Wieso hindert man Menschen am Sterben?

16 Antworten

Ja, warum lässt man ihnen nicht ihren Willen? Das ist eine gute Frage! Man muss zwei Gruppen von Suizidwilligen unterscheiden: Diejenigen, die neurologisch-psychisch krank sind, mit der Folge, dass sie keine vernünftigen Entscheidungen treffen können, ihren Verstand nicht beisammen haben, die man vor sich selber schützen muss und diejenigen, die geistig und seelisch gesund sind und sehr wohl wissen, was die Auswirkungen ihres Handelns sind.

Die zweite Gruppe weiß also, was sie tut und ist in jeder Hinsicht gesund. Nur hat der alte Mann vielleicht seine Frau verloren und es braucht für ihn nicht viel Vorstellungskraft, dass seine nächsten Jahre ziemlich einsam sein werden, seine Freunde sind auch bereits verstorben, Kinder hat er keine.  Er ist Realist und trifft eine Vernunftentscheidung - warum soll er sich quälen? Wer so einem alten Mann keine Perspektive bieten kann, sollte ihn auch nicht zwingen weiterzuleben. 

Dem Kranken, dem Depressiven (Krankheit Depression), demjenigen, der an einer psychischen Erkrankung leidet, dem kann der Arzt vielleicht durch Medikamente und andere Therapie helfen. Für den genannten alten Herrn ist das Leben nach dem Tod seiner Frau tatsächlich trist und hoffnungslos geworden, dem psychisch Kranken scheint es nur so. Das ist der Unterschied.

Für einen Außenstehenden sind diese zwei Gruppen nicht immer klar zu unterscheiden, da man nicht immer die Person selber kennt und auch nicht deren Lebensumstände.

Man denkt, jeder müsse einen so großen Überlebenswillen haben, dass er auch in schwierigen, aussichtslosen Situationen weiterleben möchte. Wer diesen Überlebenswillen nicht aufbringt gilt als Kranker, dem man zu seinem (vermeintlichen) Glück zwingen muss.

Nun ja, es kommt durchaus vor, dass ein Mensch vergisst, dass er erstmal eine Nacht noch schlafen soll, bevor er eine wichtige Entscheidung trifft und Menschen haben Gefühle und manche sehen keinen Ausweg mehr und haben den realen Blick verloren und handeln spontan.

Dann gibt es noch so richtig kranke Menschen, die unglaubliche Schmerzen haben und vielleicht auch schon ein paar Jahre absolut kein schönes Leben mehr. Manche haben auf den ganzen Scheiß einfach keine Lust mehr oder japsen nach Luft oder, oder, oder... Auch wenn ein Mensch sterben möchte, so kann er doch andere darin nicht einbinden. 

Ein Mensch, der wirklich sterben möchte, der schafft das auch und wählt eine Art, die erfolgreich sein wird und ein kranker Mensch hat vielleicht noch die Wahl oder ist gar nicht mehr in der Lage z.B. von einer Autobahnbrücke zu springen oder gar sonst sich entsprechend zu versorgen. Doch man kann dann auch nicht von einem anderen Menschen erwarten, dass er dann Hilfe leistet, denn die Hoffnung stirbt zuletzt.

...Wie lange macht medizinische Behandlung Sinn?

Über dieses Thema streiten sich selbst Mediziner.

Tatsache ist, dass normalerweise solange therapiert wird, wie Hoffnung besteht. In vielen Fällen ist das auch gut so, denn nicht jeder, der schwer krank ist, will auch wirklich sterben.

...Ich glaube, erst wenn man selbst mal in einer ähnlichen Lage war, kann man das ein wenig nachvollziehen - eben, weil man darüber seine eigenen Erfahrungen diesbezüglich "erlebt" hat.

Besteht wirklich  keine Hoffnung mehr, und ist der Tod in "nächster Zeit" absehbar, kann es im "bestimmten Fall" u. U. sein, dass ein anderer Patient, der eine "größere Aussicht" auf Heilung hat, womöglich den Platz auf einer Intensivstation bekommt - vor der Person, die keine Chance mehr auf Heilung hat.

...Natürlich kommt es dabei auch immer auf die jeweilige Situation und den jeweiligen Gegebenheiten an. Man kann das auch nicht immer verallgemeinern.

....Ist jemand todgeweiht, stirbt er auch. Trotz bester medizinischer Versorgung und trotz Intensivstation. Das ist kein "Garant" für das "unbedingte Weiterleben" an sich.

...Man kann mit diesem Thema nicht einfach  schwarz-weiß malen. Es gibt viele Abstufungen dazwischen (Graustufen). Dessen sollte man sich ebenfalls bewusst sein.

Möchten Selbstmörder wirklich sterben?

laut definition ist suizidalität bewusstes denken und handeln und zielt auf ein äußeres oder inneres objekt, eine person, ein lebenskonzept; suizidales verhalten will etwas verändern, den anderen, die umwelt, sich selbst in der beziehung zur umwelt et cetera. und ich habe tatsächlich mal gehört, dass die meisten menschen, die sich umbringen, eigentlich gar nicht sterben, sondern aus ihrer lebenssituation ausbrechen wollten. was wisst ihr dazu?

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aktive Sterbehilfe und Menschenwürde

Hallo liebe Community!

Ich werde tatsächlich meine Abiturprüfung in Religion durchziehen (und das als Atheist, man stelle sich vor).

Mein Prüfungsthema lautet: Sterbehilfe - Eine Option für Christen und ihre Angehörigen?

Ein Teil meiner Ausarbeitung beschäftigt sich mit der der Menschenwürde und einem würdevollen Sterben im Bezug auf aktive Sterbehilfe (kurz gesagt die aktive und direkte Tötung eines Menschen, um diesem ein schmerzloses Sterben zu ermöglichen).

Ich möchte euch im Bezug darauf fragen, was "in Würde sterben" für euch bedeutet, damit ich nicht in die Bredouille komme mich zu sehr auf meine Meinung zu versteifen.

Mir sind alle Ansichten und Glaubensrichtungen herzlich willkommen.

Vielen Dank schon einmal im Vorraus.

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Gedankenexperiment: Darf man einen unschuldigen menschen töten um einen geliebten menschen zu retten, zB wenn es ein Mörder von einem verlangt zu entscheiden?

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Wieso sterben Menschen an Krebs?

Ich habe mir gerade die Frage gestellt, warum Menschen an Krebs sterben. Ich habe es gegoogelt und konnte nur herausfinden, was Krebs überhaupt ist. Ein bösartiger Tumor. Was macht der, dass Menschen daran sterben? Und wieso müssen Menschen deswegen ihre Haare abschneiden oder gar eine Glatze?

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