Wieso ist der Gedanke, dass es hilfreich wäre, wenn sich menschen nach dem 65sten Lebensjahr das leben nehmen, verwerflich?

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7 Antworten

Niemand hat das Recht, über das Leben anderer zu entscheiden. Weder, wann sie gehen müssen, noch, wie lange sie bleiben müssen, auch wenn sie gehen wollen. Diesbezüglich hat uns ja erst kürzlich der Bundestag die Selbstbestimmung genommen, frei aus dem Leben zu scheiden, es sei denn, man wirft sich vor einen Zug oder sowas Grässliches. Da war man in der Antike schon freier. Erst das Christentum hat uns ihren Gott aufgedrängt, der seitdem über unser Leben wie Lebensende bestimmen soll. Wenn die Christen das auf sich und ihren Gott als internes Verhältnis beschränken, soll es mir recht sein. Aber ihren Glauben Nichtgläubigen aufzudrängen, ja aufzuzwingen, finde ich empörend.

Die andere Gruppe sind vor allem die grünen und diktatorisch artverwandten Obernannys, die meinen, sich in ihrer Sorge und Behütung jedem aufdrängen zu müssen. Diktatorisches Verhalten und Wohlmeinen hat seine Berechtigung, wenn andere Menschen mit betroffen sind, nicht aber, wenn sie in das ganz private Selbstbestimmungsrecht der Menschen eingreifen. Wann ich sterben will reklamiere ich als mein freies Entscheidungsrecht. Jetzt muss ich viel Geld ausgeben und in die Schweiz fahren nur dieser abscheulichen Oberbestimmer wegen.

Ich bin übrigens gerade 69 geworden und noch recht munter. Nur bin ich mit zum Teil erheblich älteren Leuten befreundet und bei Besuchen im Altersheim oder der Geriatrie bekomme ich mit, wie menschenunwürdig es da zum Teil zugeht. Ich suche nach Wegen, dem rechtzeitig ein Ende zu setzen und die Meinung anderer geht mir dabei am Hintern vorbei. Das ist meine ganz private Sache, wann ich unter die Erde will.

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Dann müsste man auch behinderte bzw. arbeitsunfähige Menschen dazu drängen, dass sie sich das Leben nehmen, dumme und faule Menschen ebenso......................

Ganz einfach:
Würdest du dir das Leben nehmen, wenn du 65 bist bzw. nicht mehr arbeiten gehst? Ich bezweifle es, ganz gleich, was du hier und jetzt behauptest. In einer kapitalistischen Leistungsgesellschaft könnte es durchaus hilfreich sein, streitet ja auch keiner ab. Aber deshalb sollte man es noch lange nicht umsetzen! Denn hilfreich wäre es auch, Alkohol, Nikotin usw. zu verbieten. Noch hilfreicher wäre es, wenn man Menschen direkt mit Wohnraum und Nahrung versorgen würde, anstatt ihnen Geld zu geben. Aber würdest du auch so weit gehen? 

Zumal es auf den Sinn unserer Existenz ankommt: Ist der Fortschritt etwa wirklich der Sinn? Falls ja: dann ist es vollkommen unerheblich, wie viele Menschen auf den Kosten der anderen leben. Geht es einzig und allein ums Allgemeinwohl? Dann wäre dein Vorschlag hilfreich, allerdings kann dieses Denken auch schnell zu einem gefährlichem Gewülst aus Gedankengut bestimmter Ecken heranwachsen.

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Kommentar von matterhorn9283
27.02.2017, 20:26

Wenn du das von der Seite überziehst, kann ich das auch von der anderen Seite überziehen. 

Muss es sein, dass Menschen, immer mehr eingeschränkt irgendwann 120 werden ? 

Alle anderen dafür bezahlen, dass sie ihr Leben weiter leben müssen ? 

Meiner aufassung nach gibt es ein Viel zu negatives Bild vom Tod. 

Der Tod ist dadurch, dassan nichts darüber weiß, weder positiv noch negativ 

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Du meinst aus eigenem freien willen? Find ich nicht verwerflich. Überhaupt finde ich Selbstmord nicht verwerflich, solange niemand mit in den Tod gerissen wird.

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Unsere Geselöschaft ist immer noch geprägt von der religiösen Angst dem Tod gegenüber. Und dann gibt es noch die Pseudoethiker, die dem menschlichen Leben überhaupt den größten Wert zuschreiben.  

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Wieso ist der Gedanke, dass es hilfreich wäre, wenn sich dumme, ignorante und undankbare Menschen das Leben nehmen, verwerflich?

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Kommentar von berkersheim
27.02.2017, 20:35

Warte mal, bis Du 70 oder 80 bist und ein Tag ohne Schmerzen nicht mehr vorstellbar. Da gehst Du freiwillig unter die Dummen, Ignoranten und Undankbaren. Dankbar übrigens wem gegenüber?

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weil du dir damit das recht nimmst über leben und tot zu urteilen.

der schritt des lebenswerten lebens ist aus deinem gesichts punkt nicht weit entfernt.

behinderte,kranke, einschl. Arbeitslose, faule usw.

ja das ist verwerflich.

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Kommentar von HorvathToni
27.02.2017, 20:18

Die Frage war aber warum es verwerflich ist. 

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Weil eine 65 jährige Oma die ihre Enkel betreut mehr für die Gesellschaft leistet als ein 20 jähriger der zugedröhnt am Bahnhof rumhängt.

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