich nicht so viele Horrorgeschichten erzählen lassen.Klar ist eine Geburt sehr schmerzhaft aber wer es möchte kann sich mit Mittelchen den Schmerz etwas nehmen lassen. Für mich käme das nicht in Frage aber jeder wie er möchte.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Da hab ich lieber Schmerzen und bin nicht geschockt. Eine Geburt ist eben nun mal eine schmerzhafte Angelegenheit und wer die Schmerzen alle mit irgendwelchen Medikamenten abtötet, erlebt die Geburt nicht richtig, sondern ist dann eben geschockt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

alessra 25.01.2013, 18:14

Nee, das glaub ich nicht. Ich kenne 2 Frauenz.B. , die vor lauter Schmerz und Augenschließen während des Pressens die Geburt ihres Kindes auch nicht richtig mitgekriegt haben. So drücken sie es jedenfalls aus.

0
AraMia 25.01.2013, 18:17
@alessra

Hehe, aber genau das ist ja die Geburt. Pressen, stöhnen, ev. schreien und wieder von vorn. Und sehn kann man eh nix, da ist es auch nicht schlimm, wenn die Augen zu sind.

1
blondie1705 25.01.2013, 18:23
@AraMia

Eine GEburt besteht nicht darin, dass die Frau alles "richtig mitkriegt", sondern darin, dass die Frau Schmerzen hat und wenn alles vorbei ist, ein Baby hat. Meinst Du, wenn eine Geburt nur die Schmerzen wären und sonst gar nichts, eine Frau würde freiwillig mehr als ein Kind bekommen?

1
blondie1705 25.01.2013, 20:29
@alessra

Das ich nicht überlegen, ich hab Kinder ohne Schmerzmittel zur Welt gebracht.

1
blondie1705 25.01.2013, 20:56
@blondie1705

Sollte eigenltlcih so heißen:

Das muss ich nicht überlegen, ich hab Kinder ohne Schmerzmittel zur Welt gebracht.

1
alessra 26.01.2013, 00:39
@blondie1705

Das muss ich jetzt nicht verstehen, blondie?

Für mich besteht eine Geburt auch darin, dass die Mutter auch ein schönes Geburtserlebnis hat. Ich halte es nämlich nichtmit Martin Luther "Unter Schmerzen sollst du dein Kind gebären".

1
rosehip 26.01.2013, 01:33
@alessra

Ich denke, hier spalten sich zwei Gruppen, die nicht zueinander finden werden - und dabei geht es nicht um "Schmerzmittel-Befürworter" und "Naturgeburts-Freaks", sondern:

1) Frauen mit negativer Einstellung zum Geburtsschmerz

2) Frauen mit positiver bzw. "toleranter" Einstellung zum Geburtsschmerz

Uns unterscheidet die Einstellung zum Schmerz bei der Geburt - und diese prägt unsere Entscheidungen bei der Geburt. Du kannst Dir offensichtlich absolut nicht vorstellen, dass Frauen ihre Geburtserfahrungen "schön" nennen, obwohl sie mit dem Schmerz aktiv umgegangen sind.

2
Affia 26.01.2013, 08:43
@rosehip

Vor der Geburt meines ersten Kindes, das liegt jetzt fast 36 Jahre zurück, habe ich mir ganz bewusst keinen Kopf gemacht um die Schmerzen. Ich bin damit umgegangen wie ich mit jedem Problem oder jeder Prüfung umgehe: ich mache mich nicht verrückt, ich lasse immer alles auf mich zukommen. Wo andere vor Aufregung und Angst nicht mehr in den Schlaf kommen, da bin ich immer noch zuversichtlich und wenig aufgeregt.

Das hat mir wahrscheinlich sehr geholfen. Im Hinterkopf hatte ich immer, dass mir schon jemand helfen würde, wenn ich nicht mehr weiter komme und der Gedanke setzte sich immer weiter fort. Ein bisschen geht noch ............... und nach dem bisschen ging es auch noch, tja, und dann war es auch irgendwann mal geschafft und ich war nur noch stolz auf das Ergebnis dieser harten 'Arbeit'.

1
alessra 26.01.2013, 21:37
@rosehip

@ rosehip, alles, was du schreibst, kann ich überhaupt nicht annehmen, denn in deinen Berichten schwingt unterschwellig immer etwas Sarkastisches, Ätzendes oder Oberschlaues mit. Und vor allen Dingen wirkst du auf mich missionarisch.

Du schreibst "Du kannst dir wohl offensichtlich absolut nicht vorstellen..." das hättest du dir auch sparen können! Aber du willst anscheinend partout auf mein Unvermögen an Vorstellungskraft hinaus.

Ich hatte dir doch schon lange das letzte Wort gelassen!? Ich lasse es dir noch einmal! Wir müssen doch in diesem Leben keine Freundinnen mehr werden! Einen Antwortsatz kann ich schon erahnen.

2

Wir Menschen haben immer mehr an Kopfumfang hinzugewonnen...Selektion auf größere Hirnmasse...größere Intelligenz? Parallel dazu wurden die Becken der Frauen breiter. Das Baby paßt trotzdem nicht einfach durch den Geburtskanal (wie bei fast allen Tieren). 3,5 x muß es sich durch diese Engstelle hindurchschrauben!!! Warum die Frauen gebärfähigere Becken mit der Zeit bekommen haben? Ganz einfach, die mit schmalem Becken sind öfter und früher gestorben. Die Männer die also eine Frau mit breitem Becken sich zur gemahlin genommen haben, hatten mehr und länger die Chance sich mit ihrer Frau fortzupflnazen. Die anderen verloren bei den Geburten oft ihre Frauen ...mußten erneut heiraten.

Deshalb haben in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts Männer Frauen mit Sanduhrfigur "sexy" gefunden. Solche wie Gina Lollobrigida, Sophia Loreen, Marylin Monroe, Leutnant Uhura von der Enterprise.

Wenn heute ein Schönheitsideal für schmalhüftige Frauen besteht..,machen wir also einen enormen Rückschrtitt in der Evolution, wollen als Volk entweder dümmer werden oder gar keine Kinder mehr bekommen. Irgendwann wird sowas dazu führen dass man ohne Kaiserschnitt gar keine Kinder mehr gebären kann.

Aber schon meine breithüftige Mutter hatte schreckliche Schmerzen mit mir...mein Kopf ist auch recht groß. Kurz nach der Geburt sagte sie wörtlich: "Noch ein Kind? eher nehme ich einen Strick!" Jedoch hat sie dann in der Folgezeit wohl soviel Ocytozin abbekommen...jedenfalls wollte sie dann doch ein zweites und die zweite Geburt war leichter...entweder weil meine Schwester einen kleineren Kopf hatte oder ich den Geburtskanal doch etwas geweitet habe.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

alessra 25.01.2013, 18:42

Ob du es glaubst oder nicht, aber genau deine Theorie von der "natürlichen Auslese" habe ich auch schon überlegt.

Meine Theorie weiter: Wenn jetzt trotz zu kleinem Becken Kinder geboren werden, würden die engen Becken an die weiblichen Kinder weitervererbt werden.

Käme dann plötzlich wieder die Steinzeit, oder jemand jagd die Erde in die Luft, würden die überlebenden Frauen mit dem schmalen Becken bei einer Geburt (vorausgesetzt, eine Befruchtung hätte stattgefunden, nur der Ordnung halber füge ich das hinzu) sterben. Elendig, übrigens.

Ich finde es schlimm, was die Frauen früher oft bis zu 10 x in ihrem Leben durchmachen müssen. Respekt.

Danke für deinen interessanten, ehrlichen Bericht!

2
Bluebird555 25.01.2013, 23:37

Der ganze Vorgang wird aber mittlerweile ad absurdum geführt. Männer nehmen sich die Mädels mit schmalem Becker. Breite Hüften finden die jungen Leute echt voll un-sexy und die Kinder kommen dann sowieso alle per Kaiserschnitt!

0
Schnabelwal 26.01.2013, 12:13
@Bluebird555

Noch schlimmer - wir verderben unseren Geruchssinn und die Fruchtbarkeit mit der Antibabypille (oft auch über den tatsächlich zeitlich begrenzten Verhütungswunsch hinaus)...unsere Libido verschwindet. Wer keine Pille schluckt kann das auch mit einem schönen Schweinesteak aus der Massentierhaltung hinbekommen. Wer schwanger wird ist also jemand der noch so jung ist, dass die Umweltgifte noch nicht so zu Buche schlagen und der die Pille noch nicht nimmt oder gar geistig überfordert ist richtig zu verhüten. Unsere Jungs werden ja auch immer unfruchtbarer..vielleicht weil die Antibabypille seit 50 Jahren fast unverändert ins Grundwasser "gepinkelt" wird..und übers Trinkwasser auch bei den Männern ankommt. Oder sie trinken gleich Bier, da ist genug Östrogen über den Hopfen drin mit Grundwasser gebraut....idealerweise noch aus PET-Flaschen;)

0
alessra 26.01.2013, 21:42
@Schnabelwal

@ Schnabelwal: Dann holt mal schön wieder die Gummis aus der Apotheke ;-)

1
Nuwidu 26.01.2013, 12:59

Ein gebährfreudiges Becken sieht man niemanden an. Es kann von innen recht weit oder auch eng sein, das sieht nur der Gynäkologe vorher, alles andere sind einfach nur Mythen. Mein Vater sagt immer ,,die zierlichsten Frauen bekommen die meisten und größten Kinder,,. Das ist zumindest bei uns im Umkreis so und die mit dem sogenannten breiten Becken haben mehr Kaiserschnitte. Solange man keinen Ultraschallblick hat, sieht man einer Frau das nicht an, ob sie gut gebährt, oder nicht.

1
Schnabelwal 27.01.2013, 16:13
@Nuwidu

Das ist natürlich eine Regel mit Ausnahmen. Leider haben Männer keinen Ultraschallblick;) Und kleine zierliche Frauen können doch durchaus breithüftig sein. Es gibt sogar oben breite Hüften, die sich nach unten wieder verjüngen, auch nicht so günstig für diese Fragestellung hier. Aber wer einmal Skelette angeschaut hat, der wird schon bestätigen, dass ein breites Becken doch eher einen großen Geburtskanal aufweisen kann.

Außerdem ist das nur EIN Faktor in einem multifaktoriellen Vorgang. Wer Hormonprobleme hat kann noch so gute physische Voraussetzungen haben, aber die Angst treibt ihn zum Kaiserschnitt (auch wegen der Aufklärung durch den Mediziner).

1

Ich denke weil viele die geburt ohne Volldröhnung miterleben wollen.

und mir da iwas in ne Wirbelsäule spritzen würde ich auch nicht xD

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

ich bin schwanger werde mir keine schmerzmittel geben lassen.man Weiß doch warum man die schmerzen hat.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

alessra 25.01.2013, 19:10

Ich will nicht unhöflich sein, aber das hat wahrscheinlich jede unter der Geburt stehende Frau auch gewusst. Weshalb sie die Schmerzen hat.

Kenne auch Frauen, die sich das so vorgenommen haben wie du. Einige haben es bereut. Da muss man nzw. der Arzt rechtzeitig erkennen und Bescheid geben, wann man um Erleichterung bittet. Damit es noch möglich ist.

Alles Gute, dass du es so durchziehst!

0
hourriyah29 25.01.2013, 22:45

Hallo Sun,

finde Deine Einstellung gut! Hast Du schon Bücher von Leboyer empfohlen? Ich wünschte ich hätte sie vor der Geburt gelesen :) Ich hatte die selbe Einstellung und war glücklicherweise im Geburtshaus. Dadurch hat es auch Bestens geklappt. In der Klinik hätte ich garantiert Schmerzmittel bekommen und keine so schöne Geburt gehabt!

LG, Hourriyah

1

tja, is eben so, sicher gibts PDA etc. aber jedes medikament hat auch nebenwirkungen und die meisten frauen wollen voll da sein bei der geburt und betäuben vollkommen geht ja nich man muss ja pressen etc. ausser kaiserschnitt das is was anderes. aber jede geburt tut weh egal wie

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

AraMia 25.01.2013, 18:14

Genau, und der Kaiserschnitt schmerzt dafür hinterher. Ganz abgesehen davon, dass man sich zu Anfang nicht allein ums Baby kümmern kann. Und das war für mich das allerschönste.

0
alessra 25.01.2013, 18:47
@AraMia

Kaiserschnitt würde ich nur machen, wenn ich bei vollem Bewusstsein sein kann (also PDA), wenn man mir das Baby in den Arm legt.

Aber ich habe nun ja auch Berichte, in denen es hei0t, dass es diverse gute Möglichkeiten gibt, dass man die Geburt nicht als Trauma in Erinnerung hat.

Möchte auch alle anderen Ängstlichen darauf hinweisen!

0

Was möchtest Du wissen?