Wieso ist die Kuh ein Wiederkäuer und das Pferd nicht?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

solche Fragen sind meistens nicht beantwortbar. In der Biologier sind die meisten Fragen mit Warum und Wieso nur mit : Ist eben so , zu beantworten. WAhrscheinlich ist irgendwann in der Evolution das Pferd kein Wiederkäuer mehr gewesen (vielleicht war es das auch nie) oder die Kuh ist einer geworden ( oder war es schon immer)

lG Aly09

P.S die Frage wurde per Zufall heute bei uns in Bio gestellt, und die Antwort des lehrers war genaus diese ;)

Weil Kühe / Wiederkäuer sich an einen anderen Lebensraum angepaßt haben als Pferde und den auch anders nutzen.

Pferde sind Huftiere (Einhufer!!) und Steppentiere, die können schnell und zügig wandern und weite Strecken zurücklegen um immer wieder frisches (Eiweißreiches!) Gras zu finden.

Kühe dagegen sind Paarhufer und in ihrem Lebensraum (Wald / Waldrand) darauf angewiesen, auch rohfaserreiche Nahrung verdauen zu können (Ur-Rinder haben auch Zweige und junge Bäume gefressen. Das überleben aber nur Tiere, die sich der Hilfe von Bakterien (Pansen!) bedienen. (Fohlen sind wie Kaninchen wegen der fehlenden Pansenbakterien auf Koprophagie angewiesen und fressen ihren Blinddarmkot, um ausreichend Eiweiß zu bekommen)

Da, wo im Zuge der klimaveränderung (über Jahrtausende) Pferdeartige und Rinder inzwischen zusammen in einem Lebensraum überleben (zB afrikanische Steppe) funktioniert das Zusammenleben nur deswegen, weil sie sich durch ihr unterschiedliches Verdauungssystem keine allzugroße Konkurrenz machen.

Nicht falsch verstehen: die haben sich das nicht "ausgesucht", sondern es haben eben immer die angepaßtesten Tiere im jeweiligen Lebensraum überlebt - also zB bei uns in Mitteleuropa eben kaum Pferde (weil kaum Steppe da war) und mehr Wiederkäuer (Rehe, Hirsche, Wisente, Ur-Rinder) und anderswo mehr Pferde.

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