Wieso ist die Papstwahl demokratisch?

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18 Antworten

Die Papstwahl ist seit über tausend Jahren kodifiziert, vor 1024 wählten die Christen der Stadt Rom den Papst. Dieser Vorgang war unhaltbar, denn Christen gab es immer mehr auch außerhalb der Stadt Rom.

Heute ist die kath. Kirche eine Weltkirche über den ganzen Globus verteilt, hier wäre es absolut unmöglich eine Direktwahl durch das Volk zu organisieren. Und warum wird eigentlich eine Forderung nach einer Direktwahl gestellt, wenn so etwas in jeder großen Organisation ebenfalls nicht einmal der Versuch dafür gemacht wird. Wollte man den Generalsekretär der UNO von der Erdbevölkerung wählen lassen wollen, wer bezahlt dann den notwendigen Wahlkampf. Wir alle dürfen weder den Bundespräsidenten noch den Bundeskanzler wählen, bedeutet das diese Wahlen undemokratisch sind?

Im Rahmen des Machbaren sind die Papstwahlen demokratisch.

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Kommentar von Franz1957
03.07.2013, 17:16

Im Rahmen des Machbaren wäre es, wenn das Kirchenvolk die Delegierten wählen würden, die den Papst wählen.

So wie ja auch die amerikanischen Bürger, da es noch keine schnellen Verkehrsmittel und Telegraphen gab, die Wahlmänner wählten, die sie in die Präsidentenwahl schickten.

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Die Kirche als solches ist grundsätzlich keine Demokratie. Das begründet sich aus ihrem Selbstverständnis heraus. Auch die Papstwahl ist nicht demokratisch. Das Kollegium der Kardinäle ist nach can. 349 CIC für die Papstwahl zuständig. Das ist einfach kirchenrechtlich so geregelt. Zur geschichtlichen Entwicklung google mal unter dem Stichwort "Konklave". Einen Überblick biete auch die Seite in der Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Konklave

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Hallo minaaa2205!

Bei Deinem Thema kann ich Dir nicht helfen; aber ich kann Dir erklären, wie das Papsttum entstanden ist:

Bibelzitate stammen – wenn nicht anders angegeben – aus der Jerusalemer Bibel Das Papsttum im Vergleich zur Bibel und Geschichte

Punkt 1) die Interpretation von Mat.16/18 Mat.16/13-18 (JB).......Als aber Jesus in die Gegend von Cäsarea Philippi kam, fragte er seine Jünger: „Für wen halten die Leute den Menschensohn?“ Sie antworteten: „die einen für Johannes den Täufer, andere für Elija, andere wieder für Jeremia oder sonst einen der Propheten.“ Da sprach er zu ihnen; „Ihr aber, für wen haltet ihr mich?“ Da antwortete Simon Petrus und sprach: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.“ Jesus aber sprach zu ihm: „Selig bist Du, Simon, Simon, Sohn des Jonas; denn nicht Fleisch und Blut hat dir das geoffenbart, sondern mein Vater, der im Himmel ist. Und ich sage dir: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Kirche bauen, und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen. Rein sprachlich kann sich das hinweisende Fürwort (im Deutschen) sowohl auf Christus (den Petrus vorher als Sohn Gottes bekannte) als auch auf Petrus beziehen. Im griechischen Text ist aber bereits ein Unterschied zu erkennen: Das Wort „petros“ ist männlichen und das Wort „petra“ weiblichen Geschlechts! Mathematisch formuliert:

petros (πέτρός) ≠ petra (πέτρα) männliches Geschlecht webliches Geschlecht

Christus wird an mindestens zwei weiteren Bibelstellen mit Fels (petra) bezeichnet (1.Kor.10/4; 1.Petr.2/8) nirgends aber Petrus.

das Fundament der wahren Kirche ist Jesus Christus
1.Petr.2/6 (JB)………Darum steht in der Schrift: „Siehe, ich lege in Zion einen erlesenen, kostbaren Eckstein. Und wer auf ihn gläubig vertraut, wird sicher nicht zuschanden werden.“ Eph.2/20 (JB).....aufgebaut auf der Grundmauer der Apostel und Propheten, während Christus Jesus selber der Eckstein ist.

Punkt 2) die Stellung des Petrus unter den Aposteln  Beim Apostelkonzil zur Klärung der Beschneidungsfrage war Petrus Berichterstatter und Jakobus der Beschlußfasser und somit Vorsitzender!  bei der dreimaligen Aufforderung seitens Jesu, seine Schafe zu weiden (Joh.21/15-17) wurde Petrus traurig, was sicher nicht der Fall gewesen wäre, wenn er die Vorrangstellung unter den Aposteln erhalten hätte. Durch die dreimalige Aufforderung erinnerte Jesus den Petrus offensichtlich an sein dreimaliges Verleugnen!  die Erstnennung in den Apostellisten sagt nichts über seine Stellung aus, sondern mit Andreas, seinem Bruder, und die Zebedäussöhne waren sie die Erstberufenen. Petrus meldete sich am häufigsten zu Wort; aber er wurde auch am häufigsten zurechtgewiesen (Joh.13/6-8; Mat.16/22,23; 17/24-26; 26/33-35; 14/28-31; 26/51,52; Joh.21/15-17). Seiner impulsiven Natur war es offensichtlich zuzuschreiben, daß er gern das Wort führte, aber nicht, weil er der ernannte Wortführer der Apostel war.  Die Umbenennung des „Simon, Sohn des Jonas“ in „Petrus“ sagt nicht viel, denn andere wurden auch umbenannt, z.B. die Brüder Johannes und Jakobus in „Donnersöhne“ (Mark.3/17).

Was lehrten die Kirchenväter? Erzbischof Kenrick schreibt in seinem Buch „An Inside View of the Vatican Council (1870), daß von 86 Kirchenväterm nur 17 die Auffassung vertreten hätten, daß Jesus mit dem Ausdruck „Fels“ den Petrus gemeint hätte. Keiner der Väter wie Origines, Chrysostomos, Hilarius, Augustinus, Cyrillus, Theodoret (deren Kommentare noch vorhanden sind), noch die, deren Erklärungen in Catenen zusammengestellt sind, haben aus den Worten Jesu ein Primat des Petrus herausgelesen!

Bei Augustinus (Retractationen) im vierten Jahrhundert ist aber bereits die Umdeutung dieses Textes erkennbar. Hiezu die Photokopie seines Kommentars:




Wenn Augustinus im 4. Jahrhundert und weitere 85 Kirchenväter noch nichts von einem Papsttum wussten, kann dann das Papsttum von Christus stammen?

Punkt 3) Petrus in Rom? In einem Katechismus aus dem Jahre 1900 heißt es:

was spricht gegen die Lehre, daß Petrus in Rom war?  Gemäß Apg.28/15 kam Paulus zufolge seiner Berufung auf den Cäsar erstmals nach Rom; dort kamen ihnen bereits christliche Brüder entgegen. Es erfolgt kein Hinweis, daß die Existenz dieser Christenversammlung Petrus zu verdanken wäre!  etwa acht Jahre vorher schrieb Paulus an die Versammlung in Rom. In diesem Brief lässt er eine Reihe von Personen grüßen, aber keinen Petrus.  wäre überhaupt ein Pastoralschreiben des Paulus an die Römer erforderlich gewesen, wenn Petrus dort gewirkt hätte?  Petrus war – zum Unterschied von Paulus – verheiratet und ist daher kaum denkbar, daß er mit seiner Frau eine derart beschwerliche Reise auf sich genommen hätte Paulus kam deshalb nach Rom – und zwar als Gefangener - weil er an den Cäsar appelliert hatte.  Petrus schrieb seinen 1. Brief aus Babylon (1.Petr.5/13); den 2. Brief schrieb er an die gleichen Adressaten, daher wahrscheinlich aus der gleichen Gegend und die sich im n

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Die Papstwahl ist nicht demokratisch, da nicht das Kirchenvolk den Papst wählt, sondern nur eine kleine Gruppe der mächtigsten Priester, also die Kardinäle.

Das ist ungefähr so, wie wenn die mächtigsten Fürsten eines Landes aus ihren Reihen den Nachfolger des verstorbenen Königs wählen.

Da wegen des Zölibats der Papst sein Amt nicht an leibliche Nachkommen vererben kann, ist dies das Verfahren, das dem Machterhalt in der eigenen "Familie" am nächsten kommt.

Es hat aber gegenüber der Vererbung immerhin den Vorteil, dass man unfähige Nachfolger vermeiden kann.

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Die Gründe hierfür liegen in der Tradition der Urkirche. Obwohl die Wahl nicht sehr demokratisch abläuft, weil er von den Kardinälen gewählt wird, die hier vorher festlegen konnte, somit er die Wahl nach seinem Tod beeinflussen kann.

Mehr Infos hier :

http://www.wissen.de/wie-laeuft-die-papstwahl-ab

Viel Spass bei deinem Referat :))

LG

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Wieso ist die Papstwahl demokratisch? Das frage ich mich auch!

Der Papst wird von Kardinälen gewählt, die ausschließlich von einem Papst ernannt wurden. Diese Kardinäle sind alles Priester und zum überwiegenden Teil Bischöfe, die entweder vom Papst ernannt wurden oder vom Domkapitel "gewählt" wurden. Das Domkapitel sind Geistliche, die ihre Vorschläge dem Papst vorlegen müssen. Der derzeitige Kardinal Meißner, Erzbischof von Köln wurde z. B. gegen den Willen des Domkapitels vom polnischen Papst durchgedrückt.

Laien, also die Mehrheit aller Katholiken, sind in diese Prozesse nicht eingebunden.

Die Wahl des Papstes erfolgt also ohne die Kirchenmitglieder und wird vom katholischen Führungsklüngel ausgekungelt. Das ist alles andere als demokratisch.

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Kommentar von omikron
02.07.2013, 18:43

Der Deutsche Bundestag ist auch nur pseudodemokratisch...

Wir dürfen zwar alle zur Wahl, aber die Abgeordneten sind "nur ihrem Gewissen verpflichtet" und damit nicht an den Willen der Wähler gebunden, d.h. einmal gewählt können sie entscheiden, wie sie wollen. - Demokratie ist etwas anderes!

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Kommentar von waldfrosch2
02.07.2013, 19:23

Was Laien (hat im übrigen nichts mit Unfähigkeit zu tun ,sondern bedeutet nicht Priester ) ....aus der Kriche machen, kannst du in Europa nach 60 Jahren Arbeit überall anschaulich betrachten . Das Christentum wurde fast gänzlich eliminiert ...und eine Wohlfühl kultur kuschelecke eingerichtet .

Alles ist erlaubt und wir kommen alle alle in den Himmel . Aber so steht es nun mal nicht im Evangelium .

  • Im Himmel gibt es auch keine Demokratie auch in der Hölle nicht . Demokratie ist eine Utopie ,das gibt es nicht in der CH und auch im alten Griechenland gab es das nicht ,dort wurde die Demokratie mittels der Demagogen gelenkt...
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Die Papstwahl ist doch nicht demokratisch.

Wer hat denn die Wähler (Bischöfe) letztendlich legitimiert zum Wählen? Der Papst selber.

Bei einer demokratischen Wahl müssten zumindest die Bischöfe durch das Volk oder den Gläubigen zu Bischöfen gewählt werden. Davon ist der Vatikan ganz weit entfernt.

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Eigentlich ein Bestellungsmodus der zum Papst. Wahlberechtigt sind Kardinäle, die das 80. Lebensjahr noch nicht erreicht haben und wählbar ist jeder männl. katholi. Christ. Wahl findet im Konklave statt und gewählt ist, wer mind.2/3 plus eine der Stimmen hat .

Ähnlich der Bundestagswahl^^. Gibt ja verschied. Demokratien. Vielleicht zählen die nur die Oberhäupte des Vatikanstaats dazu. Glaube aber die meinen einfach nur im Vergleich zu früber.

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Eine sehr gute Frage. Wenn der Papst wirklich Gottes Vertretung auf Erden wäre und Petrus der erste Papst gewesen sein soll, dann hätte Gott sich doch auch die weiteren Päpste selbst aussuchen müssen...

Aber ein "hätte" ist hier nicht angebracht. Die Katholische Kirche ist als Machtorgan des Römischen Reiches gegründet worden. Die Stellung des Papstes war IMMER eine Machtposition mit rein menschlichen Motiven. Einige Päpste sind nachweislich durch Betrug ins Amt gekommen (z.B. Papst Kalixt III. und Alexander VI.) und bei den anderen wird es nicht anders gewesen sein. Nur in der Neuzeit wird das etwas anders gelaufen sein, aber dennoch immer mit politischen und Weltgesellschaftlichen Intentionen ablaufen.

Es sind halt Menschen, die Menschen in ein Amt wählen, das dazu da ist, eine Machtposition zu halten bzw. zu erneuern bzw. vor dem gänzlichen Untergang zu bewahren. Dazu müssen sie halt jemanden wählen, der das am ehesten schaffen kann.

Religion ist nunmal nur eine Form von Politik.

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Ich glaube Du solltest Dir erst einmal im Klaren werden, was bedeutet, wenn Du behauptest, dass " die Papstwahl demokratisch " sei .

Demokratisch ist das Adjektiv zu Demokratie.Was hat das Papsttum mit Demokratie zu tun ?. Das sollen nur ein paar wenige Anregungen zum Nachdenken sein.

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Hier geht es nicht um "demokratische" Wahlen (die in der Regel auch nur pseudodemokratisch sind), sondern darum, was der "Heilige Geist" den alten Männern in Frauenkleidern während ihrer Wahlversammlung ("Konklave" - lat.: con clave = "mit dem Schlüssel") eingibt. Bis eine Entscheidung gefallen ist, manchmal in mehreren, bis zu 30 Wahlgängen, dürfen die Kardinäle keinen Kontakt zur Umwelt haben (schon gar nicht zum "demos" = Volk). Alles verläuft streng abgeschirmt hinter verschlossenen Türen. Medien und "artfremde" Zuschauer sind ausdrücklich verboten. Es gilt der strenge Vorsatz "Was innerhalb der vatikanischen Mauern geschieht, darf nicht nach außen dringen!"

Was, bitte, soll daran demokratisch sein??

"Annuntio vobis gaudium magnum, habemus Papam!"

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Hallo minaaa2205 !

In der frühen Christengemeinde wurden Amtsträger theokratisch eingesetzt - durch Gottes heiligen Geist. Apostelgeschichte 20:28 sagt dazu:

Einheitsübersetzung

28 Gebt Acht auf euch und auf die ganze Herde, in der euch der Heilige Geist zu Bischöfen bestellt hat, damit ihr als Hirten für die Kirche Gottes sorgt, die er sich durch das Blut seines eigenen Sohnes erworben hat.2

Luther 1984

28 So habt nun Acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in der euch der Heilige Geist eingesetzt hat zu Bischöfen, zu weiden die Gemeinde Gottes, die er durch sein eigenes Blut erworben hat.

Elberfelder

28 Habt acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in welcher der Heilige Geist euch als Aufseher eingesetzt hat, die Gemeinde Gottes12 zu hüten, die er13 sich erworben hat durch das Blut seines eigenen Sohnes14!

(Beachte die doch bedeutenden Sinnunterschiede der Übersetzungen)

Der Papst kann schon deshalb nicht theokratisch durch den heiligen Geist Gottes eingesetzt oder bestellt werden, weil schon seine Amtsbezeichnung "Papst" gegen die ausdrückliche Anweisung Jesu Christi verstößt, laut Matthäus 23,9 (Einheitsübersetzung):

9 Auch sollt ihr niemand auf Erden euren Vater nennen; denn nur einer ist euer Vater, der im Himmel.

Da Gottes heiliger Geist bei der Papstwähl nicht mitwirkt, erfolgt die Wahl (pseudo)demokratisch.

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Kommentar von wildcarts
09.07.2013, 11:59

In der frühen Christengemeinde wurden Amtsträger theokratisch eingesetzt - durch Gottes heiligen Geist.

Das geht nicht, weil es keinen Gott gibt.

Der Papst kann schon deshalb nicht theokratisch durch den heiligen Geist Gottes eingesetzt oder bestellt werden, weil schon seine Amtsbezeichnung "Papst" gegen die ausdrückliche Anweisung

Das ist richtig. Nur das es nicht die Anweisung "Jesu" sondern die der Bibelautoren war. Denn der Bibeljesus ist ja nur eine Erfindung.

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Was ist an dieser Wahl demokratisch? Da trifft sich ein Haufen alter Männer, die alle hohe Positionen inne haben, um einen der ihren zum neuen Oberhaupt zu wählen.

Das ist keine Demokratie; während der Wahl ist es eine Oligarchie(Herrschaft der wenige), danach wegen der Unfehlbarkeit des Papstes eine Diktatur.

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Um eine Dynastie zu vermeiden. Der Zölibat entstand aus ähnlichen Gründen.

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Nicht im Entferntesten demokratisch! Nicht einmal die Gleichberechtigung von Mann und Frau!!!

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weil eine bestimmte anzahl kardinäle wählen.

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