Wieso hohe Steuernachzahlung bei Steuererklärung?

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3 Antworten

Wieso hohe Steuernachzahlung bei Steuererklärung?

Die Antwort gibst du dir im Grunde selbst:

mein Vater hat die Steuerklasse 3 und meine Mutter die Steuerklasse 5.

Der prozentuale Mehrabzug der Klasse V reicht nicht aus den durch die Ausnutzung aller Freibeträge bei der III entstehenden zu geringen Lohnsteuerabzüge auszugleichen. Ergo wird weniger Lohnsteuer abgezogen, als zur Tilgung der Einkommensteuerschuld notwendig wäre, drum gibt es eine Nachzahlung.

Da wir aber eben nur begrenzt Geld haben, können wir es uns nicht leisten, jmd. zu beauftragen alles schnell fertig zu machen. Daher renovieren wir selbst und es kann noch Jahre dauern, bis die untere Wohnung in unserem 2-Familienhaus fertig ist.

Die Aussage ist dämlich, da die Investitionen in eine zu vermietende Immobilie steuermindernd angesetzt werden könnten. Das ist wohl nicht geschehen, denn dann gäbe es die Nachzahlung wohl nicht. Je schneller fertig, desto früher können darüber Einkünfte erzielt werden. Notfalls würde ich dafür sogar einen (Investitions)kredit aufnehmen.

Wir haben dieses Jahr wieder die Steuererklärung gemacht und nun kam raus, dass wir 680€ Steuern nachzahlen müssen, weil wir unsere untere Wohnung noch nicht fertig renoviert haben und noch nicht vermietet haben.

Das Finanzamt geht wohl davon aus, dass kein ernstes Interesse an einer Einkünfteerzielung über die Wohnung besteht und erkennt die Ausgaben nicht mehr an.

Bei einem Einspruch müsste man dann schon darlegen, dass ernsthafte Absicht zur Vermietung besteht, am besten in dem man einen Mietvertrag präsentiert oder zumindest mal Inserate.

Betriebswirtschaftlich oder auch von der "Work-Life-Balance" her erschließt sich mir das Vorgehen auch nicht. Jede Art von Einkommen ist besser als jenes aus nichtselbständiger Arbeit. Passiv > aktiv.

Deine Eltern sollten vielleicht einfach mal die Steuerklassen ändern auf IV/IV mit Faktor, dann dürfte es keine Nachzahlung mehr geben, da jedem Ehegatten die Lohnsteuer einbehalten wird, die dem Lohn tatsächlich entspricht.

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Kommentar von SRT57
17.11.2015, 21:13

Danke. Da wir aber aktuell das Haus noch abzahlen, kommt eine weiterer Kredit auf keinen Fall in Frage und das Geld nicht dafür ausreichen würde. Zur Not weiterhin den Holzofen nur, statt Gasheizung. Aber danke für die Antwort. 

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Wenn das Finanzamt nicht mehr glaubt, dass ihr tatsächlich vermieten wollt (ist euch ja wohl selber nicht ganz klar), dann werden die Ausgaben für das Haus auch nicht mehr anerkannt. Ihr könnt nicht Jahrelang renovieren und Zinsen zahlen und diese Kosten dann absetzten. Es muss schon ein zeitlicher Zusammenhang bestehen zwischen den Ausgaben und den dann auch erfolgten Einnahmen.

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Kommentar von SRT57
17.11.2015, 20:21

Echt, das gibt es auch?Werde ich gleich machen! Danke 

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