Wieso ist ein politischer motivierter Anschlag schlimmer als ein nicht-politischer?

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5 Antworten

Wieso ist ein politischer Anschlag schlimmer als ein nicht-politischer?

Weil ein "politisch motivierter Anschlag" auf viele potenzielle Täter schließen lässt, die zu einem späteren Zeitpunkt ebenfalls aus den gleichen Motiven heraus aktiv werden können. Im Gegensatz dazu lässt ein "nicht politisch motivierte Anschlag" eher auf Einzeltäter schließen. Es ist also nicht von einer Wiederholung auszugehen.

Daraus leiten sich dann wieder unterschiedliche Handlungsanforderungen ab. Beispielsweise ist bei einem "politisch motivierten Anschlag" eine Analyse der gesamten Situation erforderlich. (Wer? Wie viele könnten es sein? Wo? Warum? etc.) Bei einem "nicht politisch motivierten Anschlag" reicht es hingegen im Regelfall aus, den Täter zu finden. (Wer? Wo ist er? Punkt.)

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Weil man bei einem Psychopathen davon ausgehen kann dass nach ihm niemand mehr kommt. Bei einem politischen(zwar auch Psychopathen weil normal ist der auch nicht)mmuss man befürchten, dass er in einer Gruppe organisiert war, die damit weiter macht.

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"Schlimmer" ist ja eine individuelle Bewertung. Einem Anschlagsopfer ist es egal, ob der Täter ein politisches/religiöses Motiv hatte, oder psychische Probleme. Wobei das Eine, das Andere ja nicht ausschließt.

Aber es macht schon einen Unterschied, ob es sich um einen "verwirrten" Einzeltäter handelt, oder im Namen einer Terrorgruppe erfolgte.

Erfolgreiche Anschläge, mit politischem, oder religiösen Hintergrund, stärken oft die Ideologie, von Anhängern und Sympathisanten.

Man muss dann mit weiteren Taten rechnen. Auch wenn Terroristen dabei ums Leben kommen, werden sie zu "Märtyrern", sie werden in ihrem politischen/religiösen Umfeld "verehrt", gelten als Beispiel, und motivieren andere, es ihnen gleich zu tun.


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Der Anschlag an sich ist natürlich gleich schlimm, egal aus welcher Motivation heraus er verübt wurde. Aber bei politisch oder religiös motivierten Anschlägen ist oft mit noch weiteren Taten zu rechnen oder mit Vergeltungsanschlägen. Vielleicht ist es die Angst davor, die mitschwingt, wenn man erleichtert sagt, es war "nur" ein Irrer Einzelner, der aus psychischen Problemen heraus die Tat verübt hat.

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Ist er ja nicht. Behauptet eigentlich auch keiner. Insofern ein Scheinproblem.

"Anschläge" wiederum werden eigentlich aber auch nicht von nicht-politischen tätern begangen...

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