Wieso ist Deutschlands Bahn so schlecht?

16 Antworten

Das war nicht immer so.

Bei den Diskussionen um diesen Saftladen muss man wissen: Die Deutsche Bahn ist zwar zu 100 Prozent in Staatsbesitz, gleichzeitig aber organisiert wie ein privates Unternehmen. Sie hat einen Vorstand und einen Aufsichtsrat. Und: Sie will Gewinne machen.

Nachdem am 1. Januar 1994 die Zusammenführung von Reichs- und Bundesbahn und die Gründung der privatrechtlich organisierten Deutschen Bahn AG erfolgte, wurde am 1. Januar 1999 die Deut- sche Bahn AG nach den gesetzlichen Vorgaben unter dem Dach einer gemeinsamen Holding in Einzelaktiengesellschaften aufgespalten.

Von da an ging's bergab.

Ohne Zweifel sind bei der Bahn nicht wenige Dinge im Argen und es wurden Fehlentscheidungen getroffen, die uns noch auf Jahrzehnte beschäftigen.

Aber insgesamt würde ich behaupten, jammern wir auf sehr hohem Niveau. Es gibt Strecken, die funktionieren schlechter und manche funktionieren besser. Das Bahnnetz ist halt historisch gewachsen und es findet in der Regel ein Mischverkehr zwischen Nah- und Fernverkehr sowie Güterverkehr statt. Viele Bahnlinien führen durch relativ kleine Orte, die auch versorgt werden wollen, wodurch die spezifischen Kosten jedoch höher sind als wenn sie nur von Stadt zu Stadt fahren würden mit vielen Fahrgästen. Und wenn man sich über Verspätungen von 10 Minuten bereits aufregt: Mit dem Auto steht man auch sehr oft im Stau, da regt man sich dann aber weniger auf....

Die Bahn sollte sich mal in Japan schulen lassen.

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@HarryXXX

Mag sein.

Aber vermutlich verhalten sich die Japaner auch disziplinierter.

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@Giovanni47

Mit Sicherheit. Aber die wissen auch was Service bedeutet. Auch wenn es manchmal übertrieben ist. Ich hab mit welchen gearbeitet.

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@HarryXXX

Das was du von der Bahn in Japan kennst, ist die eine Seite, Shinkansen und so sind ja ganz schön; schnell und pünktlich, aber die Anbindung in ländlichen Regionen ist naja Schrott...

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@JPROBERLIN

Und hier gibt es nicht einmal eine Schrottanbindung, sondern gar keine. Bzw wurden alle Anbindungen in den letzten drei bis vier Jahrzehnten aufgegeben

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Die DB AG ist ein Unternehmen das gezwungen ist hauszuhalten. Und genau das verursacht die ganzen Probleme. Es ist schwierig bei dieser Unternehmung Gewinne abzuschöpfen. Das war von Anfang an klar, seit der Privatisierung. Vorher hat der Staat die Überkapazitäten getragen. DB AG kann das nicht.

Weil bahnmanager sich nicht an der beförderungsqualität messen sondern wie alle Betriebswirte am Gewinn der nächsten Jahresbilanz. Also Geld raus aus der schiene und in über 100 ausländischen Gesellschaften investiert. Allexreservedqhrzeuge verkauft, weil verwaltung kostet Geld und schmälert den Gewinn. Alle nucht profitträchtigen Strecken und Bahnhöfe stillgelegt, grund ubd Boden verkauft ubd wiederkurzfristig Gewinn gemacht. Mehrere ubd Konsorten lassen grüssen. Denn der Vorstand kassiert Tantiemen wenn Gewinn gesteigert wird. Wen interessiert es da noch ob Fahrgäste von a nac b kommen. Das steigert doch den Gewinn juxht.

Das siehst du völlig falsch.

Angesichts der Tatsache dass die Regierungen seit Jahrzehnten lieber Geld in den Straßenbau statt in die Bahn stecken ist es nur dem unermüdlichen und hochprofessionellem Einsatz der Eisenbahner zu verdanken dass überhaupt noch ein Zug fährt.

https://www.allianz-pro-schiene.de/presse/pressemitteilungen/eu-ranking-deutschland-knausert-beim-schienennetz/

😂😂😂

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