Wieso interessiert es jetzt eigentlich alle, vorher war es doch für alle egal?

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12 Antworten

Die Geflüchteten sind jetzt vor der Haustür und nicht mehr nur in Nordafrika bzw. in Italien.

Außerdem kommen bedeutetend mehr Menschen nach Europa, was natürlich eine stärkere Medienpräsenz nach sich zieht.

"Alle" sind übrigens bei weitem nicht pro Aufnahme von Geflüchteten.

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Jetzt sind die Probleme einfach näher und auch in den Medien viel mehr präsent. Außerdem kann man den Flüchtlingen "leichter" (die Möglichkeiten dazu sind bekannter) helfen und man bekommt auch wirklich mit, dass die Hilfe ankommt. Spendet man für Kinder in Afrika, so weiß man nie ob das Geld wirklich ankommt bzw. die Kinder von der Spende tatsächlich etwas haben. Und gegen Kinderarbeit werden auch immer mehr Menschen aktiv und geben für ihre Kleidung lieber etwas mehr Geld aus, als Kinderarbeit zu unterstützen. Dafür laufen schon Spots im Fernsehen und die haben (angeblich) schon gute Wirkung gezeigt

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Ganz einfach: bisher hatten die Menschen in Europa keine Einbußen hinnehmen müssen und daher hatte es auch nie jemand interessiert.

Genauso wie Leute irgendwelche Billig-Klamotten kaufen und nicht eine Sekunde darüber nachdenken, unter welchen Bedingungen diese hergestellt wurden.

Jetzt, wo aber die Bevölkerung in Europa direkt konfrontiert wird und persönliche Auswirkungen auf das eigene Leben spürt, ist die Flüchtlingsfrage DAS Thema.

Die Kuschel-Politik hat uns bisher Jahre lang davon fernhalten können, jetzt brechen die Dämme und das "Kuschel-System" kollabiert. Seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten versuchen die Italiener (schon immer sehr stark von der Flüchtingsthematik betroffen, Stichwort "Lampedusa") auf europäischer Ebene für Unterstützung zu werben - ohne Erfolg.

Jetzt ist Frau Merkel betroffen und aufgewacht - viel zu spät!

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Weil wir das Problem jetzt vor der Haustür haben und nicht einfach die Nachrichten abschalten können und denken, betrifft man ja nicht. lg Lilo

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Afrikanische Kinder sind schon immer verhungert, wenn das Klima vor Ort mal wieder schlecht war oder Krieg zwischen verschiedenen Stämmen herrschte. Und sie müssen immer schon schuften, kaum daß sie laufen können, weil es in diesen Ländern meistens kein Verbot von Kinderarbeit oder eine Schulpflicht gibt. An all dem sind nicht die Deutschen schuld, dafür sind die afrikanischen Länder selbst verantwortlich. Unsere Verantwortung geht erst dann los, wenn die Leute vor unserer Tür stehen und um Hilfe bitten. Die sie dann vorübergehend bekommen (bis z. B. Kriege vorbei sind) oder dauerhaft  (wenn sie anerkannt oder sogar eingebürgert werden). Aber Deutschland kann nicht die Armen und Verlierer der ganzen Welt aufnehmen und ist auch gar nicht schuld an Armut und Korruption anderswo. Jedes Land, jede Regierung muß sich erst mal selber um die eigene Bevölkerung kümmern, wenn sie das nicht tut, sollte man die Verantwortlichen einfach absägen, statt noch lange zu verhandeln. 

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"Hallo Leute, ich habe mich gefragt wieso eigentlich so viele dafür sind Flüchtlinge aufzunehmen und so schockiert sind, wenn jemand das nicht macht. "

Ohne mich jetzt dafür oder dagegen auszusprechen: Das war vor ein paar Monaten so, aber jetzt ist doch die Stimmung eher ins Gegenteil umgeschlagen.

Ist zumindest mein Eindruck

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Die breite Masse will helfen? Das stellen die Medien so dar, ja.

Ich kenne nur die Meinung, dass alle die Politik verteufeln.

Es gibt gerade einen gewaltigen Rechtsruck, überall.

Und Afrika... Lebensmittel hinschicken reicht halt nicht. Hilfe zur Selbsthilfe!

Aber große Firmen nehmen denen noch Land und Trinkwasser, weil's um Profit geht. Spenden bringen da auch nicht viel...

Die oben, die man wählt, die könnten wirklich was ändern...

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Kommentar von vitus64
17.06.2016, 12:46

Welche "große Firma" nimmt denn den Afrikanern Trinkwasser weg?

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es ist toll, wenn man diskussionen mit den prädikaten "alle" und "immer" startet. entweder diskutiert man vernünftig oder sagt gleich ohne umschweife, dass man nur seine eigenen vorurteile bestätigt haben will und andere meinungen und schon garnicht fakten oder tatsachen akzeptiert.

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Kommentar von Neutralis
17.06.2016, 12:12

Weder noch, dafür muss man aber erstmal seine Meinung anbringen und nicht nur kritisieren  

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Deine Logik verstehe ich nicht. Wie sollen Streiks denn etwas an dem Hunger in Afrika ändern?

Und noch etwas stimmt nicht an Deiner Frage: Warum sind jetzt auf einmal so viele, die GEGEN die Flüchtlinge sind, dafür, den Obdachlosen und Rentnern zu helfen? Wie viele von denen hat denn vorher das Schicksal dieser Menschen interessiert?

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Kommentar von Neutralis
17.06.2016, 12:14

Wir bereichern hier uns an Produkten die dort billig hergestellt werden. Bei einem Streik bzw. Boykott des Geschäfts erpresst man dann diese, dass sie mehr Lohn zahlen müssen mit wieder jemand was bei ihnen kauft.

Ja das könnte man auch fragen.

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Viele möchte gut dastehen und helfen, in der Hoffnung, die Presse erfährt davon.

Viele die in Afrika ein Patenkind haben, hängen das nicht "an der großen Glocke".

Hilft man einem Flüchtlingskind, kommt die Presse und macht ein Foto. Das tut manch einem Ego gut.

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Je weniger jemand selbst denkt, desto mehr folgt er der Masse. Diese Menschen hinterfragen nicht die Richtigkeit von dem was alle denken oder machen und machen es dann auch selbst ohne darüber nachzudenken. Ein Rassist ist nicht ein Rassist weil er sich dafür entschieden hat, nein er ist einfach der Normalität seines Umfeldes gefolgt. Er wird sein Handeln mit leeren Glaubenssätzen begründen, und wenn ihm nichts mehr einfällt und er einen Funken der Wahrheit spürt, fühlt er sich angegriffen und macht komplett dicht. Rassismus, Speziesismus, Kriege, Religionen usw. wären ohne dieses kollektive denken nicht möglich. Ich möchte damit sagen dass die Leute wieder mal nur einem Trend folgen, und dass man mit den Medien den Focus der Mehrheit kontrollieren und lenken kann. Es ist nicht in den Medien weil es die Mehrheit gerade interessiert, sondern es interessiert die Mehrheit weil es gerade in den Medien ist.

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Weil wir nun helfen können, weil sie jetzt im unseren Ländern sind. Davor haben wir es halt einfach gewusst und gehört, und die menschen, die wirklich dafür was tun wollten, haben gespendet oder sind gar nach Afrika gezogen um dort für spende und für kinderheimen zu arbeiten.

Nun sond aber alle in unseren ländern und brauchen die hilfe, jetzt könne wir ihnen unsere Hände geben und ja.

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