Wieso ist der Mensch an sich teils bösartig, unzufrieden und fügt anderen Menschen Böses zu?

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20 Antworten

Der Mensch ist von grundauf schlecht. Kleinkinder im Sandkasten (18 Monate und aufwärts) raffen sich gegenseitig die Förmchen weg und hauen dem anderen noch die Schaufel drüber. Und wenn das Gegenüber dann weint, wird noch eine Schippe Sand über den Kopf geworfen.

Dieses Verhalten ist angeboren (will haben, das ist meins, siehst du das hast du jetzt davon) und nicht abgeschaut. Kein Erwachsener nimmt einfach so dem andren was weg, was das kleine Kind hätte in der Familie beobachten können.

Der Mensch ist ein wildes Tier, nur mühsam festgehalten durch gesellschaftliche Normen, Moral und dem, was man als "das tut man nicht" gelernt hat. Bei manchen funktioniert diese Kontrolle nicht, und dann lassen sie buchstäblich die Sau raus.

Die meisten Konflikte basieren auf "will haben"

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Kommentar von damdamdamx3
17.01.2016, 17:41

Der Mensch ist  nicht von grundauf schlecht :)ich würde dir empfehlen den Beitrag  von"pariah8532" zu lesen :)

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Kommentar von gamine
18.01.2016, 20:08

Der Mensch ist von grundauf schlecht.

Diese Annahme basiert auf der absoluten Falschauslegung der uralten Geschichte von Adam und Eva, die seit etwas mehr als 2000 Jahren kursiert und derart in den Köpfen der Menschen festgesetzt ist und von den drei monotheistischen Religionen in den Herzen einbetoniert wurde, dass auch nichtreligiöse Menschen daran glauben.

Es gibt auch Kleinkinder, die sich nicht so verhalten, wie du es beschreibst.

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Die ganze Evolution ist im Grunde ein Kampf um begrenzte Ressourcen. Es gibt das Sprichwort "Not macht erfinderisch." Da ist viel wahres dran. Die unzufriedensten Menschen waren auch immer die aktivsten Menschen, die ihre Lebenssituation stetig verbessert haben. Deshalb hat sich diese Grundstimmung genetisch durchgesetzt. Und es war auch lange ein evolutionärer Vorteil aggressiv zu sein, zumindest als Gruppe gegenüber anderen Gruppen. 

Da die meisten Säugetierbabys noch unbeholfen und wenig wehrhaft sind, haben sie in ihrer frühen Kinderzeit keine andere Wahl als "lieb" und "knuddelig" zu sein.

Thema Vergewaltigung. Findet man leider ebenfalls häufig im Tierreich.  

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Dass der Mensch böse sei, halte ich für ein Gerücht. Der Mensch will das Gute, meistens das Gute für sich.

Das Gute, das er für sich selbst will und das Gute, das er aus seiner persönlichen Sicht als gut betrachtet, können sich auf andere schlecht auswirken. Ich würde deshalb niemandem böse Absicht unterstellen sondern zu wenig Empathie, zu wenig sich vorstellen können oder wollen, wie etwas sich für andere auswirken könnte oder auch Gleichgültigkeit gegenüber den Folgen für andere.

Ein Terrorist hat nur das Gute im Auge. Das Gute für sich und seine Mitstreiter, sein Volk oder was auch immer. Er hat nicht das Böse für sein Opfer im Blick.

Ein Dieb wird seinen Diebstahl à la Robin Hood rechtfertigen, also seine Handlung als absolut gut betrachten, stellt er doch Gerechtigkeit wieder her.

Ein Vergewaltiger wird nur betrachten, wie ihm das gut tun wird, möglicherweise denkt er sogar, dass es dem Opfer gut tut. 

Ein Politiker empfindet die Macht, die er erlangt als etwas Gutes und Erstrebenswertes. Auch wenn er Schmiergelder nimmt, tut er dem Geldgeber etwas Gutes.

Die Unzufriedenheit ist ein völlig anderes Thema, das in einigen Antworten bereits behandelt wurde.

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menschen, tiere und sogar pflanzen sind lebendig. leben bedeutet seit urzeiten vermehrung und weitergabe von DNA. das wiederum bedeutet konkurrenzkampf, da nur begrenzt kapazitaeten fuers ueberleben vorhanden sind.

daran hat sich auch heute nichts geaendert. menschen versuchen in der regel fuer sich und ihre nachkommen die best moeglichen ueberlebensbedingungen zu sichern. dabei schiessen sie oft uebers ziel hinaus aufgrund von fehleinschaetzungen und irrefuehrung.

terror und kriege haben mit eroberung zu tun, mit ausbreitung der eigenen gene und der nahestehender.

vergewaltigung im rahmen von kriegerischen auseinandersetzungen hat ebenfalls mit verbreitung der eigenen gene zu tun und natuerlich mit beherrschung. das alles dient unterbewusst nach wie vor demselben zweck.

"sozial" und ruecksichtsvoll ist der mensch immer dann, wenn eine bedrohung von aussen besteht. dann ruecken wir zusammen. besteht diese nicht, versuchen wir fuer uns das meiste rauszuholen.

boesartig ist ein kaum haltbarer begriff fuer das verhalten der meisten menschen. 

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Nicht alle werden als Babys geknuddelt ;) Zwar viele, aber nicht Alle. Und auch im Weiteren Leben kann man verschiedene Erfahrungen sammeln, gute wie schlechte. Ich kann mir vorstellen, wenn ein Mensch nur gemobbt, fertig gemacht, geschlagen wird, entwickelt er sich zu einem anderen Menschen, als Jemand, der geliebt und anerkannt wird. Ich glaube aber auch, dass nicht nur Erfahrungen prägen, sondern auch Persönlichkeit. Es gibt von Natur aus sanftere Menschen und aggressivere oder leicht zu reizende. Ein Mensch urteilt über seine Mitwelt, wie auch Mitmenschen und versucht sie einzuordnen. Dabei vergleicht man sich natürlich und bei geringerem Selbstbewusstsein kann das auch zu Neid führen. Und Neid erweckt das gefühl, das man Macht ausüben will, um sich überlegen zu fühlen und diese "Benachteiligung" auszugleichen. Ich glaube, dass alles Schlechte seinen Ursprung irgendwo bei einer Person selbst hat, bei Unzufriedenheit, das Gefühl, zu wenig gesehen zu sein, Minderwertigkeitskomplexe, die man durch all das auszugleichen versucht. Ich finde es enorm schade, dass die Menschheit es nicht fertig bringt, in Frieden zu leben. Trotzdem glaube ich an das Gute im Menschen .

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ich denke es liegt teilweise einfach in der natur des menschen, so zu handeln. der mensch will immer alles wissen, neues erfinden, seine lebensqualität verbessern, usw.

aus diesem grund sind wir auch da, wo wir jetzt sind. wir können miteinander kommunizieren und sogar auf den mond fliegen. hätten wir nicht den natürlichen drang, immer besser und besser in allem zu werden würden wir vermutlich noch in einer höhle sitzen und grunzlaute von uns geben.

zu dieser lebenseinstellung gehört eben auch das streben nach macht oder geld. manche menschen mehr, manche weniger. um besonders viel macht oder geld zu besitzen müssen in bestimmten situationen gewaltverbrechen, steuerhinterziehung oder andere strafdelikte begangen werden (auch wenn es nicht so sein sollte). manchen ist es eben egal, dass dies auf kosten anderer geht.

das soll natürlich nicht bedeuten, dass das ein nachvollziehabres tatmotiv vor gericht ist. ein bankräuber darf selbstverständlich nicht behaupten, dass es in seiner natur liegt, so zu handeln und damit dann davonkommen. denn der mensch besitzt auch die fähigkeit, diesen drang zu unterdrücken bzw. einzuschränken.


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Das ist der falsche Ansatz. Einige sind genau das was Du beschreibst, nämlich böse, oder psychopatisch. Ich behaupte stattdessen, der größte Teil der Menschheit ist emphatisch, mitfühlend und will in Frieden leben. Der kleine Teil an Psychopathen hat aber Leitpositionen inne, in der Poltik, in der Wirtschaft, in der Kunst in der Wissenschaft usw. und prägen unser gesamtes Leben, d.h. unser aller Leben wird von ein paar wenigen Psychopathen beeinflußt.  

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Kommentar von DanielNord
22.01.2016, 08:56

Voll auf den Punkt gebracht. Respekt

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Hallo Wissensdurst 84, ich habe nicht Psychologie studiert, aber mir sehr lange die Frage gestellt, warum ich unzufrieden bin. Da las ich von der amerikanischen Anthropologin Jean Liedloff "Auf der Suche nach dem verlorenen Glück" (Originaltitel "The continuum concept", 1975). Ok, das Buch ist alt und warscheinlich längst wissenschaftlich relativiert... Tatsache ist, das es mir sehr geholfen hat, weil die Autorin Menschen beobachten konnte, die in der Wildnis Amazonas einfach und ohne jeden ziwilisatorischen Komfort lebten, und zwar grundsärzlich als gesamtes Volk glücklich und harmonisch. Ich weiß jetzt wenigstens, was mir mir Sicherheit gefehlt hat: In erster Linie Respekt, und das vom Anfang an - und das kann man unseren Eltern nicht einmal verübeln, denn sie kannten das aus der eigenen Kindheit auch nicht anders. Unsere Ziwilisation besteht leider aus armseligen seelischen Krüppeln, die auf verschiedenen Wegen versuchen, sich wieder richtig zu fühlen.


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Tatsächlich eine interessante Frage... Ich glaube das ist ein natürlicher Schutz fürs überleben.. Wenn du in der steinzeit n Wildschwein gefangen hast und deine ganze Familie was davon will hast du ja nichts mehr und verhungerst... Also musst du eben auch an dich selbst denken können um zu überleben was allerdings die anderen unzufrieden macht wenn sie nichts bekommt, was wiederum zu Streit führt

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Kommentar von DJFlashD
16.01.2016, 20:52

bekommen*

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Seufz.... gute frage die leider nur aufgrund von Meinungen "beantwortet" werden soll. 

Kinder sollen egoistisch sein???
Wäre der Kommentar nicht so traurig und armselig, wäre sogar noch amüsant.... Ich habe kein Problem mit selektiver Wahrnehmung, aber wenn eine MEINUNG, die durch mangelhafte Beobachtung entsteht, als Tatsache hingestellt wird ist das schon Volksverhetzung. Das Kinder nicht ansatzweise Egoistisch sind, sieht man genau daran das sie einen Menschen ögen weil er gut mit ihnen umgeht oder eben nicht. Es gibt kein Kind das egoistisch ist, denn keinKind kann das sein. Ein solches Verhalten ist ausschliesslich anerzogen/abgeschaut, aus Kindergarten/Schule, von Eltern und der Öffentlichkeit.

Wie es ggibt keine Erwachsenen die anderen etwas wegnehmen? Klar deswegen gibt es auch Taschendiebstähle auf offener Strasse, Menschen die am Geldautomaten abgepasst werden und nach der Abhebung überfallen und ausgerubt werden uvm.

Psychologie? Nett, nur unbrauchbar, wie will eine Wissenschaft die nach Empirischer Methode vorgeht etwas nicht greifbares erklären können?

Schön das ihr die Bibel und Gott erwähnt, aber was bringen Meinungen und halbaussagen? Fakt ist in der Bibel steht klar:"...so erschuf ihn in seinem Bilde, männlich und weiblich.." (1.Mose 1:27) Wie kann der MEnsch dann von Grundauf schlecht sein?

Kontrolle, Gesellschaftund Schichten sind ein guter Ansatz, so wie die Gier, doch fragt sich woher si kommen. Warum der Mensch so wurde wird sich niemals sagen lassen, aber das sich der Mensch heute so formt wie er ist ist unbestreitbare Tatsache. 

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Der Mensch dürstet nach Macht. Alle Verbrechen, etc lassen auf die Gier nach Macht reduzieren.

Das war nicht immer so, was eine Komödie deren Namen ich jetzt nicht weiß schön veranschaulicht.

Eine Urwald Zivilisation lebte in Harmonie, bis ein Flugzeug über sie fliegt und eine Cola Glasflasche verliert. Diese finden die Ureinwohner und nutzen dieses neue Material, das härter als Stein war. Nun brach Neid unter den Ureinwohnern aus, da jeder diese eine Flasche haben wollte. Es wurden Kämpfe ausgetragen wer diese Flasche nutzen darf.....

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Kommentar von TorDerSchatten
17.01.2016, 17:50

Dieser Film heißt "Die Götter müssen verrückt sein"

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Kommentar von FAR54LL
17.01.2016, 19:35

DIREKT AUF AMAZON BESTELLT hahaha

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Gut und Böse sind subjektive menschliche "Erfindungen".

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Meine Antwort ist eine eindeutig theologische. - Weil der Mensch bereits von Geburt an böse ist (auch wenn Babies noch so niedlich aussehen). - Er wird in die Welt des Bösen hineingeboren, in welcher laut Bibel der "Fürst dieser Welt" (Satan) herrscht und alles in seiner Gewalt hat. 

Der Mensch braucht daher die Erkenntnis Gottes und die Umkehr von der Sünde, um auch nur halbwegs, nach menschlichen Maßstäben zumindest, ein friedliches Wesen zu werden. Ganz kommt er jedoch auch dann von der Sünde und vom Bösen nicht los, solange er, wie die Bibel sagt, "im Fleisch ist". Das hat schon der Apostel Paulus an sich selbst wahrgenommen.

Mag sein du lachst über diese Antwort und hältst sie in unserer so fortgeschrittenen Welt für naiven Glauben. Das wäre aber nicht klug, denn ich kenne keine andere Begründung, warum die Menschheit durch alle Zeiten hindurch das Böse geradezu anzuziehen scheint und nicht in der Lage ist, sich vom Bösen aus Erkenntnis heraus zu distanzieren und es zu überwinden.

LG hummel3

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Ach, da findet man sich wieder... keine Ahnung, der Mensch ist egoistisch und will immer das Beste für sich... negative Aspekte des Menschen gibt es eben auch

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Da stellt sich die Frage "ist der Mensch von Geburt an böse? Und passt sich im Idealfall seiner Umgebung und Erziehung sowie Gesetzen an? Oder ist er von Anfang an Lieb und wird zum Verbrecher?  

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Kommentar von TorDerSchatten
16.01.2016, 20:58

Das erste trifft zu.

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Kommentar von ResiMessi
16.01.2016, 21:01

Ich glaub auch

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Soll die Unzufriedenheit in der Frage mit der Bösartigkeit und Umsetzung dieser stehen oder einzeln für sich?

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Menschen sind Egoisten. Das ist fast immer so. Jeder denkt an sich und möchte zuerst, dass es einem selbst gut geht. Danach kommen die anderen.
Der Egoismus lässt sich nunmal nicht so einfach durchsetzen und manchmal eben auf Kosten anderer Menschen.
Man will dem anderen etwas Böses, damit man es selbst besser hat.

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Kommentar von damdamdamx3
16.01.2016, 20:56

Nicht jeder.....

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Kommentar von BestOnce
16.01.2016, 21:00

Doch jeder. Das ist angeboren, man legt den Egoismus nur durch die Erziehung ab. Das kann man sehr schön bei kleinen Kindern sehen. Wenn sie Geschwister haben, wollen sie möglichst wenig teilen und das Meiste für sich behalten

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Kommentar von BestOnce
16.01.2016, 21:17

wie gesagt - anerzogen

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Damit man leichter an die gute Seite der Menschen erkennen kann

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Kontrolle , Manipulation durch Gesellschaft (wobei,eigentlich ist es ja keine mehr..) ,Selbstgier ,Arroganz,Egoismus
Herzlich willkommen in der heutigen Welt :)


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ahso und zu deiner Frage: ich denke das liegt daran dass wir in Schichten eingeteilt sind. Auch durch die Erziehung wird uns vieles Vermittelt.
Es gab auch mal eine spannende Doku über einen afrikanischischen Stamm von Buschmännern. Diese hatten nur die Natur und mehr nicht, von der Zivilisation abgekoppelt. Durch ein Flugzeug, was über ihnen flog, fiel eine leere Colaflasche aus Glas runter.
Sie entdeckten neue Möglichkeiten , die ihnen das Leben erleichterten (z.B Früchte zerstampfen) da aber nicht jeder die Flasche hatte, wollte jeder die Flasche benutzen, aber nicht den anderen abgeben. So entstand Neid und Missgunst. Bis ein Mitglied, den anderen mit der Flasche an den Kopf geschlagen hat (bis zum Blut), weil dieser sie nicht hergeben wollte. Somit entsteht durch Neid und Egoismus, der Terror und Kampf. Hoffe konnte helfen :)

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