wieso ist die Summe von Netto und Brutto bzw. MwSt. in Sammelrechnungen des öfteren verschieden als wenn man es direkt berechnet, was ist dann korrekt?

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4 Antworten

Es wird bis  ,xx4 abgerundet bzw. ab ,xx5 aufgerundet!

das habe ich auch versucht bei der 12,4545 mit 12,46 zu rechnen. aber am ende habe ich dennoch das gleiche problem

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@omegano

12,454 wird 12,45    12,4545 wird 12,455 also 12,46

Wieviel Kommastellen genau soll berechnet werden?

Regel wäre 3!

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@BleibMensch

na wie es richtig ist, ich  habe auch mit 3 gerechnet daher habe ich bei 12,4545 mwst 12,45 stehen

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@omegano

Problem ist, das die gerundeten Einzelsummen nicht unbedingt mit der gerundeten Gesamtsumme übereinstimmen müssen!

Das nennt man dann Rundungsfehler.

Ein Bankangestellter hat sich  in der Vergangenheit  mit diesem Rundungsfehler schon Hunderttausende Euros verdient, indem er sie auf sein Konto überwies!

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@BleibMensch

davon habe ich auch gehört (mit dem Bankangestellter)

Aber was genau gibt man nun bei der Sammelrechnung an?
Soll ich einfach alle Zwischensummen Netto, MwSt., Brutto addieren und jeweils als gesamt angeben?

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@BleibMensch

also gut, weil normal wenn kein Sammelrechnung wäre würde man ja die Netto Beträge addieren und die MwSt. ausrechnen und anschließend Netto + MwSt rechnen und somit den Brutto angeben.

Das lasse ich hier dann? und gebe wirklich die Summe der davor gerechneten Beträge an? ... ich muss nochmal zur Sicherheit fragen weil es mich wirklich jetzt eine ganze Stunde Recherche gekostet hat...

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@BleibMensch

Kenne die "Geschichte" mit dem Bankangestellten. Dazu würde ich gerne mal eine Quelle sehen.

Weil diese "Geschichte" schon vor Jahrzehnten erzählt wurde. Damals noch mit DM und Pfennig....

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@Hefti15

Und ICH soll sie nun für DICH suchen?

Sorry, aber ich muss noch 148 Mails checken,
wer weiß was mir dann noch passiert denn es passiert so viel, danach kümmere ich mich um dich ;-)


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Da die Rechnungen A/B und C/D unterschiedliche Mehrwertsteuersätze beinhalten funktioniert Deine Methode logischerweise nicht.

Ein weiterer Fehler ist, Du rechnst mit 19 % MwSt, die Rechnungen jedoch mit 12,45 % bzw. 9,9 %

da hast du was falsch verstanden... alle haben 19% mwst... rechne mal zu 65,55 bzw. 52,11 jeweils 19% mwst aus 

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@omegano

Hast Du in Deiner Frage etwas von 12,45 % bzw. 9,9 % geschrieben oder habe ich mich etwas verlesen:




Rechnung A - Netto 65,55 + 12,45 MwSt = 78 EUR Brutto

Rechnung B - Netto 65,55 + 12,45 MwSt = 78 EUR Brutto


Rechnung C - Netto 52,11 + 9,90 MwSt = 62,01 EUR Brutto


Rechnung D - Netto 52,11 + 9,90 MwSt = 62,01 EUR Brutto









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@Schnoofy

verlesen hast du dich... ich habe kein einziges Mal einen Prozentsatz geschrieben... damit du nun dich auf die eigentliche Frage falls noch interessiert bist konzentrieren kannst:

Netto Betrag: 65,55 EUR

19% MwSt. auf Netto Betrag: 12,45 EUR

Brutto Betrag: 78 EUR

denk dir bitte bei den restlichen 3 Rechnungen das gleiche aus...Danke

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Dann schau Dir mal die Sammelrechnungen, z.B. von Metro oder C+C, an.

Da werden seitenweise die Nettobeträge für jeden Posten ausgeworfen, und zwar zusammen mit einer Kennziffer für den Umsatzsteuersatz.

Auf der letzten Seite werden dann die Nettosummen für jeden Steuersatz aufgeführt und jeweils in einen Bruttobetrag umgerechnet.

Bei unterschiedlichen Steuersätzen wird außerdem noch der Gesamtbetrag aller Warengruppen ausgewiesen, also der gesamte Zahlbetrag.

danke für deine Antwort... es geht mir hier nicht um Steuersätze... lese die Konversation zwischen BleibMensch und mir hier in dem Beitrag kurz durch.

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@omegano

Ich habe Dich schon richtig verstanden

Aber wenn Du in einem Ladengeschäft oder in einem Großmarkt mehrere Artikel kaufst, wird in der Rechnung für den gesamten Einkauf - und wenn die Rechnung mehrere Posten ausweist, ist das für mich eine Sammelrechnung - für jeden Artikel der Nettobetrag ausgewiesen und auf die Nettosumme dann die Umsatzsteuer gerechnet und dazu gezählt.

Im Einzelhandel ist es anders, weil dort die Preise für Endverbraucher, also die Bruttopreise, auszuweisen sind.

Dort findest Du die Summe des Kaufpreises und darunter -möglicherweise getrennt nach Steuersätzen - die Nettobeträge und die darauf entfallende Umsatzsteuer.

Es wird aber nie bei den einzelnen Posten der Nettobetrag und die Umsatzsteuer ausgewiesen.

Daher können Deine rechnerischen Differenzen gar nicht auftreten.

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@Helmuthk

wie nennst du dann ein Dienstleistungsrechnung bei der pro Periode zb. jede Woche ein Fakturabeleg für mehrere Lieferungen/Leistungen an einen Kunden erstellt wird?

Ehrlich, die Frage wurde klar und schlüssig von "BleibMensch" verstanden und beantwortet.

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@omegano

Auch da können die einzelnen Posten netto eingegeben werden, und auf die Nettosumme wird dann die Umsatzsteuer gerechnet.

Da kann es keine Rundungsdifferenz geben.

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Lies mal den gesamten Text und warum es hier gerichtlich ging: 

In zwei Filialen wendete die Klägerin eine andere Methode zur Berechnung der geschuldeten Umsatzsteuer an
Einerseits:

Jeder der auf den Kassenbons ausgewiesenen Gesamtbeträge wurde mathematisch auf volle Eurocent gerundet. Bei dieser mathematischen Rundung wurden die Beträge, bei denen die dritte Dezimalstelle die Ziffer 5 oder eine höhere Ziffer war, auf den nächst höheren Betrag in vollen Eurocent aufgerundet und die Beträge, bei denen die dritte Dezimalstelle niedriger als die Ziffer 5 war, auf den nächst niedrigeren Betrag in vollen Eurocent abgerundet.

In zwei Filialen wendete die Klägerin eine andere Methode zur Berechnung der geschuldeten Umsatzsteuer an. Dabei ermittelte sie den Betrag dieser Steuer nicht pro Kassenbon, sondern getrennt für jeden einzelnen an den Kunden verkauften Gegenstand, wobei sie den so ermittelten Betrag zum nächst niedrigeren Betrag in vollen Eurocent abrundete. Die Klägerin hatte so errechnet, dass sie nach dieser abweichenden Methode der Abrundung pro Artikel im fraglichen Zeitraum 1.414 EUR weniger Steuern hätte zahlen müssen, als sie gemäß ihrer üblichen Praxis der Rundung pro Kassenbon angemeldet und tatsächlich entrichtet hatte.

Entscheidung

Der EuGH hat entschieden, dass weder aus dem Wortlaut noch aus dem Zweck der angesprochenen Bestimmungen des Gemeinschaftsrechts geschlossen werden kann, dass das Gemeinschaftsrecht eine spezifische Rundungsmethode vorsieht. Deshalb bestimmen sich die Methode und die Regeln für die Rundung eines angemeldeten Steuerbetrags innerhalb der Grenzen des Gemeinschaftsrechts nach der Rechtsordnung der Mitgliedstaaten. Wird eine bestimmte Rundungsmethode durch die Mitgliedstaaten eingeführt oder zugelassen, müssen sie darauf achten, dass insbesondere die Grundsätze der steuerlichen Neutralität und der Proportionalität eingehalten werden. Die Beachtung dieser in der Gemeinschaftsrechtsordnung anerkannten Grundsätze hat jedoch nicht zur Folge, dass die Frage der anzuwendenden spezifischen Rundungsmethode als solche unter das Gemeinschaftsrecht fällt.

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@BleibMensch

Habe ich gelesen. Macht sehr wenig Sinn, meine Link zu kopieren und hier als Volltext darzustellen.

Der Fall erfasst doch exakt das Problem des Fragestellers. Was ist nun konkret dein Problem?

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