Wieso ist Abtreibung moralisch verwerflich?

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90 Antworten

Ich habe ja grundsätzlich eine Frage an Gegner von Schwangerschaftssabbrüchen: Wer von euch spendet denn regelmäßig an SOS Kinderdörfer oder auch grundsätzlich an Kinderheime? Wer hilft in seiner Nachbarschaft Alleinerziehenden und jungen Familien?

Das ist es nämlich, was ich so scheinheilig finde und weswegen solche Menschen in meinem Kopf für gewöhnlich in einer Kategorie mit Leuten landen, die Obdachlose gegen Flüchtlinge ausspielen.

Wenn ich doch ganz genau weiß, dass ich nicht in der Lage bin, ein Kind großzuziehen, denn nicht in jeder Frau steckt auch automatisch eine Mutter, welchen Sinn hat es dann? Gut, das Kind lebt, aber was passiert die nächsten 18 Jahre, bis es erwachsen ist?

Ich finde es moralisch, Leid zu verhindern. In meinem Freundeskreis habe ich leider einige Beispiele dafür, was passiert, wenn Eltern sich kein bisschen um ihr Kind scheren. Sicher bin ich froh, dass diese Freunde auf der Welt sind, aber so eine Kindheit wünsche ich niemandem, inklusive Klinikaufenthalte, Depressionen, Magersucht und einem Suizidversuch in der Jugend.

Den wenigsten Menschen geht es wirklich um das Kind oder eben um die Obdachlosen, sonst würde das Engagement nämlich deutlich weiter gehen. Nein, es geht darum seine eigenen Wertvorstellungen durchzusetzen, was man selbst für richtig hält. Das muss allerdings nicht immer auch zwingend das richtige für andere Menschen sein.

Ich helfe keinen Alleinerziehenden in meiner Freizeit, warum sollte ich also mitbestimmen dürfen, ob eine Frau zu genau so einer wird? Ich habe da absolut keine Grundlage.

zwiebel91 21.11.2017, 09:52

Ich bin auch ein Gegner von Schwangerschafts Abbruch. Das gilt aber nur für meine Person. Nur weil ich es nie vor nehmen würde heißt das nicht das ich der Überzeugung bin andere dürfen das nicht. Ich bin der Meinung das aber jede Frau selbst entscheiden sollen darf ob sie ein Kind aus trägt oder nicht. Ich finde die Ansätze der anderen Gegner schon Falsch. Weil sich eine Frau gegen ein Kind entscheidet und einen Abbruch früh genug vor nimmt, ist meiner Meinung nach ein elendiges Leben verhindert worden. das ist in meinen Augen mehr wert als ein Leben das nie jemand wollte.

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Hooks 21.11.2017, 14:28
@zwiebel91

Weil sich eine Frau gegen ein Kind entscheidet und einen Abbruch früh genug vor nimmt, ist meiner Meinung nach ein elendiges Leben verhindert worden. das ist in meinen Augen mehr wert als ein Leben das nie jemand wollte.

Wenn eine Frau kein Kind will, warum kann sie denn nicht etwas tun dagegen? Niemals hatten wir eine solch große "Aufklärung" und Hilfsmittelchen, die man gegen Empfängnis anwenden kann.

Es scheint so zu sein, als wenn die ganze SE nur darauf abzielt, daß man sich früh und verschiedene Sexualpartner sucht.

Daß das auch nicht immer nur eitel Frieden und Sonennschein ist, sieht man hier an den Fragen zur Genüge. Manch einer wäre besser dran "ohne".

Ein Kind kann man immer noch austragen und zur Adoption freigeben.

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ninaxx2 21.11.2017, 21:57
@Hooks

Man könnte es austragen und abgeben. Ich hätte keine Lust ein Kind überhaupt auszutragen.. Nope das geht absolut nicht

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Hooks 21.11.2017, 14:23

@ sacredrain

Nur mal zur Info: ich habe jahrelang in einem Heim gelebt und da beim Erziehen mitgeholfen, überhaupt sehr viel miterlebt als Heimerzieher. Da hat man keine 40-Stunden-Woche.
Später jahrelang immer wieder besucht, LKW gefahren für Hilfsgüter, usw. In unserer Gemeinde sind  Alleinerziehende, denen wir "ein bißchen Familie" abgegeben haben, fast wie Geschwister für unsere Kinder. Andererseits haben wir auch viel Mithilfe erfahren, als unsere Kinder klein waren und wir gebaut haben. Wir haben für jedes eigene Kind ein Patenkind im Ausland angenommen, das wir viele Jahre finanziell unterstützt haben.

Ich finde es ziemlich bescheuert, das hier so zu schreiben, aber ich tue es mal, damit Du einen Eindruck bekommst.

Ich bin nach wie vor der Meinung, daß es immer besser ist, Leben zu verhindern statt Leben zu töten.

Und ob man Allerinerziehend wird, hat man ein bißchen auch selbst in der Hand. Ein bißchen, sage ich.

Hier wird auf Gott geschimpft und auf Menschen, die ihm vertrauen, aber ich habe es in den allermeisten Fällen so erlebt, daß Ehe gelingt, wo Menschen Gott fragen, ob dieser Lebenspartner wirklich für sie bestimmt ist (auch wenn man sich angeblich auseinanderlebt); und wenn sie sich an die Regel halten, erst mit der Eheschließung sexuellen Kontakt zu haben.

Deshalb halte ich es für so wichtig (und auch mein Engagement in diese Richtung), daß die Menschen darüber informiert werden, was Gott will, warum er es will, und daß seine Gebote keine Zwangsjacke sind für uns, sondern Freiheit bedeuten.

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ninaxx2 21.11.2017, 21:55
@Hooks

Kein Sex vor der Ehe ist unsinnig. Was wenn der Typ Potenzprobleme hat und einfach nicht kann.. Ich kauf doch nicht die Katze im Sack.

Was wenn der Typ nur 2min kann oder abartige Sexuelle interessen hat die sich mit meiner Sexualität nicht vereinbaren lassen. Die Sexualität eines Menschen mach sehr viel aus. Das kann man nicht "irgendwie hinkriegen" mit Gottes Hilfe.. Einer wird immer zu kurz kommen. Sex ist ein natürlicher Trieb den Menschen ausleben sollten. Den die Ehe ist nichts für jeden. Menschen die nicht vorhaben zu heiraten werden trotzdem Sex haben. Die Sexualmoral von Christen ist zum fürchten.. smh

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Holger1002 22.11.2017, 12:28
@ninaxx2

Nina, du scheinst nicht zu wissen, dass die Potenzprobleme eines Mannes sehr abhängig sind von der betreffenden Frau. Eine weise Frau kann in dieser Hinsicht sehr hilfreich sein.

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ninaxx2 22.11.2017, 18:07
@Holger1002

Da kannst du manchmal machen was du willst, es gibt nunmal Männer die haben ein Körperliches Problem und kein Psychologisches. Das gibt es.. Aber klar in deiner Welt ist es (Überraschuuuung) mal wieder Aufgabe der Frau den Penis hart zu kriegen:-)

Also Abtreibung - Frau ist Schuld, Mörderin, wiiiieee kann die nur

Mann kriegt keinen hoch - Frau ist Schuld, wieso kriegt Sie Ihn nicht hart, wiiieee kann Sie nur..

Lustig wa:-)

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Hooks 22.11.2017, 22:58
@ninaxx2

Holger, Du hast sicher recht.

Nina, über körperliche Probleme kann man reden. Ich muß nicht alles ausprobieren.

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ninaxx2 23.11.2017, 23:07
@Hooks

Du kannst über Körperliche Probleme reden soviel du willst, das wird ein körperliches Problem nicht besser machen. Ein Mann der keinen hochkriegt hat ein Problem - Wenn es körperlich ist bringt blabla nix - und mit so einem soll man dann verheiratet sein weil man Vorehelichen Geschlechtsverkehr ablehnt aus Liebe zu Gott WHAT THE FUUUUUCK

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zwiebel91 25.11.2017, 21:04
@ninaxx2

Immer diese antiquierten Ansichten der Gottesfürchtigen, schlimm sowas. Nina ich bin absolut deiner Meinung. Sich für die Ehe auf zu sparen is der größte Mist. Ich kann doch meinen Partner schon vor der Ehe genau kennen lernen wer weiß denn schon wie er tickt.

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eggenberg1 07.12.2017, 20:39

sacredain @ bei der antwort hast du owhl das thema total verfehlt !

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Hallo!

Sie ist in den Augen von Katholiken deswegen verwerflich, weil dort das Motto "lieb' deinen Nächsten und pflanze dich fort" gilt. Es geht also total gegen die Konventionen des Katholikentums, ein Kind abzutreiben - selbst wenn es behindert wäre und ein trauriges Siechen statt einem schönen Leben.

Vor Jahren gab's hier mal einen Leserbrief eines Mannes, den ich als zwar schräg, aber sehr interessant in Erinnerung habe. Sinngemäß sprach er sich damals gegen die Abtreibung aus, aber nur, sofern ein Kind nicht behindert oder schwer krank zur Welt käme. Er hatte wohl selbst eine behinderte Tochter im Erwachsenenalter & war selbst an die 80 ----> sein Abschlusssatz war, dass ein behindertes Kind selbst auf dem Sterbebett der greisen Eltern das Sorgenkind bliebe, weil man nicht wisse, was damit geschehe. Ein Argument, das ich verstehe.

Ansonsten kommt es auch auf die Voraussetzungen an, unter denen ein Kind aufwachsen wurde: Wäre ihm kein Leben in halbwegs geregelten Verhältnissen vergönnt, ist die Abtreibung rational unter Umständen besser, als wie wenn es im Dreck, in finanzieller Unsicherheit und materieller Armut sowie ohne Zuneigung der Eltern aufwachsen muss. 

danhof 20.11.2017, 13:24

So gesehen dürften in Kriegszeiten keinen Kinder mehr geboren werden. In armen Ländern schon gar nicht.

Welcher Arzt gibt eine Garantie darauf, dass ein Kind behindert sein wird?

Wie gesagt: Die 100.000 Abtreibungen in Deutschland werden zu 99,9% NICHT aufgrund von schweren Behinderungen vorgenommen.

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Hooks 20.11.2017, 15:01
@danhof

Und selbst da hat man erlebt, daß nach einer Abtreibung aus medizinischen Gründen (Behinderung) herausgefunden wurde, daß das Kind jetzt war tot, aber ansonsten gesund war.

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Maarduck 20.11.2017, 19:17
@Hooks

Das stimmt. Mir ist der Fall meiner Hausärztin bekannt, mit der ich auch persönlich befreundet bin. Sie hat während ihrer (Spät)Schwangerschaft eine Fruchtwasseruntersuchung vornehmen lassen. Angeblich sollte das Kind Katzenschreisyndrom haben

https://de.wikipedia.org/wiki/Katzenschrei-Syndrom

Sie hat es trotzdem ausgetragen, und das Kind ist VOLLKOMMEN gesund :-)

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Hooks 21.11.2017, 10:55
@Maarduck

Und dann gibt es noch diese Fälle, wo durch Punktion gerade eine Behinderung verursacht wird.

Ich habe Freunde, die haben gesagt, sie würden nie wieder eine Untersuchung machen lassen, alleine schon deshalb, weil die zweiwöchige Wartezeit einen verrückt macht. Und das ist letztlich auch nicht gut fürs Kind.

Ultraschall habe ich immer befürwortet, weil man ggf Maßnahmen zur Geburt ergreifen muß. So hat eines unserer Kinder ständig die Hand am Kopf gehabt, und die Ärztin sprach bereits davon, daß es Kinder gibt, die keine Hand haben. Das hat uns aber nicht verrückt gemacht sondern höchstens fragen lassen, ob das Kind einen Kaiserschnitt brauchen wird. Auf so etwas sollte man sich rechtzeitig einstellen können, ist meine Meinung. (bei der Geburt machte dann "nur" die Nabelschnur Probleme, vermutlich waren Hand und Kopf deshalb oft zusammen)

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danhof 23.11.2017, 08:02
@Hooks

Wir haben bei allen unseren Kindern eine Feindiagnostik (Ultraschall) machen lassen. Aber nicht, weil wir im Bedarfsfall abgetrieben hätten, sondern weil es sogenannte Risikoschwangerschaften waren und wir im Notfall in einer Fachklinik entbunden hätten.

Aber ja, eine Fruchtwasseruntersuchung hätten wir nicht machen lassen.

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Libertinaer 24.11.2017, 12:30

Sie ist in den Augen von Katholiken deswegen verwerflich, weil dort das Motto "lieb' deinen Nächsten und pflanze dich fort" gilt.

Wobei das Motto natürlich in Bezug auf Nicht-Katholiken bzw. außerhalb der Ehe schon nicht mehr ohne weiteres galt bzw. gilt. ^^

Ist halt alles relativ ...

... wenn es einem nur in den Kram passt. ^^

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Hooks 24.11.2017, 14:26
@Libertinaer

Was heißt hier Motto? Ich kümmere mich nicht um die Lehren der kath. Kirche., sondern um das NT. Und da steht nichts von Verhütungsverbot, sondern von Gewissen.

Wir haben verhütet, und wir haben Kinder. Alles zu seiner Zeit.

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Abtreibungen sind nicht moralisch verwerflich. Die Frau gebärt oder nicht. Insofern kann die Frau auch für sich entscheiden, was sie mit ihrem Körper machen möchte. Zumindest solange bis die Gesellschaft das "Kind" als höherwertige Lebensform ansieht.

Das ist üblicherweise ab der 12 Schwangerschaftswoche der Fall. Solange würde ein Arzt straffrei einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen können. Wenn die Frau das selber macht, bleibt sie bis zur 22. Woche straffrei. Ich persönlich finde diese Unterscheidung Schwachsinn. Es bedeutet nämlich, dort anscheinend doch nicht das "Kind" relevant ist, sondern derjenige, der den Schwangerschaftsabbruch vornimmt.

Das viel größere Problem ist aber die Psyche der Frau, die ein Kind abgetrieben hat. Wenn man mal von der ungerechtfertigten gesellschaftlichen Ächtung absieht, war dort nicht nur eine starke physische Verbundenheit, sondern auch durch entsprechende Hormonausschüttung eine psychische Verbundenheit. Es soll auch Frauen geben, die einen Abbruch vorgenommen haben, es aber danach bereuten. Deshalb sieht der Gesetzgeber bei "regulärer" Abtreibung auch eine Beratung als zwingend an.

Nachdem ich das nächste gelesen hatte, war mir klar, dass wir noch eine Menge Arbeit vor uns haben. Wenn zum Beispiel eine Frau schwanger wird durch eine Vergewaltigung, gelten genau die gleichen Fristen???? WTF.

Bitte nicht falsch verstehen. Leben schenken ist ganz sicher etwas Besonderes. Aber es ist bestimmt nichts Heiliges. Ich würde mir wünschen, dass diesbezüglich zumindest konsistentere aber auch pragmatischere Regelungen stattfinden und zwar zugunsten der Frau.

Eine Spermie wird noch nicht als Individuum gezählt.
Ein Baby, das eine Stunde vorm Schlüpfen steht, wird bereits als Mensch, als Person, als Individuum gezählt. Ich denke bis auf wenige Ausnahmen wird da niemand widersprechen. 

Es geht also immer und immer wieder nur darum, wo man die Grenze, den Übergang definiert. Natürlich unterliegt es einer Willkür, trotz dass es markante Punkte im Entwicklungsstadium gibt. Das ist bei sehr vielen Gesetzen und ethischen Normen so.

Selbst grundlegende Festlegungen wie "Die Menschenwürde ist unantastbar" sind nur Festlegungen, ein größtmöglicher Konsens.

Lunatax 26.11.2017, 12:18

Baby ist hier ein Wissenschaftlicher falsch benutzter Begriff,

Schwangerschaftswoche und embryonales Entwicklungsalter werden vermischt. Das stiftet Verwirrung. 

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Suboptimierer 26.11.2017, 13:21
@Lunatax

Selbst ein korrekt verwendeter Begriff würde das Problem nicht lösen!!!11

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carn122004 26.11.2017, 13:26
@Lunatax

"Baby ist hier ein Wissenschaftlicher falsch benutzter Begriff,"

Eine Stunde vor der Geburt ist Baby ein falsch benutzter Begriff?

"Ein Baby, das eine Stunde vorm Schlüpfen steht, wird bereits als Mensch, als Person, als Individuum gezählt."

Dann bitte das auch der Geburtshilfe in Halle sagen:

http://geburtshilfe-halle.de/die-geburt/ihre-entbindung/ablauf-normale-entbindung/

"

Der Blasensprung

Ihr Baby lebt bis zur Geburt
in der Fruchtblase, die bis dahin meist geschlossen bleibt. Der
Blasensprung ereignet sich entweder im oberen Bereich der Gebärmutter,
dann gehen nur Tröpfchen ab oder er liegt im Bereich des Muttermundes,
wobei eine ganze Menge Fruchtwasser abfließt.

Hat der Arzt bei der letzten Untersuchung Hinweise dafür, dass Sie
sich bei einem schwallartigen Abgang von Fruchtwasser besser liegend in
die Klinik bringen lassen sollten, wird er Ihnen das sagen. Im
Allgemeinen sollen Sie sich zwar umgehend, aber in Ruhe in die Klinik
begeben.

Die Wehen

Eine Wehe entsteht dadurch,
dass sich die Muskulatur der Gebärmutter von oben nach unten
zusammenzieht. Beim Geburtsprozess entwickelt sich auf diese Weise aus
einer Flaschenform mit engem Hals eine Kugelform mit weiter Öffnung,
damit das Baby durchpasst. Außerdem helfen die Wehen dem Baby, sich
tiefer in das Becken senken zu können und mit dem Kopf, manchmal auch
mit dem Po, den Beckenausgang zu weiten und zu dehnen.

"

Die verwenden da Durchgehend "Baby" für das etwas ein paar Stunden vor der Geburt.

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Weil die Religion ein Problem hatte.

So ist das eben, wenn man sich eine Story ausdenkt, es gibt auch Probleme beim Storyboard, wie stellt man was dar.

Bis man sich die Namen alle augedacht hat und auch die Handlung in verschiednenen Kapitel zusammenpasst, das ist schon eine Sache, die mehrmalige Angleichung erfordert.

So auch hier, zunächst war es bis vor etwa 150 Jahren so, dass der Mensch erst Mensch im Sinne des Glaubensbuches war, wenn er auf die Welt kam. Davor eine sellenlose Hülle, die Beseelung fand im Moment der Geburt statt.

Alles klar erstmal, aber war da dennoch etwas, das trieb sie um, die Märchenbuchentwickler, das war eine Tante mit Namen Maria.

Du weißt schon, die hat ihrem Ehegatten gesagt, sie sei von einem Engel befruchtet worden....... und der hat es geglaubt.

Nunja wie auch immer, die Regelung Beseelung bei Geburt war dann jedoch etwas unschön im Hinblick auf ihren Sohnemann, der ja irgendwie was Besonderes gewesen sein soll, wie man gedichtet und erfunden hat, dass eine Engelsbefruchtung in einer heiligen Dingsbums, ... gebenedingbumst sei sie.... oder so ähnlich, ein gewisser Jesus dann erst einmal eine seelenlose Hülle gewesen wäre.

Also der, den man hinterher dann zum Gott gedichtet hat, erst seelenlos?

Um dies abzuschaffen, das hat nicht so gefallen, hat man die Story fluchs umgedichtet in Beseelung bei Zeugung und schwupp, Problem gelöst, Jesus auch in Mami bereits Seele, alles roger.

Nur hat das zur Folge, Abtreibung ist Tötung eines beseelten Menschens, damit Sünde, klar, aber erst vor 150 Jahren, vorher war das nicht so.

Was Dein Problem angeht mit den nicht befruchteten Zellen oder sowas, alles klar bislang, erst bei Zeugung wird beseelt, davor ist das nichts.Also keine Angst vor der Hölle...... wo auch immer das Ding sein soll.

Man wusste zu dem Zeitpunkt noch nicht, wie das genau funktioniert, deswegen hat man die Ei - und Samenzellen noch nicht ins Storyboard aufgenommen.

carn122004 20.11.2017, 11:13

"Nur hat das zur Folge, Abtreibung ist Tötung eines beseelten Menschens, damit Sünde, klar, aber erst vor 150 Jahren, vorher war das nicht so."

Die Behauptung, erst vor 150 Jahren fing die RKK an, die Tötung eines ungeborenen Menschen als Sünde zu sehen, und erst seit 150 Jahren gehe die RKK von einer "Beseelung" bereits vor der Geburt aus, ist falsch.

Dies lässt sich ganz einfach wiki entnehmen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Schwangerschaftsabbruch#Antike_und_Mittelalter

"Obwohl die Sukzessivbeseelung theologisch auch in der Scholastik umstritten war, unterschied das katholische Kirchenrecht vom Decretum Gratiani um 1140 bis 1869 gemäß dieser Lehre zwischen dem fetus inanimatus oder informatus und dem fetus animatus oder formatus,
dem unbeseelten oder ungeformten und dem beseelten oder geformten
Fetus. Ein Schwangerschaftsabbruch galt aus katholischer Sicht immer als
Sünde und wurde mit monate- bis jahrelanger Buße belegt, aber nur bei einem beseelten Fetus wurde er als Mord betrachtet und mit Exkommunikation, manchmal sogar mit Todesstrafe geahndet."

Abtreibung galt also als Sünde und es wurde von einer "Beseelung" bereits vor Geburt ausgegangen, wobei Abtreibung nach dem vermuteten Zeitpunkt als Mord galt.

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Die Aussage, dass wir eigentlich andauernd potentielles Leben töten, läßt sich auf die Abtreibungsfrage nicht anwenden. Im Falle einer Abtreibung wird nicht potentielles Leben getötet, sondern konkretes.

Dass es sich dabei um konkretes Leben handelt, wurde in unserer säkularen Gesellschaft durch den Ethikrat auf wissenschaftlich fundierte Weise festgestellt und vom Gesetzgeber so übernommen. Damit entbehrt dieses Vorgehen jedem Vorwurf kirchlicher bzw. religiös gefärbter Einmischung. Kurzum: jeder hat diese Entscheidung zu akzeptieren.

Folglich war es auch richtig, dass der Gesetzgeber den §218 StGB nicht abgeschafft hat. Dieser besagt, dass Abtreibung nach wie vor Mord ist. Leider läßt sich dieser Tatbestand in unserer Gesellschaft nicht flächendeckend sanktionieren, da bei ca. 110.000 Abtreibungen jährlich die Verfolgungsbehörden und die Justiz hierzulande gelinde gesagt leicht überfordert wäre. Vom gesellschaftlichen Aufschrei mal ganz abgesehen. Also hat sich der Gesetzgeber selbst ein Hintertürchen geöffnet: er hat den Straftatbestand des §218 straffrei gestellt, sofern die Abtreibung innerhalb einer bestimmten Frist und nach einer Schwangerenberatung erfolgt. Begründet hat er dies unter anderem mit dem Selbstbestimmungsrecht bzw. der körperlichen Unversehrtheit der Schwangeren nach Artikel 2 GG. Diese Absurdität ist jedoch lediglich einer realpolitischen Notwendigkeit geschuldet, nämlich der, dass der §218 StGB praktisch nicht durchsetzbar ist. Juristisch bleibt es aber dabei: vor dem Gesetz sind Abtreiberinnen Mörderinnen.

Das sieht die Kirche genauso. Sie hat in Vorwegnahme der aktuellen wissenschaftlich/ethischen Erkenntnis bereits vor gut 2000 Jahren festgestellt, dass Abtreibung halt Mord ist und sich in richtiger Konsequenz aus der Schwangerenberatung zurückgezogen. Wer aber nicht religiös ist, der muss sich notgedrungen an die staatliche Variante halten (siehe oben), andernfalls wäre er ein Anarchist und würde sich selbst rechtelos machen.

Man kann es drehen und wenden wie man will: Vom Zeitpunkt der Verschmelzung von Samen und Eizelle an handelt es sich um menschliches Leben in konkreter und nicht in potentieller Form. Das hat jeder zu akzeptieren. Vom Fremdgänger über die Suffragette bis zur Teeniemama. Oder wie man in Bayern sagt: wer eizipfen ko, der ko si a um sein Nachwuchs kümmern.

BTS10 20.11.2017, 10:52

"Das sieht die Kirche genauso. Sie hat in Vorwegnahme der aktuellen wissenschaftlich/ethischen Erkenntnis bereits vor gut 2000 Jahren festgestellt, dass Abtreibung halt Mord ist und sich in richtiger Konsequenz aus der Schwangerenberatung zurückgezogen. Wer aber nicht religiös ist, der muss sich notgedrungen an die staatliche Variante halten (siehe oben), andernfalls wäre er ein Anarchist und würde sich selbst rechtelos machen."

In Deutschland muss sich niemand notgedrungen an staatliche Varianten halten. In Deutschland kommen zuerst die staatlichen Gesetze und Verordnungen und dann erst die teils obskuren Vorschriften von Glaubensgemeinschaften, egal ob christlich, muslimisch oder andere.

Ich halte die ganze Abtreibungsdiskussion für überflüssig. Nach meiner Minung geht dies nur zwei Menschen etwas an den Erzeuger und seine Partnerin. Wenn diese beiden entscheiden eine Abtreibung wäre notwendig, dann hat dies niemand zu kritisieren.

Da ich aber kein politischer Entscheidungsträger bin kann ich den §218 nicht abschaffen und muss mich also daran halten.

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itasca 20.11.2017, 11:24
@BTS10

In Deutschland kommen zuerst die staatlichen Gesetze und Verordnungen und dann erst die teils obskuren Vorschriften von Glaubensgemeinschaften...

sowie

Da ich aber kein politischer Entscheidungsträger bin kann ich den §218 nicht abschaffen und muss mich also daran halten.

Genau das schrieb ich ja. Allerding ist der §218 straffrei, sofern die Fristen eingehalten und ein Beratungsschein ausgestellt wurde. Dass es mit der Moral generell nicht weit her ist, zeigt schon die Anzahl an jährlichen Abtreibungen, denn es kommt den Abtreibunssportlern offenbar nicht darauf an, keine Straftat zu begehen, sondern nur nicht bestraft zu werden.

Nach meiner Minung geht dies nur zwei Menschen etwas an den Erzeuger und seine Partnerin. Wenn diese beiden entscheiden eine Abtreibung wäre notwendig, dann hat dies niemand zu kritisieren.

Eben nicht. Wie Du selber schreibst, mußt Du Dich an die Gesetze halten. Demnach ist die Abtreibung eine Straftat. Sie geht auch das Opfer etwas an. Außerdem sieht der Gesetzgeber den Erzeuger gar nicht als Entscheidungsträger an. Beschließt die Partnerin eine Abtreibung, dann hat der Erzeuger nach momentaner Gesetzeslage gar nichts mitzuentscheiden.

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Goodquestion42 26.11.2017, 22:49

Die Behauptung, "Abtreiberinnen" seien vor Gesetz Mörderinnen, ist falsch. Man sehe sich nur einmal das Strafmaß von 218 StGB an und vergleiche es mit 211!!

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itasca 28.11.2017, 11:56
@Goodquestion42

Das fehlende Strafmass beim §218 StgB besagt nichts aus über den Straftatbestand. Letzterer ist nun mal Mord bzw. ein Tötungsdelikt.

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Das aus den Eizellen und Spermien Menschenleben entstehen kann ist zwar richtig, allerdings kannst du nicht sagen das man Leben in die Toilette spült, oder du dich nicht hast befruchten lassen. Der beginn des Lebens wird allgemein mit der Befruchtung der Eizelle gesehen. Erst dann beginnt also das Mensch sein mit der eigenen Genetik. 

Was die Abtreibung angeht, so ist das für viele eine ganz individuell wichtige Frage. Meiner Meinung nach kommt es immer sehr auf den Grund der Abtreibung an. Grundsätzlich finde ich das nicht moralisch Verwerflich.

Erstens: Es können nicht aus den Millionen von Spermien Kinder werden sondern es würden immer einzelne Spermien gewinnen und daraus würde ein Kind werden.

Zweitens: Nur weil du ungeschützten Sex jedes mal hättest, muss das nicht unbedingt ein Kind bedeuten. Nicht umsonst gibt es so einige Leute, die versuchen unbedingt ein Kind zu bekommen. Auf meiner Arbeitsstelle gibt es mehrere Frauen, die es schon länger probieren.

Drittens: (Ich bin weder ein Befürworter noch ein Gegner der Abtreibung, will ich nur mal geschrieben haben!) Es gibt durchaus Frauen, die den Schritt der Abtreibung später bereuen und später depressiv erträumen wie es wohl gewesen wäre doch Mutter zu werden. Deshalb sollte man sich diese Entscheidung nicht leicht machen und nicht einfach sagen - Och, in der Biologie ist das halt kein Kind etc.

Viertens: Das was mich am meisten stört in dieser Angelegenheit, ist der Umstand, dass Väter und Familien bei so wichtigen Entscheidungen meistens nicht mit eingebunden werden. Ihre Meinung zählt nichts. Es mag auch dafür hier und da gute Gründe geben - oft wird z.B. mit schlagenden Vätern etc. argumentiert - aber in der Regel sollten auch andere nahe Menschen mit eingebunden werden bei einer so wichtigen Entscheidung.  Es kann z.B. sein, dass die mögliche Mutter finanzielle Ängste hat und diese in einem Gespräch geklärt werden können. Ich würde eine Frau verlassen, wenn ich erfahren würde, dass ich nicht mal es wert war, befragt zu werden.

Fünftens: Man sollte sich nicht auf Definitionen (z.B. von Leben) verlassen. Seit 150 Jahren versuchen z.B. Wissenschaftler Wörter wie Kultur, Literatur usw. genauestens und wissenschaftlich zu definieren. Allein die aktuelle Definition von Deutsche Literatur ist 7 Seiten lang und unvollständig. Ich bezweifel sehr stark, dass es bei Wörtern wie Leben, Lebewesen etc. anders ist.

Sechstens: Siehst du es wirklich so, dass wenn du dir ein Gift zu setzt oder ein Arzt das kommende Leben dieses "Zellhaufens" beendet, dies ein ganz gewöhnlicher Schritt ist? Denn wenn du abtreiben willst, solltest du das als vollkommen normal ansehen - wenn nicht kann Drittens gelten.

Hallo seelachs,

die Abtreibung ist heutzutage in der Gesellschaft tatsächlich kein Tabuthema mehr und meiner Meinung nach auch keineswegs verwerflich. Es kommt meiner Meinung nach einfach auf die Frau bzw. die künftige Familie darauf an, ob sie ein Kind bekommen wollen oder ob es in der momentanen Situation überhaupt möglich ist das Kind ohne Konflikte aufzuziehen. Dabei spielen natürlich die verschiedensten Dinge eine Rolle, z.B. in welcher Situation das künftige Kind gezeugt wurde (One Night Stand...) dabei darf man natürlich auch nicht die Zukunft der Eltern außer Acht lassen usw. . Zusammenfassend kann man sagen das, wenn es wirklich noch so ist, die gesellschaftliche Verwerflichkeit der Abtreibung nicht zeitgemäß ist. Kurze kritische Anmerkung: Ich finde deine Argumentation mit Eizellen usw. tut hier überhaupt nichts zur Sache, da die Menstruation eine natürliche Sache ist, die es so schon immer gab und auch immer geben wird. So verhält es sich auch mit dem Samenerguss eines Mannes. Das wir potentielles Leben dadurch töten ist wahr, aber wie gesagt, eswar schon immer so, und man kann auch nichts dagegen tun, oder willst du etwa "dauer-schwanger" sein um das "Potential" deiner Eizellen nicht zu vergeuden?

Freundliche Grüße,

King Quizzy

"Eigentlich „töten“ wir doch andauernd potentielles Leben"

Zum "Ausgleich" essen wir (die meisten von uns) aber gerne und wenn es geht, sogar täglich Fleisch von Hühnchen, Schweinen, Kälbern, Rindern. Ohne die Viehhaltung für die "Fleischproduktion" hätten die allermeisten dieser Tiere niemals die Chance gehabt, das Licht der Welt zu erblicken ...

(Vorsicht:  das ist natürlich auch ein ganzes Stück weit sarkastisch gemeint; manche werden denken, ein gar nicht gelebtes Tierleben sei besser als das einer Legehenne oder eines Masthähnchens in einer Hühnerfabrik oder eines Schweins, das in seinem kurzen Leben oft nie eine Wiese sieht...)  

Hi,

da lebt kein Mensch :O 

denn unbefruchtete Eizellen leben nur ein paar Stunden, wenn die Frau in der Zeit z.B. keinen Sexualpartner hat, gibt es auch kein Kind. 

Ein Mann mit guter Samenqualität und vorheriger Enthaltsamkeit, könnte mit einem Cumshot halb Europa besiedeln. Die Frage ist, wenn alle Samenzellen aller Männer zum Zug kämen, wären das täglich Abermilliarden, bräuchten wir in kürzester Zeit viele Ersatzplaneten, die auf die Umlaufbahn einschwenken müssten, damit sie die Masse an Menschen tragen und ernähren könnten.

Wenn man abtreibt, treibt man befruchtete Eizellen in einem mehr oder weniger entwickelten Zustand ab. Das was daran verwerflich gesehen wird, ist, dass es sich um einen sehr jungen Menschen handelt (je nach Definition).

Apropos: 

"ich habe 126 reife Eizellen zugrunde gehen lassen. Aus diesen Eizellen hätten Menschen entstehen können"

Das glaube ich eher nicht. Der Rechenfehler ist der, dass es keine Frau gibt, die 126 Kinder zur Welt gebracht hätte, da man die Tragzeit schon abziehen muss... da sind's dann schon 90% weniger. Gruß, Cliff

ApfelTea 20.11.2017, 02:11

Zumal man nicht zwingend jedes mal einen Eisprung haben muss, nur weil es eine Periode gab. Das sind also wahrscheinlich keine 126 gewesen

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zwiebel91 20.11.2017, 16:47

Enthaltsamkeit vor der Zeugung eines Kindes ist ungesund.

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Hooks 20.11.2017, 17:13
@zwiebel91

Nicht, wenn die Zeugung zum Zwecke der Zeugung geschieht.

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Weil in deren Augen es eben kein "potenzielles Leben" mehr ist, weil die Eizelle ja nun eben befruchtet wurde.

Diese diese .. diese... Moralapostel die einer Frau vorschreiben wollen wie sie mit ihrem Körper zu tun und zu lassen hat.. ist das bereits Existenzberechtigtes leben.

Es könnte genausogut erst 2 Wochen her sein seit sich die Eizelle eingenistet hat, für diese Menschen ist das bereits schützenswertes Leben, selbst wenn es optisch und mit allem was dazu gehört nur eine kaum wahrnehmbare Masse ist

(IRONIE) Und üüüüberhaupt, dein Männervergleich nech... was ist es denn dann wenn die Dame es 'wegnascht' Kanibalismus?! ;)

Diese Menschen wollen ihre Sicht der Dinge anderen Aufzwingen und deswegen nennen sie es moralisch verwerflich.

Ich nenne es Selbstbestimmung.

Welche Bezeichnung wird nun aber wohl eine Frau/Öffentlichkeit schneller aufstacheln können?

Edit: ich sehe jetzt erst das ich anstelle einer offenen Frage eine bereits vor langer Zeit gestellten geantwortet habe. Sorry.

Eine samen oder eizelle ist etwas anderes als eine befruchtete eizelle! Sobald eine eizelle befruchtet wurde kann man sagen, es ist der erste abschnitt des lebens eines menschen, vor der geburt! Keiner würde sagen, kinder darf man töten, weil sie nicht erwachsen sind, aber vor der geburt ok?

Samenzellen bzw Eizellen alleine haben nur das potential zu befruchten oder befruchtet zu werden, die befruchtete eizelle aber hat das potenzial ein mensch zu werden!

Das ist die eine sache, die andere ist natürlich, ist es mord, wenn man nie geboren wurde? Da habe ich keine ahnung, ich denke es ist eine frage der gesetzgebung!

Wenn alle fortpflanzugsfähigen Eier auch erfolgreich befruchtet würden au weia................

Über die Abtreibung mach ich mir so meine eigenen Gedanken, ich weiss nicht ob man einem behinderten Kind einen Gefallen damit tut wenn man es zwingt ein ganzes Leben mit seiner Behinderung zu "leben". Oder wenn man seinem Kind irgendwann erzählen muss dass es bei einer Vergewaltigung gezeugt wurde...........und was das Kind dann für Gefühle entwickelt....

Ich finde: Wer Abtreibung grundsätzlich "moralisch verwerflich" nennt der macht es sich zu leicht, er will im Grund nicht über das Thema reden.

Und die Doppelmoral der Kirchen bei dem Thema, da hilft eigentlich nur Ignorieren!

Die Frau die sich dafür entscheidet kann ich nur bewundern, in 99% der Fälle hat sie sich das bestimmt nicht leicht gemacht, und was ihr danach so alles durch den Kopf geht................

Kann ja auch noch sein dass den Meschen die Euthanasie im 3. Reich durch den Kopf geht, und sie deshalb denken Abtreibung wäre verwerflich.

LG Opa

Naja Grundsätzlich finde ich es moralisch korrekt abzutreiben, da die Welt so wie sie ist keinem zumutbar ist. 

Ansonsten muss man von Fall zu Fall betrachten. 

Wenn mein Kind zu 90% wahrscheinlichkeit behindert zur Welt kommt,  fände ich eine Geburt moralisch falsch und eine Abtreibung richtig

Nun, es ist schon ein Unterschied, ob die Natur ihren normalen Lauf nimmt oder der Mensch mit Chemie nachhilft.

Im Übrigen waren Deine Eizellen zwar 126 Mal reif, aber unbefruchtet und das ist ein noch gravierenderer Unterschied

Was Du da beschreibst, hat mit Tötung nichts zu tun!

Wenn die kleinen Embroys uns mit ihren Kulleräugchen anschauen könnten, würden viele vermutlich nicht umgebracht und die Rechtssprechung würde das ganz anders sehen.

eggenberg1 07.12.2017, 20:46

hallo -als eizelle sind das doch noch garkeine embryos -- es geht doch ganricht um abtreibung , es geht darum , dass eier und spermien in ihrer ansicht eben leben zeugen könnten und darum wohl nicht einfach weggespült werden dürften-- alles ein wenig undurchdacht 1

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Weisst du nicht, dass aus einer Eizelle auch ohne dein Eingreifen kein Mensch wird? Und auch aus einem Samen nicht. Dein "Vergleich" ist für die Tonne.

Erst wenn die beiden zusammen verschmolzen sind und sich in der Gebärmutter eingenistet haben, ist der Grundstein für einen Menschen mit allen seinen Potentionalitäten gelegt. Ab diesem Zeitpunkt findet eine stetige Entwicklung bis zur Geburt statt (ausser im Fall von natürlichem Abgang), die nur durch dein Eingreifen verhindert werden kann. Man kann also entweder die Empfängnis oder die Geburt als Moment des "Menschwerdens" betrachten. Dazwischen gibt es keinen "springenden Punkt", an dem man eine klare Wesensänderung des werdenden Wesens festmachen kann. Deshalb sind ja auch die Zeitgrenzen für den Abruch von Land zu Land verschieden. Weil eben die Wissenschaft nicht präzise definieren kann, wann man im Mutterbauch zum Menschen wird. Es macht deshalb moralisch keinen Unterschied, ob man nach zwei Monaten oder nach acht Monaten abtreibt. Technisch macht es aber einen Unterschied, und für die werdende Mutter natürlich auch psychologisch.

Ob Abtreibung moralisch verwerflich ist, ist eine persönliche Gewissensfrage.

k

Moralisch sollte als erstes definiert werden...

Und dann kommt heraus, was Moralisch sein soll...Da wäre erstmal der Glaube , das es eine Moral gäbe und als zweites ; das es auch eine Un-moral gäbe , die sich für dich in eine Verwerflichkeit ausdrückt..,aber das sind Wertschätzungen, indem man einen Wert schätzt, der erstmal gar nicht in Wahrheit existiert ,...denn er existiert erst , wenn du ihm einen Wert gibst...

Wie kannst du also etwas bewerten , was es  vorher nicht gab, aber erst gibt , wenn du ihm einen Wert gibst ? ( das ist jetzt für die Allgemeinheit gedacht und nicht direkt auf deine Frage bezogen ) ( aber ich hielt das auch mal für notwendig zu erwähnen...)

Sorry , das ich hier so ausschweifend ins Detail gehen muss, aber es geht manchmal ( noch ) nicht anders...Und nur weil man weis wie der Käsekuchen schmeckt , kennt man nun mal nicht gleich auch seine Rezeptur, aber auch nicht umgekehrt...

Es geht dabei nicht  um die Menge oder Anzahl von Spermien oder Eizellen, sondern, die Einhaltung vonk Gottes Gesetzen  , die uns die Kirche ( oder Religion ) auferlegt hat, damit wir uns nicht versündigen vor GOTT, demk die Kirche ja bestens kennt , da sie die Bibel bereit vor und rückwärts lesen können , Weil das allein wichtiger zusein scheint , als den Inhalt zu verstehen , dessen Verfasser ja auch nur menschlicher Interpredatör sein konnte...

Und ja du hast recht ; Töten ist erlaubt, im Krieg und daher könnte jeder Soldat mit einem Schild herumlaufen , mit der Aufschrift ;"Ich darf dich töten"

Das du dass nun nicht begreifen kannst, ist vollkommen verständlich , denn es ist paradox...!

Abtreibung an sich ist nicht das problem, finde ich. Allerdings sollte es nur bis zum zweiten Monat legal sein. Im dritten Monat ist das baby schon komlett entwickelt. Es hat einen Kopf mit Gehirn, ein Herz, dass fleissig Blut durch die Adern pumpt. Es mag zwar nichts spueren, aber wenn man einen menschen im schlaf betaeubt und toetet, verspuert er genau so viel wie das baby und es ist trotzdem Mord.

 

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